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Gesundheit & Leben

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Entdeckung: Ganzkörper-Gehirn bei Seeigeln Identifiziert

Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…

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Medizin Gesundheit

Nebennierentumore im Blick behalten

Eine von Würzburg aus geleitete internationale multizentrische Studie belegt: Eine erhöhte Kortisolausschüttung von gutartigen Nebennierentumoren geht mit einer gesteigerten Sterblichkeit einher, vor allem bei Frauen unter 65 Jahren. Die Auswertungen dieser von Studie wurde jetzt im renommierten Journal Lancet Diabetes Endocrinology publiziert. Drei Prozent der über 50-Jährigen haben Nebennierentumore. Bei den über 80-Jährigen ist sogar jeder zehnte betroffen. 80 bis 90 Prozent dieser Tumore, die meist zufällig, zum Beispiel bei einer Computertomographie bei Gallenproblemen, Nierensteinen oder Rückenleiden, entdeckt werden, sind…

Biowissenschaften Chemie

TU Wien erfindet chemischen Wärmespeicher

Energie chemisch speichern, verlustfrei monatelang lagern und im Winter damit heizen: Das wird durch einen nun patentierten chemischen Reaktor möglich. Energie langfristig zu speichern ist wohl das größte bisher ungelöste Problem der Energiewende. An der TU Wien wurde nun ein neuartiger chemischer Wärmespeicher erfunden, mit dem man große Energiemengen auf umweltfreundliche Weise praktisch unbegrenzt lange speichern kann. Man verwendet Wärme, um eine chemische Reaktion auszulösen. Dabei entstehen energiereiche chemische Verbindungen, die problemlos und ohne Energieverlust monatelang gelagert werden können. Bei…

Medizintechnik

Mit Hilfe von KI Lymphomerkrankungen erkennen

Neues onkologisches Forschungsprojekt: Forschende der Universitätsmedizin Halle wollen mit Hilfe neuer Technologien zukünftig schneller und präziser Krebserkrankungen des lymphatischen Gewebes diagnostizieren. Durch die Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) soll zudem das Ansprechen der Patient*innen auf individuelle Krebsimmuntherapien zuverlässiger vorhergesagt werden können. Das Forscherteam der Universitätsklinik und Poliklinik für Innere Medizin IV sowie der Universitätsklinik und Poliklinik für Radiologie der Universitätsmedizin Halle nutzt im neuen Forschungsprojekt „IMMUSIGN“ KI-Diagnose als Assistenzsystem. Sie unterstützt dabei, Immunsignaturen in verschiedenen Geweben zu identifizieren und zu…

Biowissenschaften Chemie

Lachgas – alles andere als träge

Kohlenforscher Josep Cornellà entwickelt Methode, Treibhausgas unschädlich zu machen, und veröffentlicht seine Ergebnisse in der Zeitschrift “Nature”. Der Ausstoß diverser Treibhausgase stellt eine globale Umweltbedrohung dar. Wissenschaftler weltweit beschäftigen sich mehr und mehr mit der Lösung dieses Problems. Während sich viele Forschungsgruppen auf den Umgang mit Kohlenstoffdioxid (C02) oder Methan (CH4) konzentrieren, hat sich jetzt ein Team um Chemiker Josep Cornellà vom Max-Planck-Institut für Kohlenforschung um ein anderes Gas gekümmert, das maßgeblich zur Erderwärmung beiträgt: Distickstoffmonoxid (N2O), vielen auch als…

Medizin Gesundheit

Kalziumwellen bewegen Zellen zum Wundverschluss

Team aus der Marburger Medizin klärt auf, wie das Zellskelett auf Verletzungen des Gewebes reagiert. Erleidet die äußere Hautschicht eine Verletzung, so sorgt Kalzium dafür, dass sich das Zellskelett in den Zellen rund um die Wunde nicht versteift. Die größere Beweglichkeit ermöglicht es dem Gewebe dann, die Wunde schnell zu verschließen. Das hat eine Forschungsgruppe um den Physiologieprofessor Dr. Sven Bogdan von der Philipps-Universität Marburg herausgefunden. Das Team berichtet im Wissenschaftsmagazin „Nature Communications“ über seine Ergebnisse. Nahezu alle tierischen Zellen…

