Neutronen „sehen“ Eigenspannungen im Inneren additiv gefertigter Bauteile. Der 3D-Druck eröffnet völlig neue Möglichkeiten, auch bei der Herstellung von Turbinenschaufeln. Allerdings enthalten die so gefertigten Bauteile oft Spannungen, die schlimmstenfalls zu Rissen führen können. Mit Neutronen der Forschungs-Neutronenquelle der Technischen Universität München (TUM) ist es einem Forschungsteam nun gelungen, diese inneren Spannungen zerstörungsfrei zu bestimmen – ein Schlüssel zur Verbesserung der Produktionsprozesse. Gasturbinenschaufeln müssen extremen Bedingungen standhalten: Unter hohem Druck und hohen Temperaturen sind sie enormen Fliehkräften ausgesetzt. Um die…
Senckenberg-Wissenschaftler Ralf Britz hat mit gemeinsam mit US-amerikanischen Forschern die evolutionäre Skelettentwicklung von Danionella dracula, einem winzigen, durchsichtigen Fisch untersucht. Den Fischen fehlen mehrere Knochen – unter anderem das Schädeldach – und gleichzeitig besitzen sie hochspezialisierte Kommunikationsorgane. Aufgrund dieser Eigenschaften wird Danionella gerade zu einem wichtigen Modellorganismus in der neurophysiologischen Forschung. Die Studie erscheint im Fachjournal „Developmental Dynamics“ und ziert dort das Titelbild. Was würde sich für neurophysiologische Wirbeltierforschung besser eignen, als ein Organismus, dessen Kopf durchsichtig ist und so…
Mit ihrer Forschung zu chronischen Atemwegserkrankungen gewinnt Dr. Julia Désirée Boehme den Forschungspreis für wissenschaftlichen Nachwuchs der Medizinischen Fakultät der Universität Magdeburg. Für ihr Engagement in der Wissenschaft erhält Dr. Julia Désirée Boehme den Forschungspreis für den wissenschaftlichen Nachwuchs der Medizinischen Fakultät in der Kategorie „Biomedizinische Grundlagenforschung“. Sie ist Post-Doktorandin in der Arbeitsgruppe für Infektionsimmunologie am Institut für Medizinische Mikrobiologie und Krankenhaushygiene unter der Leitung von Prof. Dunja Bruder. Dort untersucht sie, inwiefern sich Lungenentzündungen oder allergisches Asthma auf die…
Kieler Forscher drucken 3D-Blutgefäße … Gefäßchirurg Dr. Rouven Berndt und Kollegen entwickeln neuartigen 3D-Biodrucker, um feine Blutgefäße für Bypass-Implantate zu erzeugen – unterstützt durch Dr. Rusche-Projektförderung der Deutschen Stiftung für Herzforschung Ein Hoffnungsschimmer für Bypass-Patienten: Gemeinsam mit einem Wissenschaftler-Team gelang es dem Kieler Gefäßchirurgen Dr. med. Rouven Berndt den Prototypen eines neuartigen 3D-Biodruckers zu entwickeln, um feine Blutgefäße für Bypass-Implantate zu erzeugen. Der Oberarzt an der Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Kiel, erhält für sein…
Eine neue VR-Plattform ermöglicht die Darstellung riesiger Datenmengen. Dies kann unter anderem bei der Untersuchung seltener Gendefekte hilfreich sein. Netzwerke bieten eine leistungsstarke Darstellung- und Analysemöglichkeit komplexer Systeme. Je nach Größe und Komplexität des Netzwerks stoßen aber viele Visualisierungen an ihre Grenzen. Ein derartig komplexes, kaum darstellbares System bilden die Protein-Interaktionen im menschlichen Körper. Jörg Menche, Adjunct Principal Investigator am CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Professor an der Universität Wien sowie Forschungsgruppenleiter der Max Perutz…
Großflächiges 2D-Material hergestellt … Ellenbogenmentalität bei einem zweidimensionalen Material: Das hat ein internationales Team unter Federführung des Center for Nanointegration (CENIDE) der Universität Duisburg-Essen (UDE) kürzlich entdeckt: Den Physikern gelang es, Bor-Schichten entstehen zu lassen, die nur eine Atomschicht hoch sind. Störende Stufenkanten auf der Unterlage schiebt das Material dabei einfach aus dem Weg. Seine Ergebnisse veröffentlichte das Team im Fachmagazin ACS Nano. Es ist das Ziel des Teams um UDE-Prof. Michael Horn-von Hoegen, das dünnstmögliche Bor, sogenanntes Borophen, herzustellen….
