Einem internationalen Ärzte-Team unter Leitung von Ärzten des Universitätsklinikums Essen gelang es erstmals in Europa, einen Patienten mit der Bor-Neutroneneinfangtherapie zu behandeln. Dabei ging es um die Verringerung von Hirnmetastasen des schwarzen Hautkrebses. Die Behandlung erfolgte am Forschungsreaktor der Europäischen Kommission in Petten (Niederlande). Die Vorbereitungen am Universitätsklinikum in Essen trugen im Wesentlichen Strahlenklinik und Hautklinik.
Die Bor-Neutroneneinfang
Bislang hat sich die Epilepsie-Forschung vor allem auf die Übertragung der Nervenzell-Signale an den so genannten Synapsen konzentriert. Neue Beobachtungen von Medizinern aus den USA, Frankreich und der Universität Bonn sprechen jedoch dafür, dass bei der “Fallsucht” auch die Signalverarbeitung in den Nervenzellen (Neuronen) verändert ist: Normalerweise dämpfen bestimmte Ionenkanäle die neuronale Aktivität. Bei epilepsiekranken Ratten ist diese Signal-Bremse jedoch gestört: Sie verfügen über viel wen
Wissenschaftlern der Kliniken für Anästhesiologie der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg (Direktor: Prof. Dr. Jürgen Schüttler) und der Technischen Universität München (Direktor: Prof. Dr. Eberhard Kochs) ist es weltweit erstmals gelungen, über eine große räumliche Distanz eine automatisierte Narkose für einen chirurgischen Eingriff zu kontrollieren und aufrechtzuerhalten.
Durchgeführt wurde die Narkose für einen großen Baucheingriff im Klinikum rechts der Isar. Dort wurden d
Zahlreiche Änderungen und Neuaufnahmen – Cadmium als krebserzeugend für den Menschen bewertet
Die Senatskommission zur Prüfung gesundheitsschädlicher Arbeitsstoffe der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) hat die MAK- und BAT-Werte-Liste 2004 vorgelegt und dem Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit übergeben. Sie enthält Vorschläge für MAK-Werte, das heißt die höchstzulässige Konzentration eines Arbeitsstoffes als Gas, Dampf oder Aerosol in der Luft am Arbeitsplatz, die nach gegen
Ernährungswissenschaftler der Universität Jena starten ein neues BMBF-gefördertes InnoRegio-Projekt
Dass man sich gesund ernähren soll, um Krankheiten vorzubeugen, ist eine Binsenweisheit. Aber es geht auch andersherum. Wenn man bereits krank ist, kann man durch den Verzehr bestimmter Nahrungsmittel den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen, die Heilung fördern oder zumindest Schadensbegrenzung betreiben. Diesen Ansatz verfolgen Ernährungswissenschaftler der Friedrich-Schiller-Unive
In enger Kooperation zwischen Wissenschaftlern des Robert Koch-Instituts in Berlin und des Max-Planck-Instituts für Evolutionäre Anthropologie in Leipzig wurde erstmals Milzbrand als Todesursache bei wildlebenden Schimpansen im tropischen Regenwald nachgewiesen. “Dies zeigt erneut, dass im Regenwald ein bisher unbekanntes Potenzial an Krankheitserregern vorhanden ist, das auch für den Menschen bedrohlich werden kann, und daher wissenschaftlich untersucht werden muss”, sagt Reinhard Kurth, Präsident d
Omega-3 Fettsäuren hemmen die Blutgerinnung
Der Genuss von Fisch kann das Risiko eines abnormalen Herzschlags reduzieren, haben Forscher um Dariush Mozaffarian an der Harvard Medical School in Boston herausgefunden. Menschen, die ein- bis viermal pro Woche “guten” öligen Fisch essen, reduzierten das Phänomen des Vorhofflimmerns um fast ein Drittel.