Biowissenschaften Chemie

Seltene Tumorerkrankung bei Kindern

Experimentelle Fortschritte bei zielgerichteter Therapie erzielt. Ewing-Sarkome sind die zweithäufigsten Knochentumoren bei Kindern und jungen Erwachsenen. Diese Tumorart ist hochgradig bösartig: Ewing-Sarkompatienten haben besonders beim Auftreten von Metastasen eine extrem schlechte Prognose mit einem krankheitsfreien 5-Jahres-Überleben von weniger als 35 Prozent. Die Forschenden um Wolfgang Berdel und Sebastian Bäumer in Münster haben sich daher dem Ziel verschrieben neue Therapieansätze zu entwickeln, die die molekulare Ursache des Ewing-Sarkoms angreifen. Gefördert von der Wilhelm Sander-Stiftung wurden dazu die Nobelpreis-gewürdigten Methoden der Immuntherapie…

Biowissenschaften Chemie

Erkennung von Peptiden in Rezeptorfamilien

Klein, aber essenziell … Der menschliche Körper besteht aus Billionen Zellen, die ständig miteinander kommunizieren. Eine zentrale Rolle in diesem Kommunikationsprozess spielen Empfänger-Proteine an der Zelloberfläche, sogenannte Rezeptoren. Sie werden besonders häufig als Zielstrukturen für Medikamente genutzt und daher intensiv erforscht. Oft gibt es ganze Familien von Rezeptoren. Sowohl die Signal-Botenstoffe als auch die Rezeptoren untereinander sind sehr ähnlich, sodass nicht klar ist, wie die Signale auf molekularer Ebene voneinander unterschieden werden. Nun ist es Wissenschaftler:innen des Sonderforschungsbereichs 1423 der…

Biowissenschaften Chemie

Mit oder ohne Schlaf: Die Aktivität eines Schlafneurons

… steigert die schützende Genexpression und fördert das Überleben. Am Beispiel des Wurmes C. elegans zeigen Dresdner Forschende, dass die Aktivität des Schlafneurons die Expression von Schutzgenen während des Schlafes steuert. Ein gestörter Schlaf führt zu einer Überaktivierung des Schlafneurons, wodurch die schützende Genexpression weiter gefördert wird. Schlaf fördert die Erholung des Gehirns und des Körpers, indem er schützende Veränderungen in der Genexpression hervorruft. Störungen des Schlafs lösen eine Stressreaktion aus, die ebenfalls Schutzgene aktiviert. Bisher war unklar, wie Schlaf…

Biowissenschaften Chemie

Wie Herpesviren aufwachen

Schlafende Herpesviren induzieren ihre Reaktivierung über einen bisher unbekannten, mikroRNA-vermittelten zellulären Mechanismus. Das zeigt ein Würzburger Forschungsteam im Journal „Nature“. Acht verschiedene Herpesviren sind bisher beim Menschen bekannt. Sie alle richten sich nach der akuten Infektion dauerhaft im Körper ein. Aus dieser Ruhephase können sie unter bestimmten Umständen aufwachen, sich vermehren und wieder andere Zellen befallen. Diese Reaktivierung ist häufig mit Symptomen verbunden, etwa mit juckenden Lippenbläschen oder der Gürtelrose. Die meisten Herpesviren haben im Lauf der Evolution gelernt, kleine…

Biowissenschaften Chemie

Pilzeffektor Rip 1 unterdrückt Abwehrreaktionen beim Mais

Die Koevolution zwischen den Virulenzfaktoren von Pathogenen und dem Immunsystem einer Wirtspflanze bildet ein Netzwerk von Interaktionen aus. Diese bleiben phänotypisch unerkannt und funktionell schwer verständlich, so lange nicht einzelne Akteure entfernt werden. Der Pilz Ustilago maydis, der Mais befällt, sondert ein Gemisch aus manipulierenden Faktoren, sogenannten Effektoren ab. Dies unterdrückt die Abwehrmechanismen und beeinflusst den Stoffwechsel des Wirts zu seinen Gunsten. Ein Forscherteam unter Federführung des IPK Leibniz-Instituts und der Universität Bonn hat die Rolle des Pilz-Effektorproteins Rip1 aufgeklärt,…

Medizintechnik

KI-basierte Früherkennung von Herzkrankheiten

Für ihr gemeinames Projekt “Riska” erhalten die Technische Hochschule Mittelhessen (THM) und die Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) 740.000 Euro Förderung vom Land Hessen. Daten aus Elektrokardiogrammen von Künstlicher Intelligenz analysieren lassen und so schnell, kostengünstig und zuverlässig das Risiko für bestimmte Herzerkrankungen bestimmen – mit dieser Gründungsidee hat das Team CardioIQ mit Forschenden von Technischer Hochschule Mittelhessen (THM) und Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) bereits die eine oder andere Preisjury überzeugt. Auf dem Weg zum marktfähigen Medizinprodukt wird das Vorhaben mit dem Projektnamen…

