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Gesundheit & Leben

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Entdeckung: Ganzkörper-Gehirn bei Seeigeln Identifiziert

Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…

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Medizintechnik

Protonen gegen Speiseröhrenkrebs

Am Paul Scherrer Institut PSI wurde heute ein 67-jähriger Patient mit Protonen, also positiv geladenen Teilchen, gegen Speiseröhrenkrebs bestrahlt. Es ist das erste Mal, dass in der Schweiz diese Bestrahlungsart an der Speiseröhre zum Einsatz kommt. Die fünfwöchige Behandlung erfolgt im Rahmen einer europäischen klinischen Studie, an der das PSI und das Universitätsspital Zürich gemeinsam teilnehmen. Ärzte und Ärztinnen erforschen, ob sich die Protonentherapie zur Behandlung dieser Krebsart eignet: Damit lassen sich möglicherweise Lungenkomplikationen verringern, die bei der klassischen Bestrahlung…

Biowissenschaften Chemie

Grünes Methanol für Schifffahrt und Industrie

10,4 Millionen Euro für „Leuna100“-Projekt. Ein Konsortium aus zwei Fraunhofer-Instituten, DBI-Gastechnologisches Institut Freiberg, TU Berlin und C1 schreibt Industriegeschichte am Standort Leuna. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr über die nächsten drei Jahre gefördert. Das Berliner Climate-Tech-Start-up C1 gibt heute mit seinen Partnern Fraunhofer-Institut für Windenergiesysteme IWES, Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT, DBI-Gastechnologisches Institut gGmbH Freiberg sowie der Technischen Universität Berlin den Start des Projekts „Leuna100” bekannt. Ziel ist die marktreife und skalierbare Herstellung grünen…

Medizin Gesundheit

Mit individueller Immuntherapie schwere EBV-Infektionen behandeln

Körperfremde Immunzellen können das geschwächte Immunsystem von schwerkranken Menschen unterstützen. Eine multizentrische Untersuchung unter Führung der MHH hat das jetzt auch für schwere Infektionen mit dem Epstein-Barr-Virus (EBV) nachgewiesen. Wenn bei Erkrankungen wie schweren Virusinfektionen oder damit assoziierten Krebserkrankungen herkömmliche Behandlungsmöglichkeiten versagen, kommt die sogenannte adoptive Immuntherapie ins Spiel. Bei diesem Verfahren werden lebende Immunzellen von Gesunden isoliert, gegebenenfalls vermehrt, bei Bedarf behandelt und dann transplantiert. Vor allem T-Zellen sind vielversprechende Kandidaten, da sie die krankmachenden Antigene passgenau erkennen und…

Biowissenschaften Chemie

Wie sich Bakterien für eine nachhaltige Kunststoffproduktion „zähmen“ lassen

Forschungsteam der Universität Gießen entwickelt neues System zur maßgeschneiderten Kontrolle der Genexpression. Viele Bakterien haben ein großes Potenzial für die Biotechnologie, zum Beispiel bei der Produktion von Biokunststoffen oder anderen industriell nutzbaren Materialien. Doch es ist oft schwierig, die Wildtypen dieser biotechnologisch interessanten Bakterien zu „zähmen“, also sie dazu zu bringen, die gewünschte Substanz zu produzieren. Der Schlüssel zur Zähmung von Bakterien liegt in der Kontrolle ihrer Genexpression, insbesondere derjenigen Gene, die für die Produktion und den Abbau der gewünschten…

Biowissenschaften Chemie

Programmierbare DNA-Hydrogele

… für fortschrittliche Zellkulturen und personalisierte Medizin. Das Team um Dr. Elisha Krieg am Leibniz-Institut für Polymerforschung Dresden hat eine dynamische DNA-vernetzte Matrix (DyNAtrix) entwickelt, indem es klassische synthetische Polymere mit programmierbaren DNA-Vernetzern kombiniert. Die hochspezifische und vorhersagbare Bindung der DNA verleiht den Materialien eine unvergleichliche Kontrolle über wichtige mechanische Eigenschaften. Die am 7. August in Nature Nanotechnology veröffentlichten Ergebnisse sind von hoher Relevanz für In-vitro-Zellkulturmaterialien für die biologische Forschung. Die In-vitro-Kultur von biologischen Zellen ist für die biologische Forschung…

