Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Impfungen haben als klassische, qualitätsgesicherte und kosteneffektive Präventionsmaßnahme eindrücklich gezeigt, dass sie maßgeblich zur Verbesserung der gesundheitlichen Situation der Bevölkerung beitragen. Impfen ist das Schwerpunktthema in der Dezemberausgabe des Bundesgesundheitsblatts. “Aufgrund des erfolgreichen Zurückdrängens der impfpräventablen Krankheiten sinkt das Bewusstsein über die Gefährlichkeit dieser Krankheiten. Gleichzeitig gerät die Verantwortung des Einzelnen für das Gemeinwese
Krebsforscher entwickeln Leitfaden, um die Puzzleteile der Genomforschung erstmals systematisch zu einem Gesamtbild zusammenzufügen
Die Ergründung zellulärer Mechanismen, die zu Krankheiten wie Krebs führen, stellt die Biomedizin vor eine große Herausforderung. Wissenschaftler der Abteilung Molekulare Genomanalyse unter Leitung von Professor Annemarie Poustka, Deutsches Krebsfor-schungszentrum, haben sich dieser komplexen Aufgabe angenommen und einen bislang einzigartigen Leitfaden e
Der kleine Schwamm Tethya wilhelma, den Biologen der Universität Stuttgart vor zwei Jahren in Stuttgarts Zoologischem Garten, der Wilhelma, entdeckt hatten, hat sich inzwischen zu einem Modellorganismus für die Schwammforschung gemausert.
Dass Tethya, der als schnellster Schwamm der Welt bekannt wurde, ein lohnendes Forschungsobjekt ist, zeigte jüngst seine Präsenz auf der Titelseite der aktuellen Ausgabe von The Journal of Experimental Biology.
In einem Forschungsbeitrag (
Auf den ersten Blick haben Infektionen und Krebs nichts miteinander zu tun. Aber die Wissenschaft hat in den vergangenen Jahren doch eine Gemeinsamkeit zwischen den beiden Krankheitsformen entdeckt – und das eröffnet neue Chancen für die Therapie. Auf diesem Gebiet forscht ab Januar ein neues deutsch-französisches Graduiertenkolleg, in dem die Universitäten Würzburg und Nizza vereint sind.
Bei den Körperzellen laufen Wachstum, Teilung, Alterung und Tod normalerweise streng gerege
Immer weniger langwierig Erkrankte im Berufsleben
Auch 2004 sanken die Krankenstände um 0,4 Prozent gegenüber 2003 und sie haben nun einen extremen Tiefstand. Die Beschäftigten waren vom Januar bis Oktober 2004 nur 10,8 Tage durchschnittlich krankgeschrieben, im Vorjahreszeitraum fehlten sie 12,1 Tage.
Die Beschäftigten in Deutschland scheinen immer gesünder zu werden: 1991 fehlten Beschäftigte krankheitsbedingt deutlich über drei Wochen (25 Tage) – im Jahr 2003 waren s
Die Fortschritte der modernen Biomedizin werfen viele ethische Fragen auf, die nicht nur in Fachkreisen, sondern auch in Gesellschaft und Politik diskutiert werden.
Das vom Tübinger Medizinethiker Prof. Urban Wiesing herausgegebene Studienbuch, das jetzt in einer erweiterten und gründlich überarbeiteten zweiten Auflage erscheint, bietet allgemein verständliche Einführungen und Quellentexte zu wichtigen medizinethischen Problembereichen, von der Sterbehilfe über die pränatale Diagno
Zehn Prozent mehr Erkrankungen unter Mai-Geborenen
Kinder, die im Mai geboren werden, weisen ein erhöhtes Risiko für Multiple Sklerose (MS) auf. Die Analyse von MS-Raten unter 40.000 Patienten aus der nördlichen Hemisphäre ergab ein signifikant niedrigeres Risiko für November-Geborene. Der Effekt war in Schottland am offensichtlichsten, wo die Verbreitung von MS am höchsten ist. Das ergab eine Studie der Universität Oxford, die vom British Medical Journal (BMJ) veröffentlicht wur
Ein kürzlich entwickeltes Haltungsstörungsgerät zur Beurteilung des Gleichgewichts ermöglicht die gründliche Analyse der menschlichen Bewegungen und die Untersuchung verwandter Pathologien wie beispielsweise Parkinsonsche Krankheit und Ataxie. Unerwartete Störungen durch Bewegungen der Stützplattform führen alle wichtigen Arten der Bewegungskoordination sowie Steuerungsstrategien aus und betonen die pathologischen Eigenschaften des Gleichgewichts.
