Biowissenschaften Chemie

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Darmbakterien können dem Darm schaden

Forschende der Universitätsmedizin Mainz untersuchen Rolle des Mikrobioms bei der Entstehung von Darmerkrankungen. Ein Forschungsteam des Centrums für Thrombose und Hämostase (CTH) der Universitätsmedizin Mainz hat erstmals gezeigt, dass Darmbakterien die sogenannte Darmbarriere schwächen können. Dabei hemmen sie den sogenannten Hedgehog-Signalweg. Dieser ist maßgeblich dafür verantwortlich, dass sich eine funktionierende Darmbarriere bildet. Die Darmbarriere steuert die Nährstoffaufnahme und verhindert, dass schädigende Substanzen aufgenommen werden. Ist sie gestört, können chronisch-entzündliche Darmerkrankungen und Darmkrebs entstehen. Die in der Zeitschrift Nature Metabolism veröffentlichten…

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Muskeln aus dem Labor

Mit einer neuen Methode lassen sich auf sichere Weise grosse Mengen an Muskel-​Stammzellen in Zellkultur gewinnen. Das ist eine Verheissung für Patient:innen mit Muskelerkrankungen. Und für alle, die gerne Fleisch essen, aber keine Tiere töten möchten. ETH-​Professor Ori Bar-​Nur und sein Team züchten im Labor Muskelzellen. In diesem Fall sind das solche von Mäusen, doch sie interessieren sich auch für menschliche Zellen oder solche von Rindern. Bei beiden locken vielversprechende Anwendungen: Im Labor kultiviertes menschliches Muskelgewebe könnte in der Chirurgie…

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Neuer Blattschwanzgecko in Madagaskar entdeckt

Ganz schön lappig: Ein internationales Forscherteam um den SNSB-Zoologen Frank Glaw hat einen bizarren Blattschwanzgecko aus dem Norden Madagaskars neu beschrieben und ihm nun einen wissen-schaftlichen Namen gegeben: Uroplatus garamaso. Die Forschungsergebnisse wurden am 15. August 2023 in der Fachzeitschrift Salamandra veröffentlicht. Blattschwanzgeckos sind Meister der Tarnung und sehen meist sehr eigentümlich aus. Einige Arten haben Hautlappen um ihren Körper und den Kopf sowie einen abgeflachten Schwanz. Tagsüber ruhen sie mit ausgebreiteten Hautlappen mit dem Kopf nach unten auf Baumstämmen…

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Essenzielles Protein SMNDC1 mittels Inhibitors erstmals spezifisch regulierbar

Das Gen SMNDC1 kontrolliert wichtige Funktionen im menschlichen Körper, und steht in Zusammenhang mit Erkrankungen wie Diabetes oder auch Krebs. Am CeMM in Wien konnten Wissenschaftler:innen das Protein erstmals genauestens im Zellkern lokalisieren und einen Inhibitor identifizieren, der die Erschließung von SMNDC1 zu therapeutischen Zwecken möglich macht. Die Studie erschien in Nature Communications. Das Protein SMNDC1 gilt als essenzielles Gen im menschlichen Körper. Es ist in nahezu jeder Zelle vorhanden. Vorangegangene Studien der Forschungsgruppe von Principal Investigator Stefan Kubicek am…

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Grünes Methanol für Schifffahrt und Industrie

10,4 Millionen Euro für „Leuna100“-Projekt. Ein Konsortium aus zwei Fraunhofer-Instituten, DBI-Gastechnologisches Institut Freiberg, TU Berlin und C1 schreibt Industriegeschichte am Standort Leuna. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr über die nächsten drei Jahre gefördert. Das Berliner Climate-Tech-Start-up C1 gibt heute mit seinen Partnern Fraunhofer-Institut für Windenergiesysteme IWES, Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT, DBI-Gastechnologisches Institut gGmbH Freiberg sowie der Technischen Universität Berlin den Start des Projekts „Leuna100” bekannt. Ziel ist die marktreife und skalierbare Herstellung grünen…

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Wie sich Bakterien für eine nachhaltige Kunststoffproduktion „zähmen“ lassen

