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Gesundheit & Leben

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Entdeckung: Ganzkörper-Gehirn bei Seeigeln Identifiziert

Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…

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Medizintechnik

Smartphone-App und KI-Software beschleunigen Erkennung von Hautkrebs

Teledermatologie gegen Hautkrebs Hautkrebs hat gute Heilungschancen, wenn er frühzeitig erkannt wird. Jetzt haben Fraunhofer-Forschende eine digitale Lösung entwickelt, die Diagnosen deutlich beschleunigt. Eine App für Smartphones fotografiert verdächtige Hautveränderungen und schickt diese an die Dermatologie-Abteilung im Krankenhaus. Mithilfe von KI und Bildanalyse bewertet eine Software das Risiko eines bösartigen Hautkrebses und vergibt Prioritäten für die Diagnose der Hautärztin oder des Hautarztes. Hautkrebs ist eine besonders tückische Krebsart. Im Anfangsstadium lässt er sich leicht mit einem harmlosen Muttermal oder Leberfleck…

Biowissenschaften Chemie

RNA-Therapie gegen Herzinsuffizienz und Organfibrosen

Als Impfstoff hat RNA bereits Furore gemacht. Damit ist das Potenzial von RNA-basierten Wirkstoffen aber noch lange nicht ausgeschöpft. Denn RNA ermöglicht völlig neue Therapieansätze. Prof. Thomas Thum, Co-Institutsleiter des Fraunhofer-Instituts für Toxikologie und Experimentelle Medizin ITEM, hat eine RNA-Therapie gegen Herzinsuffizienz entwickelt und in einer klinischen Phase-1b-Studie bereits erfolgreich an Patienten getestet. Weitere RNA-Therapien gegen Lungenfibrosen und andere Organfibrosen sind in der Entwicklung. RNA kann in vielen Varianten im Körper vorkommen. Am bekanntesten sind die messenger RNAs (mRNAs). Sie…

Medizintechnik

Mit Licht gesteuerte organische Mikroschwimmer liefern Medikamente an Ort und Stelle

Forschende des Max-Planck-Instituts für Intelligente Systeme und des Max-Planck-Instituts für Festkörperforschung entwickeln organische Mikropartikel, die sie durch natürliche Flüssigkeiten und verdünntes Blut auf bisher ungeahnte Weise steuern können. Selbst in sehr salzhaltigen Flüssigkeiten können die Mikroschwimmer mit Hilfe von sichtbarem Licht mit hoher Geschwindigkeit einzeln oder als Schwarm vorwärts getrieben werden. Sie sind zudem biokompatibel und können gezielt Medikamente aufnehmen und abgeben. Die Materialeigenschaften sind so ideal, dass daraus eines Tages semi-autonom agierende Mikroroboter für Anwendungen in der Biomedizin entwickelt…

Biowissenschaften Chemie

Wie Pflanzen Polyspermie verhindern

Biologen:innen aus China, USA und Regensburg haben den molekularen Mechanismus entschlüsselt, wie die Senfpflanze Arabidopsis verhindert, dass eine Samenanlage von mehreren Pollenschläuchen befruchtet wird. Bei Samenpflanzen haben Spermien ihre Beweglichkeit verloren und nutzen als Transportvehikel Pollenschläuche, die sie tief ins mütterliche Gewebe zu den Samenanlagen transportieren. Jeder Pollenschlauch transportiert zwei Spermazellen, die zur Befruchtung der Eizelle und Zentralzelle dienen. Aus befruchteten Samenanlagen entwickeln sich anschließend Samen, unsere wichtigste Ernährungsquelle. Wächst mehr als ein Pollenschlauch in eine Samenanlage, werden Eizelle und…

Biowissenschaften Chemie

Neues bildgebendes Verfahren enthüllt Ursachen von Hirnödemen

Hirnödeme sind eine gefährliche Komplikation bei vielen Erkrankungen des Gehirns, etwa eines Schlaganfalls. Forschende des Instituts für Neurobiologie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) entwickelten mit Bonner Kollegen und unter Beteiligung eines Berliner Optoelektronik-Unternehmens ein neues Messverfahren, mit dem sie die zellulären Ursachen von Hirnödemen besser entschlüsseln können. Dass vor allem der Ionenkanal TRPV4 eine wichtige Rolle spielt, beschreiben sie im aktuellen Journal der amerikanischen Society for Neuroscience. Unser Gehirn ist durch den knöchernen Schädel gut geschützt. Viele Erkrankungen führen jedoch zu…

