In Deutschland hat jede vierte Person eine Einwanderungsgeschichte. Von diesen 21,2 Millionen Menschen sind rund drei Viertel selbst nach Deutschland zugewandert, ein weiteres Viertel wurde hierzulande geboren. Doch wie geht es dieser vielfältigen Bevölkerungsgruppe – wie zufrieden ist sie? Antworten darauf gibt der aktuelle BiB.Monitor Wohlbefinden 2025 des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB). Auf Basis des familiendemografischen Panels FReDA und weiterer Datensätze untersucht der diesjährige Monitor, wie sich die Lebenszufriedenheit von unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen nach ihrer Ein- und Auswanderungsgeschichte unterscheidet. Dies umfasst…
Feldstudie zeigt direkten Einfluss von Temperaturanstieg auf die Körpergröße. Die Körpergröße von Fledermäusen ist eng mit der Umgebungstemperatur während der Wachstumsphase der Jungtiere verknüpft. Mit Hilfe eines mehrjährigen Feldexperiments konnte ein Forschungsteam der Universität Greifswald zeigen, dass dieser Zusammenhang bei Bechsteinfledermäusen direkt von der Temperatur im Tagesquartier bestimmt wird. Mit fortschreitender Klimaerwärmung bei gleichzeitigem Rückgang der Insekten könnte sich dieser direkte Mechanismus negativ auf die Populationsentwicklung dieser Art auswirken. Die Ergebnisse der Studie sind in der renommierten Fachzeitschrift Current Biology…
… im New England Journal of Medicine. Eine internationale multizentrische Studie mit rund 2500 eingeschlossenen Patient:innen untersucht den Nutzen und die Sicherheit der optischen Kohärenztomographie (OCT) ergänzend zur Angiographie als laser-basiertes Bildgebungsverfahren für die perkutanen Koronarintervention (PCI). Prof. Dr. med. Ulf Landmesser, Klinikdirektor Kardiologie, Angiologie und Intensivmedizin und stellvertretender Ärztlicher Direktor des DHZC, gehört zu den beiden internationalen Leitern der Studie. Ihre Ergebnisse haben die Wissenschaftler:innen im New England Journal of Medicine veröffentlicht. Die koronare Herzkrankheit ist die häufigste Todesursache…
Bayreuther Tierökolog*innen erforschen erstmals die Auswirkungen auf Hummeln. Der Rückgang der Insekten bedroht weltweit viele Ökosysteme. Während die Auswirkungen von Pestiziden gut erforscht sind, fehlte es bisher an Erkenntnissen über die Folgen anderer anthropogener Schadstoffe. Tierökolog*innen der Universität Bayreuth haben jetzt erstmals die Auswirkungen von Dieselabgaspartikeln auf Hummeln untersucht. In zwei neuen Studien zeigen sie, dass diese Feinstaubpartikel den Organismus der Hummeln erheblich schädigen können, wenn sie dauerhaft über die Nahrung aufgenommen werden. Das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz…
Das Bildungsprojekt AI4Schools hat es sich zur Aufgabe gemacht, Schüler*innen und Lehrkräften den Umgang mit Künstlicher Intelligenz sowie das nötige Wissen über diese Technologie näher zu bringen. Am 14. September 2023 übernahm Bettina Stark-Watzinger, Bundesministerin für Bildung und Forschung, offiziell die Schirmherrschaft für AI4Schools. Überreicht wurde ihr die Urkunde in der Albert-Einstein-Schule in Schwalbach am Taunus. AI4Schools ist ein Projekt der Fraunhofer-Allianz Big Data und Künstliche Intelligenz, der Roberta-Initiative des Fraunhofer-Instituts für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS und des Lamarr-Instituts…
