Bei Operationen, die zwar prinzipiell unter örtlicher Betäubung möglich sind, aber dem Patienten unzumatbar erscheinen, greifen Ärzte oft auf die aufwändige und risikobehaftete Vollnarkose zurück. Dass es auch anders geht, zeigt eine Studie am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, die Experten beim Deutschen Schmerzkongress in Münster vorstellten: Unter Hypnose haben Patienten weniger Angst und Schmerzen. Davon profitieren auch die Ärzte.
Ob es der Weisheitszahn ist, der entfernt
Siemens und die GSI unterzeichnen einen Vertrag, um eine neue Methode zur Bestrahlung von Tumoren einer größeren Patientenzahl zugänglich zu machen
Krebs heißt die Diagnose, die bei jährlich weit über 300 000 Menschen in Deutschland gestellt wird – jeder vierte Deutsche stirbt an der damit zweithäufigsten Todesursache. Die Gesellschaft für Schwerionenforschung (GSI) und Siemens Medical Solutions haben mit der Unterzeichnung eines Partnerschaftsvertrages in Darmstadt eine neue Bestrah
Cannabinoide – Substanzen, die auch in der Hanfpflanze vorkommen, und die der Körper z. T. selbst produziert – gehören gegenwärtig zu den umstrittensten Wirkstoffen in der Medizin: Die einen schwören auf ihre unter anderem schmerzstillende und appetitanregende Wirkung, die anderen blicken skeptisch auf zahlreiche Nebenwirkungen wie Desorientierung und Herzrasen. Fest steht: Aussagekräftige Studien fehlen noch. “Wir haben es hier mit hochspannenden Substanzen zu tun, denn Cannabinoide sind auf jeden F
Auswirkung der Strahlung auf Gesundheit wird geprüft
Mit Hilfe von Mäusen soll der Einfluss von UMTS-Strahlen auf die Gesundheit erforscht werden. Wie Projektleiter Alexander Lerchl mitteilte, hat das Bundesamt für Strahlenschutz das Forschungsprojekt der Internationalen Universität Bremen zugeteilt. Die Ergebnisse sollen in rund zwei Jahren vorliegen.
Bevor die UMTS-Technik bisherige Handy-Netze ersetzt, sollen die gesundheitlichen Auswirkungen ihrer Strahlen abgeklärt werde
Damit Materialien wie Computergehäuse oder PVC-Bodenbeläge nicht so leicht in Brand geraten, werden sie mit so genannten Flammschutzmitteln behandelt. Manche davon ähneln in ihrer chemischen Struktur bestimmten Hormonen des Menschen und stehen darum im Verdacht, sich negativ auf den Organismus auszuwirken. Um dieses mögliche Risiko besser abschätzen zu können, fördert die Europäische Union ein europaweites Forschungsprojekt, an dem auch Toxikologen von der Uni Würzburg mitwirken.
Insgesamt
Spermienproduktion zuverlässig und reversibel unterdrückt
Ein Verhütungsmittel für Männer hat im Test mit 55 Paaren eine Erfolgsrate von 100 Prozent erzielt. Die Wissenschaftler des ANZAC Research Institute betonen, dass die Behandlung voll reversibel ist und die Männer unter keinen unerwünschten Nebenwirkungen zu leiden haben. Laut dem leitenden Wissenschaftler David Handelsman wurde mit dieser Paarstudie erstmals ein Verhütungsmittel für Männer, das die Spermienproduktion zuverläss
Lokalisierung der überaktiven Bereiche des Gehirns
Elektrische Signale der Nerven verursachen im Gehirn schwache magnetische Felder, die sich mittels Magnetencephalographie (MEG) messen lassen. Inwieweit diese Methode das direkte Messen elektrischer Nervenaktivität in der Diagnose und Behandlung von Epilepsie ergänzen kann, wurde nun im Rahmen eines Projekts des Wissenschaftsfonds FWF untersucht.
