Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Die Deutschen BKK bietet ihren Versicherten mit der Diagnose Diabetes einen erweiterten “Jahres-Checkup” an. Dabei werden zusätzlich auch Füße, Augen sowie der Urin untersucht. Die Gesellschaft für Nephrologie wertet die explizite Einbeziehung der Urinanalyse als wichtigen Schritt, denn der Verlust der Nierenfunktion ist eine häufige Folge des Diabetes, die durch Früherkennung vermieden oder zumindest hinausgezögert werden kann. Doch diese wichtige Vorsorgeuntersuchung sollte nicht nur bei Diabe
Neue Impfstoffe sollen gegen mehrere Virenstämme wirken
Algorithmen, die üblicherweise für die Komprimierung von digitalen Bildern und das Erkennen von Mustern bei unerwünschten Werbemails eingesetzt werden, sollen Wissenschafter bei der Suche nach einem Impfstoff gegen HIV unterstützen. Die von Microsoft entwickelten Algorithmen werden derzeit in Zusammenarbeit mit Wissenschaftern der University of Washington und des Royal Perth Hospital entsprechend adaptiert. Die Forscher hoffen
Männer altern langsamer als Frauen – zumindest hormonell gesehen. Der Hormonhaushalt von Frauen verändert sich im Klimakterium stark. Bei alternden Männern dagegen nimmt die Produktion des männlichen Geschlechtshormons Testosteron nur allmählich ab. Dies als “Wechseljahre des Mannes” zu bezeichnen, ist nach Ansicht von Endokrinologen irreführend. Auf dem 49. Symposion der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) in Münster diskutieren Experten unter anderem das Für und Wider einer Testoste
Die KTP-Laservaporisation der Prostata (oder das so genannte “Greenlight-Laser”-Verfahren) wurde an der Urologischen Klinik des Klinikums der Universität München (Campus Großhadern) deutschlandweit erstmalig bei einer gutartigen Prostata-Vergrößerung erfolgreich durchgeführt. Das Verfahren, bei dem das vergrößerte Gewebe durch einen Laser verdampft wird, wurde dort auch mitentwickelt.
Die benigne Prostatahyperplasie (BPH) ist die häufigste gutartige Erkrankung des Mannes überhaupt.
Piloten in der Ausbildung üben ihre Flüge seit langem an einem Flugsimulator. Jetzt bereiten sich auch Ärzte mit dieser Methode auf ihre künftigen Aufgaben vor: Die Klinik für Anästhesiologie der Ludwig-Maximilians-Universität (Direktor: Prof. Dr. Klaus Peter) hat in den letzten Monaten ein medizinisches Simulations- und Trainingszentrum für Anästhesisten (Narkose-Spezialisten) aufgebaut. Die jungen Mediziner werden im Rahmen dieses Projektes trainiert, kritische Situationen kompetent zu bewältigen u
Waschlösung verhindert Übertragung bei Operationen
Wissenschafter des University College London haben eine Waschlösung entwickelt, die das Übertragungsrisiko während operativen Eingriffen verringert. Das Team geht davon aus, dass die Lösung bis Ende dieses Jahres für den Einsatz in Krankenhäusern zur Verfügung stehen kann. Es wurde befürchtet, dass die krankmachenden Proteine bei der routinemäßigen Sterilisation nicht zerstört werden. Bei Eingriffen an Patienten, die ohne es zu wiss
Bei lange Zeit medikamentös behandelten Parkinson- und Psychosepatienten treten z.T. massive Bewegungsstörungen auf, die nicht ursächlich auf die Krankheit, sondern auf Medikamente zurückzuführen sind. Der Leipziger Neurowissenschaftler Prof. Johannes Schwarz hat eine neue Funktion des regulatorischen Gens (RGS 9) entdeckt, dessen Fehlen bei Mäusen diese sehr häufigen und belastenden Bewegungsstörungen simulieren hilft.
