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Agrar- Forstwissenschaften

Soja- oder Ackerbohne als Futtermittel?

Die derzeitige Praxis der Geflügelproduktion ist mit ethischen und ökologischen Bedenken verbunden. Die ethischen Bedenken umfassen unter anderem das Töten von männlichen Eintagsküken von Legehühnern. Ökologische Bedenken beziehen sich auf den Import großer Mengen an Sojabohnen als Futtermittel. Ein Forschungsteam der Universität Göttingen hat daher Alternativen untersucht: zum einen die Nutzung von heimischen Proteinquellen wie die Ackerbohne (auch bekannt als Feld- oder Saubohne), zum anderen die Nutzung von Zweinutzungshühnerrassen, die sowohl zum Eierlegen als auch zur Mast gehalten werden können….

Maschinenbau

Kostengünstige Greifer für die variantenreiche Fertigung

Greifer für Handhabungsaufgaben in kleinen Stückzahlen zu fertigen, ist zeitaufwändig und teuer. Ganz besonders dann, wenn sie nur kurz im Einsatz sind, weil sich das Produkt, das sie handhaben sollen, immer wieder ändert. Forscher vom Fraunhofer IPA haben nun ein Verfahren entwickelt, mit dem sich die mehrkomponentigen Greifer schnell und kostengünstig herstellen lassen. Beim Düsseldorfer Industrie- und Konsumgüterproduzenten Henkel kommen Roboter zum Einsatz, die Kunststoffflaschen aus einer Abfüllanlage entnehmen und sie ihrer weiteren Verarbeitung zuführen. Die Roboter sind mit einem…

Informationstechnologie

Ein hybrides Team: Mensch und Roboter …

… arbeiten Hand in Hand an der FHWS. Einblick in das IDEE-Forschungsprojekt „Interaktive, kollaborative Montage komplexer Bauteile“ (InKoMo) Die Mensch-Roboter-Kollaboration (MRK) in der Montage wird als Forschungsthema schon seit einigen Jahren bearbeitet. In einem von der Bayerischen Forschungsstiftung geförderten Projekt wollen die Forschenden des Instituts Digital Engineering (IDEE) an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt (FHWS) diesen Ansatz durch sogenannte Assistenzsysteme erweitern. Damit werden einerseits dem Mitarbeitenden weitere Informationen zur Verfügung gestellt, andererseits soll die Akzeptanz des „Kollegen Roboter“ gesteigert…

Energie & Elektrotechnik

Umweltfreundliche Alternative für Dieselkraftstoffe

Synthetische Kraftstoffe wie OME können CO2-Emissionen deutlich senken und zugleich die Verbrennung sauberer machen. Im Projekt NAMOSYN demonstrieren Ingenieure am Campus Straubing der TU München die Herstellung von OME als Dieselkraftstoff-Alternative mit einer neu errichteten Syntheseanlage. Der Bau der Anlage ist Teil des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Jahr 2019 gestarteten Projekts „Nachhaltige Mobilität durch synthetische Kraftstoffe“ (NAMOSYN), das von der DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V. koordiniert wird. Dem NAMOSYN-Konsortium gehören 39 Industrie- und Forschungspartner…

Biowissenschaften Chemie

Kaskaden mit Kohlenstoffdioxid

Stoffliche Nutzung von CO2 Kohlenstoffdioxid (CO2) ist nicht nur ein unerwünschtes Treibhausgas, sondern auch eine interessante Rohstoffquelle, deren Recycling wertvoll und nachhaltig sein könnte. Ein spanisches Forschungsteam stellt in der Zeitschrift Angewandte Chemie einen neuartigen katalytischen Ansatz zur Umwandlung von CO2 in wertvolle chemische Zwischenprodukte in Form zyklischer Carbonate vor. CO2 zur Reaktion zu bringen ist leider alles andere als einfach. Momentan steht hier vor allem die Umsetzung von CO2 in Methanol im Fokus, welches als alternativer Treibstoff, aber auch…

Energie & Elektrotechnik

Technikerschüler entwickeln Teleskoparm zur Inspektion von Offshore-Windkraftanlagen

