Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Forschergruppe am Universitätsklinikums Jena stellt Untersuchungen zu Gebärmutterhalskrebs vor
Jährlich erkranken 7.000 Frauen in Deutschland an Gebärmutterhalskrebs. Bei 150.000 Frauen wird an der Gebärmutter eine Präkanzerose diagnostiziert, eine potenzielle Vorstufe der bösartigen Krebserkrankung. Damit ist Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) weltweit die dritthäufigste bösartige Erkrankung bei Frauen. Ausgelöst wird dieser Krebs von winzigen Warzenviren, humanen Papillomviren (H
Test weist Bisphenol A nach
Bei einem Test der Zeitschrift Ökotest sind hormonaktive Substanzen in Babyflaschen nachgewiesen worden. Die in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift veröffentlichte Studie zeigt, dass bedenkliche Mengen an Bisphenol A in Flaschen aus Plastik in die Babynahrung austreten können. Bisphenol A wirkt im menschlichen Körper ähnlich wie das Hormon Östrogen. Bei Säuglingen kann es zu Unfruchtbarkeit, Fehlbildungen und verfrühter sexueller Reife führen.
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NuvaRing wird vor allem für junge Frauen zu einer Alternative
Innovative Verhütungsmittel werden zunehmend zu einer Konkurrenz für die Pille. Seit genau einem Jahr ist der NuvaRing, ein Verhütungs-Vaginalring, in Österreich auf dem Markt. In einer österreichweiten Untersuchung wurde nun eine erste Bilanz gezogen. Das Ergebnis: 64% der teilnehmenden Frauen waren mit der Verwendung des innovativen Verhütungsmittels “immer zufrieden”, weitere 23 Prozent “häufig zufrieden”.
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Internationale Expertenrunde stellt neue Empfehlungen zur Behandlung vor Die schwere Blutvergiftung, in der medizinischen Fachsprache “Sepsis” genannt, fordert nach Expertenschätzungen jedes Jahr allein in Deutschland 40 000 Menschenleben. “Diese enorm hohe Sterblichkeit können und dürfen wir als Ärzte nicht länger hinnehmen,” sagt Prof. Dr. med. Herwig Gerlach, Berlin. Er ist europäischer Repräsentant der weltweiten Surviving Sepsis Campaign, die die Sepsis-Sterblichkeit inn
Bei Operationen, die zwar prinzipiell unter örtlicher Betäubung möglich sind, aber dem Patienten unzumatbar erscheinen, greifen Ärzte oft auf die aufwändige und risikobehaftete Vollnarkose zurück. Dass es auch anders geht, zeigt eine Studie am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, die Experten beim Deutschen Schmerzkongress in Münster vorstellten: Unter Hypnose haben Patienten weniger Angst und Schmerzen. Davon profitieren auch die Ärzte.
Ob es der Weisheitszahn ist, der entfernt
In den Tropen Mittel- und Südamerikas lebende und sich von Blütennektar ernährende Fledermäuse können ultraviolettes Licht sehen (Nature, 9. Oktober 2003). Das haben York Winter, Nachwuchsgruppenleiter an der Max-Planck-Forschungsstelle für Ornithologie in Seewiesen gemeinsam mit Kollegen von der Universität Erlangen und der Universität von Guatemala entdeckt. Da den Fledermäusen generell die Zapfenpigmente in ihren Augen fehlen, fangen sie das ultraviolette Licht über das Rhodopsin ihrer Stäbchenpig
Neues aus der Pflanzen-Gentechnik der Kieler Molekularbiologie
Mitochondrien sind faden- oder kugelförmige Gebilde in menschlichen, tierischen und pflanzlichen Zellen, die u.a. der Atmung, der Energieversorgung und dem Stoffwechsel dienen. Von Bedeutung sind sie auch bei Vorgängen wie der Zellalterung oder der Pollenreifung bei Pflanzen. Diese “Kraftwerke” einer Zelle tragen eine eigene DNA. Den Kieler Molekularbiologen Prof. Dr. Frank Kempken und seinem Doktoranden Matthias Stauding
Siemens und die GSI unterzeichnen einen Vertrag, um eine neue Methode zur Bestrahlung von Tumoren einer größeren Patientenzahl zugänglich zu machen
Krebs heißt die Diagnose, die bei jährlich weit über 300 000 Menschen in Deutschland gestellt wird – jeder vierte Deutsche stirbt an der damit zweithäufigsten Todesursache. Die Gesellschaft für Schwerionenforschung (GSI) und Siemens Medical Solutions haben mit der Unterzeichnung eines Partnerschaftsvertrages in Darmstadt eine neue Bestrah
Cannabinoide – Substanzen, die auch in der Hanfpflanze vorkommen, und die der Körper z. T. selbst produziert – gehören gegenwärtig zu den umstrittensten Wirkstoffen in der Medizin: Die einen schwören auf ihre unter anderem schmerzstillende und appetitanregende Wirkung, die anderen blicken skeptisch auf zahlreiche Nebenwirkungen wie Desorientierung und Herzrasen. Fest steht: Aussagekräftige Studien fehlen noch. “Wir haben es hier mit hochspannenden Substanzen zu tun, denn Cannabinoide sind auf jeden F
Auswirkung der Strahlung auf Gesundheit wird geprüft
Mit Hilfe von Mäusen soll der Einfluss von UMTS-Strahlen auf die Gesundheit erforscht werden. Wie Projektleiter Alexander Lerchl mitteilte, hat das Bundesamt für Strahlenschutz das Forschungsprojekt der Internationalen Universität Bremen zugeteilt. Die Ergebnisse sollen in rund zwei Jahren vorliegen.
