Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Bis heute nicht verstanden sind die Ursachen für Erkrankungen, bei denen die Immunabwehr das zentrale Nervensystem oder das Nerven-Muskel-System angreift. Solche Leiden erforscht Heinz Wiendl, der seit Dezember 2004 als Professor an der Neurologischen Klinik der Uni Würzburg tätig ist. Er befasst sich vor allem mit der Multiplen Sklerose und den so genannten autoimmunen Myositiden.
Es ist ein Zusammenspiel von genetischen Faktoren, Umwelteinflüssen und Fehlregulierungen in der I
Im Kampf gegen Bluthochdruck (Hypertonie) schlucken die meisten der vielen Millionen Betroffenen allein in Deutschland häufig über Jahre hinweg täglich Medikamente. Dabei können die erhöhten Werte oftmals allein schon durch eine Veränderung der Lebensgewohnheiten deutlich gedrosselt werden. Dass etwa durch einen Abbau überflüssiger Pfunde, sportliche Betätigung und einen anderen Umgang mit Stress in der Tat in vielen Fällen Tabletten eingespart werden können, haben erste Erfahrungen mit einem i
Wissenschaftler der Universität Jena untersuchen antioxidative Wirkung von Johannisbeersamen
Um “Wertvolle Inhaltsstoffe aus Fruchtsamen” geht es bei dem Forschungsprojekt REPHYNA am Institut für Ernährungswissenschaften der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Für eine Studie im Rahmen ihrer Forschungen suchen die Wissenschaftler Raucherinnen im Alter zwischen 20 und 35 Jahren aus dem Raum Jena. Sie sollten bereit sein, über neun Wochen täglich eine Portion gemahlene Johannisbee
Göttinger Max-Planck-Wissenschaftler entdecken im Gehirn ein unerwartetes Wechselspiel von Faktoren der Blutbildung
Zwischen dem Zentralnervensystem und dem blutbildenden (hämatopoietischen) System gibt es eine Reihe interessanter Gemeinsamkeiten. Der Wachstumsfaktor der roten Blutkörperchen, Erythropoietin (EPO), wird beispielsweise im Nervensystem selbst gebildet und dort spezifisch gebunden. EPO besitzt im Gehirn nervenzell-schützende Eigenschaften. Wichtige Funktionen im Geh
Detecting skin cancer early saves lives, but is a job for specialists. A new European system based on confocal imaging promises to improve detection and diagnosis rates by 20 per cent and to speed up the whole process considerably.
Skin cancer is on the increase. Recent statistics for Germany show that some 10 to 12 people in every 100,000 get the disease every year. Alarmingly, this figure is growing at the rate of five to ten per cent annually. From the same group, some 140 will
Schwangerschaft und Entbindung stellen für viele Frauen eine große seelische Belastung dar. Psychisch bereits erkrankte Frauen stehen vor einem weiteren Problem: Inwieweit gefährden Psychopharmaka das ungeborene Kind? Eine neue Internetseite der Frauenklinik am Universitätsklinikum Bonn bietet jetzt erste Hilfe für Betroffene.
Vom sogenannten “Baby-Blues” können viele junge Mütter ein Lied singen. Diese seelische Verstimmung nach der Entbindung, manchmal auch als “Heultage” beze
Institut für Rechts- und Verkehrsmedizin erarbeitet neue Beurteilungskriterien für die Fahreignungsprüfung / Einzige akkreditierte Begutachtungsstelle an einem deutschen Universitätsklinikum
Jedes Jahr trifft es rund 120.000 Verkehrteilnehmer in Deutschland: Um ihren Führerschein zurück zu bekommen, müssen sie sich auf Anordnung der Führerscheinstelle einer medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU) unterziehen. Alkohol oder Drogenkonsum am Steuer, häufige Verkehrsverstöße ode
Ein neues Medikament wird Diabetes- und Zöliakie-Patienten bald erlauben Produkte zu essen, die normalerweise für sie tabu sind. Einem Forscherteam der University of Baltimore ist es gelungen, ein Medikament zu entwickeln, das die Durchlässigkeit des Darmes regelt und so bei den Betroffenen die Aufnahme von Nährstoffen blockiert, berichtet BBC “Wenn alles nach Plan verläuft können wir Ende 2006 das Produkt auf den Markt bringen”, erklärte Alessio Fasano, der Leiter des Forscherteams.
