Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Bei einem Herzinfarkt stirbt immer Herzgewebe ab. Es bildet sich dann eine Narbe, die unterschiedlich gut verheilt. Oft ist sie dafür verantwortlich, dass sich das Herz im Laufe der Jahre nach dem Infarkt vergrößert und dass eine Herzschwäche entsteht, die so genannte Herzinsuffizienz. Dies zu verhindern ist das Ziel von Dr. Christiane Waller von der Medizinischen Klinik der Uni Würzburg.
Die Wissenschaftlerin untersucht im Rahmen eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)
Die meisten Menschen haben wenig Probleme damit, anderen in aller Ausführlichkeit von ihren Herzrhythmusstörungen, dem Magengeschwür oder einem Bandscheibenvorfall zu erzählen. Ganz anders dagegen die Situation, wenn jemand unter einer psychischen Erkrankung leidet: Aus Angst vor einer vermeintlichen Stigmatisierung hüllen sich hier nach wie vor viele Betroffene in verschämtes Schweigen.
Was nicht zuletzt damit zu tun haben mag, dass die Ursachen psychischer Störungen in der Regel äu
Zehn bis 15 Prozent der HIV-Patienten entwickeln im Laufe ihrer Krankheit eine geistige Beeinträchtigung – die HIV-assoziierte Demenz (HAD). Forscher des University of Puerto Rico Medical Sciences Campus in San Juan und der University des Nebraska Medical Centers in Omaha haben nun ein Protein entdeckt, dass am Entstehen der Demenz beteiligt ist.
In der Studie wiesen HIV-Patientinnen mit Demenz ein ausgeprägtes Protein-Muster in ihrem Blut auf, im Gegensatz zu Patientinnen, die nicht
Ein französisches Unternehmen hat ein Verfahren zur Isolation von Aminosäuren- und Nucleotidsequenzen von nu-Carrageen-Sulfohydrolasen aus der Rotalge Chondrus crispus erfunden. Diese Erfindung ermöglicht die Produktion künstlicher Carrageene und Alginate mit Hilfe von Polysaccharid modifizierenden Enzymen.
Früher glaubte man, dass Seetang keine nennenswerte Rolle in der Umwelt spielt, und hielt diese Pflanzen nur für lästig. Diese Auffassung hat sich jedoch geändert: Längst wird Se
Mit Protein-Mikrochips lassen sich die Wechselwirkungen von Proteinen untersuchen. Sie können daher für die Früherkennung von Krankheiten eingesetzt werden. Am Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB in Stuttgart wurde ein neuartiger Chip mit einer Oberfläche aus Protein bindenden Nanopartikeln entwickelt. Mit ihm können Proteine direkt angereichert und massenspektrometrisch gemessen werden.
Die Arbeit wurde beim 1. BMBF-Statusseminar “Neue effiziente Verfah
Kölner Max-Planck-Forscher haben mit Hilfe des Computers Proteine identifiziert, die für viele Erbkrankheiten relevant sind
Mediziner können sich freuen: Die Fahndung nach Proteinen, die bei Erbkrankheiten des Menschen eine Rolle spielen, gleicht nicht länger der Suche nach einer Nadel im Heuhaufen. Sie erhält vielmehr gezielte Unterstützung durch breit angelegte Recherchen in Genom-Datenbanken: Forscher des Max-Planck-Instituts für Züchtungsforschung (MPIZ) in Köln haben per Compute
Gebärmutterhalskrebs steht in der Liste der meistgefürchteten Krebsarten bei Frauen an zweiter Stelle, obwohl die Krankheit vermeidbar und heilbar ist, wenn sie früh genug erkannt wird. In einem niederländischen Institut wurde jetzt eine innovative nichtinvasive Fluoreszenz-Bildverarbeitungstechnik entwickelt, die auf kostengünstigste und schnellste Weise eine präzise Lokalisierung und Tumorstadienbestimmung (Staging) von Gebärmutterhalskrebs gestattet.
Von Gebärmutterhalskrebs sind
Die Alzheimer-Krankheit ist eine der kompliziertesten Hirnfunktionsstörungen, und die meisten ihrer vielen verschiedenen Aspekte geben den Wissenschaftlern nach wie vor ungelöste Rätsel auf. Gleichwohl wird mit anhaltenden Forschungsaktivitäten versucht, Licht in das Dunkel dieser Krankheit zu bringen und künftig exaktere und effektivere Diagnosen stellen zu können.