Bevor die UMTS-Technik bisherige Handy-Netze ersetzt, sollen die gesundheitlichen Auswirkungen ihrer Strahlen abgeklärt werde
Damit Materialien wie Computergehäuse oder PVC-Bodenbeläge nicht so leicht in Brand geraten, werden sie mit so genannten Flammschutzmitteln behandelt. Manche davon ähneln in ihrer chemischen Struktur bestimmten Hormonen des Menschen und stehen darum im Verdacht, sich negativ auf den Organismus auszuwirken. Um dieses mögliche Risiko besser abschätzen zu können, fördert die Europäische Union ein europaweites Forschungsprojekt, an dem auch Toxikologen von der Uni Würzburg mitwirken.
Insgesamt
Max-Planck-Wissenschaftler beobachten erstmals, wie bakterielle Proteine menschliche Blutgerinnungsfaktoren aktivieren und Thrombosen verursachen können
Strukturforschern des Max-Planck-Instituts für Biochemie in Martinsried ist es erstmals gelungen, die Kristallstruktur einer Vorstufe des menschlichen Blutgerinnungsfaktors Thrombin im Augenblick seiner Aktivierung durch ein bakterielles Protein aufzuklären. Bereits vor dreißig Jahren hatten die Forscher einen Aktivierungs-Mechanismus
Spermienproduktion zuverlässig und reversibel unterdrückt
Ein Verhütungsmittel für Männer hat im Test mit 55 Paaren eine Erfolgsrate von 100 Prozent erzielt. Die Wissenschaftler des ANZAC Research Institute betonen, dass die Behandlung voll reversibel ist und die Männer unter keinen unerwünschten Nebenwirkungen zu leiden haben. Laut dem leitenden Wissenschaftler David Handelsman wurde mit dieser Paarstudie erstmals ein Verhütungsmittel für Männer, das die Spermienproduktion zuverläss
Lokalisierung der überaktiven Bereiche des Gehirns
Elektrische Signale der Nerven verursachen im Gehirn schwache magnetische Felder, die sich mittels Magnetencephalographie (MEG) messen lassen. Inwieweit diese Methode das direkte Messen elektrischer Nervenaktivität in der Diagnose und Behandlung von Epilepsie ergänzen kann, wurde nun im Rahmen eines Projekts des Wissenschaftsfonds FWF untersucht.
Die Lokalisierung der überaktiven Bereiche des Gehirns ist für die Behandlung
Bei Verdacht auf Prostatakrebs gilt der sogenannte PSA-Test als wichtigstes diagnostisches Hilfsmittel zur Entdeckung bzw. zum Ausschluß von Tumoren. Der Test mißt die Konzentration eines Proteins, des sog. prostata- spezifischen Antigens, PSA, im Blut. Leider wird dieses Protein nicht nur bei bösartigen, sondern auch bei gutartigen Veränderungen der Drüse vermehrt gebildet. Genauer wird die Abschätzung des Krebsrisikos, wenn zusätzlich zum Gesamt-PSA noch Formen des sogenannten freien PSA (fPSA) mit
Heidelberger Wissenschaftler identifizieren Protein, das Blutplättchen aktiviert und dadurch Thrombosen hervorruft / Veröffentlichung in “Nature Medicine”
Wissenschaftler am Pharmakologischen Institut der Universität Heidelberg unter der Leitung von Prof. Dr. Stefan Offermanns haben ein Protein namens G13 identifiziert, dessen Funktion entscheidend für die Blutstillung sowie die Ausbildung von Thrombosen ist. Sie haben ihre Ergebnisse in der jüngsten Ausgabe von “Nature Medicine” (11