Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Deutsche Reproduktionsmediziner würden gerne die Zahl der übertragenen Embryonen nach einer Reagenzglasbefruchtung reduzieren, um Mehrlingsschwangerschaften zu vermeiden. Um die Erfolge der assistierten Reproduktion nicht zu schmälern, müsste dann jedoch ein Embryo ausgewählt werden, der die besten Aussichten hat, sich in der Gebärmutter einzunisten. Dies verbietet bislang das Embryonenschutzgesetz. “Handlungsbedarf des Gesetzgebers” sehen darum die Experten auf dem 54. Kongress der Deutschen Ges
Ärztekongress in Dresden beschäftigt sich mit Behandlungsmethoden Nach der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten sind im östlichen Teil wesentlich mehr Menschen an Allergien erkrankt als zuvor. Nach Angaben des Ärzteverbandes Deutscher Allergologen (ÄDA) gleicht sich die Allergierate inzwischen allmählich dem Westniveau an. Nach Ansicht der Mediziner bleiben die Allergien in der ehemaligen DDR aber zu lange unentdeckt und werden zu spät behandelt. Um neue Möglichkeiten der Vo
Internationaler Kongress beschäftigt sich mit neuen Entwicklungen zur Erforschung von manisch-depressiven Erkrankungen Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt: für Menschen mit manisch-depressiver Erkrankung mehr als nur eine Redewendung. Die Erkrankung ist gekennzeichnet durch wiederkehrende Depressionen, jedoch auch durch Manien mit vermindertem Schlaf, Selbstüberschätzung, gesteigertem Antrieb, enthemmtem Verhalten. Ein bis zwei Prozent der Bevölkerung leiden an dieser Krankheit. In den
Wichtigen Schaltmechanismus für DNA-Reparatur aufgedeckt
Der Träger der Erbinformation, die DNA, kann durch unterschiedliche Umwelteinflüsse, wie beispielsweise UV-Licht, geschädigt werden. Diese Schädigungen führen zu Änderungen in der Erbinformation, so genannten Mutationen. Sie sind eine Hauptursache für die Entstehung von Krebs, aber auch für den Alterungsprozess. Da die Art der Schäden sehr unterschiedlich sein kann, besitzt die Zelle auch verschiedene Möglichkeiten, diese Schäde
Kritiker: Bei genmanipulierten Nahrungsmitteln wird dieser Aspekt verschwiegen In gemeinsamer Forschungsarbeit des Biotech-Unternehmens Pioneer Hi-Bred International und des US-Landwirtschaftsministeriums ist es gelungen, die Allergie auslösenden Inhaltsstoffe in Soja zu entfernen. Das Team ist sich einig, dass dieses Ergebnis Beispiel dafür ist, wie Gentechnologie die Sicherheit von Nahrungsmitteln verbessern kann. Eine Soja-Allergie betrifft zumeist Kinder unter fünf Jahren, aber au
Jörg Weber, Promovend des Fachbereiches Medizintechnik der Fachhochschule Jena, analysiert im Rahmen seiner Doktorarbeit Duft- und Aromastoffe mit Hilfe eines Gaschromatographen. Dies ist ein Apparat, der Inhaltstoffe anhand ihrer “Düfte” exakt aufschlüsseln kann. Untersucht werden z.B. Kräuter, ätherische Öle und Gewürze, deren Aromastoffe vorher extrahiert werden müssen. Als Anreicherungsmethode wird die Festphasenmikroextraktion SPME (Solid Phase Microextraction) angewandt. Bei diesem Verfahren
Dass der häufigste Typus von weißen Blutzellen, die Gruppe der Granulozyten, vor allem in der Abwehr von Infektionen durch Bakterien eine wichtige Funktion übernimmt, ist gut belegt. Aus jüngerer Zeit datiert die Erkenntnis, dass sie außerdem fähig sind, Tumorzellen zu zerstören, wenn diese mit ausgewählten Antikörpern beladen sind. Untersuchungen in Arbeitsgruppen an der Medizinischen Klinik III der Universität Erlangen-Nürnberg (Direktor: Prof. Dr. Joachim R. Kalden) und der Universität Utrecht
Zahnersatz-Experten: “Zur Not reichen 20” Abgesehen von seinen Weisheitszähnen hat der Mensch 28 Zähne im Mund – aber braucht er jeden einzelnen, muss daher jeder von ihnen ersetzt werden, wenn er eines Tages verloren geht? Diese Frage stellen sich nicht nur manche Patienten – auch die Wissenschaftler wollten das genauer wissen, die im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für zahnärztliche Prothetik und Werkstoffkunde (DGZPW) ihre Ergebnisse in der Studie “Bedarfsermittlung für protheti
Menschlicher Verdauungsapparat stammt genetisch aus der Steinzeit
In den USA beträgt der Anteil an Industrienahrung schon 95 Prozent, in Europa 75 Prozent. Beim 2. Europäischen Kongress für, der derzeit in Wien stattfindet, hat der Mediziner Günter Nöll vor den Gefahren der industriell veränderten Nahrung gewarnt. Schlechte Ernährung sei ein Schlüssel zu Krankheiten.
