Im Projekt SmartHeart simulierten Forschende der Hochschule München (HM) ein pulsierendes Herz, welches mit Hilfe von KI-Methoden patientenspezifisch angepasst werden kann. Der Digitale Zwilling soll Medizinerinnen und Medizinern künftig dabei helfen, die Ursachen kardiovaskulärer Erkrankungen zu erforschen und die Auswirkungen von Eingriffen vorherzusagen. Herzkreislauferkrankungen sind die häufigste Todesursache in Deutschland. Mehr als 300.000 Menschen sterben jährlich an kardiovaskulären Erkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Herzrhythmusstörungen oder Bluthochdruck. „Die Ursachen dieser Erkrankungen sind wahrscheinlich oft multifaktoriell: Es gibt zahlreiche Wechselwirkungen beispielsweise zwischen Blutdruck,…
Das Forschungsprojekt „SilentBedMonitor“ der Hochschule Hamm-Lippstadt (HSHL) in Zusammenarbeit mit der Berliner 5micron GmbH zielt auf Personen ab, die bettlägerig sind oder in ihrer Mobilität stark eingeschränkt sind. Die 5micron GmbH verantwortet innerhalb des Projekts die technologische Entwicklung der Sensorik und Datenübertragung. Die HSHL verantwortet die wissenschaftliche Begleitung sowie die KI-gestützte Datenauswertung. Das Ziel ist die Entwicklung eines berührungslosen Assistenzsystems, das den Zustand der Person kontinuierlich erfasst, pflegende Personen unterstützt und in Notfällen selbstständig Alarm schlägt. „Die Idee der 5micron…
Neben sprachlichen Prompts können Large Language Models auch Herzfrequenzdaten verstehen, interpretieren und daran angepasst reagieren. Das haben Dr. Morris Gellisch, ehemals an der Ruhr-Universität Bochum und heute an der Universität Zürich, und Boris Burr von der Ruhr-Universität Bochum in einem Experiment nachgewiesen. Sie entwickelten dafür eine technische Schnittstelle, über die physiologische Daten in Echtzeit an das Sprachmodell übermittelt werden können. Die Künstliche Intelligenz kann dadurch auch die Sprache des Körpers einbeziehen, auf die Menschen keinen bewussten Einfluss nehmen. Das eröffnet…
Informationen über digitale Gesundheitsangebote und die Digitalisierung in der Medizin gibt es viele im Internet – doch wie findet man schnellen Zugang zu seriösen und wissenschaftlich abgesicherten Inhalten? Genau hier setzt die Wissensplattform Medical Informatics Hub in Saxony (MiHUBx) an. Entwickelt von Forscherinnen der Technischen Universität Dresden (TUD) richtet sich das Portal sowohl an Patientinnen und Patienten, aber ebenso an medizinisches Fachpersonal. Für all diese Zielgruppen bietet sie speziell zugeschnittene Informationen, um deren digitale Gesundheitskompetenz zu steigern. MiHUBx ist die…
Mehr Sicherheit, kürzere Versorgungswege und eine bessere Lebensqualität: Zum Weltherztag rücken das Herz- und Diabeteszentrum NRW (HDZ NRW), Bad Oeynhausen, und die BARMER die Bedürfnisse von Menschen mit chronischer Herzschwäche in den Fokus. Beide Partner haben jetzt einen Vertrag zur telemedizinischen Begleitversorgung geschlossen. Rund vier Millionen Menschen in Deutschland leiden an behandlungsbedürftiger Herzschwäche (Herzinsuffizienz). Als chronische und fortschreitende Herzerkrankung ist diese mit einer zunehmenden Beeinträchtigung der Lebensqualität und besonders in höherem Lebensalter mit vielen Krankenhausaufenthalten verbunden. „Mit Hilfe digitaler Technologien…
Das Forschungsprojekt “Liberate AI” vereint Expertisen aus Medizin, Informatik und vertrauenswürdiger künstlicher Intelligenz, um ein KI-Modell zu entwickeln, das Ärzt:innen bei der Behandlung des ischämischen Schlaganfalls unterstützt. Als digitales Assistenzsystem soll es den langfristigen Behandlungserfolg einer mechanischen Thrombektomie sowie mögliche Komplikationen vorhersagen. Mithilfe des Swarm Learning wird das KI-Modell privatsphäreschonend mit medizinischen Daten trainiert, die an verschiedenen Standorten in Deutschland vorliegen. Liberate AI beschäftigt sich zudem mit der Erklärbarkeit der KI sowie ihrer Fähigkeit, differenzierte Vorhersagen für Patientensubgruppen zu treffen….