Biowissenschaften Chemie

Krebsforschung lernt von der Raumfahrt

Rolle von Stress für Tumorerkrankungen untersucht. Forschende untersuchen mittels epigenetischer Faktoren die Rolle von Stress bei der Entstehung von Tumorerkrankungen. Dazu werden Testpersonen gesucht. Stress, so die Vermutung, spielt bei der Entstehung von Tumorerkrankungen eine große Rolle. Eine Berufsgruppe, die in kürzester Zeit extremen Stress hat, sind zum Beispiel Astronaut*innen. Dr. Philipp Rathert von der Universität Stuttgart und Prof. Stephan Beck vom University College London sowie die Firmenpartner Active Motif und Microsynth wollen anhand epigenetischer Veränderungen des Erbguts untersuchen, wie…

Medizin Gesundheit

Wie schädigt SARS-CoV-2 die Zellen der Atemwege?

COFONI fördert Untersuchungen, wie sich eine Corona-Infektion kurz- und langfristig auf die Funktion der Atemwege auswirkt, mit knapp 500.000 Euro. Ein Forschungsteam der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) und des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) wird mit einer Förderung des COVID-19-Forschungsnetzwerks Niedersachsen (COFONI) untersuchen, wie sich eine SARS-CoV-2-Infektion auf die Struktur und Funktion der obersten Zellschichten (Epithelien), die den Atemtrakt auskleiden, auswirkt. Besonders interessieren die Forschenden die langfristigen Auswirkungen der Infektion und die Fähigkeiten der Zellen, sich nach einer Infektion zu…

Biowissenschaften Chemie

Proteinmaschine der Atmung wird sichtbar

Freiburger Forschende zeigen hochauflösende elektronenmikroskopische Untersuchungen von molekularen Maschinen der Atmungskette. Damit ist der Superkomplex der Zellatmung vom Aktinobakterium Corynebacterium glutamicum analysiert. Diese Erkenntnisse über die Funktionsweise der Atmungskettenmoleküle sind auf viele Organismen übertragbar. Unterschiede zum Menschen können helfen, neue Wirkstoffe gegen verwandte Bakterien – etwa Erreger von Diphterie und Tuberkulose – zu entwickeln. Sauerstoff und Zucker sind die Lebensgrundlage für Tiere, Pflanzen, Pilze und viele Bakterien. Der Stoffwechselvorgang namens Atmung macht es möglich, Nahrung in Energie für die Zellen…

Biowissenschaften Chemie

Schutzgarde für den Zellkern

Der Zellkern wird von einer hochgradig gesicherten Tür, der sogenannten Kernpore, bewacht, die den Stofftransport vom Zytoplasma zum Zellkern und zurück regelt. Eine Forschungsgruppe der Universität Basel hat nun gezeigt, dass verschiedene spezialisierte Proteine die Kernpore bewachen, um den unerwünschten Austritt von Stoffen zu verhindern. Dabei bilden diese verschiedenen sogenannten Shuttle-Proteine einen austrittssicheren Mechanismus, indem sie gegenseitig füreinander einspringen und so die Pore absichern. Die Kernpore ist dafür verantwortlich, den Transport von Proteinen aus dem Zytoplasma in den Zellkern zu…

Biowissenschaften Chemie

Weltweit kleinste Landschnecke entdeckt

Gemeinsam mit einem Team aus den Niederlanden, Ungarn und den USA hat Dr. Adrienne Jochum vom Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum Frankfurt, dem Naturhistorischen Museum und der Universität in Bern die weltweit kleinste Landschnecke beschrieben. Die nur 0,46 bis 0,57 Millimeter große Art Angustopila psammion wurde von den Forschenden in Höhlensedimenten aus Vietnam entdeckt. Darüber hinaus fanden die Wissenschaftler*innen eine neue – ebenfalls winzige – Art, die ihre Schale mit fein angeordneten Kotkörnern schmückt. Die zugehörige Studie erschien im Fachjournal „Contributions…

Biowissenschaften Chemie

Die verborgenen Talente von Biofilmen an Röntgenlichtquelle entschleiert

Die meisten Bakterien haben die Fähigkeit, sich zu Gemeinschaften zusammenzuschließen. Sie bilden Biofilme, die auf den unterschiedlichsten Oberflächen haften und schwer zu entfernen sind. Dies kann zu großen Problemen führen, zum Beispiel in Krankenhäusern oder in der Lebensmittelindustrie. Nun hat ein internationales Team unter Leitung der Hebrew University, Jerusalem, und der Technischen Universität Dresden ein Modellsystem für Biofilme an der Synchrotronstrahlungsquelle BESSY II am HZB und der ESRF in Grenoble untersucht und dabei herausgefunden, welche Rolle die Strukturen im Inneren…

