Alle Neuigkeiten

Medizin Gesundheit

Krebsmedikament schürt Hoffnung für schwere COVID-19-Fälle

Wer so schwer an COVID-19 erkrankt ist, dass ein Lungenversagen auftritt, könnte durch Verabreichung des Krebsmedikaments Ruxolitinib länger überleben – das ergibt sich aus einer Studie, in der sich Ruxolitinib als vielversprechender Kandidat für weitergehende klinische Studien erwiesen hat, wie jetzt ein Team aus Kassel und Marburg in der Fachzeitschrift „Leukemia“ berichtet. Auch wenn das grassierende Coronavirus SARS-CoV-2 bei den meisten Patientinnen und Patienten nur milde Atembeschwerden hervorruft, so verläuft die COVID-19-Erkrankung doch bei etwa fünf Prozent der Betroffenen so…

Materialwissenschaften

Unordnung lässt Monoschichten anders leuchten

Unterwegs in der Hügellandschaft: Mischungen mehrerer Elemente erhöhen die Unordnung in hauchdünnen Halbleitern, wobei sich deren optisch-elektrische Eigenschaften verändern. Das hat eine Forschungsgruppe aus der Physik herausgefunden, indem sie Halbleiter mittels Photolumineszenz untersuchten. Das Team um Professor Dr. Martin Koch von der Philipps-Universität Marburg berichtet über seine Ergebnisse in der Fachzeitschrift „Advanced Energy Materials“. Das Legieren von Halbleitern wird häufig verwendet, um die gewünschten Materialeigenschaften für Geräteanwendungen zu erhalten. „Dies ermöglicht eine breite Palette von möglichen Anwendungen in der Nanoelektronik…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Altreifen erneuern statt entsorgen

DBU-Projekt zu nachhaltigem Umgang mit Rohstoffen. In Deutschland fallen jährlich etwa 570.000 Tonnen Altreifen an, die größtenteils verbrannt oder zu Gummigranulaten und Gummimehl verarbeitet werden. Das kostet jedoch viel Energie und Material. Eine Alternative gibt es bereits: Runderneuerung macht alte Reifen wieder fit, wird aber nur selten genutzt. Das Netzwerk Allianz Zukunft Reifen (AZuR) will mit wissenschaftlichen Fakten für mehr Klarheit sorgen, das Image der Altreifen verbessern und Lösungen für einen nachhaltigeren Umgang mit ihnen finden. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt…

Biowissenschaften Chemie

Corona-Forschung: Auf das richtige Modellsystem kommt es an!

Forschende aus Braunschweig identifizieren drei neue Zelllinien für die SARS-CoV-2-Forschung. Ein internationales Team rund um Dr. Claudia Pommerenke und Dr. Cord Uphoff vom Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH hat drei Zelllinien identifiziert, die sich als Modellsystem zur Erforschung des Coronavirus SARS-CoV-2 eignen. Ihre Ergebnisse publizierten die Forschenden im renommierten Fachjournal PLOS ONE (https://doi.org/10.1371/journal.pone.0255622). Doktor Pommerenke ist in der Abteilung Bioinformatik und Datenbanken und Dr. Uphoff in der Abteilung Menschliche und Tierische Zellkulturen der DSMZ tätig. Zelllinien werden…

Das Konzept von Wendelstein 7-X bewährt sich

Teil der Optimierungsstrategie experimentell bestätigt / Energieverluste des Plasmas gesenkt. Eines der wichtigsten Optimierungsziele, die der Fusionsanlage Wendelstein 7-X im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Greifswald zugrunde liegen, wurde jetzt bestätigt. Eine Analyse von Wissenschaftlern des IPP in der Fachzeitschrift „Nature“ zeigt: In dem optimierten Magnetfeldkäfig sind die Energieverluste des Plasmas in gewünschter Weise reduziert. Wendelstein 7-X soll beweisen, dass die Nachteile früherer Stellaratoren überwindbar und Anlagen vom Typ Stellarator kraftwerkstauglich sind. Der optimierte Stellarator Wendelstein 7-X, der vor fünf…

