Alle Neuigkeiten

Biowissenschaften Chemie

Präklinische Forschung zu Nerventumoren

Schwannome sind Tumore des peripheren Nervensystems, die u.a. im Zusammenhang mit der Erbkrankheit Neurofibromatose Typ 2 auftreten. Die Forschungsgruppe um Prof. Dr. Helen Morrison vom Leibniz-Institut für Alternsforschung – Fritz-Lipmann-Institut (FLI) in Jena konnte kürzlich einen Wirkstoff identifizieren, der das Wachstum solcher Tumore hemmt und dabei auch die Nervenfunktionen verbessert. In einem neuen Projekt führt die Gruppe mit Partnern nun eine präklinische Studie durch. Diesen Schritt in Richtung therapeutischer Anwendung fördert das BMBF mit einer Summe von 1,45 Millionen Euro…

Materialwissenschaften

Chromatografie auf neuem Level

Fraunhofer LBF entwickelt moderne Analytik für Polyolefincompounds In einem eigenen chromatografischen Team erarbeitet das Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF laufend neue Methoden zum molekularen Fingerprinting von Polyolefincompounds, die auch in der Routineanalytik eingesetzt werden können. Jüngster technologischer Fortschritt ist ein Chromatograf, den das Forscherteam in Zusammenarbeit mit der Firma PolymerChar entwickelt hat. Er ist mit jeweils einem neu entwickelten Infrarot (IR)- und UV-Detektor ausgerüstet und deckt damit das gesamte Spektrum der Schwingungsspektroskopie ab. Daraus ergeben sich vollkommen neue Perspektiven…

Geowissenschaften

Arktisches Meereis schrumpft auf zweitkleinste Sommerfläche seit Beginn der Satellitenmessungen

Verbleibende Eisdecke auf dem Arktischen Ozean ist nur noch 3,8 Millionen Quadratkilometer groß – warme Luft und warmes Meerwasser haben das Eis großflächig schmelzen lassen Bremerhaven, 17. September 2020. Die Meereisdecke des Arktischen Ozeans ist in diesem Sommer auf die zweitkleinste Fläche seit Beginn der Satellitenmessungen im Jahr 1979 geschrumpft. Mitte September betrug die verbleibende Eisfläche nur noch 3,8 Millionen Quadratkilometer. Damit liegt die aktuelle Meereisfläche etwa 0,5 Millionen km² über dem Negativrekord aus dem Jahr 2012. Damals war die…

Biowissenschaften Chemie

Molekülstrukturen detaillierter analysieren

CAU-Forschungsteam entwickelt neue NMR-Methoden zur Untersuchung von paramagnetischen molekularen Käfigen Um die Struktur von Molekülen wie zum Beispiel Proteinen zu untersuchen, nutzen die Chemie und die Strukturbiologie Methoden der sogenannten NMR-Spektroskopie (NMR= nuclear magnetic resonance, Kernspinresonanz). Die Atomkerne von Molekülen wie Wasserstoff werden hierbei mit Hochfrequenz-Impulsen in Spektrometern mit starken Magnetfeldern angeregt. Über die erzeugten Spektren lassen sich Unterschiede in den Umgebungen der Kerne feststellen und so Rückschlüsse auf die Molekülstruktur ziehen. Sogenannte diamagnetische Moleküle lassen sich mit diesen Methoden…

Physik Astronomie

Neuartiger Ansatz 
zur Speicherung von Sonnenenergie

Die Energie aus der Sonne so effizient zu nutzen und in chemische Energie umzuwandeln wie es die Natur macht, könnte den weltweiten CO2-Ausstoß drastisch verringern. Ein Forschungsteam des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien und der Universität Jena ist dieser Vision nun einen Schritt näher gekommen. Die Forschenden haben ein chemisches System entwickelt, das Lichtenergie sammelt und für mindestens 14 Stunden auf einem Molekül speichert. Damit entkoppelt ihr System photochemische Prozesse vom Tag-Nacht-Zyklus — und überwindet somit eine Hürde, die solarbetriebene Photochemie…

