Biowissenschaften Chemie

Biowissenschaften Chemie

Welche Rolle spielen Gel-Partikel bei der Bildung von Wolken?

MarParCloud-Kampagne vergleicht erstmals die Konzentrationen von Transparenten Exopolymerpartikeln (TEPs) im Ozean und in der Atmosphäre. Gelartige Partikel können aus den Ozeanen in die Atmosphäre übertragen werden. Sie können andererseits auch durch biologische Prozesse in der Atmosphäre gebildet werden. Das schließt ein internationales Forschungsteam aus Untersuchungen im Atlantik und Laborversuchen zu sogenannten Transparenten Exopolymerpartikeln (TEPs). Diese Partikel kommen weltweit im Wasser der Ozeane vor und wurden kürzlich auch in der Luft der Atmosphäre gefunden. Ihre Rolle bei der Wolkenbildung und damit…

Biowissenschaften Chemie

Neue Befunde zu Erinnerungsstörungen bei Epilepsie

Bei Menschen mit chronischer Epilepsie ist oft das Gedächtnis beeinträchtigt. Forschende der Universität Bonn haben nun in Mäusen einen Mechanismus gefunden, der diese Defizite erklären könnte. An der Studie war auch das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) beteiligt. Die Ergebnisse erscheinen in der Zeitschrift Brain, sind aber in einer Vorab-Version bereits online abrufbar. Vogelhäuschen daneben, der leuchtend rot gestrichene Zaun, die verklinkerte Fassade – all das signalisiert Ihnen, dass Sie richtig sind. Jeder Ort hat zahlreiche Merkmale, die ihn…

Biowissenschaften Chemie

Langes, intensives Nachleuchten

Organische Farbstoffe mit anhaltender verzögerter Fluoreszenz und Phosphoreszenz. Ein Forschungsteam aus Litauen hat organische Farbstoffe entwickelt, die unter Lichtanregung besonders lang und intensiv nachleuchten. Möglich ist das intensive Nachleuchten in den Farben rot oder grün-blau durch eine Kombination aus einer thermisch aktivierten verzögerten Fluoreszenz mit anhaltender Phosphoreszenz, wie das Team in der Zeitschrift Angewandte Chemie berichtet. Mit solchen Farbstoffen dotierte Polymere werden als organische Materialien für optoelektronische Anwendungen in der Datenverschlüsselung, Informationsspeicherung und für Sensoren gesucht. „Effizienter phosphoreszierende Materialien haben…

Biowissenschaften Chemie

Synthetische Biologie: Kommt Serotonin, geht das Licht aus

Forschenden aus Bremen, Bochum, Bonn und Hamburg ist es gelungen, den Blick auf die Wirkungsweise des wichtigen Botenstoffs Serotonin im zentralen Nervensystem maßgeblich zu schärfen. Sie entwickelten neuartige, genetisch enkodierte ‚sDarken‘-Sensoren. Diese melden mit hoher zeitlicher und räumlicher Genauigkeit, wenn der Botenstoff an einen Rezeptor bindet. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler*innen in der renommierten Fachzeitschrift „Nature Communications“. Serotonin ist ein wichtiger Botenstoff im zentralen Nervensystem. Er gehört zur Kategorie der sogenannten Neuromodulatoren und ist für die Informationsübertragung zwischen Nervenzellen im…

Biowissenschaften Chemie

Ein Gift hilft Wasserstoff produzierende Biokatalysatoren zu verstehen

In der Natur sind bestimmte Enzyme, sogenannte Hydrogenasen, in der Lage, molekularen Wasserstoff (H2) zu produzieren. Spezielle Arten dieser Biokatalysatoren, sogenannte [FeFe]-Hydrogenasen, sind äußerst effizient und daher für die biobasierte Wasserstoffherstellung von Interesse. Obwohl die Wissenschaft bereits viel über die Funktionsweise dieser Enzyme weiß, sind einige Details noch nicht vollständig geklärt. Eine Wissenslücke konnte die Arbeitsgruppe Photobiotechnologie der Ruhr-Universität Bochum um Dr. Jifu Duan und Prof. Dr. Thomas Happe schließen. Die Forschenden zeigten, dass externes Cyanid an die [FeFe]-Hydrogenasen bindet…

