In Deutschland hat jede vierte Person eine Einwanderungsgeschichte. Von diesen 21,2 Millionen Menschen sind rund drei Viertel selbst nach Deutschland zugewandert, ein weiteres Viertel wurde hierzulande geboren. Doch wie geht es dieser vielfältigen Bevölkerungsgruppe – wie zufrieden ist sie? Antworten darauf gibt der aktuelle BiB.Monitor Wohlbefinden 2025 des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB). Auf Basis des familiendemografischen Panels FReDA und weiterer Datensätze untersucht der diesjährige Monitor, wie sich die Lebenszufriedenheit von unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen nach ihrer Ein- und Auswanderungsgeschichte unterscheidet. Dies umfasst…
Dr. Vera Schmitt arbeitet an der größten deutschsprachigen KI-Plattform zur Desinformationserkennung. Im Interview gibt sie Antworten zu aktuellen Herausforderungen. Desinformationskampagnen, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt bedrohen, nehmen weltweit rasant zu. Doch wie kann die Gesellschaft auf diese Herausforderung reagieren? Dr. Vera Schmitt und ihre Forschungsgruppe XplaiNLP am Quality and Usability Lab der TU Berlin haben darauf eine klare Antwort: Künstliche Intelligenz (KI). Mit innovativen Projekten wie VeraXtract und news-polygraph arbeiten sie an der größten deutschsprachigen KI-Plattform zur Desinformationserkennung. Um die Gruppe…
• Menschliche Einflüsse bestimmen die Überlebenswahrscheinlichkeit der europäischen Luchse insgesamt stärker als natürliche Faktoren. Die Sterblichkeitsraten von Luchsen in geschützten und in bejagten Populationen unterscheiden sich nicht signifikant.• Das zeigte ein internationales Team von Forschenden unter Leitung der Universität Freiburg, das Telemetriedaten von 681 Eurasischen Luchsen aus ganz Europa analysierte.• Zur Erhaltung der Luchspopulationen sind sichere Habitate mit möglichst geringem menschlichem Einfluss und ein besserer Schutz vor illegaler Tötung notwendig. Illegale Tötung ist die Haupttodesursache für Luchse in Europa –…
Am Beispiel von Tesla zeigen Bayreuther Forscher gemeinsam mit einem Kollegen aus Brüssel, dass Aktienkurse nicht unbedingt operativen Erfolg widerspiegeln müssen. Sie fanden heraus: Trotz beeindruckender Aktienkurssteigerungen stehen die Erfolge von Tesla im Bereich der Produktinnovation, Produktionskapazitäten und Marktexpansion nicht immer in direktem Zusammenhang mit der Kursentwicklung der Tesla-Aktien. Dies führt zu einer Diskrepanz zwischen Börsenbewertung und fundamentalen Unternehmensdaten. Prof. Dr. Stefan Ouma, Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschaftsgeografie an der Universität Bayreuth, sein Mitarbeiter Tobias Klinge und Dr. Reijer Henrikse…
Forschende der Universität Bayreuth und des Max-Planck-Instituts für Dynamik und Selbstorganisation in Göttingen haben die Bewegungsmuster einzelliger Wasserstoff-produzierender Grünalgen unter verschiedenen Lichtintensitäten untersucht. Die Ergebnisse helfen dabei, den Einsatz dieser Mikroorganismen in biotechnologischen Anwendungen wie der Erzeugung von erneuerbaren Energieträgern zu verbessern. Darüber berichtet das Team im international renommierten Fachjournal PNAS. What for? Photosynthetische Mikroorganismen nutzen Licht als Energiequelle und sind lebende Miniaturfabriken, die Sauerstoff produzieren und Kohlenstoff speichern, während sie Sonnenlicht in chemische Energie umwandeln. Neben ihrer ökologischen Bedeutung…