Die Lokalisierung der überaktiven Bereiche des Gehirns ist für die Behandlung
Bei Verdacht auf Prostatakrebs gilt der sogenannte PSA-Test als wichtigstes diagnostisches Hilfsmittel zur Entdeckung bzw. zum Ausschluß von Tumoren. Der Test mißt die Konzentration eines Proteins, des sog. prostata- spezifischen Antigens, PSA, im Blut. Leider wird dieses Protein nicht nur bei bösartigen, sondern auch bei gutartigen Veränderungen der Drüse vermehrt gebildet. Genauer wird die Abschätzung des Krebsrisikos, wenn zusätzlich zum Gesamt-PSA noch Formen des sogenannten freien PSA (fPSA) mit
Heidelberger Wissenschaftler identifizieren Protein, das Blutplättchen aktiviert und dadurch Thrombosen hervorruft / Veröffentlichung in “Nature Medicine”
Wissenschaftler am Pharmakologischen Institut der Universität Heidelberg unter der Leitung von Prof. Dr. Stefan Offermanns haben ein Protein namens G13 identifiziert, dessen Funktion entscheidend für die Blutstillung sowie die Ausbildung von Thrombosen ist. Sie haben ihre Ergebnisse in der jüngsten Ausgabe von “Nature Medicine” (11
Unterschiede in der Gehirnaktivität nachgewiesen
Ein internationales Wissenschaftler-Team hat nachgewiesen, dass sich die Gehirnaktivität von gesunden Menschen deutlich von Patienten mit behandlungsresistenter klinischer Depression unterscheidet. Das Team um Tonmoy Sharma vom Clinical Neuroscience Research Centre untersuchte erstmals die Reaktionen im Gehirn auf positive und negative Stimmungen. Anomalien in bestimmten Gehirnregionen werden mit Depressionen in Verbindung gebracht. De
Medizinische Universitätsklinik beginnt Studie zur Behandlung von Multiplem Myelom / Testsubstanz ähnelt dem Contergan-Wirkstoff Thalidomid
Ein neues Medikament gegen das Multiple Myelom (Plasmoyztom) wird erstmals in Nordamerika und Europa an Patienten in einer sogenannten Phase-III-Studie getestet. Als erste Klinik in Europa erhielt die Medizinische Universitätsklinik Heidelberg die Zertifizierung zum Studienbeginn. Die klinische Studie, an der Patienten teilnehmen können, die an e
In Trauben und Paprika der Supermarkt-Ketten hat das Greenpeace-EinkaufsNetz bei einer Nachkontrolle erneut Besorgnis erregende Pestizid-Cocktails gefunden. Sieben Wochen nach den ersten Messungen der Greenpeace-Verbraucherorganisation erreichen oder überschreiten 20 Prozent der untersuchten Paprika und 25 Prozent der Trauben die gesetzlichen Grenzwerte. Die insgesamt 54 Stichproben wurden im ganzen Bundesgebiet von Ende August bis Mitte September genommen. Die Paprika-Proben der großen Hand
Ein neues Therapieverfahren, das von Forschern der Klinik für Tumorbiologie in Freiburg entwickelt wurde, verspricht die Nebenwirkungen der Chemotherapie zu verringern.
Grundlage ist das bekannte Krebsmedikament Doxorubicin, das unter anderem zur Behandlung von Brust- und Prostatakrebs eingesetzt wird. Es wurde von dem Team um Dr. Felix Kratz in der klinischen Forschungsabteilung von Prof. Clemens Unger so verändert, dass es eine deutlich verbesserte tumorhemmende Wirksamkeit aufwei
Der synthetische Wirkstoff CT-3 hilft Menschen mit chronischen Nervenschmerzen und führt nicht zu psychischen Begleiterscheinungen – dies ist das Ergebnis einer Studie, die heute im renommierten Journal of the American Medical Association (JAMA 2003; 290 (13): 1757-1762) veröffentlicht wird.
Die Autoren sind Privatdozent Dr. Matthias Karst, Abteilung Anästhesiologie, und Professor Dr. Udo Schneider, Abteilung Klinische Psychiatrie und Psychotherapie der Medizinischen Hochschule Hanno
Eine Mutation macht die Mäuse von Professor Wolfgang Wurst zu wahren Draufgängern: Sie klettern mutig durch offene Röhren und erkunden hellerleuchtete Käfigbereiche, während ängstlichere Artgenossen schummrige Beleuchtung und sichere Deckung bevorzugen. Ihre Besonderheit: In bestimmten Regionen ihres Gehirns ist der Rezeptor für das Neuropeptid CRH (Corticotropin-freisetzendes Hormon) ausgeschaltet. Wurst gelang es, gemeinsam mit Kollegen des von ihm geleiteten GSF-Instituts für Entwicklungsgenetik s
Verringerung der Magensäure beeinträchtigt Verdauung
Indigestionsmedikamente können Lebensmittelallergien auslösen. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie von Wissenschaftlern der Universität Wien gekommen. Sie führten Tests mit 300 Personen durch. Jene, die Tabletten gegen Verdauungsstörungen einnahmen, litten deutlich häufiger an durch Ernährung ausgelösten Allergien. Es wird angenommen, dass diese Medikamente die Verdauung negativ beeinflussen.
Die Wissenschaftler um Erika