Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Hauttransplantationen werden überflüssig
Der Einsatz der Hautzellen eines Fötus könnte die Behandlung von Verbrennungsopfern revolutionieren. Ärzte des CHUV Lausanne haben acht Kinder mit Haut behandelt, die aus fötalen Hautzellen gewonnen wurde. Die Wunden schlossen sich laut BBC nach zwei Wochen. Potenziell Narben verursachende Hauttransplantationen waren in der Folge nicht erforderlich. Die British Association of Plastic Surgeons äußerte Zweifel zu den Ergebnissen dieser Stud
PROvendis vermittelt Bonner Erfindung an bekanntes Biotechnologieunternehmen
Gentests zur Diagnose von Krankheiten oder Krankheitsrisiken wie Mukoviszidose oder Tumorerkrankungen sind oftmals aufwändig. Die von Bonner Chemikern optimierte Polymerase aus dem Bakterium Thermophilus aquaticus (Taq-Polymerase) vereinfacht die Analyse von Mutationen erheblich. Für die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn hat PROvendis, Patentvermarktungsagentur der Hochschulen in NRW, jetzt eine
Zur Behandlung der hormonbedingten Akne bei Frauen gibt es seit dem 1. August 2005 vom Spezialisten für Hautarzneimittel, Hermal, Reinbek die Präparate Clevia Filmtabletten und Esticia Dragees. Akne ist eine sehr häufige komplexe Hauterkrankung. Während der Pubertät haben mehr als 90% der Teens unterschiedlich stark ausgeprägte Akne-Formen. Aber auch Erwachsene bis zum 40. Lebensjahr, insbesondere Frauen leiden zunehmend unter Akne. Die Gründe hierfür sind bisher nicht bekannt.
Eine seit Jahren offene Frage in der Behandlung von herzkranken Patienten haben Wissenschaftler der TU-Klinik für Herz- und Kreislauferkrankungen nun beantwortet. Sie fanden heraus, dass Metallröhrchen zur Aufdehnung verengter Herzkranzgefäße – sogenannte Stents – einer erneuten Gefäßverstopfung dann besser vorbeugen, wenn Sie mit dem Antibiotikum Sirolimus (Rapamycin) statt mit dem Krebsmittel Paclitaxel beschichtet sind.
Das überraschte auch die Mediziner der TU-Klinik für Herz- u
Freiburger Forscher entwickeln vollkommen neuen Ansatz zur effektiven Behandlung der Osteoporose
Die Ergebnisse der Freiburger Wissenschaftler um Professor Dr. Roland Schüle, Leiter der Forschungsgruppe Molekulare Gynäkologie an der Universitäts-Frauenklinik, und Dr. Thomas Günther, führen zu einem gänzlich neuartigen Konzept zur Behandlung der Volkskrankheit Osteoporose. Statt wie bei der bisher üblichen Therapie lediglich den mit der Osteoporose einhergehenden Knochenabbau zu verla
Deutschlandweit erste Edwards-Cribier Aortenklappenimplantation ohne Narkose
Bisher führte kein Weg an einer offenen Herzoperation vorbei, wenn ein Patient eine neue Herzklappe benötigte. Für ältere Menschen bedeutete die Narkose dabei immer ein Risiko – gerade wenn Sie unter Diabetes, eingeschränkter Nierenfunktion oder Lungenerkrankungen litten. Erstmals in Deutschland gelang es jetzt der Uni-Klinik für Kardiologie im Westdeutschen Herzzentrum Essen, eine neue Herzklappe ohne Narko
Das Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB in Stuttgart hat jetzt gemeinsam mit der Firma Gambro Dialysatoren GmbH aus Hechingen und dem Institut für Grenzflächenverfahrenstechnik IGVT der Universität Stuttgart eine neuartige Hohlfasermembran für die Blutreinigung entwickelt. Deren besondere Qualität besteht darin, dass die Blutzellen vor der Reinigung des Plasmas nicht mehr gesondert abgetrennt werden müssen, was bisher häufig bei Apheresebehandlungen (Blutwäsche) no
Publikation von Wissenschaftler-Team der Universität Gießen im britischen Fachblatt “Journal of Pathology”
“Kinder bekommen die Leute immer.” Leider ist diese Aussage Konrad Adenauers heute wie damals nicht ganz zutreffend, gibt es doch zu allen Zeiten Paare, bei denen der Kinderwunsch nicht in Erfüllung geht. Die Ursachen dafür liegen zu etwa gleichen Teilen bei Mann und Frau. Beim Mann ist bekannt, dass eine akute schmerzhafte Infektion und Entzündung der Geschlechtsorgane zu Unfr