RGS 9 ist nicht nur in der Netzhaut des Auges angesiedelt, sonde
Virologen aus der Arbeitsgruppe von Professor Hans-Georg Kräusslich aus dem Heidelberger Universitätsklinikum haben gemeinsam mit Professor Hanswalter Zentgraf, Abteilung Angewandte Tumorvirologie des Deutschen Krebsforschungszentrums, erstmals HI-Viren für visuelle Untersuchungen markiert, ohne die funktionellen Eigenschaften des Erregers zu hemmen. Die Markierung macht es möglich, das Verhalten der Viren beim Eintritt in die Wirtszelle, bei der Virusvermehrung und beim Zellaustritt zu beobachte
Molekulare Kapsel: Helixförmiges Band mit geschlossenen Enden nimmt Gastmoleküle auf
Kinder finden es meist lustig, wenn wir es schaffen, einen Apfel ohne Absetzen zu schälen: Die Apfelschale ringelt sich dann als spiraliges Band über unsere Hand und kann auch wieder um den Apfel herumgewickelt werden. Eine solche “Apfelschale” haben französische Forscher nun im molekularen Maßstab hergestellt. Darin lässt sich ein kleines Wassermolekül “einwickeln”, so dass es wie in einer Kapsel
Charakteristische Materialeigenschaften revolutionieren Krebsdiagnose und Stammzellforschung
Physiker der Universität Leipzig haben eine für Krebsdiagnose und Stammzellbiologie richtungweisende Entdeckung gemacht: Durch Laser induzierte Verformung von Zellen identifiziert Krebszellen und Stammzellen.
Physiker der Forschergruppe um Dr. Jochen Guck vom Institut für Experimentelle Physik der Universität Leipzig entwickelten einen sogenannten “Optical Stretcher” oder “optisch
Überreaktion soll vermieden werden
Wissenschaftler versuchen den molekularen Mechanismus zu charakterisieren, der entzündlichen Reaktionen unterliegt. Wenn dieses Rätsel gelöst werden kann, wird es einige Krankheiten, die von entzündlichen Reaktionen herstammen, weniger geben, berichtet AlphaGalileo.
Chronische Entzündungen umfassen eine große Anzahl von Krankheiten, von denen Millionen Menschen weltweit betroffen sind: Asthma, Arthritis, Arterienverkalkung, Alzheimer, Auto
Kleine Karieslöcher mit synthetischem Zahnschmelz behandelbar
Der von allen Zahnarztpatienten so “heiß geliebte Bohrer” könnte bei kleinen Löchern schon bald verschwinden: japanische Forscher des FAP Dental Institute haben nämlich einen artifiziellen Zahnschmelz entwickelt, der in diesem Fall zur Verwendung kommen könnte, berichten die Forscher im Wissenschaftsmagazin Nature. Ein gewichtiger Vorteil wäre dabei nämlich auch die Tatsache, dass der Zahn damit besser erhalten bliebe,
8. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Audiologie vom 24. bis 26. Februar 2005 in Göttingen
Möglichst vielen Menschen ohne Gehör oder mit Schwerhörigkeit das Hören überhaupt oder wieder zu ermöglichen – das ist das Ziel derjenigen, die sich in der Hörforschung und der Behandlung von Hörstörungen engagieren. Zu einem interdisziplinären Austausch über Hören, Schwerhörigkeit und deren Behandlungsmöglichkeiten haben die Deutsche Gesellschaft für Audiologie (DGA) und die Arbeitsg
Eines von etwa 2500 Babys hat ein Loch im Zwerchfell – oft ein Todesurteil. Magen, Leber, Milz und Darm dringen in die Brusthöhle ein und drücken die Lunge zusammen. So ist sie bei der Geburt viel zu klein – manchmal sogar nur kirschkerngroß -, und das Baby kann nicht atmen. An den Universitätskliniken Bonn und Mannheim kooperieren hochspezialisierte Ärzte und Kinder-Pflegeteams, um Ungeborenen mit einer lebensbedrohlichen Zwerchfellhernie durch einen Eingriff schon im Mutterleib das Leben zu ret
Neue Technologien ermöglichen Früherkennung viele Jahre bevor Probleme entstehen
Todesursachenstatistik 2003 – fast jeder zweite Verstorbene erlag einer Herz-Kreislauf-Erkrankung. Und nicht nur das: Amerikanische Forscher der Tulane University haben mit einer umfassenden Untersuchung herausgefunden, dass Bluthochdruck weltweit dramatisch ansteigt. In dem Fachmagazin “The Lancet” fordern die Wissenschaftler die Entwicklung neuer Behandlungsverfahren und Präventionsstrategien, um
Forscher fanden die Erklärung für eine wissenschaftliche Kontroverse
Bisher galt als sehr umstritten, ob sich adulte Stammzellen zu Zellen eines anderen Gewebes umwandeln können. Die Debatte betrifft die Frage, ob zum Beispiel Stammzellen aus dem Knochenmark gewebefremde Zelltypen, wie Leber-, Muskel- oder Hirnzellen bilden können. In Langzeitversuchen war dies zwar in gesonderter Nährlösung gelungen, bei kurzfristigeren Versuchen konnte dies aber bislang nicht bestätigt werden. Uni