Für ihre Abschlussarbeit haben sich vier Schüler der Technikerschule Maschinentechnik in Wildeshausen etwas Besonderes überlegt und gemeinsam mit dem Fraunhofer IFAM eine Teleskopstange für den Einsatz an Offshore-Windkraftanlagen am CAD-Computer konstruiert und anschließend gefertigt. Der bis zu vier Meter lange Prototyp aus Carbon ist mit einer steuerbaren Kamera an der Spitze ausgestattet, um beispielsweise Beschädigungen aufzunehmen. Somit könnten Servicetechniker auch an schwer zugänglichen Stellen Schäden erkennen und sich gleichzeitig weniger Gefahren aussetzen. Eine Erprobung des Gerätes unter realen Bedingungen durch…

Biowissenschaften Chemie

Nervenzellen sind keine Alleskönner

Winzige Unterschiede zwischen einzelnen Nervenzellen können ihr Signalverhalten dramatisch verändern, zeigt eine Studie von TU Wien und Massachusetts General Hospital / Harvard Medical School. Würde man zwei Nervenzellen derselben Sorte gegeneinander austauschen, könnten möglicherweise beide ihre Aufgaben nicht mehr erfüllen. Untersuchungen an der Netzhaut von Mäusen zeigen, dass bisherige Annahmen über Nervenzellen neu überdacht werden müssen: Kleinste Details in den anatomischen Eigenschaften können zu signifikanten Änderungen im Antwortverhalten führen. Eine Zelle, die an einer ganz bestimmten Stelle im Nerven-Netzwerk ihre…

Biowissenschaften Chemie

Auf dem Weg zum Stromtransport der Zukunft

Supraleitung in Schwefelwasserstoff Supraleitende Kabel könnten Strom verlustfrei transportieren. So müsste weniger Strom erzeugt, Kosten und Treibhausgase könnten eingespart werden. Eine aufwendige Kühlung steht dem entgegen, denn bisherige Supraleiter verlieren ihren elektrischen Widerstand erst bei extrem niedrigen Temperaturen. In der Zeitschrift Angewandte Chemie stellen Wissenschaftler jetzt neue Erkenntnisse über Schwefelwasserstoff der Zusammensetzung H3S und sein Deuterium-Analogon D3S vor, die unter Druck bereits bei −77 bzw. −107 °C supraleitend werden – eine vergleichsweise hohe Temperatur. Das gilt auch im Vergleich zu…

Innovative Produkte

Ein Bett aus Pappe

TUD-Forscher entwickeln nachhaltige Möbel für die humanitäre Hilfe. Dürren, Flucht, Seuchen: Wenn in humanitären Katstrophen Notunterkünfte oder Krankenhäuser errichtet werden, brauchen Helfer schnell eine große Anzahl von Betten. Meist kommen dabei Feldbetten aus Kunststoff und Metall zum Einsatz, die nach der Verwendung zurückgelassen werden. Das verschärft Müllprobleme, die in Katastrophenlagen ohnehin oft erheblich sind. Zudem werden die Betten nach der aufwendigen Herstellung in Fernost auf langen Logistikketten über Europa in die Einsatzgebiete geliefert. Im Projekt „AidBoards“ haben Forscher um Diplom-Ingenieur…

Biowissenschaften Chemie

Ein Katalysator zum Ein- und Ausschalten

Elektrochemische Reaktionen, die für die Zukunft der Energieversorgung eine wichtige Rolle spielen sollen, lassen sich nun durch Messungen der TU Wien und des DESY im Detail erklären. Die Elektrochemie spielt eine immer größere Rolle: Egal ob es um Brennstoffzellen, Elektrolyse oder chemische Energiespeicher geht – überall dort verwendet man chemische Reaktionen, die mit elektrischem Strom gesteuert werden. Entscheidend ist dabei, dass die Reaktionen möglichst rasch und effizient ablaufen. Ein wichtiger Schritt nach vorne gelang nun einem Team der TU Wien…

Biowissenschaften Chemie

Eine optische Täuschung gibt Einblicke ins Gehirn

Yunmin Wu erforscht, wie wir Bewegung wahrnehmen können. Inspiriert durch ein Katzenvideo, kam sie auf die elegante Idee, die Wasserfall-Illusion in winzigen Zebrafischlarven auszulösen. Im Interview erzählt die Doktorandin vom Max-Planck-Institut für Neurobiologie, wie ihr dadurch überraschende Einblicke in den neuronalen Mechanismus der Bewegungswahrnehmung möglich wurden. Worum genau geht es in deiner Forschung und warum arbeitest du mit Zebrafischen als Modellorganismus? Im Gehirn gibt es spezielle Nervenzellen, die Bewegung und deren Richtung verarbeiten. Da es sehr viele von diesen Nervenzellen…

