Während einer Operation sind schädliche Einflüsse auf zellulärer Ebene unvermeidlich – so muss am operierten Organ beispielsweise oft die Blutzufuhr und damit auch die Sauerstoffversorgung gedrosselt werden. Setzt man das Operationsgebiet zuvor einer begrenzten Noxe aus, produzieren die Zellen schützende Proteine und sind danach für einige Stunden wesentlich resistenter als zuvor.
Während einer Operation muss manchmal ein Organ vorübergehend von der Blutzufuhr getrennt werden, in eini
Mitten während der Operation aufzuwachen, weil die Narkose nicht tief genug ist – eine Horrorvorstellung. Zum Glück kommen solche Zwischenfälle nur selten vor. Um sie ganz auszuschließen, erproben Anästhesisten Überwachungssysteme, die Reaktionen der Hirnstromkurven auf Geräusche aus einem Kopfhörer messen und auf diese Weise die Narkosetiefe exakt bestimmen.
Bisher mussten die Anästhesisten die Tiefe der Narkose im wesentlichen nach den klinischen Kriterien beurteilen, die schon zu
Wissenschaftler des Universitätsklinikums Heidelberg entwickeln neues Verfahren zur Früh-Diagnostik des primären Lungenhochdrucks
Hoher Blutdruck ist weit verbreitet, gut erforscht und selbst vom Laien einfach zu messen. Ganz anders verhält es sich mit dem Lungenhochdruck. Die Messung ist dem Experten vorbehalten, der mit Hilfe eines über das Herz eingeführten Katheters den Druck in den Lungengefäßen bestimmt. Ärzte und Wissenschaftler des Universitätsklinikums Heidelberg bieten als
Sekrete von Miesmuscheln (Mytilus edulis) könnten medizinische Implantate in Zukunft sicherer machen. Forscher der Northwestern University entwickeln aus der natürlichen Substanz eine ungewöhnliche Hülle für Implantate wie Stents, Dialyse-Schläuche und Harnkatheter.
Eine Seite des Materials ist klebrig und basiert auf Adhäsions-Proteinen, die von den Muscheln abgesondert werden. Es bleibt sicher an der Oberfläche des Implantats haften. Die andere Seite ist besonders wasser-abweisend
Die so genannte Altersabhängige Makula-Degeneration (AMD) ist eine genetisch bedingte Augenerkrankung. Sie stellt bei Menschen ab 55 Jahren die Hauptursache für Sehstörungen bis hin zur Erblindung dar. Die Würzburger Firma Lynkeus Biotech GmbH kooperiert nun mit Wissenschaftlern von den Universitäten Würzburg, München und Tübingen, um die genetischen Ursachen dieser Krankheit zu analysieren.
Die Studien sollen einen vermuteten Zusammenhang bestimmter Gene mit der AMD aufdecken. Dami
Forscher erklären Entscheidungs-Schwierigkeiten
Kip Smith von der Kansas State University will herausgefunden haben, warum manchmal Entscheidungen besonders schwer fallen. Seinen vorläufigen Forschungsergebnissen zu Folge sind die menschlichen kognitiven Prozesse noch komplexer als bisher angenommen. Smith und seine Kollegen haben demnach herausgefunden, dass das Hirn nicht etwa über ein einheitliches Entscheidungssystem verfügt, sondern mit zwei getrennten neuronalen Netzen ausgesta
Karposi-Sarkom betrifft einen von 200 Nierenempfängern
Tumorzellen in Organen können bei einer Transplantation den Organempfänger befallen, berichten Forscher der Universität von Modena im Fachmagazin Nature Medicine . Wird der Tumor, in der Fachsprache Kaposi-Sarkom, nicht richtig behandelt, kann dies tödlich enden. Bei der Untersuchung kanzeröser Hautzellen von fünf Frauen mit dem Kaposi-Sarkom entdeckten die italienischen Mediziner mit dem Auslöser des Kaposi-Sarkom, das Herpesviru
Erinnern, Lernen, Urteilen – verschiedene intellektuelle Fähigkeiten nehmen im Verlauf der Alzheimerkrankheit drastisch ab, die Persönlichkeit verfällt. Ursache sind fortschreitende Zerstörungen von Gehirnzellen und zunehmende Fehler weiterer Nervenzellen bei der Signalverarbeitung. Die Frage, ob die charakteristischen Amyloid-Plaques dafür verantwortlich oder nur Begleiterscheinungen sind, ist für Prof. Dr. rer. nat. Gerd Multhaup vom Institut für Biochemie der Freien Universität Berlin noch nicht e