“Die genetische Ausstattung für unser Verdauungs- und Immunsystem stammt im wesentlichen aus der Steinzei
DFG setzt interdisziplinäre Forschergruppe ein – Helium-3 als Kontrastmittel liefert detailgetreue Bilder – Bessere Therapie für Patienten erwartet “Gut, dann bitte durch die Nase atmen.” Im Hintergrund ist das Atemgeräusch der Patientin über das Beatmungsgerät zu hören. “Mit dem nächsten Atemzug anhalten: Jetzt!” Das Atemgeräusch setzt aus, bis wieder ein Kommando ertönt: “Fertig – und weiteratmen.” Die Patientin trägt eine Atemmaske und folgt den Anweisungen genau. Sie hat sich als Test
Schweiß fördert Freisetzung des allergieauslösenden Metalls Ein- und Zwei-Euro-Stücke setzen weitaus mehr Nickel frei als andere Münzen. Grund dafür sind die verschiedenen Metalllegierungen der zweifarbigen Münzen. Das berichten Forscher vom Universitäts Spital Zürich in der Fachzeitschrift Nature. Die Wissenschaftler um den Dermatologen Frank Nestle hatten sieben Nickel-Allergikern drei Tage lang die beiden zweifarbigen Münzen auf die Haut geklebt. Alle Probanden zeigten ber
GBF organisiert in Indien das internationales Lancefield-Symposium zu Streptokokken-Infektionen und Folgeerkrankungen Erstmals richtet die Gesellschaft für Biotechnologische Forschung (GBF) gemeinsam mit dem All India Institute of Medical Science das internationale Lancefield-Symposium für Streptokokkenforschung aus. Um neue Wege im Kampf gegen diese Bakterien zu finden, treffen sich namhafte Streptokokken-Forscher alle drei Jahre. Das Symposium “Fight against Rheumatic Fever and Rheumati
Prof. Dr. Georgios Sakas vom Fraunhofer IGD erhält internationalen “Brachytherapy Award” Für seine herausragenden Leistungen auf dem Gebiet der computerunterstützten Krebstherapie wurde Prof. Dr. Georgios Sakas ausgezeichnet. Auf dem Kongress “International Brachytherapy Conference” in Santa Fe, USA (19. – 22. Juni 2002), erhielt der Forscher vom Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD in Darmstadt den “Brachytherapy Award”. Der angesehene Fachpreis würdigte die Präsentat
Die Diskussion über die “termingerechte” Schnittentbindung halten manche Experten hierzulande eher für eine Gespensterdebatte: Die meisten Schwangeren wählen nach wie vor die vaginale Geburt. Äußert eine Patientin den Wunsch nach einem Kaiserschnitt, so sei dieser zu achten, empfiehlt der Arbeitskreis Medizinrecht der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe, er sei aber nicht verpflichtend. Der Wunsch der Schwangeren war natürlich, seine Erfüllung nicht: Ihr Ehemann sollte
Plötzlich eintretende Geburtskomplikationen sind nicht vorhersagbar. Das belegt eine aktuelle Studie, die auf dem 54. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe in Düsseldorf präsentiert wird. Deshalb raten Experten Schwangeren von einer Geburt außerhalb der Klinik ab. “Wie hoch ist die Kaiserschnittrate?” “Bieten Sie Akupunktur, Akupressur, Homöopathie und Wassergeburt an?” Das sind häufige Fragen von Eltern, die sich über die Leistungen einer Geburtsklinik info
Die Frühgeburt ist immer noch das größte Problem der Geburtshelfer. In den letzten 20 Jahren konnte die Häufigkeit nicht gesenkt werden. Zwei Drittel aller Kinder, die während oder kurz nach der Geburt sterben, kommen vor der 37. Schwangerschaftswoche auf die Welt. Wissenschaftler fahnden nach neuen biochemische Markern, doch die wissenschaftlichen Ergebnisse sind widersprüchlich. Darum müssen die Möglichkeiten zur Prävention besser ausgeschöpft werden, betonten Experten auf dem 54. Gynäkologenko