Neutrophile Granulozyten (kurz Neutrophile) sind eine Untergruppe der weißen Blutkörperchen und zentraler Bestandteil des Immunsystems. Häufig sind sie ein erster Indikator für eine Infektion und bekämpfen diese frühzeitig im entzündeten Gewebe. Bei einem Überschuss können sie jedoch auch zu schweren Gewebeschädigungen führen und den Krankheitsverlauf verschlechtern. Einem Forschungsteam der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) und des Universitätsklinikums Düsseldorf (UKD) ist es nun gelungen, Neutrophile mit einem theranostischen Ansatz sichtbar zu machen und ihre Funktion gezielt zu modulieren, wie in der Fachzeitschrift Advanced…
Eine neue Generation der CAR-T-Zelltherapie macht Hoffnung im Kampf gegen Krebs. Damit sollen nicht nur Blutkrebs, sondern auch solide Tumore wie Eierstock- oder Brustkrebs gezielt bekämpft werden. Fraunhofer-Forschende haben gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Würzburg auch den aufwendigen Herstellungsprozess der Therapeutika effizienter gestaltet. Das könnte die Verfügbarkeit der Therapie deutlich erhöhen. Seit einigen Jahren gehört die zelluläre Immuntherapie zu den wirksamsten Behandlungsmethoden gegen Krebs. Die Abwehrzellen des Immunsystems, die sogenannten T-Zellen, werden genetisch so verändert, dass sie Tumorzellen erkennen und gezielt…
Depressionen, Schlafstörungen, Schmerzen – Millionen Menschen leiden unter langwierigen medizinischen Problemen. Forschende der Hochschule Fresenius und der Universität Düsseldorf arbeiten an einer ungewöhnlichen Lösung. Ausgerechnet das Ohr wird dabei wichtig. Die Hintergründe erklärt Prof. Dr. Elmar Peuker. Mehr als 17 Prozent der Deutschen leiden laut Erhebungen der Deutschen Schmerzgesellschaft an chronischen Schmerzen, etwa 12,5 Prozent an depressiven Störungen (AOK). Für viele beginnt damit ein zermürbender Weg zwischen Diagnosen und Therapieversuchen. Oft ohne echten Durchbruch: Symptome kehren zurück, Nebenwirkungen bleiben. Ein…
Täglich entstehen tausende radiologische Aufnahmen, die wertvolle Einblicke in Krankheitsverläufe geben. Damit diese Daten künftig schneller und präziser ausgewertet werden, bündeln das deutschlandweite Netzwerk RACOON und das Schwerpunktprogramm SPP2177 ihre Expertise. Gemeinsam möchten die Forschenden neue KI-gestützte Methoden entwickeln, die Diagnostik und Therapie entscheidend verbessern können. Jeden Tag entstehen deutschlandweit tausende von radiologischen Bildern, die uns mehr über Krankheiten verraten. Wie diese Datenmengen künftig schneller und besser ausgewertet werden können, erforschen zwei große Gruppen von Expert:innen im Konsortium RACOON und…
Prof. Dr. Dr. Axel Schambach, Direktor des Instituts für Experimentelle Hämatologie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), erhält zum zweiten Mal den begehrten Proof of Concept Grant für seine Pionierforschung zum Usher-Syndrom. Er möchte eine gesunde Kopie des defekten Gens direkt in das Auge einbringen und so eine drohende Erblindung verhindern. Es gibt verschiedene erblich bedingte Ursachen, weshalb Menschen einen Sehverlust erleiden. Eine besonders schwere Form ist das Usher-Syndrom Typ 1B (USH1B). Neben dem allmählichen Verlust des Sehvermögens leiden Betroffene auch…