Die Beurteilung und die Behand
Der grüne Star ist eine langsam voranschreitende Krankheit, welche die Sehkraft beeinträchtigt und zu Blindheit führt, wenn sie nicht frühzeitig erkannt wird. Ein neu entwickeltes computergestütztes Verfahren kann die Erkennung von Gefäßveränderungen, die auf einen grünen Star hinweisen könnten, unterstützen.
Eine Behinderung des natürlichen Flusses der Augenflüssigkeit kann zu einem erhöhten Druck im Augapfel führen, der schließlich die Papilla zerstören und das Sehvermögen
Viele Jahre lang war nur sehr wenig über die Mechanismen bekannt, die am pathologischen Zustand beteiligt sind, welcher durch das Wiskott-Aldrich-Syndrom hervorgerufen wird. WAS ist eine seltene Erbkrankheit, die, wenn Sie nicht behandelt wird, zum Tod führen kann. Eine Erweiterung der vorhandenen Kenntnisse über WAS ist deshalb ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Entwicklung neuartiger Behandlungsmethoden für diese Krankheit.
Der Schwerpunkt des WASPNEST-Projekts lag auf den gen
Musik in der Heilkunde umfaßt mehr als Musiktherapie oder Musikmedizin. Unter Verweis auf neueste Ergebnisse aus der Hirnforschung und unter Einbezug der Musikgeschichte erklärt das neue Buch “Musik in der Heilkunde – Künstlerische Musikthereapie als Angewandte Musikpsychologie” von Prof. Dr. Dr. Karl Hörmann von der Universität Münster den Zusammenhang zwischen Musik und ihrer kontextabhängigen Wirkung.
Das im Pabst-Verlag (Lengerich) erschienene Buch (ISBN 3-89967-157-0)betont die Bed
Das Hormon Erythropoietin entfaltet eine schützende Wirkung auf Nervenzellen. Dass es die Folgen eines Schlaganfalls mildern kann, wurde in einer Studie bereits nachgewiesen. An dieser Untersuchung war auch die Medizinerin Anna Leena Sirén beteiligt. Seit November ist sie nun als C3-Professorin für Experimentelle Neurochirurgie an der Uni Würzburg tätig.
In den Industrie-Nationen steigt beständig die Zahl der Menschen, die zu irgendeiner Zeit ihres Lebens von einer Hirnerkrankung
Studie der Universität Leipzig sucht Antwort auf die Frage: Hilft eine Extra-Sportstunde im Kampf gegen Adipositas bei Kindern?
Dass Bewegung im Kampf gegen Fettleibigkeit und damit gegen viele Zivilisationskrankheiten zu den wichtigsten Waffen zählt, ist ein alte Weisheit. Doch Antworten auf Fragen, die sich speziell dem übergewichtigen Kind im Grundschulalter widmen, gab es bisher wenige. Vor allem der tatsächliche Nutzen von zusätzlichem Sportunterricht war bisher noch nicht hinte
Anja Bräuer hat Proteine gefunden, die die Verknüpfung von Nervenzellen nach Schäden im erwachsenen Gehirn regulieren. Ihre Arbeiten zeichnet die Novartis-Stiftung mit einem Stipendium aus.
Dass sich das Gehirn von Erwachsenen nach Verlusten von Nervenzellen auch nur geringfügig regenerieren könnte, galt Jahrzehnte lang als unvorstellbar. Doch das Dogma ist gefallen: Tatsächlich wachsen beispielsweise nach einem Schlaganfall unter bestimmten Umständen neue Fasern unbeschädigter Nerve
Mainzer Forscher entdecken Prinzip, das im Zentralen Nervensystem zur Entwicklung unterschiedlicher Zelltypen führt – Publikation in Nature Cell Biology
Wissenschaftler der Johannes Gutenberg-Universität Mainz haben ein neues Prinzip entdeckt, das zur Entwicklung unterschiedlicher Zelltypen im Zentralen Nervensystem führt. Die Arbeiten wurden jetzt in der renommierten Fachzeitschrift Nature Cell Biology publiziert.
Das Zentrale Nervensystem (ZNS) besteht aus einer erstaunli
BMBF Innovationsforum in Berlin zeigt zukunftsweisendes Potenzial der Glykobiotechnologie auf
Wissenschaftler aus Forschung und Industrie gaben auf dem Innovationsforum „Glykane – neuartige Basisstrukturen in Therapie und Diagnose“ Einblicke in neueste Erkenntnisse über komplexe Zuckerverbindungen. Welche Funktionen die so genannten Glykane im Organismus erfüllen, und wie sie in Therapie und Diagnose eingesetzt werden können, stand im Mittelpunkt der Tagung. Dabei ist die chemisc