Benannt wurde die Krankheit nach dem deutschen Neurologen Dr. Alois Alzheimer, der sie im Jahr 1906 als erster Wissensch
Die Erforschung von Gehirn-Erkrankungen, wie Alzheimer oder Parkinson, ist eine der zentralen medizinischen Zukunftsaufgaben: Schon heute leiden nach Angaben der Deutschen Alzheimer Gesellschaft bundesweit rund eine Million Menschen unter Demenzkrankheiten – bis zum Jahr 2050 wird sich die Zahl auf mehr als zwei Millionen verdoppeln, sofern kein Durchbruch in Prävention und Therapie gelingt.
Ministerin Hannelore Kraft: “Die Erkennung und Behandlung von Krankheiten des Gehirns und des
Wachsende Blutgefäße
Einblicke in ein molekulares Regelprinzip
Ein Herzinfarkt ist akut lebensbedrohlich. Teile des Herzmuskels werden nicht mehr durchblutet, so daß er an Leistungsfähigkeit verliert, und häufig entstehen todbringende Herzrhythmusstörungen. Nur jeder zweite Patient überlebt den Herzinfarkt. In Deutschland sterben fast 200.000 Menschen jedes Jahr daran. Glimpflicher verläuft ein Herzinfarkt dann, wenn im Herzen funktionelle Umgehungskreisläufe, auch Kollateralgefäß
Eine aktuelle Studie zeigt Erfolg von Magnet-Resonanz beim Bewerten des Tumors
Magnet-Resonanz Tomographie (MRT – oder engl. “imaging”: MRI) ist eine wirksame Methode, um das Ansprechen der Patientinnen auf die Chemotherapie einzuschätzen. Chemotherapie zielt darauf ab, die Größe des Tumors zu reduzieren und auch die ihn versorgenden Blutgefäße zu dezimieren. Durch MRT ist es möglich, diese Fortschritte besser als mit Mammografie oder Ultraschall zu erkennen, wie Forscher der Harvard
Nach verschiedenen anderen Tieren wurden nun auch Regenwürmer mit Bt-Mais gefüttert. Schweizer Forscher wollten wissen, ob es über Blätter von Bt-Maispflanzen, die auf den Boden fallen und dort verrotten, zu schädlichen Nebeneffekten kommen kann. Unter Freilandbedingungen zeigte sich, dass Bt-Mais nicht zu einer erhöhten Sterblichkeit bei Regenwürmern führt. Doch wie so oft: am Ende stellen sich weitere Fragen.
Bt-Mais, der sich selbst gegen die gefräßigen Larven des Maiszünslers s
Würzburger Wissenschaftler haben mit US-Kollegen und in Kooperation mit Biotechnologie-Firmen das komplette Erbgut (Genom) des krebserregenden Bakteriums Helicobacter hepaticus entschlüsselt. Die Publikation, in der sie die Analyse der Genomsequenz vorstellen, erscheint in dieser Woche in der amerikanischen Fachzeitschrift “Proceedings of the National Academy of Sciences USA”.
Das untersuchte Bakterium ruft bei Mäusen Leberentzündungen und Leberkrebs hervor. “Da jetzt sowohl sein Er
Neugeborenes soll krebskranken Bruder Stammzellen liefern
Das erste Designer-Baby Europas, Jamie, ist nach Berichten von BBC-online in England geboren worden. Die Nabelschnur von Jamie soll dem älteren krebskranken Bruder helfen. Jamie ist nach Angaben der Eltern als Embryo genetisch selektiert worden, damit sie ihrem vierjährigen Bruder helfen kann. Die genetischen Untersuchungen wurden nicht in Großbritannien durchgeführt, sondern in den USA, weil britische Gesetze dieses Verfahren
Früherkennung sehr problematisch
Menschen, die an Schizophrenie erkranken, zeigen schon lange vor dem eigentlichen Ausbruch der Erkrankung Frühsymptome. Wenn Patienten schon zu diesem Zeitpunkt behandelt werden, dann kann häufig ein späterer Krankheitsausbruch überhaupt verhindert werden. “Aber die Früherkennung der Krankheit ist sehr schwierig”, erklärt der Experte Wolfgang Fleischhacker beim derzeit in Wien stattfindenden Kongress der Welt-Psychiatrievereinigung (WPA).
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WHO: Seit 20 Tagen keine neue Ansteckung mehr
Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat Hongkong heute zur SARS-freien Zone erklärt. In den vergangenen 20 Tagen habe es nach Angaben der WHO keinen neuen Fall einer Übertragung der Atemwegserkrankung mehr gegeben. Insgesamt sind in Hongkong bisher 296 Menschen an SARS gestorben. Die WHO spricht von einem durchschlagenden Erfolg in der Geschichte der SARS-Kontrolle.
Schlecht hingegen sehe es in der kanadischen Metropole Toronto a