Am 2. Februar 2025 lag die Temperatur am Nordpol mitten im arktischen Winter über dem Gefrierpunkt. Bereits heute verändert die Erderwärmung die Arktis dramatisch. Bis zum Jahr 2100 werden die Temperaturen weltweit im Schnitt um ganze 2,7 Grad steigen, selbst wenn alle Staaten ihre zugesagten Klimaziele einhalten. Welche Folgen das hat – vom schwindenden Meereis über schmelzende Gletscher bis zu tauenden Permafrostböden – zeigen Prof. Dr. Dirk Notz vom Exzellenzcluster CLICCS an der Universität Hamburg und Prof. Dr. Julienne Stroeve…
Nervenzellen haben erstaunliche Strategien, wie sie Energie sparen können und trotzdem die wichtigsten ihrer Aufgaben erfüllen können. Forschende des Universitätsklinikums Bonn (UKB) und der Universität Bonn sowie der Universitätsmedizin Göttingen fanden heraus, dass das neuronale Energieeinsparprogramm den Ort und die Anzahl der Boten-RNA (mRNA) und Proteine bestimmt, und je nach Länge, Langlebigkeit und anderen Eigenschaften des jeweiligen Moleküls unterscheidet. Die Arbeit ist jetzt in dem Fachjournal „Nature Communications“ veröffentlicht. Die Notwendigkeit zum Energiesparen haben wir alle in den letzten Jahren…
Brustschmerzen gehören zu den häufigsten Beratungsanlässen in der hausärztlichen Praxis. Die Gründe sind äußerst vielfältig – der oft befürchtete Herzinfarkt ist eher selten die Ursache. Trotzdem ist es wichtig, sich schnell orientieren und gefährliche Verläufe ausschließen zu können. Diese Orientierung vermittelt die neue S3-Leitlinie „Brustschmerz“, die die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) als Update Ende letzten Jahres veröffentlicht hat. In der hausärztlichen Praxis gehören Brustschmerzen mit Ziehen, Brennen, Stechen im Thoraxbereich zu den häufigsten Beratungsanlässen. Mitunter kommen noch…
Personen, die Videos mit niesenden oder kranken Menschen ansehen, weisen eine gesteigerte Aktivität in Hirnregionen auf, die eine Schnittstelle zwischen Gehirn und Immunsystem darstellen und auf potenzielle Gefahren reagieren. Gleichzeitig erhöht sich die Antikörperkonzentration in ihrem Speichel. Die Erkenntnisse einer Studie von Forscherinnen des Fachbereichs Biologie der Universität Hamburg deuten darauf hin, dass ein wichtiger Teil des Immunsystems bereits antwortet, bevor ein Erreger in den Körper gelangt. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift „Brain Behavior and Immunity“ veröffentlicht. Im Laufe…
Patientinnen und Patienten, deren Nieren nur noch eingeschränkt oder sogar gar nicht mehr funktionieren, haben ein stark erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie zum Beispiel Schlaganfall oder Herzinfarkt. Eine Forschungsgruppe um PD Dr. Dalia Alansary von der Universität des Saarlandes hat nun eine weitere Ursache für diesen Zusammenhang gefunden. Dabei spielt ein spezieller Ionenkanal namens P2X7 eine wichtige Rolle. Die Arbeit wurde im Fachmagazin „Kidney International“ veröffentlicht. Wenn zum Beispiel beim Autokauf der Gebrauchtwagen auf Herz und Nieren geprüft wird und…
Histon-Deacetylase 8 wirkt der Umwandlung von sensorischen Schwann-Zellen in ihren Reparaturtyp nach einer Verletzung des peripheren Nervensystems entgegen Das periphere Nervensystem kann sich nach einer Verletzung, zum Beispiel durch einen Schnitt oder eine Prellung des Gewebes, wieder relativ gut erholen. Für diese Regeneration sind hauptsächlich die Schwann-Zellen verantwortlich – wahre Verwandlungskünstler, die sich in kürzester Zeit aktiv in Reparaturzellen umwandeln können. Allerdings verläuft die Wiederherstellung der Nerven in manchen Fällen nur unzureichend. Ein Forschungsteam an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU)…