Forschungsteam der Universität Gießen entwickelt neues System zur maßgeschneiderten Kontrolle der Genexpression. Viele Bakterien haben ein großes Potenzial für die Biotechnologie, zum Beispiel bei der Produktion von Biokunststoffen oder anderen industriell nutzbaren Materialien. Doch es ist oft schwierig, die Wildtypen dieser biotechnologisch interessanten Bakterien zu „zähmen“, also sie dazu zu bringen, die gewünschte Substanz zu produzieren. Der Schlüssel zur Zähmung von Bakterien liegt in der Kontrolle ihrer Genexpression, insbesondere derjenigen Gene, die für die Produktion und den Abbau der gewünschten…

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Programmierbare DNA-Hydrogele

… für fortschrittliche Zellkulturen und personalisierte Medizin. Das Team um Dr. Elisha Krieg am Leibniz-Institut für Polymerforschung Dresden hat eine dynamische DNA-vernetzte Matrix (DyNAtrix) entwickelt, indem es klassische synthetische Polymere mit programmierbaren DNA-Vernetzern kombiniert. Die hochspezifische und vorhersagbare Bindung der DNA verleiht den Materialien eine unvergleichliche Kontrolle über wichtige mechanische Eigenschaften. Die am 7. August in Nature Nanotechnology veröffentlichten Ergebnisse sind von hoher Relevanz für In-vitro-Zellkulturmaterialien für die biologische Forschung. Die In-vitro-Kultur von biologischen Zellen ist für die biologische Forschung…

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Bakterien bringen Eisen zum Rosten

Anaerobes „Rosten“ von Eisen durch Bakterien mit stromleitenden Pili Eisen rostet nicht nur durch Kontakt mit Sauerstoff und Wasser. Bestimmte Bakterien können Eisen auch anaerob, also unter Sauerstoffausschluss zersetzen. Das Sedimentbakterium Geobacter bedient sich dafür elektrisch leitender Proteinfäden, hat nun ein Forschungsteam herausgefunden. Das oxidierte Eisen verstärkt die Korrosion dann durch positive Rückkopplung weiter, heißt es in der Studie, die in der Zeitschrift Angewandte Chemie veröffentlicht wurde. Bakterielle Biofilme sind Ursache für die sogenannte mikrobiell induzierte Korrosion, einen gefürchteten Metallfraß,…

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Erstmals genaue Daten zu dynamischen Molekülaggregaten in Zellen

Mithilfe einer neu entwickelten Mikroskopiemethode konnten Forschende aus Freiburg und Cambridge erstmals kleine, dynamische Molekülaggregate in lebenden Zellen quantifizieren, die eine wichtige Rolle bei der Signalverarbeitung spielen Spezielle Molekülansammlungen in Zellen, sogenannte Kondensate, regulieren lebenswichtige biochemische Prozesse. Aufgrund technischer Limitationen hat sich die Forschung bisher auf große Kondensate aus mehreren Tausend Molekülen beschränkt. Wissenschaftler*innen der Universität Freiburg sowie der University of Cambridge/Großbritannien haben eine Analysemethode entwickelt, mit der sich auch kleine und dynamische Molekülaggregate quantifizieren lassen. In Zellen laufen viele…

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Chrom ersetzt seltene und teure Edelmetalle

Wenn Bildschirme leuchten oder Solarenergie in Brennstoffe fliesst, stecken oft teure Edelmetalle dahinter. Chemikerinnen und Chemikern der Universität Basel ist es gelungen, diese seltenen Elemente mit einem deutlich kostengünstigeren Metallelement zu ersetzen. Die Eigenschaften der neuen Materialien kommen denjenigen der bisher verwendeten sehr nahe. Chrom ist im Alltag vom Chromstahl aus der Küche oder vom verchromten Motorrad bekannt. Vielleicht könnte es bald auch im Bildschirm des allgegenwärtigen Mobiltelefons stecken oder bei der Umwandlung von Solarenergie mithelfen: Forschende um Prof. Dr….