Energie & Elektrotechnik

Rekordverdächtige Lithium-Metall-Batterie

Eine extrem hohe Energiedichte von 560 Wattstunden pro Kilogramm bei bemerkenswert guter Stabilität bietet eine neuartige Lithium-Metall-Batterie. Dafür haben Forschende am vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) in Kooperation mit der Universität Ulm gegründeten Helmholtz-Institut Ulm (HIU) eine vielversprechende Kombination aus Kathode und Elektrolyt eingesetzt: Die nickelreiche Kathode erlaubt, viel Energie pro Masse zu speichern, der ionische Flüssigelektrolyt sorgt dafür, dass die Kapazität über viele Ladezyklen weitestgehend erhalten bleibt. Über die rekordverdächtige Lithium-Metall-Batterie berichtet das Team im Magazin Joule (DOI:…

Kommunikation Medien

Wenn das Gehör sich täuscht

An der Hochschule Offenburg haben Prof. Dr. Andreas Schaad und einige Studierende jetzt in einem Projekt aufgezeigt, wie leicht sich „echte“ Stimmen mittlerweile künstlich erzeugen lassen. Dass Bilder oder Videos manipuliert werden können, davon haben die meisten wohl schon einmal gehört. Die Bandbreite dabei reicht von wegretuschierten Fettpölsterchen oder Falten über reinmontierte Menschen oder Motive bis hin zum Austausch von Gesichtern und Mimik bei Personen. Doch was noch nicht so bekannt ist: Mittlerweile lassen sich auch „echte“ Stimmen künstlich erzeugen….

Physik Astronomie

“Atomarer Walzer” zur Atom-Manipulation durch Modellierung entdeckt

Forscher*innen an der Fakultät für Physik der Universität Wien in Zusammenarbeit mit Kolleg*innen vom Oak Ridge National Laboratory in den USA haben einen zerstörungsfreien Mechanismus zur Manipulation von Dotieratomen in Silizium mittels fokussierter Elektronenbestrahlung entdeckt. In diesem neuartigen indirekten Austauschprozess sind nicht nur ein, sondern zwei benachbarte Siliziumatome an einem koordinierten atomaren “Walzer” beteiligt, der einen Weg zur Herstellung von Festkörper-Qubits eröffnen könnte. Die Ergebnisse erscheinen im Journal of Physical Chemistry. Die Konstruktion von Materialien auf atomarer Ebene ist ein…

Anatomie einer Erdbebenserie

Studie zu Erdbeben nach Injektion von Gas in ehemaliges Ölfeld: Die Seismizität in der Castor-Gaslagerstätte vor der Küste Ostspaniens wurde durch Porendruckdiffusion und das Versagen vorgespannter Bereiche auf einer geologischen Störung in geringer Tiefe kontrolliert. Ein internationales Team unter der Leitung von Wissenschaftlern des Helmholtz-Zentrums Potsdam Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ hat in Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen spanischer, italienischer und US-amerikanischer Institutionen eine neue wissenschaftliche Arbeit zur induzierten Seismizität in Europa in der Zeitschrift Nature Communications veröffentlicht. Die Studie konzentriert sich…

Geowissenschaften

Wie das Mittelmeer dem hohen Norden einheizt

Studie zeigt klimatische Zusammenhänge. Warmes Wasser, das vom Mittelmeer in den Atlantik strömt, könnte einen bedeutenden aber bisher übersehenen Anteil an der Erwärmung im nordatlantischen Raum haben. Zu diesem Schluss kommt ein Forschungsteam um Dr. Stefanie Kaboth-Bahr von der Universität Potsdam herausgefunden, dessen Studie nun in der Zeitschrift „Communications Earth & Environment“ erschienen ist. Die hohen nördlichen Breiten sind eine der empfindlichsten Regionen der Erde hinsichtlich der Auswirkungen der globalen Erwärmung, die durch anthropogene Treibhausgasemissionen verursacht wird. Tatsächlich sind das…

Medizin Gesundheit

Lungenschäden bei COVID-19-Erkrankungen verstehen

Modell als Grundlage neuer therapeutischer Ansätze. Forschende der Charité – Universitätsmedizin Berlin, des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) und der Freien Universität Berlin haben die zellulären Mechanismen zu Beginn einer entzündlichen Lungenschädigung, ausgelöst durch eine SARS-CoV-2-Infektion, im Detail untersucht. Verantwortlich für Schäden, die eine Beatmung notwendig machen, ist demnach nicht eine direkte Zerstörung der Lunge durch die Vermehrung des Virus. Vielmehr sind entzündliche Prozesse und das Endothel der Lunge maßgeblich an schweren Verläufen beteiligt, wie jetzt im…

