Biowissenschaften Chemie

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Fotosynthese: Wie eine molekulare Maschine zusammengebaut wird

Ein Forschungsteam hat erstmals geklärt, wie das Photosystem II aus über 100 Einzelbestandteilen entsteht. Die Umwandlung von Licht in chemische Energie durch Pflanzen und fotosynthetische Mikroorganismen ist einer der wichtigsten Prozesse in der Natur, bei dem klimaschädliches CO2 aus der Atmosphäre entfernt wird. Hierbei spielen Proteinkomplexe, die sogenannten Photosysteme, die Schlüsselrolle. Ein internationales Forschungsteam der Ruhr-Universität Bochum (RUB), der Max-Planck-Institute für Biochemie und Biophysik, des Zentrums für Synthetische Mikrobiologie (SYNMIKRO) und des Chemie Departments der Philipps Universität Marburg, der University…

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Hemmung des an der Entstehung der Alzheimer-Krankheit beteiligten Enzyms Meprin-β analysiert

Forschungsergebnisse der JGU könnten zur Entwicklung neuer Medikamente führen. Forscherinnen und Forscher der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz (JGU) und des Institute of Molecular Biology of Barcelona haben herausgefunden, wie das das Blutplasmaprotein Fetuin-B an das Enzym Meprin-β bindet, und ihre Erkenntnisse mit einem Computermodell visualisiert. Diese Ergebnisse könnten zur Entwicklung von Medikamenten gegen schwere Krankheiten wie Alzheimer oder Krebs führen. Meprin-β setzt im Menschen Proteine von Zelloberflächen frei und steuert dadurch wichtige Körperfunktionen. Allerdings kann eine Fehlregulation dieses Vorgangs die genannten Erkrankungen…

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Was Mikroroboter mit Seife zu tun haben

Total abgedreht … Ein Physikerteam der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) hat mit kleinen Mikrorobotern und Computersimulationen Grenzflächeneigenschaften untersucht, die etwa auch bei Seifen eine Rolle spielen. In der Fachzeitschrift Science Advances beschreiben sie ungewöhnliche Effekte, die ihre Roboter zeigen und die möglicherweise auch ein breites Anwendungspotenzial haben. Physik: Veröffentlichung in Science Advances Um Schmutz von der Haut zu entfernen, braucht man Seife. Die darin vorhandenen Tensidmoleküle drängen sich an die Grenzfläche zwischen Schmutz und Haut und…

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Zuverlässig messen, ob Flüssen und Seen die Luft ausgeht

Abwässer tragen große Mengen organischer Substanzen in Flüsse und Seen, die zu starkem Bakterienwachstum und Sauerstoffmangel führen. Bisherige Messverfahren können diese organische Belastung nicht genau bestimmen. Ein neues Verfahren, das von Experten des Helmholtz-Zentrums Hereon mitentwickelt wurde, soll künftig ein eindeutiges Bild vom Zustand der Gewässer liefern. Die Arbeit wurde jetzt im Fachmagazin Science Advances veröffentlicht. Wenn Abwässer aus Dörfern und Städten in Flüsse und Seen fließen, dann gelangen mit den Fäkalien große Mengen an Fetten, Eiweißen, Zuckern und anderen…

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Biologicals – die Arzneimittel der Zukunft?

Biologicals Development Center wird neues RegioWIN-Leuchtturmprojekt … Die Ministerinnen Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, MdL und Theresia Bauer, MdL sowie Minister Peter Hauk verkündeten bei der heutigen Prämierung der RegioWIN-Projekte die Förderung des Biologicals Development Centers mit dem NMI in Reutlingen und dem Werner Siemens Imaging Center (WSIC) der Universität und des Universitätsklinikums Tübingen als den verantwortlichen Projektträgern. Ziel der Partner ist es, biotechnologisch hergestellte Proteine, sogenannte Biologicals, in Kooperation mit akademischen Gruppen und Unternehmen zu konzipieren, herzustellen, zu funktionalisieren, zu testen…

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Live bei der Zellteilung zugeschaut

