Mit einem Liter Treibstoff 1.742 Kilometer

Chemnitzer Ökomobil „SAX 1“ landete beim Shell Eco-marathon in Frankreich auf Platz zwölf – Alle vier deutschen Teams präsentieren sich am 28. Mai 2006 im ZDF-Fernsehgarten

Das Team „Fortis Saxonia“ der TU Chemnitz erreichte am 21. Mai 2006 mit ihrem selbst entwickelten, mit Wasserstoff betriebenen Fahrzeug „SAX 1“ beim Shell Eco-marathon im französischen Nogaro im Rennen um das „sparsamste Fahrzeug“ der Welt Platz zwölf.

Insgesamt waren 255 Teams aus 21 Ländern angemeldet. Bereits nach dem ersten von vier Wertungsläufen hatten die Chemnitzer ihr Ziel von 1.000 Kilometern pro einem Liter Treibstoff um mehr als 400 Kilometer überboten. „Angesteckt vom Rennfieber auf dem Nogaro-Ring verbesserte das Team danach noch schnell eine Komponente am Brennstoffzellensystem, zog neue Reifen auf und erreichte mit ihrem Ökomobil im vierten Lauf eine unerwartete Reichweite von 1.742 Kilometer – und damit Platz zwölf“, berichtet der Chemnitzer Pressesprecher des Teams Rene Spandler. Nur eine Mannschaft aus Deutschland war besser als die Chemnitzer: Das Team der Fachhochschule Offenburg landete mit ihrem „Schluckspecht“ auf Platz 4 (2.614 Kilometer). Die beiden neuen Teams aus Merseburg und Offenbach erreichten gleich bei ihrer ersten Teilnahme das Ziel, landeten jedoch auf den Plätzen 134 und 136. Gewonnen haben den diesjährigen Shell Eco-marathon Studenten aus Frankreich, die mit ihrem mit Ethanol angetrieben Fahrzeug umgerechnet 2.885 Kilometer mit einem Liter Super-Benzin erreichten.

Beim Shell Eco-marathon wurden außer dem sparsamsten Fahrzeug auch besondere Leistungen in anderen Bereichen gewürdigt. Auch hier war das Chemnitzer Team „Fortis Saxonia“ mit „Sax 1“ erfolgreich. Für die Hinterradlenkung und das elektronische Gaspedal, welches vom Kompetenzzentrum für Strukturleichtbau der TU Chemnitz entwickelt wurde, erhielten sie den dritten Preis beim „Technical Innovation Award“. Noch besser wurde von den Juroren die Öffentlichkeitsarbeit des Chemnitzer Teams eingeschätzt: „Fortis Saxonia“ gewinnt beim „Communcation Award“ Platz 2. Das Chemnitzer Team freut sich über das gestiegene Interesse der Medienvertreter und hofft für den Shell Eco-marathon 2007 auf noch mehr deutsche Teams. Übrigens: Die vier deutschen Teams, die in diesem Jahr in Frankreich an den Start gingen, werden sich am 28. Mai 2006 im ZDF-Fernsehgarten im Sendezentrum Mainz präsentieren. Die Live-Sendung beginnt um 11.33 Uhr.

Stichwort: Shell Eco-marathon

„Mit einem Liter Kraftstoff die größtmögliche Entfernung zurücklegen und so wenig wie möglich Schadstoffe ausstoßen – das ist der Grundgedanke des Shell Eco-marathons“, erklärt Shell-Sprecherin Barbara Gamalski. Seit 1985 lädt Shell jedes Jahr Studenten von Universitäten und Fachhochschulen ein, ihre Ideen von zukünftiger Mobilität und verantwortungsbewusstem Umgang mit Energie umzusetzen, indem sie ein Fahrzeug konstruieren und bauen. Geschwindigkeit ist beim Shell Eco-marathon zweitrangig. „Das Team, das mit umgerechnet einem Liter Super-Benzin am weitesten kommt, gewinnt“, so Gamalski. Dabei ist es jedem Team überlassen, wie es sein Fahrzeug antreibt: Benzin, Diesel, Flüssiggas oder alternative Energien wie Wasserstoff, Bio-Kraftstoffe und Solar – alles ist erlaubt. Der Shell Eco-marathon gehört zu den wichtigsten gesellschaftlichen Aktivitäten des Ölkonzerns in Europa.

Pressekontakte:
Shell Deutschland Oil GmbH, Barbara Gamalski/Rainer Winzenried, Telefon (040) 63 24 – 52 90
TU Chemnitz, Mario Steinebach, Telefon (03 71) 5 31 – 16 58, E-Mail [email protected]
Fortis Saxonia e.V., Thomas Mäder, Telefon (03 71) 520 39 610, Handy (0177) 72 49 361

Ansprechpartner für Medien

Mario Steinebach idw

Weitere Informationen:

http://www.fortis-saxonia.de

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