Biowissenschaften Chemie

Bakterien bringen Eisen zum Rosten

Anaerobes „Rosten“ von Eisen durch Bakterien mit stromleitenden Pili Eisen rostet nicht nur durch Kontakt mit Sauerstoff und Wasser. Bestimmte Bakterien können Eisen auch anaerob, also unter Sauerstoffausschluss zersetzen. Das Sedimentbakterium Geobacter bedient sich dafür elektrisch leitender Proteinfäden, hat nun ein Forschungsteam herausgefunden. Das oxidierte Eisen verstärkt die Korrosion dann durch positive Rückkopplung weiter, heißt es in der Studie, die in der Zeitschrift Angewandte Chemie veröffentlicht wurde. Bakterielle Biofilme sind Ursache für die sogenannte mikrobiell induzierte Korrosion, einen gefürchteten Metallfraß,…

Biowissenschaften Chemie

Erstmals genaue Daten zu dynamischen Molekülaggregaten in Zellen

Mithilfe einer neu entwickelten Mikroskopiemethode konnten Forschende aus Freiburg und Cambridge erstmals kleine, dynamische Molekülaggregate in lebenden Zellen quantifizieren, die eine wichtige Rolle bei der Signalverarbeitung spielen Spezielle Molekülansammlungen in Zellen, sogenannte Kondensate, regulieren lebenswichtige biochemische Prozesse. Aufgrund technischer Limitationen hat sich die Forschung bisher auf große Kondensate aus mehreren Tausend Molekülen beschränkt. Wissenschaftler*innen der Universität Freiburg sowie der University of Cambridge/Großbritannien haben eine Analysemethode entwickelt, mit der sich auch kleine und dynamische Molekülaggregate quantifizieren lassen. In Zellen laufen viele…

Biowissenschaften Chemie

Chrom ersetzt seltene und teure Edelmetalle

Wenn Bildschirme leuchten oder Solarenergie in Brennstoffe fliesst, stecken oft teure Edelmetalle dahinter. Chemikerinnen und Chemikern der Universität Basel ist es gelungen, diese seltenen Elemente mit einem deutlich kostengünstigeren Metallelement zu ersetzen. Die Eigenschaften der neuen Materialien kommen denjenigen der bisher verwendeten sehr nahe. Chrom ist im Alltag vom Chromstahl aus der Küche oder vom verchromten Motorrad bekannt. Vielleicht könnte es bald auch im Bildschirm des allgegenwärtigen Mobiltelefons stecken oder bei der Umwandlung von Solarenergie mithelfen: Forschende um Prof. Dr….

Biowissenschaften Chemie

Molekularer Tauschhandel unter Wasser

Korallen und Anemonen gehen Symbiosen mit Algen ein und tauschen Nährstoffe mit ihnen aus. Eine neue Studie zeigt, wie diese Partnerschaft auf zellulärer Ebene reguliert wird. Nicht immer heißt es in der Natur „Fressen oder gefressen werden“. Es kann auch von Vorteil sein, wenn sich unterschiedliche Arten zusammentun und ihre Fähigkeiten vereinen. Nesseltiere wie Korallen oder Anemonen haben bereits vor 250 Millionen Jahren solche biologischen Kooperationen mit Algen aus der Gruppe der Dinoflagellaten gestartet. Dank dieser Symbiosen können sie gemeinsam…

Biowissenschaften Chemie

Erste DIN für photokatalytische Synthese

Chemikerin am LIKAT definierte Standards für lichtgetriebene CO2-Reduktion. Unter maßgeblicher Beteiligung einer Chemikerin am Rostocker Leibniz-Institut für Katalyse, LIKAT, entstand das erste Standardisierungdokument für eine photokatalytische Synthese. Mit der Bezeichnung „DIN SPEC 91 457“ hält die Spezifikation konkrete Richtlinien für eine sogenannte CO2-Reduktion fest, das ist eine Reaktion, in der mittels Katalyse aus CO2 und Wasser (H2O) wichtige Grundstoffe für die chemische Industrie entstehen. „Diese Richtlinien stärken unsere weltweiten Bemühungen, das Klimagas Kohlendioxid als Synthese-Rohstoff nutzbar zu machen“, sagt Chemikerin…

Biowissenschaften Chemie

Forschungserfolg zu Cytomegalovirus-Infektion

Forschende der Universitätsmedizin Mainz erzielen Studienerfolg mit neuentwickelten Impfstoff Wissenschaftler:innen des Instituts für Virologie der Universitätsmedizin Mainz haben einen Forschungserfolg erzielt, der später insbesondere bei Transplantationen relevant werden könnte. In vorklinischen Studien gelang es ihnen, einen Impfstoff gegen das Cytomegalovirus (CMV) zu entwickeln. Sofern sich der auf nicht-infektiösen Partikeln basierende Impfstoff auch in der nächsten Forschungsstufe bewährt, könnte er das Komplikationsrisiko bei Transplantationen reduzieren. Dieser Forschungserfolg wurde auch durch die Förderung der Wilhelm-Sander-Stiftung ermöglicht. Wissenschaftler:innen des Instituts für Virologie der…