Zusammenhang unabhängig von anderen Faktoren wie Diabetes oder Bluthochdruck
Französische Forscher haben erstmals eine steife Hauptschlagader mit einem tödlichen Hirnschlag in Verbindung gebracht, unabhängig von anderen Risikofaktoren für einen Schlaganfall. Demnach haben Menschen mit einer steifen Hauptschlagader ein besonders hohes Schlaganfallrisiko. Zu diesem Schluss kommt das Team unter der Leitung von Stephane Laurent vom Europäischen Krankenhaus George Pompidou in Paris im Fac
Rapid-Prototyping-Verfahren für genauen Blick ins Körperinnere
Ingenieure der University of Sussex haben eine Möglichkeit gefunden, einen medizinischen Scan in eine genaue plastische Nachbildung des Körperinneren zu verwandeln. Die 3-D-Modelle sollen für Ärzte ein unverzichtbares Tool für die Diagnose und chirurgische Eingriffe werden. Die dreidimensionalen Modelle werden mit dem als Rapid Prototyping bezeichneten Verfahren hergestellt. Die Besonderheit des Verfahrens besteht darin,
Der Volksmund nennt es “Impotenz”, die Medizin spricht von einer erektilen Dysfunktion. Jeder zweite Mann zwischen 40 und 70 Jahren leidet daran. Die derzeit am häufigsten zum Einsatz kommende Therapie beruht auf der Gabe der Potenz-Pille Viagra. Wie erfolgreich – oder auch mit Nebenwirkungen behaftet – diese Therapie sein kann, hängt möglicherweise von der genetischen Disposition der Patienten ab. Darauf deuten die Ergebnisse einer Studie am Essener Universitätsklinikum hin.
Ein Forschertea
Medikamenten-Resistenz könnte die kalte Schulter gezeigt werden
US-Forscher haben auf dem HIV-Molekül ein neues Ziel für eine HIV/Aids-Behandlung entdeckt. Infolge dessen identifizierten die Wissenschaftler der University of Maryland, Baltimore County (UMBC) und des privaten Pharma-Unternehmens Achillion Pharmaceuticals eine neuartige Substanzklasse, die genau jene Stelle inhibiert. Die Erkenntnisse könnten zu einer neuen antiviralen Medikamentenklasse führen, um das Virus zu bekämpf
Von der Forschung zum patientenfreundlichen Diagnoseinstrument. Vorstellung auf der Industrie-Messe 2003 in Hannover.
Die dem Augeninnern zugewandte einlagige Zellschicht der menschlichen Augenhornhaut, die Endothel-Schicht, ist ein extrem empfindliches Organteil: Etwa zwei- bis dreitausend Zellen je Quadratmillimeter, jede nur etwa 20 Mikrometer groß, sorgen dafür, dass die Augenhornhaut klar und durchsichtig bleibt. Wenn diese Schicht verletzt oder beeinträchtigt wird – ob bei Unter
Vitalparameter einfacher, sicherer und flexibler messen zu können, ist der Wunsch vieler Mediziner und auch Patienten. Winzige Sensoren und optische Technologien erschliessen im Verbund diese neuen Märkte.
Das mikrooptische Modul MORES 01-3 von CiS beinhaltet alle wesentlichen Funktionen für den flexiblen Einsatz als leistungsfähiger 3-Farben-Reflexions-/Remissionssensor.
Ein grundlegendes Problem der bekannten integrierten Reflexions- und Remissionssensoren ist das konstruktiv beding
Eine einfache Blutprobe ermöglicht es, die genetische Krankheit „spinale Muskelatropie“ zu diagnostizieren. Die Forschergruppe um Patricia Paterlini-Bréchot (Inserm – Necker Krankenhaus, Paris) hat eine neue Diagnostik-Methode entwickelt, die eine Alternative zu den derzeitigen, für den Fötus gefährlichen Techniken (Amniozentese, Choriozentese) darstellen könnte. Es handelt sich hierbei um eine Analyse der Fötalzellen. In diesem Verfahren wird das Mutterblut filtriert, um die g
Manipulierte T-Lymphozyten in Laborversuchen wirksam
Mittels Genmanipulation ist es Forschern des Paterson Institute for Cancer Research gelungen, aus gewöhnlichen Blutzellen wirksame “Krebskiller” herzustellen. Weiße Blutkörperchen (T-Lymphozyten) wurden so manipuliert, dass sie Tumore erkennen und zerstören. 2004 sind bereits erste Behandlungsversuche an britischen Patienten geplant.
T-Lymphozyten bilden die zelluläre Immunabwehr. Sie schützen das körpereigene Gewebe und l