TH Köln erarbeitet Systemanforderungen und Einsatzkonzept … Wenn Menschen in unbewachten Gewässern in Notlage geraten, dann können Rettungskräfte häufig nur sehr spät eingreifen. Bei Ertrinkungsunfällen bedarf es allerdings schneller Hilfemaßnahmen. Daher will die TH Köln im Rahmen des Projektes GUARDIAN nun gemeinsam mit der Nickel Holding GmbH ein modernes drohnenbasiertes Rettungssystem entwickeln. Das Institut für Rettungsingenieurwesen und Gefahrenabwehr ist dabei für die Erarbeitung der Anforderungen, das einsatztaktische Konzept und die Evaluierung des Gesamtsystems zuständig. „Ein Großteil der Ertrinkungsunfälle in Deutschland…
Mitochondrien, die Energielieferanten unserer Körperzellen, besitzen ihr eignenes Erbgut, das bei Freisetzung in das Zellinnere eine Entzündungsreaktion auslöst. Enige Herz- und neurodegenerative Krankheiten sowie der Alterungsprozess stehen im Zusammenhang mit dem mitochondrialen Erbgut. Forschende am Max-Planck-Institut für Biologie des Alterns und des Exzellenzclusters für Alternsforschung CECAD der Universität zu Köln haben die Gründe für die Freisetzung des mitochondrialen Erbguts untersucht und einen direkten Zusammenhang zum zellulären Stoffwechsel gefunden: sind die DNA-Bausteine der Zelle knapp, setzen Mitochondrien ihr Erbgut frei und…
35,9% für III-V//Silicium Solarzelle … Seit 40 Jahren betreibt das Fraunhofer ISE Spitzenforschung in der Photovoltaik, mit immer wieder neuen Rekordwirkungsgraden in unterschiedlichen Materialklassen und wichtigen Beiträgen zur Kostenreduzierung von Solarstrom, der heute die günstigste Form der Energiebereitstellung ist. Photovoltaik ist neben Windenergie die zentrale Säule der Energiewende. Mit dem Ziel, den Flächenbedarf und den Materialeinsatz von Solarmodulen noch weiter zu reduzieren, legt das Institut aktuell einen Fokus auf die Tandem-Photovoltaik, bei der durch die Verbindung unterschiedlicher Solarzellenmaterialien bisherige Effizienzgrenzen…
Ein Evolutionsbiologe der Universität Bonn holte im Nordpazifik aus über 4.000 Meter Tiefe eine neue Oktopusspezies ans Tageslicht. Die aufsehenerregende Entdeckung schlug vor einigen Jahren mediale Wellen. Nun haben Bonner Wissenschaftler die Erstbeschreibung veröffentlicht und das Tier auf den Namen “Kaiserdumbo” (Grimpoteuthis imperator) getauft. Ebenso ungewöhnlich wie der Organismus ist die Vorgehensweise der Forscher: Für die Artbeschreibung sezierten sie das seltene Lebewesen nicht, sondern nutzten stattdessen zerstörungsfreie bildgebende Verfahren. Die Ergebnisse sind nun im angesehenen Fachjournal “BMC Biology” veröffentlicht. Im…
Verborgene Strukturen offenbaren 13 Millionen Jahre Meeresbodenspreizung. Das Rote Meer ist nicht nur einer der wichtigsten Verkehrswege des modernen Welthandels. Es ist auch ein faszinierendes und in vielen Teilen bis heute rätselhaftes Untersuchungsbiet für die Geowissenschaften. Zu den umstrittenen Fragen gehören die nach seinem Alter und die, ob es ein Sonderfall der Ozeanentstehung darstellt oder sich ähnlich entwickelt wie andere, größere Ozeanbecken. Forscher*innen aus Kiel, Saudi-Arabien und Island veröffentlichen jetzt in der internationalen Fachzeitschrift Nature Communications ein neues tektonisches Modell…