In einem neuen interdisziplinären Projekt der BTU Cottbus-Senftenberg und der TU Dresden erforschen Wissenschaftler:innen, wie es gelingt, mit neuartigen Enzymen Mikroschadstoffe in kommunalen Abwässern zu beseitigen. Arzneimittel wirken im Körper. Doch je nach Präparat werden bis zu 90 Prozent des enthaltenen Wirkstoffes unverändert wieder ausgeschieden und gelangen so ins Abwasser. Auch die unsachgemäße Entsorgung von Arzneimittelresten in Toiletten und Waschbecken führt zu Rückständen, die Kläranlagen nur zum Teil abfangen können. Die verbliebenen Wirkstoffe werden mit dem gereinigten Wasser in Gewässer…
Was Radfahrende von selbstfahrenden Fahrzeugen erwarten. Autonome Fahrzeuge werden den Straßenverkehr in Zukunft maßgeblich beeinflussen. Forschung und Entwicklung dazu konzentrierten sich hauptsächlich auf die Technologie selbst und die direkten Nutzerinnen und Nutzer. Andere Verkehrsteilnehmende stehen wenig im Fokus. Eine neue Studie von Salzburg Research und dem Kuratorium für Verkehrssicherheit gibt erstmals Einblicke in die Einstellungen und Erwartungen von Radfahrenden gegenüber selbstfahrenden Fahrzeugen. In den letzten Jahren wurden erhebliche technologische Fortschritte im Bereich des autonomen Fahrens erzielt. Autonome Fahrzeuge und insbesondere…
Interdisziplinäres Forschungsteam der Uni Magdeburg entwickelt haltbare und biokompatible Materialien für dauerhafte Implantate. Ein interdisziplinäres Forschungsteam aus Werkstoffingenieurinnen und -ingenieuren sowie Biologinnen und Medizinstudierenden der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg entwickelt neue Materialien für langlebige Implantate. Biokompatible und antibakterielle Legierungen mit speziellen biomechanischen Eigenschaften sollen künftig schädliche Wechselwirkungen der Implantate mit dem umliegenden menschlichen Gewebe und dadurch entstehende Entzündungsreaktionen beziehungsweise Infektionen verhindern. Dadurch können die Haltbarkeit und Verträglichkeit künstlicher Gelenke verlängert und der Austausch des Implantats, eine sogenannte Implantatrevision, vermieden werden. Speziell Revisionsoperationen…
– aber noch Potenzial ab Alter 63. Ältere Menschen länger im Erwerbsleben zu halten ist eine wesentliche Stellschraube, um dem Arbeitskräftemangel in Deutschland zu begegnen. Eine aktuelle Studie im renommierten Fachjournal Demography aus dem Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) in Zusammenarbeit mit dem Max-Planck-Institut für demografische Forschung (MPIDR) hat jetzt neue Berechnungen zur tatsächlich geleisteten Arbeitszeit älterer Personen vorgelegt. Das Ergebnis: In der Altersspanne zwischen 55 und 64 Jahren verbringen die Babyboomer deutlich mehr Zeit in bezahlten Jobs als dies in…
Projekt VISITKO kurzzeitig verlängert. Die Universität Koblenz arbeitet im Rahmen des Projekts VISITKO an bestmöglichen Studienbedingungen für Menschen mit Sehbeeinträchtigung. Das interdisziplinäre Projekt, das von der Stiftung Innovation in der Hochschullehre gefördert wird, ist nun verlängert worden. Das Projekt VISITKO startete im Herbst 2022 mit dem Ziel, Studierenden mit Sehbeeinträchtigung den Zugang zum Studium an der Universität Koblenz zu erleichtern. Realisiert werden soll dies mit einem technischen Hilfsmittel, das betroffene Personen mit Hilfe akustischer Informationen im Studienalltag unterstützen und navigiert….