Im aktiven Gehirn sterben nicht nur weniger Nervenzellen ab, bestimmte Umweltreize lassen ganze Hirnregionen wachsen und Signale werden effizienter übertragen. Für diese Prozesse haben Forscher um Prof. Dr. Rolf Heumann (Molekulare Neurobiochemie, Fakultät für Chemie der RUB) jetzt im Maus-Modell ein Protein als zentralen Schalter ausgemacht. Ihre Hypothese: Dieses sog. Ras-Protein könnte Schlüssel der Sinnesverarbeitung aller Lebewesen sein.
Nervenzellen: größer – schneller –
Die Biaffin GmbH & Co KG ist einer der neun europäischen Partner eines neuen EU-Projektes “Specifically Targeted Research Project (STREP)”, welches für die Dauer von drei Jahren am 01.01.2005 an den Start ging. Das Projekt mit dem Titel “Function of small RNAs across kingdoms (FOSRAK)” erforscht die bisher unterschätzte Rolle verschiedener Klassen von kleinen, nicht kodierenden RNAs bei der Spezies-übergreifenden Regulation der Genexpression von Eubakterien, Protoktisten, Pflanzen, Tieren und Men
Praktische Anwendung von Forschungsergebnissen der Universitätskliniken Regensburg und Lübeck im nationalen Genomforschungsnetz (NGFN)
In einer neuen Studie der Universitäten Regensburg und Lübeck wurde festgestellt, dass bestimmte Merkmale der Atherosklerose stärker vererbbar sind als andere. So sind Einengungen des Hauptherzkranzgefäßes (Hauptstamm) und der proximalen Abschnitte der grossen Herzkranzgefäße die gefährlichsten Stellen für die koronare Herzerkrankung und scheinen glei
Studie im “New England Journal of Medicine” belegt Wirksamkeit von gerinnungshemmendem Medikament / Neurologische Universitätsklinik Heidelberg koordinierte Studie in Deutschland
Hirnblutungen machen etwa 15 Prozent aller Schlaganfälle aus. Meist sind sie tödlich; nur 20 Prozent der überlebenden Patienten tragen keine schweren Behinderungen davon. Besonders problematisch sind Nachblutungen, die vor allem in den ersten 3 Stunden nach den ersten Symptomen auftreten. Bislang stehen de
Kieler Wissenschaftler entschlüsseln Entzündungskrankheit
Das erste Gen, das die Krankheit Sarkoidose (Morbus Boeck) verursacht, ist jetzt am Institut für klinische Molekularbiologie des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein, Campus Kiel, entdeckt worden. Damit ist ein Ansatz gefunden, um die Krankheit künftig besser zu erkennen und schließlich gezielter zu behandeln. Das Team um Professor Stefan Schreiber an der Christian-Albrechts-Universität (CAU) hat die Mehrzahl der Experimen
Potsdamer Max-Planck-Wissenschaftler decken die molekularen Mechanismen bei der Verschmelzung von Vesikeln und Membranen auf
Bei der Signalübertragung, beispielsweise zwischen Nervenzellen, verschmelzen winzige Transportbläschen, so genannte Vesikel, mit der Membran und setzen so ihren chemischen Inhalt frei. Diese Verschmelzung dauert weniger als eine Millisekunde und lässt sich daher mit den gegenwärtig verfügbaren Methoden experimentell nicht genau untersuchen. Am Max-Planck-Insti
Das Meer beherbergt eine schwer vorstellbare Zahl an “unsichtbaren” Mikroorganismen. Schätzungen gehen von 10 hoch 29 bis 10 hoch 30 Zellen aus. Mit ihren außergewöhnlicher Fähigkeiten beeinflussen sie die Biosphäre und auf die globalen Stoffkreisläufe entscheidend. Um zunächst einen Überblick über Artenreichtum und Populationsgrößen der Meeresbewohner zu bekommen, schlossen sich Forscher im internationalen Projekt “International Census of Marine Microbial Life” (ICoMM) zusammen. Jetzt trafen
Dass kranke oder überflüssige Zellen vom eigenen Körper gezielt getötet und entfernt werden können, ist für Tier und Mensch lebenswichtig. Zelltod oder Apoptose heißt der Vorgang, der bereits in der Embryonalentwicklung und im erwachsenen Organismus eine wichtige Rolle spielt. Auch für die Medizin ist er von großer Bedeutung. Der Wurm “C. elegans” dient als Modellorganismus, um die hierfür wichtigen Prozesse zu erforschen. In seinem Erbgut wurden bisher zwölf Gene identifiziert, die für diesen Pr