Medizin Gesundheit

Die Anatomie des Gedächtnisses: neue Netzwerke im Gehirn entdeckt

Mit einem neuartigen Ansatz der Bildgebung und der hochauflösenden funktionellen Magnetresonanztomographie (fMRI) haben sich Neurowissenschaftler und Physiker des MPI CBS in Leipzig (Deutschland) sowie der Neuroanatom Menno Witter vom Kavli Institute for Systems Neuroscience in Trondheim (Norwegen) nun in die Tiefen des menschlichen Gedächtnissystems vorgewagt. Sie konnten bisher unbekannte kortikale Netzwerke entdecken und Aufschluss über die anatomische Organisation des menschlichen Gedächtnissystems erlangen. Ihre Ergebnisse wurden kürzlich in der renommierten Fachzeitschrift “Neuron” veröffentlicht. Wie lassen sich die erstaunlichen Fähigkeiten des Gedächtnisses…

Biowissenschaften Chemie

Forscher „filmen“ neuartigen Katalysator bei der Arbeit

An der Universität Bonn entwickeltes Katalyse-Prinzip ist kostengünstig, nachhaltig und effektiv. Ein neuartiges Katalyse-Prinzip ermöglicht chemische Reaktionen, die bisher kaum realisierbar waren. Die an der Universität Bonn entwickelte Methode ist zudem umweltfreundlich und benötigt keine seltenen und wertvollen Metalle. Die Forscher haben in einer Art High-Speed-Film den genauen Ablauf der Katalyse festgehalten. Sie nutzten dazu spezielle Laser, mit denen sich Abläufe sichtbar machen lassen, die nur Bruchteile einer Milliardstel Sekunde dauern. Die Resultate erlauben es ihnen, den Katalysator weiter zu…

Biowissenschaften Chemie

Aufeinander abgestimmt

Wie Stoffwechsel und Signalwege gemeinsam das Zellwachstum optimieren. Körpereigenes Stoffwechselprodukt hemmt direkt die Aktivität von mTORC1. Zellen nutzen eine Vielzahl von Stoffwechselwegen, um Bausteine für Wachstum und Vermehrung zu bilden. Für ein ausgewogenes Wachstum müssen diese biosynthetischen Prozesse eng aufeinander abgestimmt sein. Forschende des Max-Planck-Instituts für Biologie des Alterns haben nun zusammen mit einem Team von nationalen und internationalen Kolleg:innen eine molekulare Maschinerie entdeckt. Diese Maschinerie erkennt, ob eine Zelle die Fähigkeit hat, Lipide zu bilden, und reguliert daraufhin alle…

Biowissenschaften Chemie

Wie Bakterien CO₂ aus der Atmosphäre in Bio-Kraftstoffe verwandeln

Für seine Forschung zur biologischen Kohlendioxidfixierung von Mikroorganismen erhält Dr. Jan Schuller den Forschungspreis 2023 der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM). Der Marburger Mikrobiologe untersucht Bakterien und ihre Enzymausstattung. Er klärte auf, wie enzymatische „Nano-Drähte“ eine überraschend effiziente Umsetzung von CO₂ ermöglichen. Damit legt er den Grundstein für eine künftige biotechnologische Produktion von Kohlenstoffverbindungen aus atmosphärischem CO₂. Den mit 10.000 Euro dotierten Preis für herausragende aktuelle Arbeiten auf dem Gebiet der Mikrobiologie verleiht die VAAM im Rahmen ihrer…

Biowissenschaften Chemie

Fondant unter der Lupe

Neue Einblicke in die Eigenschaften von süßem Überzug. Für viele ist der „Amerikaner“ – ein Gebäck mit süßem, weißlichen Überzug – eine Kindheitserinnerung beim Bäcker. Doch in der Glasur steckt viel Physik und Chemie. Ein Team um Thomas Vilgis am Max-Planck-Institut für Polymerforschung hat sich zusammen mit Kolleg*innen der Technischen Universität Berlin der süßen Glasur nun angenommen und tiefere Einblicke in deren Entstehungsprozess gewonnen. Mit den Ergebnissen könnte in Zukunft der industrielle Herstellungsprozess von Fondant optimiert werden. Zucker ist der…

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