Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Britische Forscher: Resistenzen ohne Kontakte austauschbar Britische Forscher behaupten, dass Bakterien ihre Resistenzen ohne Berührungen austauschen können. Alleine durch Signale in der Luft soll dadurch die Wirkung von Antibiotika einfach ausgeschaltet werden. Das Wissenschaftsteam von Richard Heal und Alan Pearson von den QinetiQ´s Winfreth Labs in Dorchester hat dieses Phänomen in Versuchen nachgewiesen und berichtet darüber in der jüngsten Ausgabe des Wissenschaftsmagazins New Scie
Ambulant, teilstationär, stationär – so steigert sich die Intensität bei der Behandlung von Patienten. Das Gefäßzentrum in der Innenstadt am Klinikum der Universität München schließt am heutigen Dienstag die letzte Lücke und eröffnet die neue Tagesklinik, an der Menschen mit Gefäßleiden teilstationär versorgt werden können. Bisher war das nur entweder ambulant oder vollstationär möglich. “Der Vorteil für die Patienten ist, dass sie tagsüber therapiert werden und abends wieder in ihre gew
Die Kunst, mit den eigenen Grenzen zu leben – Studien aus dem sensomotorischen Labor am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin zeigen: Mit zunehmendem Alter erfordert das Halten des körperlichen Gleichgewichts mehr Aufmerksamkeit und kognitiven Einsatz als in jungen Jahren. Ältere Menschen, die dies rechtzeitig erkennen, können nicht nur Stürze besser vermeiden, sondern auch sicherstellen, dass ihr “Intelligenzkonto” für andere Denkleistungen möglichst groß bleibt. “Wenn
Der Bedarf an Information und Aufklärung ist groß Türken in Deutschland verstarben bislang seltener an Krebs als deutsche Mitbürger der gleichen Altersgruppe. Ausnahme: Leukämien und Lymphome. Das ist das überraschende Ergebnis einer Untersuchung von Wissenschaftlern in Heidelberg und Bielefeld, die die Deutsche Krebshilfe unterstützt hat. Der Trend geht nun jedoch dahin, dass in Deutschland lebende Türken zunehmend an Krebs versterben und insbesondere auch solche Tumoren entwickeln, die
Genmanipulierte E.-coli-Spezies baut neben Organophophaten auch Pestizidreste ab Forscher der University of California in Riverside (UCR) haben Escherichia-Coli-Bakterien gentechnisch so manipuliert, dass sie giftige Chemikalien fressen. Die Bakterien haben nicht nur “Hunger” auf verbotene Organophosphate, sondern zerstören auch Überreste von Pestiziden, Herbiziden und Düngemittel, die ansonsten in die Umwelt gelangen würden, berichtet das Fachmagazin Nature heute, Freitag. Die Studiene
Bis zu 150.000 Menschen jährlich ziehen sich in Deutschland beim Sport eine Gesichtsverletzung zu. Am häufigsten (ca. 37 Prozent) ereignen sich die Unfälle beim Volkssport Fußball. Die meisten Verletzungen im Gesicht sind oberflächlich, wie z.B. Platz- oder Risswunden, aber auch Knochenbrüche bis hin zu Schädelfrakturen und Verletzungen der Kiefer und der Zähne kommen regelmäßig vor. Dies zeigt eine Studie von Dr. Robert Mischkowski, die an der Klinik für Zahn-, Mund-, Kiefer- und Plastische
Internationale Fachtagung über die Identifizierung einzelliger Meeresalgen Vom 14. bis 21.4.2002 treffen sich Forscher aus aller Welt am Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI) in Bremerhaven zum Workshop ASCMAP (Analysis of Single Cells in the Marine Phytoplankton – Analyse einzelliger Plankton-Algen). Führende Fachleute demonstrieren die neuesten Methoden zur Untersuchung einzelliger Meeresalgen und stellen sie zur Diskussion. Einzellige Meeresalgen stehen am An
Früchte sollen länger haltbar sein und frischer schmecken Forscher der Cornell University wollen mit einem genetischen Trick Tomaten so verändern, dass sie nicht nur frischer schmecken, sondern länger halten. In Zusammenarbeit mit dem Boyce Thompson Institute for Plant Research in Ithaka, der Texas A&M University und der Jeallots Hill Research Station hat das Team um Jim Giovannoni von der Cornell-Universität jenes Gen identifiziert, das bei Tomatenpflanzen die Reife steuert. Das Projekt
Diesel fahren ist in, denn Diesel fahren schont nicht nur den Geldbeutel, sondern macht auch Spaß. Längst hat sich auch das Image der einst als lahm und laut angesehenen Pkw hin zu spritzigen High-Tech-Fahrzeugen gewandelt. Und jüngste Zahlen unterstreichen dies: Im vergangenen Jahr waren bereits ein Drittel der neu zugelassenen Pkw mit Dieselmotoren ausgestattet. Dabei übertraf der Dieselabsatz an deutschen Tankstellen nun erstmals den von Benzin. Doch gerade beim Tanken hat sich so mancher Die
Erste Studie mit Neugeborenen zur Prävention von Allergien Die Atopie, die erbliche Neigung zur Entwicklung allergischer Erkrankungen, wird in Zivilisationsgesellschaften – und also auch in Deutschland – ständig häufiger. Sind beide Elternteile Atopiker, so werden ihre Kinder mit hoher Wahrscheinlichkeit (80%) gleiche Leiden (Neurodermitis, Heuschnupfen und Asthma) entwickeln.