Forschungsteam der TU Chemnitz demonstriert erstmalig autonome Kommunikation und koordiniertes Verhalten von elektronischen Robotern auf der Mikroskala In einem entscheidenden Schritt hin zu intelligenten Mikrorobotersystemen hat ein Team des Forschungszentrums für Materialien, Architekturen und Integration von Nanomembranen (MAIN) der Technischen Universität Chemnitz eine neue Generation autonomer Mikroroboter entwickelt – sogenannte Smartlets –, die in wässrigen Umgebungen kommunizieren, agieren und zusammenarbeiten können. Diese Smartlet-Mikroroboter, jeder nur einen Millimeter groß, sind mit integrierter Elektronik, Sensoren, Aktoren und Energiesystemen ausgestattet. Sie sind in…
Die Dietmar Hopp Stiftung unterstützt den Aufbau einer experimentellen Produktionseinheit für Gentherapien des Herzens an der Medizinischen Fakultät Heidelberg der Universität Heidelberg, in der Abteilung für Kardiologie, Angiologie und Pneumologie des Universitätsklinikums Heidelberg (UKHD). Die neuen Produktionskapazitäten für therapeutische Viren, den „Gen-Taxis“ zum erkrankten Herzen, stärken die Vorreiterrolle des Medizincampus Heidelberg in der Entwicklung neuer Gentherapien. Gleichzeitig kommt die Gentherapie gegen chronische Herzschwäche einen großen Schritt weiter in Richtung klinischer Anwendung. Der Weg zur angewandten Gentherapie ist lang: Nicht nur…
Ein MHH-Forschungsteam möchte das CRISPR-Cas13-System nutzen, um Virus-RNA zu zerschneiden und so die Vermehrung der Krankheitserreger zu stoppen. Die VolkswagenStiftung fördert das Projekt über zwei Jahre mit einer Million Euro. Weltweit erkranken jedes Jahr mehr als 17 Milliarden Menschen an Atemwegserkrankungen, die durch Viren verursacht werden. Etwa 2,4 Millionen Infizierte sterben daran. Weil Viren rasch mutieren und in ihrer veränderten Form für die Immunabwehr nicht mehr erkennbar sind, ist es schwierig, die Übertragung der Krankheitserreger zu kontrollieren oder gar zu…
Greifswald, 21.08.2025 – Forschende des Leibniz-Instituts für Plasmaforschung und Technologie (INP) haben gemeinsam mit Partnern der Universitätsmedizin Greifswald und des Universitätsklinikums Rostock gezeigt, dass kaltes Plasma Tumorzellen auch in tieferliegenden Gewebeschichten wirksam bekämpfen kann. Besonders dabei: Durch die Entwicklung von neuen Gewebemodellen konnten sie erstmalig die Wirkung von einzelnen Bestandteilen des Plasmas auf Tumorzellen genau untersuchen. Was ist kaltes Plasma? Plasma ist ein ionisiertes Gas, das eine Vielzahl chemisch reaktiver Moleküle – sogenannte reaktive Sauerstoff- und Stickstoffspezies – erzeugt. Diese…
Das mit einem renommierten ERC Advanced Grant für Professor Marco Durante, dem Leiter der Abteilung Biophysik am GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung, geförderte Forschungsprojekt „BARB – Biomedical Applications of Radioactive ion Beams“ hat einen wichtigen Meilenstein erreicht: Die erste Behandlung eines Tumors bei einem Tier mit radioaktiven Ionenstrahlen wurde demonstriert und in „Nature Physics“ veröffentlicht. Die Studie markiert einen entscheidenden Fortschritt für die Weiterentwicklung der Teilchentherapie und basiert auf einer intensiven Zusammenarbeit verschiedener GSI-Abteilungen und FAIR-Forschungssäulen sowie dem Lehrstuhl für Medizinische…