Hat sich Leben nur auf der Erde gebildet oder gibt es auch anderswo im Sonnensystem und dem Weltall Lebensformen? Das ist das Terrain der Astrobiologen, für die neben dem Mars inzwischen auch die Eismonde der Gasriesen Jupiter und Saturn zu interessanten Zielen geworden sind. Warum, das erklärt Petra Rettberg in der Doku von HYPERRAUM.TV „Leben unter Eis – Astrobiologen suchen auf den Monden von Jupiter und Saturn nach Mikroorganismen“. Sie gibt Susanne Päch Auskunft über den Stand der Forschungen und…
Wissenschaftler*innen der Abteilung Theorie des Fritz-Haber-Instituts und der Technischen Universität München nutzen maschinelles Lernen bei der Suche nach geeigneten molekularen Materialien. Um mit der endlosen Vielfalt möglicher Materialien zurechtzukommen, bestimmt die Maschine selbst, welche Daten sie braucht. Wie kann man sich auf etwas vorbereiten, ohne zu wissen, was es sein wird? Wissenschaftler*innen des Berliner Fritz-Haber-Institutes und der TU München haben sich dieser geradezu philosophischen Frage im Kontext des maschinellen Lernens gewidmet. Lernen ist eigentlich nichts anderes als das Zurückgreifen auf…
Die Zukunft der Teilchenbeschleunigung hat bereits begonnen: AWAKE ist ein erfolgversprechendes Konzept für ein gänzlich neues Verfahren, mit dem sich Teilchen schon auf kurzen Strecken beschleunigen lassen. Basis dafür ist eine Plasmawelle, die Elektronen mitreißt und so auf hohe Energien bringt. In Physical Review Letters vermeldet ein vom Max-Planck-Institut für Physik (MPP) geführtes Team jetzt einen Durchbruch. Erstmals gelang es, die Produktion der Protonenpäckchen, die die Welle im Plasma aufbauen, zeitlich genau zu takten. Damit ist eine wichtige Voraussetzung erfüllt,…
Behandlungsstudie unter Heidelberger Federführung zeigt, dass intensivere, dafür kürzere Bestrahlungstherapie nach Brustkrebs-OP ebenso wirksam ist wie Standardtherapie / Ergebnisse sind im International Journal of Radiation Oncology • Biology • Physics erschienen Nach der Brustkrebs-OP wird in der Regel zusätzlich zur Bestrahlung der gesamten Brust die unmittelbare Umgebung des entfernten Tumors gesondert intensiv bestrahlt. Diese „Boost“-Bestrahlung muss allerdings nicht zwangsläufig – wie bisher empfohlen – im Anschluss an die mehrwöchige Bestrahlung stattfinden. Sie ist ebenso wirksam, wenn sie simultan in ein…
time4you mit Checklisten und Web-Sessions zum Thema Basiswissen KI und Lernbots. Die time4you GmbH erläutert in ihren Web-Sessions regelmäßig die Hintergründe zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Unternehmen und Weiterbildungsbereich. Eines zeigt sich schon jetzt: Analytics, Adaptivität und Digitale Assistenten sind in modernen Lernumgebungen unverzichtbar. In den Web-Sessions von time4you erfahren die Teilnehmer, wie sie mit KI-gestützten Assistenten und Conversational Learning das arbeitsplatznahe Lernen gestalten und ihr Wissen auf den neuesten Stand bringen. Für alle, die sich in die Thematik…