Die angeborenen Neigung zu Allergien muss aber nicht unbedingt zum Tragen kommen. Es gibt Hinweise darauf, d
Max-Planck-Wissenschaftlern gelingt Identifikation genetischer Unterschiede / Bedeutung für Verständnis der Veranlagung für AIDS, Malaria oder Alzheimer Menschen und Schimpansen sind genetisch sehr ähnlich – sie haben zu 98,7% die gleiche Erbsubstanz- und sind doch geistig wie körperlich so unterschiedlich. Ein internationales Forscherteam um Prof. Svante Pääbo, Direktor am Max-Planck Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig, hat jetzt die Benutzung (Expression) von Genen und die n
Die Lebensqualität von Patienten, die an schweren Gelenkerkrankungen leiden, kann sich durch künstliche Gelenke wesentlich verbessern. Voraussetzung ist, dass die Implantate fest im Knochen verankert sind und sich die Verbindung zwischen Gelenk und Knochen nicht löst. Denn sonst müssen die Patienten in relativ kurzen Abständen mehrere Operationen durchstehen. Minh Tan Pham, Manfred Maitz und Kollegen vom Forschungszentrum Rossendorf (FZR), Dresden, beschäftigen sich mit der Frage, wie sich die H
Wissenschaftler von der Uni Würzburg haben etliche Gene identifiziert, die für die so genannte Blut-Hirn-Schranke charakteristisch sind. Ihre Ergebnisse werden der Forschung über Erkrankungen des Nervensystems – zum Beispiel über die Multiple Sklerose – voraussichtlich neue Impulse geben. Veröffentlicht wurde die Arbeit aus Würzburg im April 2002 im Fachblatt der Amerikanischen Gesellschaft für Experimentelle Biologie (FASEB-Journal). Zusammensetzung und Funktionsweise der Blut-Hirn-Schr
Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie zum Beispiel Herzinfarkt sind die häufigste Todesursache in den entwickelten Ländern. Deren Behandlung zu verbessern, ist Gegenstand von Forschungsarbeiten im Forschungszentrum Rossendorf (FZR), Dresden. So soll ein Projekt von Bernhard Noll den erneuten Verschluss eines verengten Blutgefäßes verhindern. Eine bessere Nachkontrolle nach so genannten Stent-Behandlungen zu ermöglichen sowie die Verträglichkeit von Stents (kleine Drahtgeflechte, die die verkrusteten A
Behandlung im Laborversuch vielversprechend Forscher der Virginia Tech in Blacksburg entwickeln magnetische Flüssigkeiten, die Medikamente an einen bestimmten Zielort im Körper befördern. Kleine Metallteilchen in Nanogröße, umgeben von einer auf Silikon basierten Lösung, werden injiziert und durch Magnetismus bewegt. Die Technik wurde vorerst für schwierige Augenoperationen entwickelt, berichten die Forscher auf dem 223. Treffen der American Chemical Society. Weitere Einsatzmöglichkeiten
Wer in der Schwangerschaft mehr als 22,5 Kilo zunimmt und sie hinterher nicht verliert, hat nach den Wechseljahren offenbar ein dreifach erhöhtes Brustkrebsrisiko. Das zeigt eine Studie, die Forscher des Lombardi Cancer Centers in Washington, DC, gemeinsam mit finnischen Kollegen vorgenommen haben. Eine Zunahme von 18 Kilo erhöhte das Brustkrebsrisiko um 40 Prozent. Diese Ergebnisse wurden am Dienstag bei der Jahrestagung der American Association for Cancer Research (AACR) in San Francisco vorge