Biowissenschaften Chemie

Forensik: Körpersekrete mit Proteinanalysen unterscheiden

Ein neues Verfahren, um verschiedene Körperflüssigkeiten auseinanderzuhalten, haben Forschende der Ruhr-Universität Bochum (RUB) in Zusammenarbeit mit den Landeskriminalämtern in NRW und Bayern entwickelt. Das Team um Dr. Katalin Barkovits-Boeddinghaus vom Medizinischen Proteom-Center der RUB nutzt Proteinanalysen mit der Massenspektrometrie, um Blut, Speichel, Sperma, Urin und Vaginalsekret auseinanderhalten zu können. Das kann für die Aufklärung von Straftaten entscheidend sein. Anders als bei herkömmlichen Verfahren reicht eine winzige Probenmenge aus, die zudem auf alle fünf Körpersekrete gleichzeitig getestet werden kann. Das Wissenschaftsmagazin…

Biowissenschaften Chemie

Genexpression in Nervenzellen

Bayreuther Forscher*innen entdecken Mechanismus zur gezielten Stimulation. Gene sind die Träger unserer Erbinformation. Sie werden in unseren Zellen abgelesen und zur Herstellung von Ribonukleinsäuren (RNAs) genutzt. Bei diesem Vorgang, der Transkription, hat das Enzym RNA-Polymerase II einen entscheidenden Einfluss darauf, zu welchem Zeitpunkt welche Gene abgelesen werden und mit welcher Intensität dies geschieht. Forscher*innen der Universität Bayreuth zeigen jetzt in „Nature Communications“, wie RNA-Polymerase II in Nervenzellen aktiviert wird und wie dadurch die Genexpression, die gezielte Anwendung von Erbinformationen, angeregt…

Medizin Gesundheit

Übergewicht allein führt nicht zur Dialyse

Langzeitstudie zu Übergewicht und Nierenversagen mit 100.000 TeilnehmerInnen – Übergewicht und Adipositas bringen sehr oft Bluthochdruck, erhöhte Zucker-, Blutfett- und Harnsäurewerte mit sich. Betroffene haben langfristig ein erhebliches Risiko, ein Nierenversagen zu erleiden. Ein Team um Josef Fritz von der Med Uni Innsbruck und Emanuel Zitt vom Akademischen Lehrkrankenhaus Feldkirch errechnete die Bedeutung der einzelnen Faktoren. Das Journal of the American Society of Nephrology (JASN) berichtet. Was die Waage anzeigt, ist nicht entscheidend, wenn es darum geht, die langfristige Gefahr…

Biowissenschaften Chemie

Die Grenzen der Photokatalyse überwinden

Für die Erforschung neuartiger Wege, um Licht für die Synthese wichtiger Chemikalien zu nutzen, erhält Dr. Bartholomäus Pieber, Gruppenleiter am Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung, eine Förderung in Höhe von rund 839.000 Euro. In dem Photokatalyse-Projekt wollen die Chemiker um Dr. Pieber den Mechanismus der Natur nachahmen, um Licht in chemisch nutzbare Energie umzuwandeln. Im Rahmen ihres Perspektiven-Programms „Plus 3“ unterstützt die Boehringer Ingelheim Stiftung Dr. Piebers Vorhaben für drei Jahre. Aktuell gibt es nur eine sehr kleine Anzahl von…

Biowissenschaften Chemie

Süße Oasen im Meer

Unter Seegraswiesen liegt haufenweise Zucker. Seegräser geben große Mengen Zucker in den Boden ab. Weltweit sind das mehr als 1 Million Tonnen Saccharose – genug Zucker für 32 Milliarden Dosen Cola. Das ist erstaunlich: Normalerweise verbrauchen Mikroben blitzartig jeden frei verfügbaren Zucker. Forschende des Max-Planck-Instituts für Marine Mikrobiologie fanden zudem, dass die Seegräser auch Phenole freisetzen. Diese halten die meisten Mikroben davon ab, die Saccharose abzubauen. So ist es möglich, dass sie unter den Seegraswiesen vergraben bleibt und nicht in…

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