Geowissenschaften

Globale Analyse über effektive und topographische Wassereinzugsgebiete

Forschende legen erste globale Analyse vor, wie effektive und topographische Wassereinzugsgebiet voneinander abweichen Topographisch skizzierte Wassereinzugsgebiete sind eine räumliche Einheit, die sich an den Formen der Erdoberfläche orientieren. In ihnen wird ersichtlich, wie menschliche Aktivitäten und der Klimawandel die verfügbaren Mengen an Wasser beeinflussen. Das Wissen über diese Einheiten ist grundlegend für eine nachhaltige Wasserwirtschaft. Aufgrund unterirdischer Verbindungen sammeln einige Einzugsgebiete jedoch Wasser aus Arealen jenseits ihrer topographischen Grenzen an, während andere aufgrund von unterirdischen Abflüssen effektiv viel kleiner sind…

Biowissenschaften Chemie

Strukturbiologie – Das Matrjoschka-Prinzip

Die Reifung der Ribosomen ist ein komplizierter Prozess. LMU-Wissenschaftler konnten nun zeigen, dass sich dabei die Vorläufer für die kleinere Untereinheit dieser Proteinfabriken regelrecht häuten und ein Hüllbestandteil nach dem anderen abwerfen. Es ist ein zentraler, wenn nicht der zentrale Prozess allen Lebens: die Proteinsynthese. Eiweiße haben in jedem Organismus vielfältige und unverzichtbare Aufgaben. Die molekularen Maschinen indes, die jede einzelne Zelle dafür braucht, um die Proteine nach den Bauplänen des Erbgutes zusammenzusetzen, entstehen in einem komplizierten vielstufigen Vorgang. Schließlich…

Medizin Gesundheit

Schutzimpfung gegen veränderte Proteine könnte Krebsentstehung verhindern

Krebsarten, bei denen ein Defekt der Erbgut-Reparatur vorliegt, zeichnen sich durch eine besonders hohe Zahl an Mutationen aus. Wissenschaftlern des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ), des Universitätsklinikums Heidelberg, der Universität Heidelberg und des Heidelberger Instituts für Theoretische Studien (HITS) ist es nun gelungen, bei diesen Tumoren solche Mutationen zu identifizieren, die in identischer Form bei zahlreichen Patienten übereinstimmen und die darüber hinaus zu veränderten Proteinstrukturen führen. Impfungen gegen diese veränderten Proteine könnten zukünftig die Entstehung dieser Krebsformen im Keim ersticken, wenn sie…

Physik Astronomie

Gefangenes Wasser auf Sternenstaub

Astrophysiker der Uni Jena beweisen, dass Staubpartikel im All mit Eis vermischt sind Die Materie zwischen Sternen einer Galaxie – das sogenannte interstellare Medium – besteht neben Gas vor allem aus jeder Menge Staub. Sterne und Planeten haben ihren Anfang irgendwann einmal in einer solchen Umgebung genommen. Denn die Staubpartikel können verklumpen und zu Himmelskörpern zusammenwachsen. Außerdem finden auf ihnen wichtige chemische Prozesse statt, aus denen komplexe organische – möglicherweise sogar präbiotische – Moleküle hervorgehen. Eine wichtige Voraussetzung für diese…

Biowissenschaften Chemie

Forschende entdecken einen Mechanismus, der Zellkerne zum Wachsen bringt

Es ist der wohl wichtigste Prozess in der Zellentwicklung: Um sich zu vermehren, teilen sich Zellen und vergrößern sich anschließend. Ein Forschungsteam um den Freiburger Mediziner Prof. Dr. Robert Grosse hat nun herausgefunden, dass gebündelte Aktinfasern im Inneren eines Zellkerns eine wichtige Rolle dabei spielen, wie sich dieser nach der Teilung vergrößert. Fasern des Strukturproteins Aktin stabilisieren die äußere Zellform und transportieren Stoffe innerhalb einer Zelle. Die Mechanismen, die das Wachstum des Zellkerns nach der Teilung beeinflussen, waren in der…

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