Agrar- Forstwissenschaften

Maisanbau nachhaltiger gestalten

Projekt NEffMais nimmt Stickstoffversorgung von Mais in den Fokus. Die Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe (FNR) fördert das Projekt „Sensor- und modellgestützte Quantifizierung von N-Bedarf und N-Angebot zur Steigerung der N-Effizienz im Maisanbau (NEffMais)“ mit 1,2 Millionen Euro. Die Projektkoordination unterliegt der Abteilung Acker- und Pflanzenbau der Agrar- und Ernährungswissenschaftlichen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) und wird von Professor Henning Kage geleitet. Der Praxis eine bessere Abschätzung des Stickstoffbedarfes von Mais und des Stickstoffangebotes im Boden an die Hand geben…

Biowissenschaften Chemie

Neuer Therapieansatz für chronisch-entzündliche Darmerkrankungen?

FAU-Forschungsteam: Botenstoff schützt Zellen im Darm. Warum Menschen an chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) wie der Colitis ulcerosa erkranken, ist nur bruchstückhaft verstanden. Man weiß jedoch, dass die Bakterien der Darmflora und eine Fehlsteuerung des Immunsystems eine wichtige Rolle spielen. Bei CED-Erkrankten sterben vermehrt Zellen in der Darmwand, die sogenannten Epithelzellen, ab. Daraufhin gelangen Bakterien aus dem Inneren des Darms in die geschädigte Darmwand, die dort Entzündungen hervorrufen. Diese Entzündungen wiederum führen zu einem weiteren Absterben von Epithelzellen. Die Darmbarriere, die Barriere…

Biowissenschaften Chemie

Wiener Forscher finden eine mögliche Achillesferse des Coronavirus

– die Neutralisierung der SARS-CoV-2-Zuckerhülle. Ein Team unter der Leitung von Forschern des Wiener IMBA (Institut für Molekulare Biotechnologie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften) hat möglicherweise die Achillesferse des Coronavirus gefunden: Zwei zuckerbindende Proteine behindern SARS-CoV-2-Varianten am Eindringen. Die Ergebnisse, die das Potenzial für variantenübergreifende Therapien haben, wurden jetzt im renommierten EMBO Journal veröffentlicht. Bei der Bekämpfung der Pandemie wird intensiv nach Möglichkeiten zur Eindämmung der Ausbreitung von SARS-CoV-2 geforscht. In diesem Zusammenhang ist das Spike (S)-Protein von besonderem Interesse,…

Biowissenschaften Chemie

Bootsbau in der Leber

Dresdner Forscher entdecken Mikrostrukturen in Leberzellen, die zur Früherkennung von Krankheiten beitragen könnten. Die Leber ist unser größtes Stoffwechselorgan, das für die Entgiftung und Verdauung wichtig ist. Sie produziert Galle, eine Verdauungsflüssigkeit, die in den Darm geleitet wird. Für den Transport der Galle bilden die Leberzellen ein Netz winziger Röhrchen (Gallenkanälchen), die für die Funktion des Organs unverzichtbar sind. Forscherinnen und Forscher des Max-Planck-Instituts für molekulare Zellbiologie und Genetik (MPI-CBG) in Dresden haben nun herausgefunden, dass Leberzellen aus Membran bestehende…

Biowissenschaften Chemie

Kontakte zwischen den Zellen steuern die Leberregeneration

Forscher aus Dresden und Cambridge entdecken einen Zelltyp, der die Leberregeneration durch Berührung steuert. Seit Aristoteles ist bekannt, dass die menschliche Leber die größte Regenerationsfähigkeit aller Organe des Körpers besitzt und selbst nach einer Amputation von 70 % nachwachsen kann. Dadurch sind Transplantationen durch Leberspender möglich. Obwohl sich die Leber nach einer Verletzung vollständig regeneriert, sind die Mechanismen, die regeln, wie der Regenerationsprozess aktiviert oder gestoppt wird noch unbekannt. Forscherinnen und Forscher des Max-Planck-Instituts für molekulare Zellbiologie und Genetik (MPI-CBG)…

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