TH Köln forscht an präziser Verschleißprognose. Werkzeuge zur Bodenbearbeitung sind auf Baustellen starken Belastungen ausgesetzt. Wie hoch die Abnutzung genau ist und wann mit einem Versagen der Maschinen zu rechnen ist, lässt sich jedoch nur schwer vorhersagen. Ein interdisziplinäres Forschungsprojekt der TH Köln will daher eine neue Methodik erarbeiten, um den Verschleiß besser abschätzen und somit reduzieren zu können. „Verschleißprognosen auf Baustellen sind eine komplexe Materie, bei der unter anderem die Bodenbeschaffenheit, die Gestaltung und das Material des Werkzeugs sowie…
Bisher gingen viele Linguisten davon aus, dass Sprachen, die von vielen Nicht-Muttersprachlern gesprochen werden, in der Regel grammatikalisch weniger komplex sind. Eine neue Studie unter der Leitung eines Forschungsteams des Leipziger Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie stellt diese Theorie nun in Frage. Die Forschenden analysierten eine Stichprobe von 1.314 Sprachen aus der ganzen Welt und kamen zu dem Ergebnis, dass weder die Größe der Sprachgemeinschaft noch der Anteil der Zweitsprachler mit einfacheren Grammatiken in Verbindung stehen. Die Sprachen der Welt unterscheiden…
Innovative elektronische Komponenten im Zeichen der Kreislaufwirtschaft: Das ist das Ergebnis eines interdisziplinären Projekts, in dem das Know-how mehrerer Fakultäten der Freien Universität Bozen zusammenfließt. In den Labors der Universität im Innovationsviertel NOI Techpark wurde eine neue nachhaltige und ökologische Technologie getestet, für die aus Obstabfällen (Äpfel, Kiwis und Trauben) hergestelltes Papier als Substrat für flexible gedruckte elektronische Bauteile verwendet wird. Mögliche Anwendungsbereiche sind Biosensoren zur Überwachung von Körperfunktionen oder die Präzisionslandwirtschaft. Der immer stärkere Einsatz elektronischer Geräte in einer…
Ein interdisziplinäres Forschungsteam aus Bochum, Duisburg und Zürich hat einen neuen Weg gefunden, modulare optische Sensoren zu bauen, die Viren und Bakterien nachweisen können. Die Forschenden nutzten dafür leuchtende Kohlenstoff-Nanoröhren mit DNA-Ankern. An die DNA-Anker lassen sich Erkennungseinheiten wie Antikörper binden, die mit bestimmten bakteriellen oder viralen Molekülen interagieren. Eine solche Interaktion verändert das Leuchten der Nanoröhren und macht es beispielsweise heller oder dunkler. Justus Metternich (links) und Sebastian Kruss (rechts) forschen an Kohlenstoff-Nanoröhren, um Biosensoren zu entwickeln. In der…
Phosphor zählt weltweit zu den am häufigsten eingesetzten Düngemitteln. Doch die natürlichen Phosphorvorkommen schrumpfen. Eine Alternative könnte Biochar darstellen, eine spezielle Pflanzenkohle, die beim Verbrennen von Biomasse entsteht. Unklar war aber bisher, wie sich die Kombination von Biochar und den weitverbreiteten Mykorrhizapilzen auf die Pflanzen auswirkt. Nun haben Forschende des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) mittels Genexpressionsanalyse gezeigt, dass die „Antwort“ von Tomatensetzlingen auf die Mykorrhizasymbiose – und damit ihre Phosphaternährung – vom Ausgangsstoff des Biochars abhängt. Die Ergebnisse sind…
In einer neuen Publikation, die heute in der Fachzeitschrift Nature Methods veröffentlicht wurde, hat ein interdisziplinäres Team von Wissenschafter:innen des Institute of Science and Technology Austria (ISTA) eine neuartige Methode zur Beobachtung der Struktur und Dynamik des Gehirns vorgestellt – in besserer Auflösung und ohne das Gewebe zu schädigen. Das menschliche Gehirn ist eines der kompliziertesten Organe, mit denen sich Wissenschafter:innen je befasst haben. Vollgepackt mit einer fast unermesslichen Menge an Informationen, ist das Gehirn mit seinem Netzwerk aus rund…
Reparaturcafés sind den meisten Menschen ein Begriff, als Orte des gemeinsamen Reparierens. Doch was passiert in einem Demokratiecafé? HM-Professor Gerald Beck und sein wissenschaftlicher Mitarbeiter Robert Jende entwickelten das Konzept im Rahmen des Forschungsprojekts RePair Democracy und initiieren aktuell ein deutschlandweites Netzwerk für Demokratie im Quartier. „Mobilität ist oft ein Thema, meist gibt es zu viel Platz für Autos und zu wenig Grün im Stadtviertel“, berichtet Robert Jende, Initiator des Netzwerks für Demokratiecafés über die Anliegen der Teilnehmenden an Demokratiecafés….