Geowissenschaften

Permafrostboden in Sibirien erodiert seit Jahren immer stärker

Küstenerosion im Lena-Delta trägt zum Treibhauseffekt bei Die Arktis erwärmt sich stärker als jede andere Region der Erde. Als Folge geht der viele Tausend Jahre alte Permafrostboden durch Erosion verloren. Wie AWI-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler am sibirischen Fluss Lena gemessen haben, ist das Ausmaß der Erosion beängstigend: Dort bricht das Ufer jährlich um gut 15 Meter ab. Hinzu kommt, dass der im Permafrost gespeicherte Kohlenstoff den Treibhauseffekt weiter anheizen kann. Die über viele Jahrtausende tiefgefrorenen Permafrostböden der arktischen Küsten von Kanada,…

Verfahrenstechnologie

Neues Verfahren macht Leinöl haltbarer

Leinöl gilt aufgrund seines Reichtums an lebenswichtigen und vom Körper nicht selbst produzierbaren Omega-3-Fettsäuren als sehr gesund. Das Speiseöl wird nach Anbruch aber schnell ranzig. Ein Team um den Lebensmittelanalytiker Marc Pignitter von der Fakultät für Chemie der Universität Wien präsentiert eine Methode, wie Leinöl hochwertiger und haltbarer produziert werden kann. Der in einem von der Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) geförderten Projekt entwickelte Prototyp soll nun für die Leinöl-Produktion im Großmaßstab weiterentwickelt und getestet werden. “Wir haben in Zusammenarbeit mit einem Speiseölhersteller…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Wie retten wir Europas letzte Urwälder?

Nur um 1 % müssten die Waldschutzgebiete Europas ausgeweitet werden, um die meisten verbliebenen europäischen Urwälder zu schützen. Das hat ein internationales Forscherteam unter Leitung des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv), der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) und der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) errechnet. Die in der Zeitschrift Diversity and Distribution veröffentlichte Studie erfasst erstmals europaweit die Verbreitung und den Schutzstatus der letzten weitestgehend unberührten Wälder. Sie zeigt, wo dringender Handlungsbedarf zur Erhaltung besteht und liefert wertvolle Informationen zur Umsetzung der…

Physik Astronomie

Sonnenzyklus 25 hat begonnen

Seit Dezember 2019 nimmt die Aktivität der Sonne wieder zu, wie die NASA jetzt bekannt gibt. Dies stimmt mit Vorhersagen überein, zu denen MPS-Forscher beigetragen haben. In den vergangenen anderthalb Jahren war auf der Sonne nicht viel los: Kaum ein Sonnenfleck bedeckte ihre Oberfläche, kaum eine Sonneneruption schleuderte Strahlung und Teilchen ins All. Wie Beobachtungsdaten jetzt zeigen, nimmt unser Stern seit etwa neun Monaten wieder langsam Fahrt auf. Das etwa alle elf Jahre wiederkehrende Aktivitätsminimum dürfte er bereits im Dezember…

Biowissenschaften Chemie

Ein Gen für die Massenproduktion von Antikörpern

WissenschaftlerInnen am IMBA – Institut für Molekulare Biotechnologie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften – bringen im Zuge der aktuellen COVID19 Situation neue Erkenntnisse über die Biologie und die Struktur von Antikörpern, die eine wesentliche Rolle in der körpereigenen Abwehr spielen. Das Gen JAGN1 hat dabei eine Schlüsselfunktion. Antikörper spielen in der Medizin eine fundamentale Rolle, wie derzeit bei COVID19 und der Suche nach einem Impfstoff deutlich wird. Diese winzigen Proteine werden auch Immunoglobuline genannt und sind vielseitig gegen Krankheitserreger einsetzbar….

Materialwissenschaften

Neues 3D-Drucksystem für Hybridmaterialien

Als erste österreichische Hochschule verfügt die Montanuniversität Leoben ab sofort über einen 3D-Drucker für Hybridmaterialien. Das im Inland produzierte Gerät CeraFab 7500 (Firma Lithoz GmbH) ermöglicht die Fertigung von komplexen, stabilen und hochauflösenden 3D-Objekten aus verschiedenen Werkstoffen. Gedruckt werden können unterschiedliche Keramiken ebenso wie gefüllte und ungefüllte Polymere sowie hochviskose Formulierungen generell, wodurch der Einsatz in anderen Bereichen (z.B. Metall bzw. Werkstoffkombinationen) möglich ist. Die Neuanschaffung entspringt einer Forschungskooperation der beiden Leobener Departments für Werkstoffwissenschaft und Kunststofftechnik im Bereich des…