Vorhofflimmern ist ein abnormaler Herzrhythmus, bei dem die oberen zwei Kammern des Herzens schneller als normal schlagen. Das
Parvoviren töten bösartige Hirntumorzellen ab / Tönnis-Forschungsstipendium an Heidelberger Neurochirurgen zur Weiterentwicklung neuer Therapiestrategien beim Glioblastom verliehen
Die Erfolgschancen der Behandlung sind minimal: Weder Operation noch Chemotherapie oder Bestrahlung können das rapide Wachstum des sehr bösartigen Glioblastoms, eines Hirntumors, an dem jährlich rund 2.000 Menschen in Deutschland erkranken, verhindern. Deshalb werden mit Nachdruck neue Therapiestrategien
Grazer Forscher entwickeln Muttermal-Screening mit hoher Trefferquote
Ein Experten-Team der Medizinischen Universität Graz hat ein Verfahren mit digitaler Bildverarbeitung für eine vereinfachte Früherkennung von Hautkrebs (Melanomen) entwickelt. In einer automatischen Analyse können bösartige Fälle mittels Computer von gutartigen unterschieden werden. Damit steht Patienten erstmals ein Verfahren zur Verfügung, das auf einer objektiven Wertung der Beurteilungen “gutartig” und “bösarti
Bis auf die Kinoleinwand schaffte es das Medikament Germanin. Der Grund für diese Popularität: 1916 entdeckt, setzen Ärzte den Wirkstoff seit den 20er Jahren erfolgreich gegen die in Afrika weit verbreitete Schlafkrankheit ein, eine durch Parasiten verursachte Erkrankung, die bis dahin zum Tod führte. Die Entdeckung von Germanin war ein solcher Durchbruch, dass es den Stoff für einen gleichnamigen Film lieferte.
Heute unter der Bezeichnung Suramin bekannt, hat sich das Medikament inzwischen
Sonnenschutzmittel mit Nebenwirkungen?
Sommerzeit Sonnenzeit: Die wärmenden Strahlen locken Tausende in die Natur, in die Berge, an die Strände. Aber für ein Sonnenbad ohne Reue ist die Haut unbedingt vor übermässiger Strahlung zu schützen: Sonnenschutzmittel sind ein Muss.
Viele dieser Produkte enthalten chemische UV-Filter. Diese organischen Substanzen absorbieren Licht im Bereich der UVA- und UVB-Strahlung und schützen so die Haut. Doch einige dieser gängigen UV-Filte
Wirkstoff blockiert die Aktivierung bestimmter Enzyme
Das Medikament Germanin – heute unter dem Namen “Suramin” bekannt – könnte eine Renaissance erleben. Eine Arbeitsgruppe um Sören Eichhorst und Alexander Gerbes an der Medizinischen Klinik II des Klinikums München hat möglicherweise ein neues Einsatzgebiet für den Wirkstoff gefunden: akutes fulminantes Leberversagen, eine meist tödlich verlaufende Leberfunktionsstörung, die durch Medikamente, Pilzvergiftungen oder Infektionen mit
Massenspektrometer misst Gewichtsunterschiede von Proteinen
Forscher vom US National Cancer Institute (NCI)haben einen Test entwickelt, der mit 100-prozeniger Sicherheit Eierstockkrebs erkennen kann. Das berichtet die Gesellschaft für Endokrinologie in Großbritannien.
Die Studie beschreibt den Gebrauch eines hochauflösenden Massenspektrometers, mit dem Protein-Marker in kleinen Blutproben gemessen werden können. Das Massenspektrometer kann die leichten Differenzen im Gewic
Eine Innovation aus dem BMWA-Programm “Innovationskompetenz mittelständischer Unternehmen” (PRO INNO)
Die meisten Patienten mit der chronischen Stoffwechselerkrankung Diabetes mellitus müssen ihren erhöhten Blutzuckerspiegel durch die Injektion von Insulin ausgleichen, in der Regel mehrfach täglich. Sonst drohen den allein in Deutschland rund sechs Millionen Diabetikern Schlaganfall, Nierenversagen, Nervenschädigungen und Erblinden. Die regelmäßige Blutzuckermessung und die ständigen
Erste Tests mit Patienten erfolgreich verlaufen
Wissenschaftler der Ludwig Institute Oncology Unit haben einen Impfstoff entwickelt, der bei Krebspatienten einen Rückfall verhindern soll. Der Impfstoff wurde bisher an 19 Patienten getestet, nachdem bei ihnen Tumore operativ entfernt wurden. Nach zwei Jahren hatten 14 Teilnehmer keinen Rückfall erlitten. Dieses Ergebnis konnte nur bei zwei von sieben Patienten erzielt werden, die ein Blindpräparat erhielten. Für 2005 ist laut BBC ein g
Patienten mit rezidivierender-remittierender Multipler Sklerose (MS), die mit hoch dosiertem, hoch frequenten Interferon-beta-1b behandelt werden, sollten bei diesem Regimen bleiben und vermeiden, auf niedrig dosiertes, einmal wöchentlich verabreichtes Interferon-beta-1a umzusteigen, selbst bei Abwesenheit von klinischen oder MRT-bestätigten Anzeichen einer Krankheitsaktivität. Dies ist die Schlussfolgerung einer unabhängigen Studie, die in der Ausgabe von diesem Monat des “peer-reviewed” Journal of