CAU-Forschungsteam aus der Mikrobiologie liefert neue Erkenntnisse über bakterielle Zellteilungsmechanismen am Beispiel des Modellorganismus Bacillus subtilis. Bakterien als einzellige Lebewesen vermehren sich normalerweise durch eine binäre Zellteilung, also die Vervielfältigung des gesamten einzelligen Organismus. Dies erlaubt eine besonders schnelle Vervielfältigung, wie die von Krankheitserregern bekannte exponentielle Vermehrung, und erfordert die Auftrennung und Verteilung von zwei identischen Kopien des bakteriellen Erbguts. Eine wichtige Rolle bei der Zellteilung spielt für eine Bakterienzelle dabei die Position, an der sie sich teilt und dabei…

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Zelluläre Immuntherapien effizienter und sicherer produzieren

Immunzellen, die außerhalb des Körpers mit therapeutisch wichtigen Genen ausgestattet werden, gelten als vielversprechender neuer Behandlungsansatz in der Onkologie. Doch die bisherigen auf Viren basierenden Herstellungsverfahren sind teuer und zeitaufwändig. Wissenschaftler im Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) haben eine neuartige, nicht auf Viren basierende Genfähre entwickelt, um therapeutische Gene in Immunzellen einzuschleusen. Mit dieser Genfähre ausgestattete therapeutische T-Zellen konnten am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg Krebs effizienter bekämpfen als mit der herkömmlichen Methode hergestellte Zelltherapien. Wie lassen sich Tumoren immunologisch bekämpfen,…

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Großgerät für Kryo-Elektronenmikroskopie

3 Millionen Euro für Spitzenforschung an der Uni Osnabrück. Um Strukturbestimmungen an Proteinen auch an der Universität Osnabrück durchführen zu können, hat der Fachbereich Biologie/Chemie rund drei Millionen Euro für die Beschaffung eines hochmodernen Elektronenmikroskops eingeworben. Bei diesem Gerät werden biologische Proben blitzartig auf minus 196 Grad Celsius heruntergekühlt und dann bei über hundertausendfacher Vergrößerung betrachtet. Diese Methode der sogenannten Kryo-Elektronenmikroskopie bietet einzigartige Vorteile und wurde 2017 mit dem Nobelpreis gewürdigt. „Dass wir nun ein solches Mikroskop nach Osnabrück holen…

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Ruhig Blut: Was Blutgefäße in Schach hält

Blutgefäße sind in ihrem Inneren von einer hauchdünnen Zellschicht ausgekleidet: das Endothel stellt eine entscheidende Barriere zwischen Blut und umliegenden Gewebe dar. Der einlagige Zellverband fördert den Austausch von Sauerstoff und Nährstoffen, verhindert aber gleichzeitig den unkontrollierten Austritt von Blutbestandteilen. Nur bei erhöhtem Stoffwechselbedarf des Gewebes, etwa bei Wachstum, Wundheilung oder auch wenn ein Tumor entsteht, geben Endothelzellen diesen stabilen Zellverband auf, um sich zu teilen und neue Blutgefäße zu bilden. Die Signale, die dieses Aktivwerden auslösen, sind gut untersucht….

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Von Äpfeln und Ölkürbissen: Neues aus der Mikrobiomforschung

Wie sehr die Zusammensetzung des Mikrobioms von Äpfeln und Ölkürbissen von der Geographie des Standortes abhängt und welche Erkenntnisse sich daraus für Züchtung, Gesundheit und Haltbarkeit der Früchte ableiten lassen, zeigen zwei aktuelle Publikationen von Forschenden der TU Graz. Als Mikrobiom bezeichnen wir die Gemeinschaft von Mikroorganismen, die in oder auf allen Organismen existieren, darunter Bakterien und Pilze. Ein Team des Instituts für Umweltbiotechnologie der TU Graz rund um Institutsleiterin Gabriele Berg hat nun in zwei voneinander unabhängigen Studien die…

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Bauchspeicheldrüsenkrebs: Die zwei Gesichter von RINT1

Protein reguliert Überlebensdauer bei Tumorpatienten … Fünf Jahre nach der Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs ist nur noch weniger als jeder zehnte Betroffene am Leben. Jetzt haben Forschende der Ulmer Universitätsmedizin einen Zusammenhang zwischen der Überlebensdauer dieser Patientinnen und Patienten und dem zellulären RINT1-Level hergestellt: So verlangsamt ein Herunterregulieren dieses Proteins das Tumorwachstum. Ein tieferes Verständnis, wie RINT1 Krebszellen beeinflusst, könnte in Zukunft zu neuen therapeutischen Ansätzen führen. Der aktuelle Fachbeitrag ist in “Cancer Research” erschienen. Bauchspeicheldrüsenkrebs hat eine überaus schlechte Prognose: Fünf…