Jeder dritte Europäer hat Mundgeruch. Dennoch ist das, was Fachleute “Halitose” nennen, weiterhin ein Tabuthema. Zungenreiniger in unterschiedlichen Größen helfen bei der Therapie. In fast 90 Prozent der Fälle sind die Ursachen für Halitose im Mund direkt zu suchen und nicht im Magen, wie oftmals vermutet wird. Zu den Ursachen für schlechten Atem zählen Zahnschäden, mangelnde Mundhygiene, Zahnfleischentzündungen und Parodontose. All das bietet geruchsbildenden Bakterien optimale Bedi
Gründung eines interdisziplinären Arbeitskreises am Fachbereich Medizin der Justus-Liebig Universität Gießen
Nach jüngsten Angaben der Bundesregierung repräsentieren Migrantinnen und Migranten etwa 20 % der in Deutschland lebenden Bevölkerung. Bei insgesamt rund 14,5 Mio. ausländischen Mitbürgern, Eingebürgerten, Aussiedlern oder Kindern aus binationalen Ehen gehören Patientinnen und Patienten mit Migrationshintergrund und eine internationale und multi-ethnische Zusammensetzung de
Optimierte Prothesen frühestens in einigen Jahren erwartet
Am Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main wurde erstmals einer Patientin zwei in den USA entwickelte künstliche Kiefergelenke eingesetzt. Professor Dr. med. Dr. dent. Robert Sader, neuberufener Direktor der Frankfurter Klinik für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie, hat den Eingriff mit einem internationalen Team aus Deutschland und der Schweiz letzten Dienstag erfolgreich durchgeführ
In der chirurgischen Praxis werden heute verstärkt minimal invasive Methoden eingesetzt. Gegenüber konventionellen Vorgehensweisen bringen diese für den Patienten weit weniger Belastungen mit sich, was sich positiv auf den Heilungsprozess auswirkt. Am Lehrstuhl für Produktentwicklung der TUM in Garching (Prof. Udo Lindemann) wurde nun ein Telemanipulationssystem für die chirurgische Praxis entwickelt, das sich deutlich von herkömmlichen Systemen abhebt: MoKeyS (Mobile Keyhole Surgery) ermöglicht
Berliner Wissenschaftler identifizieren ein Gen, das die Beweglichkeit einzelner Spermien beeinflusst
Seit Gregor Mendel ist bekannt, dass heterozygote Organismen die unterschiedliche Ausprägung ihrer Gene mit gleicher Häufigkeit auf die Nachkommen verteilen. Wissenschaftler vom Berliner Max-Planck-Institut für molekulare Genetik fanden jetzt eine Ausnahme von dieser Regel. In der Fachzeitschrift Nature Genetics beschreiben sie eine Gruppe von Genen, die von männlichen Tieren in mut
“Forschungsoffensive”, Teil 3: Gräberfunde aus der Ukraine beweisen: Richtige Ernährung verhindert Karies
Bei Ausgrabungen in der Umgebung von Kharkov sind Archäologen auf Gräberfelder aus der Zeit zwischen 400 und 800 n.Chr. gestoßen. Und die Zähne der Menschen der Kasar Khagnat Kultur interessieren Prof. Dr. Wolfgang Arnold von der Universität Witten/Herdecke: „Die hatten alle keine Karies, obwohl sie sich sehr unterschiedlich ernährt haben und Zahnbürsten damals sicher unbekann
Am Mittwoch, 24. August, lädt die Klinik für Orthopädie des Universitätsklinikums Bonn Ärzte zur Fortbildung “Degenerative Wirbelsäulenerkrankungen – Spektrum innovativer Therapieverfahren” ein. Experten berichten über aktuelle Forschungsergebnisse, neue schonende Operationstechniken und moderne Bandscheibenprothesen. Die kostenlose Veranstaltung findet ab 18 Uhr im Universitätsclub Bonn, Konviktstraße 9, statt.
Tag ein, Tag aus beanspruchen wir unsere Wirbelsäule, und die Bandscheiben versc
Weitere Glaukompatienten für das Projekt gesucht
Das vor einem Jahr gestartete telemedizinische Modellprojekt an der Augenklinik der Universität Greifswald befindet sich seit März 2005 in seiner klinischen Phase. Inzwischen wurden über 60 Patienten erfolgreich in das telemetrische Kontrollsystem integriert, mit dem Glaukompatienten mit und ohne Bluthochdruck und Diabetes zu Hause ihren Augeninnendruck, Blutdruck und Blutzucker selbst messen (s. Hintergrund). Aus Blutdruck und Au