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Molekularer Tauschhandel unter Wasser

Korallen und Anemonen gehen Symbiosen mit Algen ein und tauschen Nährstoffe mit ihnen aus. Eine neue Studie zeigt, wie diese Partnerschaft auf zellulärer Ebene reguliert wird. Nicht immer heißt es in der Natur „Fressen oder gefressen werden“. Es kann auch von Vorteil sein, wenn sich unterschiedliche Arten zusammentun und ihre Fähigkeiten vereinen. Nesseltiere wie Korallen oder Anemonen haben bereits vor 250 Millionen Jahren solche biologischen Kooperationen mit Algen aus der Gruppe der Dinoflagellaten gestartet. Dank dieser Symbiosen können sie gemeinsam…

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Erste DIN für photokatalytische Synthese

Chemikerin am LIKAT definierte Standards für lichtgetriebene CO2-Reduktion. Unter maßgeblicher Beteiligung einer Chemikerin am Rostocker Leibniz-Institut für Katalyse, LIKAT, entstand das erste Standardisierungdokument für eine photokatalytische Synthese. Mit der Bezeichnung „DIN SPEC 91 457“ hält die Spezifikation konkrete Richtlinien für eine sogenannte CO2-Reduktion fest, das ist eine Reaktion, in der mittels Katalyse aus CO2 und Wasser (H2O) wichtige Grundstoffe für die chemische Industrie entstehen. „Diese Richtlinien stärken unsere weltweiten Bemühungen, das Klimagas Kohlendioxid als Synthese-Rohstoff nutzbar zu machen“, sagt Chemikerin…

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Forschungserfolg zu Cytomegalovirus-Infektion

Forschende der Universitätsmedizin Mainz erzielen Studienerfolg mit neuentwickelten Impfstoff Wissenschaftler:innen des Instituts für Virologie der Universitätsmedizin Mainz haben einen Forschungserfolg erzielt, der später insbesondere bei Transplantationen relevant werden könnte. In vorklinischen Studien gelang es ihnen, einen Impfstoff gegen das Cytomegalovirus (CMV) zu entwickeln. Sofern sich der auf nicht-infektiösen Partikeln basierende Impfstoff auch in der nächsten Forschungsstufe bewährt, könnte er das Komplikationsrisiko bei Transplantationen reduzieren. Dieser Forschungserfolg wurde auch durch die Förderung der Wilhelm-Sander-Stiftung ermöglicht. Wissenschaftler:innen des Instituts für Virologie der…

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Forscher „filmen“ neuartigen Katalysator bei der Arbeit

An der Universität Bonn entwickeltes Katalyse-Prinzip ist kostengünstig, nachhaltig und effektiv. Ein neuartiges Katalyse-Prinzip ermöglicht chemische Reaktionen, die bisher kaum realisierbar waren. Die an der Universität Bonn entwickelte Methode ist zudem umweltfreundlich und benötigt keine seltenen und wertvollen Metalle. Die Forscher haben in einer Art High-Speed-Film den genauen Ablauf der Katalyse festgehalten. Sie nutzten dazu spezielle Laser, mit denen sich Abläufe sichtbar machen lassen, die nur Bruchteile einer Milliardstel Sekunde dauern. Die Resultate erlauben es ihnen, den Katalysator weiter zu…

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Aufeinander abgestimmt

Wie Stoffwechsel und Signalwege gemeinsam das Zellwachstum optimieren. Körpereigenes Stoffwechselprodukt hemmt direkt die Aktivität von mTORC1. Zellen nutzen eine Vielzahl von Stoffwechselwegen, um Bausteine für Wachstum und Vermehrung zu bilden. Für ein ausgewogenes Wachstum müssen diese biosynthetischen Prozesse eng aufeinander abgestimmt sein. Forschende des Max-Planck-Instituts für Biologie des Alterns haben nun zusammen mit einem Team von nationalen und internationalen Kolleg:innen eine molekulare Maschinerie entdeckt. Diese Maschinerie erkennt, ob eine Zelle die Fähigkeit hat, Lipide zu bilden, und reguliert daraufhin alle…

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Wie Bakterien CO₂ aus der Atmosphäre in Bio-Kraftstoffe verwandeln

Für seine Forschung zur biologischen Kohlendioxidfixierung von Mikroorganismen erhält Dr. Jan Schuller den Forschungspreis 2023 der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM). Der Marburger Mikrobiologe untersucht Bakterien und ihre Enzymausstattung. Er klärte auf, wie enzymatische „Nano-Drähte“ eine überraschend effiziente Umsetzung von CO₂ ermöglichen. Damit legt er den Grundstein für eine künftige biotechnologische Produktion von Kohlenstoffverbindungen aus atmosphärischem CO₂. Den mit 10.000 Euro dotierten Preis für herausragende aktuelle Arbeiten auf dem Gebiet der Mikrobiologie verleiht die VAAM im Rahmen ihrer…

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