Biowissenschaften Chemie

Verschiedene Haftmechanismen von Bakterien grundlegend verstanden

In Krankenhäusern sind multiresistente Bakterien eine ständige Bedrohung. Dort können sie zum Beispiel Türgriffe und Lichtschalter besiedeln und auf Implantaten zu schweren Infektionen führen. Ein Team der Physik der Universität des Saarlandes hat jetzt gezeigt, warum die Krankenhauskeime besonders gut an Materialien haften, von denen Wasser abperlt und besonders schlecht an Oberflächen, die von Wasser benetzt werden. Diese Forschungsergebnisse aus der experimentellen und theoretischen Physik können helfen, antibakterielle Oberflächen zu verbessern. Sie wurden im renommierten Forschungsmagazin „Nanoscale“ publiziert. Bakterien der…

Energie & Elektrotechnik

Leistung von Offshore-Windparks besser vorhersagen

Starke, kurzfristige Änderungen der Windgeschwindigkeit besser vorhersagen – das wollen Forscher des Zentrums für Windenergieforschung an der Universität Oldenburg gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft. Dazu vermessen sie Windfelder mit Laser, noch bevor der Wind den Windpark erreicht. Oldenburg. Starke Änderungen der Windgeschwindigkeit in Zeiträumen von weniger als einer halben Stunde – das sind so genannte Windrampen. Treten sie unvorhergesehen auf, dann stellen sie Stromhändler und Netzbetreiber vor Probleme: Erzeugen Anlagen in Offshore-Windparks kurzfristig deutlich mehr oder weniger Strom…

Biowissenschaften Chemie

Flüssiges Wasser bei 170 Grad Celsius

Röntgenlaser enthüllt anomale Dynamik bei ultraschnellem Erhitzen Mit dem europäischen Röntgenlaser European XFEL hat ein Forschungsteam untersucht, wie sich Wasser unter Extrembedingungen aufheizt. Dabei konnten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Wasser beobachten, das selbst bei mehr als 170 Grad Celsius noch flüssig blieb. Die Untersuchung zeigt ein anomales dynamisches Verhalten von Wasser unter diesen Bedingungen. Die Ergebnisse der Studie, die in den „Proceedings“ (PNAS) der US-Akademie der Wissenschaften veröffentlicht sind, haben grundlegende Bedeutung für die Planung und Analyse von Untersuchungen empfindlicher…

Veranstaltungsnachrichten

FPHS2020: Holz trifft auf hybriden Werkstoff, Schneemobil auf E-Bike

Die „Conference on Future Production of Hybrid Structures” (FPHS) bringt am 23. September 2020 Expertinnen und Experten aus der akademischen Forschung und der Industrie physisch und virtuell in Wolfsburg zusammen, um sich über Trends im Bereich hybrider Leichtbaustrukturen austauschen. In über 30 Vorträgen, Diskussionsforen und einem virtuellen Ausstellungsraum wird die gesamte Wertschöpfungskette hybrider Bauteile abgebildet. Zusätzlich erhalten fünf ausgewählte Start-ups in einer eigenen Session mit einem Innovationswettbewerb die Möglichkeit, ihre Ideen zu neuartigen Produktionstechnologien für den hybriden Leichtbau einem breiten…

Biowissenschaften Chemie

Grüne Chemie – Nachhaltige p-Xylol-Produktion

Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung in Potsdam haben einen grünen und nachhaltigen Ansatz für die selektive p-Xylol-Synthese entwickelt. Limonade, Saft und Mineralwasser kommen oft in PET-Flaschen daher. Diese sind zwar praktisch und zweckmäßig, ihre Herstellung ist jedoch komplex und nicht unbedingt nachhaltig. Das Ausgangsmaterial für Terephthalsäure, die zur Herstellung von gesättigten Polyestern wie PET (Polyethylenterephthalat) verwendet wird, ist p-Xylol (pXL). Dessen Herstellung basiert aber bis heute immer noch auf fossilen Rohstoffen. pXL gilt als einer der wichtigsten Bausteine…

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