Biowissenschaften Chemie

Unedel und doch gediegen

Neuartiger Katalysator verhilft Zink-Luft-Batterie zu Rekord-Leistungsdichte. Der langfristige Umstieg auf erneuerbare Energien ist ohne Technologien zur Energiespeicherung undenkbar. Dazu zählen auch Batterien, in denen Elektrizität in Form von chemischer Energie zwischengespeichert wird. Wesentlich für ihre Effizienz ist die Verfügbarkeit geeigneter Katalysatoren, die die damit verbundenen Reaktionen optimiert ablaufen lassen. Dresdner Wissenschaftler*innen haben sich nun mit der Zink-Luft-Batterie einen bekannten Batterietyp genauer angesehen. Dafür haben sie einen Katalysator entwickelt, der auf Zirkonium fußt. Damit kann das bisher am häufigsten als Katalysator…

Biowissenschaften Chemie

Eine Bauanleitung für neue, von der Natur inspirierte Materialien

Materialien haben großes Potential für biomedizinische Anwendungen. Die Natur hat einige der erstaunlichsten Materialien hervorgebracht: von unseren widerstandsfähigen Knochen bis hin zu den extrem harten Silikat-basierten Hüllen der Kieselalgen. Der Wissenschaft gelingt es bisher nur sehr eingeschränkt diese Prozesse nachzustellen, obwohl vollständig biokompatible Materialien für Anwendungen in der Biomedizin oder Energiegewinnung ein großes Potential beinhalten. Ein Team um Dennis Kurzbach und Christian F. W. Becker von der Fakultät für Chemie der Universität Wien hat nun die molekulare Grundlage zur biomimetischen…

Biowissenschaften Chemie

Bei Hunger baut die Zelle um

Körperzellen verbrennen Fettreserven, wenn die Versorgung mit Nährstoffen aus der Nahrung unterbleibt. Ein Team um Prof. Volker Haucke und Dr. Wonyul Jang vom Leibniz-Forschungsinstitut für Molekulare Pharmakologie (FMP) hat nun einen bislang unbekannten Mechanismus entdeckt, wie dieser „Hungerstoffwechsel“ in Gang kommt – und was ihn hemmen kann. Die Ergebnisse wurden im angesehenen internationalen Fachblatt Science veröffentlicht. Damit unser Körper funktioniert, brauchen Zellen Energie – und zwar zu jeder Zeit. In Hunger-Phasen, während derer keine Nährstoffe aufgenommen werden, muss sich der…

Biowissenschaften Chemie

Dirigenten im Molekül

LIKAT vereinfacht Methode, die vorzeitigem Abbau von Arzneistoffen im Körper vorbeugt. Was Menschen zu sich nehmen, wird vom Organismus im Stoffwechsel biochemisch zerlegt: wertvolle Stoffe werden verdaut, weniger essentielle verworfen und ausgeschieden. Bei Medikamenten beginnt dieser Abbau zuweilen, noch bevor sie ihre heilende Wirkung voll entfalten können. Chemiker versuchen das zu verhindern, indem sie im Arznei-Molekül Atome des Wasserstoffs (H) durch Deuterium (D), ein Isotop des Wasserstoffs, ersetzen. Wie sich dieser Isotopenaustausch einfacher, ressourcenschonender und kostengünstiger als bisher durchführen lässt,…

Biowissenschaften Chemie

Aufbau des Zellskeletts

Molekulare Wirkmechanismen zentraler Signalgeber aufgeklärt. Krankheitserreger nutzen das Zytoskelett für ihre Zwecke – die neuen Erkenntnisse liefern mögliche Ansatzpunkte für künftige Therapien. Salmonellen, Shigellen, Listerien und viele weitere Krankheitserreger machen sich das Proteinskelett unserer Körperzellen zunutze, um die Zellen zu infizieren und sich weiterzuverbreiten. Wie wird der Aufbau des Zellskeletts genau gesteuert? Die Antwort auf diese Frage liefert neue Möglichkeiten im Kampf gegen Erreger von Infektionskrankheiten. Ein internationales Forschungsteam unter Beteiligung von HZI-Wissenschaftler:innen hat die molekularen Mechanismen eines für den…

Biowissenschaften Chemie

Was Mikroorganismen auf dem Mars zum Überleben bräuchten

Noch wurde auf dem Mars kein Leben nachgewiesen, doch es ist spannend zu erforschen, unter welchen Umständen es möglich wäre. Ein Team unter Leitung der Technischen Universität Berlin (TU Berlin) mit dem Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) hat die zellulären Prozesse untersucht, welche die Anpassung von Mikroorganismen an Perchlorate regulieren. Könnten Mikroorganismen ihre Stressreaktion auf dieses Salz, das in einigen Wüsten und auf dem Mars vorkommt, genetisch anpassen, wäre ihr Überleben auf dem roten Planeten wahrscheinlich möglich. Leben, wie…