Forschende haben rekonstruiert, was Raubsäugetiere sehen, während sie auf der Jagd sind. Sie haben entdeckt, dass sakkadische Augenbewegungen nicht dazu dienen, das Ziel auf der Netzhaut auszurichten, sondern die Bewegung der Umgebung. Dies führt dazu, dass die Umgebung während der Verfolgung des sich unberechenbar verhaltenden Beutetiers für kurze Momente nicht verschwommen erscheint. Wenn wir uns selbst nicht bewegen, können wir Objekte durch schnelle Augenbewegungen im Blick behalten. Aber welche Rolle spielen diese sogenannten Sakkaden, wenn Raubsäugetiere ihre Beute durch unübersichtliches…
Forschende wollen die Verwendung von recyclebarem thermoplastischen Polyurethan (TPU) im 3D-Druck untersuchen. TPU soll hierbei die bisher in Gitterstrukturen eingesetzten Harzmaterialien ersetzen. Der Lehrstuhl für Konstruktionslehre und CAD der Universität Bayreuth ist an dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Verbundprojekt DynLatt mit mittelständischen Unternehmen beteiligt. Durch die Industrialisierung der additiven Fertigung kommen zunehmend Produkte wie zum Beispiel Rucksackteile oder Helme auf den Markt, bei denen die konstruktiven Freiheitsgrade des 3D-Drucks genutzt werden. 3D-Druck gibt Produzenten durch die…
Nur wenige Menschen lehnen Fleischersatzprodukte grundsätzlich ab. Das zeigt eine Befragung von rund 2.100 Verbraucherinnen und Verbrauchern, die von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU), der Humboldt-Universität zu Berlin und der Georg-August-Universität Göttingen durchgeführt wurde. Entscheidend für die Akzeptanz ist weniger, dass Ersatzprodukte möglichst fleischähnlich sind, sondern dass sie deutlich weniger kosten. Bei gleichen Preisen bevorzugten die Befragten oft das tierische Produkt. Die Studie ist in der Fachzeitschrift “Proceedings of the National Academy of Sciences” (PNAS) erschienen. Der weltweit hohe Fleischkonsum, insbesondere…
Mikrolinsen auf Brillengläsern können helfen, die wachstumsbedingte Verschlechterung der Kurzsichtigkeit zu reduzieren und so mögliche Folgeerkrankungen zu verhindern. Auch für Intraokularlinsen oder kompakte Mikroskope bieten Mikrolinsen sehr vielversprechende Möglichkeiten. Mit dem Laser Swelling hat das Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS ein neues Verfahren entwickelt, das sie individuell und kostengünstig produziert. Rund 33 Prozent der Kinder und Jugendlichen über fünf Jahre sind aktuell weltweit kurzsichtig. Wissenschaftlichen Studien zufolge könnte ihr Anteil bis 2050 um rund sieben Prozentpunkte steigen….
Die Deutsche Gesellschaft für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin (DGKL) nimmt in einem Interview ihres Präsidenten, Prof. Harald Renz, Stellung zu aktuellen Diskussionen über die Einschränkung von Serum in der labormedizinischen Diagnostik. Hintergrund der Debatte Der Verein „Akkreditierte Labore in der Medizin“ (ALM) fordert den Erhalt von Serum als Alternativmaterial für die Routineversorgung und legte dazu eine Studie im Fachblatt PLOS One vor. Das offizielle Online-Magazin der Fachgesellschaft DGKL, MedLabPortal, sprach daher mit dem Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Klinische Chemie…
Die Industrie steht vor der Herausforderung, in den kommenden Jahrzehnten ihre Prozesse von fossilen auf erneuerbare Energien umzustellen. Ein wesentlicher Baustein dabei sind Hochtemperatur-Wärmepumpen: Sie können mit hoher Effizienz industrielle Prozesswärme bis ca. 200°C erzeugen. Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE untersucht hierfür verschiedene Industrieprozesse und bewertet die Eignung und Auswahl von Hochtemperatur-Wärmepumpen. Das Institut hat nun ein interaktives Onlinetool entwickelt, mit dessen Hilfe Unternehmen eine passende Wärmepumpenlösung für ihre Anwendung finden können. Das Projekt ist Teil des Leitthemas »Klimaneutrale…