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Zellbasiertes Verfahren für die Neubildung von Myelin

Direkte Reprogrammierung von Perizyten in Oligodendrozytenvorläufern als mögliche Grundlage für zellbasierte Therapiestrategie. Für die korrekte und schnelle Weiterleitung elektrischer Signale im Gehirn ist Myelin enorm wichtig. Diese lipidreiche Membran, die die Axone umschließt, wird bei bestimmten degenerativen Nervenerkrankungen beschädigt. Meist sind das seltene Erbkrankheiten mit gravierenden Verläufen. Die Generierung von induzierten Oligodendrozytenvorläuferzellen (iOPCs) aus somatischen Fibroblasten könnte eine zellbasierte Therapiestrategie gegen Myelinerkrankungen darstellen. Die Generierung von iOPCs ist jedoch ineffizient, und die resultierenden iOPCs weisen eine begrenzte Expansions- und Differenzierungskompetenz…

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Ungewöhnliche Verbindung macht Hoffnung auf neue Katalysatoren

Festkörperchemiker der Universität Augsburg haben ein neuartiges Material synthetisiert, das ungewöhnliche Eigenschaften aufweist. Möglicherweise ebnet es den Weg zu neuen Katalysatoren für Reaktionen, die bislang nur unter hohem Energieeinsatz möglich sind, etwa zur Produktion von Düngemitteln oder zur einfachen Herstellung von Methanol. An der Studie waren auch Arbeitsgruppen der Universitäten Freiburg und Regensburg beteiligt. Sie erscheint in der renommierten Zeitschrift Angewandte Chemie, ist aber bereits online abrufbar. Die neuartige Festkörperverbindung stammt aus der Substanzklasse der Borosulfate. Bei ihnen geht ein…

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Multidimensionaler Blick auf das Coronavirus

Covid-19: Analyse von Protein-Interaktionen als Weg zu neuen Wirkstoffen … Was genau geschieht, wenn das Coronavirus SARS-CoV-2 eine Zelle infiziert? Im Fachmagazin „Nature“ zeichnet ein Team der Technischen Universität München (TUM) und des Max-Planck-Instituts für Biochemie ein besonders genaues Bild. Erstmals wurde die Interaktion zwischen Virus und Zelle auf fünf Ebenen parallel dokumentiert. Dieses Wissen hilft, das Virus besser zu verstehen und Ansatzpunkte für neue Medikamente zu finden. Gelangt ein Virus in eine Zelle, beginnt ein Wechselspiel zwischen Eiweißmolekülen des…

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Warum gibt es Superspreader?

Wissenschaftler entschlüsseln in Gewebezüchtungen das Entstehen und Platzen ansteckender Aerosole. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Bereichen Physik, Biomedizin und Verfahrenstechnik der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg sind dabei, mittels Gewebezüchtungen und künstlich hergestellter und mit Viren bepackter Schwebepartikel die Entstehung und Verbreitung von ansteckenden Luftbläschen in unserer Atemluft, so genannter Aerosole, zu entschlüsseln. Ziel des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft DFG mit fast 900.000 Euro geförderten interdisziplinären Projektes ist es, herauszufinden, warum es das Phänomen so genannter „Superspreader“ gibt. Das Forscherteam geht den Fragen…

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Europaweites Forschungsnetzwerk zu Tiergiften

JLU-Insektenforscher an European Venom Network beteiligt… Tiergifte sind in allen größeren Tiergruppen und Lebensräumen mehr als 100 Mal unabhängig voneinander entstanden. Die zum Teil sehr komplexen Gifte bestehen insbesondere aus kurzen Peptiden und Proteinen, die über mehr oder weniger ausgeklügelte Giftapparate in andere Organismen injiziert werden. In Hunderten Millionen Jahren wurde die Wirkung der Toxine im Giftcocktail zur Verteidigung oder Beutejagd angepasst. Viele agieren neurotoxisch oder als Zellgifte. Die spezifischen Aktivitäten der Toxine bergen ein enormes Potential für die angewandte…

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