Biowissenschaften Chemie

Naturstoffe gegen Grippeviren

Wirkstoffe aus der Natur könnten künftig dazu beitragen, die Ausbreitung von Grippeviren zu hemmen. Bei einer Infektion mit Grippeviren sind bislang in den meisten Ländern, zu denen auch Deutschland zählt, nur zwei Klassen von Medikamenten zugelassen. Wissenschaftler*innen des Fraunhofer-Instituts für Molekularbiologie und Angewandte Oekologie IME in Gießen sowie des hessischen LOEWE-Zentrums für Translationale Biodiversitätsgenomik (LOEWE-TBG) sehen großes therapeutisches Potenzial in Naturstoffen, um zukünftig Influenzaviren zu hemmen, und geben dazu in einem Fachartikel neue Impulse. Fieber, Husten, Halsschmerzen und allgemeines Unwohlsein…

Biowissenschaften Chemie

Protein in Schwarzarbeit macht Krankenhauskeim erst gefährlich

HZI-Forschungsteam findet möglichen Ansatzpunkt für neue Therapien bei Infektionen mit Pseudomonas aeruginosa. Das Bakterium Pseudomonas aeruginosa ist ein weit verbreiteter gefährlicher Krankenhauskeim. Er befällt Atemwege und Lunge und ist von Natur aus gegen zahlreiche Antibiotika resistent. Um künftig besser gegen ihn vorgehen zu können, wird zum Beispiel nach sogenannten Pathoblockern gesucht. Dabei steht nicht wie bei einer antibiotischen Behandlung das Abtöten des Erregers im Fokus, sondern das gezielte Ausschalten oder Abschwächen seiner krankmachenden Wirkung. Bei einer Infektion mit Pseudomonas aeruginosa…

Biowissenschaften Chemie

Die Rolle der Flechten und Moose im Klimawandel

Ein internationales Forschungsteam unter Leitung des Fachbereichs Biologie der Universität Hamburg hat untersucht, welche Auswirkungen der Klimawandel auf Nicht-vaskuläre Vegetation (Moose, Flechten) und ihre Funktionen in Ökosystemen weltweit haben könnte. Basierend darauf haben die Forschenden ein Konzept entwickelt, in dem die nächsten wichtigen Schritte für das Forschungsgebiet vorgeschlagen werden. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift „New Phytologist“ publiziert. Die sogenannten Nicht-vaskulären Photoautotrophen (NVP), darunter Moose, Flechten, terrestrische Algen und Cyanobakterien, sind Organismen, die ihre Energie aus Licht beziehen, denen aber…

Biowissenschaften Chemie

DNAzyme gegen Viren – innovative antivirale Strategien

Ein interdisziplinäres Team wird in den kommenden drei Jahren auf sogenannten DNAzymen basierende Ansätze zur Bekämpfung von Viren erforschen. Das Verbundprojekt von Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU), Universitätsklinikum Düsseldorf (UKD) und Universität zu Köln (UzK) war in der Förderinitiative „Innovative Ansätze in der antiviralen Wirkstoffentwicklung“ der VolkswagenStiftung erfolgreich. Es erhält eine Fördersumme von rund 700.000 Euro. Die Idee des Projekts „Changing the game – new DNAzyme variants for antiviral therapies“ beruht auf der Fähigkeit spezifischer DNA-Sequenzen, der „DNAzyme“, selektiv unerwünschte sogenannte RNA…

Biowissenschaften Chemie

Funktionen lebender Zellen nachahmen

Der renommierte Chemiker und Materialwissenschaftler Prof. Dr. Julian Thiele ist auf den Lehrstuhl für Organische Chemie an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg berufen worden. Prof. Julian Thiele forscht und lehrt an der Schnittstelle kleiner und großer Moleküle, deren Verarbeitung und anschließender Anwendungen in der Zellbiologie oder Biotechnologie, in der Enzyme, Zellen oder ganzen Organismen zur Herstellung chemischer Verbindungen genutzt werden.  Sein Forschungsgebiet verbinde Erkenntnisse aus der Chemie, Biologie und Prozesstechnik, so der Materialforscher. Die Kombination dieser Disziplinen mache es beispielsweise möglich, biologische…

Rückmeldung