Biowissenschaften Chemie

Auf der Suche nach (un)erwünschten Nebenwirkungen

Pharmaforschende sprechen von einem Hit oder auch Treffer, wenn sie bei der Wirkstoffsuche auf eine vielversprechende Substanz mit gewünschter Wirkung stoßen. Doch leider sind Hits selten Volltreffer, oft zeigen sich unerwünschte Nebenwirkungen, die nicht nur die Suche nach neuen Hits erschweren, sondern auch die anschließende Entwicklung zum Medikament. Eine neue Studie von Slava Ziegler und Herbert Waldmann vom Max-Planck-Institut für molekulare Physiologie in Dortmund könnte nun dabei helfen, eine der meistbeobachteten Nebenwirkungen schon während der frühen Wirkstoffsuche zu identifizieren aber…

Medizintechnik

Laserlicht löst Kronen, Veneers und Brackets

Ulmer Universitätsmedizin entwickelt Methode zur schonenden Entfernung von zahnärztlichen Versorgungen aus Keramik. In einem Verbundprojekt haben die Klinik für Zahnärztliche Prothetik des Universitätsklinikums Ulm (UKU) und das Institut für Lasertechnologien in der Medizin und Messtechnik (ILM) an der Universität Ulm eine lasergestützte Technologie zur zerstörungsfreien Entfernung kieferorthopädischer Brackets und zahnärztlicher Restaurationen entwickelt. Ob Zahnkronen, die Brackets festsitzender Zahnspangen oder optische Verblendungen am Zahn, sogenannte Veneers: zahnärztliche Versorgungen aus Keramik kommen bei verschiedenen Behandlungen zum Einsatz. Ist die kieferorthopädische Therapie mit…

Biowissenschaften Chemie

Regional gut angepasst: Mikrobengemeinschaften im Atlantik

Umfangreiche Untersuchungen ermöglichen Einblick in die Mikrobengemeinschaften und ihre ökologischen Funktionen vom Südpolarmeer bis in den Nordatlantik. Auf den ersten Blick scheint der offene Ozean ein gleichförmiger Lebensraum zu sein: Wasser, soweit das Auge reicht. Ein Forschungsteam der Universitäten Oldenburg und Göttingen konnte nun anhand umfangreicher Daten zeigen, dass sich Gemeinschaften von Mikroben, sogenannten Prokaryonten, im Atlantik vom Südpolarmeer über die Tropen bis in gemäßigte Breiten dennoch regional unterscheiden. Demnach sind die Gemeinschaften und ihre Funktionen genetisch besonders gut an…

Biowissenschaften Chemie

Immunzellen als Hausbesetzer

Manche T-Zellen bleiben jahrelang im Gewebe. Menschliche Immunzellen schwimmen nicht nur im Blut, sondern spezialisieren sich auch auf bestimmte Gewebe und verweilen dort zum Teil jahrelang. Das hat ein von der Immunologin Christina Zielinski geleitetes Forschungsteam mithilfe von Patientenproben nach Stammzelltransplantationen herausgefunden. Zudem konnten die Forschenden die besonderen Eigenschaften residenter Immunzellen näher charakterisieren. Die Ergebnisse wurden in Science Immunology veröffentlicht. Gelangen Krankheitserreger in den menschlichen Körper, sind eine Vielzahl von Immunzellen schnell zur Stelle, um die Eindringlinge zu erkennen und…

Medizin Gesundheit

Mit Killerzellen gegen Hautkrebs

Forscher*innen der Universitätsmedizin Göttingen entdecken Biomarker, mit dem sich das Ansprechen von Immuntherapien bei Hautkrebs vorhersagen lässt. Veröffentlicht in “Cancer Research”. Der schwarze Hautkrebs, das sogenannte maligne Melanom, ist eine der aggressivsten und tödlichsten Hautkrebsarten. Hat ein malignes Melanom gestreut und Metastasen in anderen Organen gebildet, sind die Heilungschancen geringer. Obwohl die Behandlung im fortgeschrittenen Stadium weiterhin eine Herausforderung darstellt, hat sich das Überleben der Patient*innen in den letzten zehn Jahren bedeutend verbessert. Dies ist insbesondere auf den Einsatz der…

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