Alle Neuigkeiten

Studien Analysen

COVID-19-Modellrechnungen: Genesene bleiben lange geschützt

Durch neue Daten, die zwischen Menschen mit unterschiedlichem Impfstatus unterscheiden, können Simulationsmodelle deutlich verbessert werden – und bringen wichtige neue Ergebnisse. Bereits seit Beginn der Corona-Pandemie arbeitet das Team rund um Niki Popper (TU Wien / dexhelpp) daran, ihre Simulationsmodelle laufend zu verbessern. Seit Juli stehen nun in Österreich wichtige neue Daten zur Verfügung: Die Inzidenzzahlen werden aufgeschlüsselt nach Impfstatus bekannt gegeben (doppelt geimpft, einfach geimpft oder ungeimpft) und beinhalten auch Informationen über Reinfektionen. Das bedeutet für die Computersimulationen einen wichtigen…

Informationstechnologie

Wie Drohnen die Landwirtschaft der Zukunft nachhaltiger machen

Drei Fragen an den Wirtschaftsinformatiker Ingolf Römer vom Projekt EXPRESS. Er steuert Drohnen über Weinberge und Obstplantagen und testet Lösungen für die Landwirtschaft der Zukunft: Ingolf Römer ist Wirtschaftsinformatiker an der Universität Leipzig und Projektmanager im Projekt EXPRESS. Der IT-Experte und das Team des Experimentierfelds EXPRESS erproben gemeinsam mit mitteldeutschen Landwirt:innen digitale Technologien für einen nachhaltigen und effizienten Pflanzenbau. Die Mitteldeutschen Digitaltage im Wein- und Obstbau am 22. und 23. September 2021 in Meißen ermöglichen allen Interessierten einen Einblick in…

Unternehmensmeldungen

Leistungsfähige Hörgeräte dank modernster Innovationen

Glücklicherweise sind die Tage, in denen Menschen ihrer Schwerhörigkeit ausgeliefert waren, längst vorüber. Durch zahlreiche Innovationen in den letzten Jahrzehnten haben sich die Geräte zur Verbesserung des Hörvermögens stark weiterentwickelt, sodass inzwischen nicht nur die Funktionen erstaunlich gut sind, sondern auch der Tragekomfort und das Aussehen der Geräte. Die Geschichte der Hörgerätetechnik Schon vor tausenden von Jahren versuchten die Menschen durch den Einsatz verschiedenster Hilfsmittel das Hörvermögen zu verbessern. Dabei wurde beispielsweise die Hand oder ein Horn zur Bündelung der…

Materialwissenschaften

Vibroakustische Metamaterialien reduzieren Strukturschwingungen in Trägerraketen-Komponenten

In der Raumfahrtindustrie wird jedes Bauteil gründlich optimiert, um einen wirtschaftlich günstigen Betrieb zu gewährleisten. Zukünftige Trägerraketen-Konzepte werden noch leichter und zuverlässiger sein. Damit diese ehrgeizigen Anforderungen erreicht werden, ist die Entwicklung neuer Materialien und multifunktionaler Strukturen sowie innovativer Fertigungstechnologien unerlässlich. Im Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF wurde die Umsetzung der vibroakustischen Metamaterialien-Technologie für eine zylindrische Leichtbaustruktur aus Verbundwerkstoff untersucht. Diese stellt die Oberstufe einer konzeptionellen Ariane 6-Trägerrakete dar. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben konzeptionelle und numerische Entwurfsstrategien entwickelt…

Medizintechnik

Antibiotikapegel erstmals über den Atem messbar

Freiburger Forschende erproben Biosensor für personalisierte Dosierung von Medikamenten Antibiotikasensor für Blut, Speichel-, Urin- und Atemproben im Tiermodell validiert Auch Risiko resistenter Bakterienstämme kann verringert werden Ein Team von Ingenieur*innen und Biotechnolog*innen der Universität Freiburg weist zu erstem Mal in Säugetieren nach, dass sich in Atemproben die Konzentration von Antibiotika im Körper bestimmen lässt. Die Atemmessungen entsprachen dem Antibiotikagehalt im Blut. Der Biosensor des Teams – ein sogenannter Multiplex-Chip für die gleichzeitige Messung von mehreren Messproben und Teststoffen – soll…

Biowissenschaften Chemie

Beweglich wie ein Arm

Forschungsteam der Universität Rostock entschlüsselt die Beweglichkeit von Skorpionsschwänzen. Dem Forschungsteam um PD Dr. Christian Wirkner und Alice Günther von der Universität Rostock ist es mit Hilfe von Mikro-Computer-Tomographie und 3D-Druck-Technologie erstmals gelungen, das Arbeitsprinzip der Gelenke von Skorpionsschwänzen zu entschlüsseln. Die zwar simpel gebauten, aber technisch außergewöhnlichen Gelenke der Skorpionsschwänze wurden bis dato weder in der Technik noch in der Biologie beschrieben. In einem jüngst in der renommierten Fachzeitschrift „Journal of the Royal Society Interface“ erschienen Artikel haben die…

Informationstechnologie

Intelligentes Assistenzsystem soll Anlagen effizienter machen

Neues DFG-Forschungsprojekt entwickelt digitalen Zwilling für Prozessanlagen. Die DFG hat fünf neue Forschungsprojekte ausgewählt, die in den kommenden drei Jahren mit insgesamt 4,5 Millionen Euro gefördert werden. Eines davon ist das Projekt TwinGuide des Fraunhofer IFF in Magdeburg, der TU Hamburg sowie des Anwendungspartners Pergande Gruppe. Die Forschungspartner wollen einen digitalen Zwilling entwickeln, der Zustände von Prozessanlagen zuverlässig vorhersagt, um die Anlagen effizienter zu betreiben und Schäden frühzeitig zu verhindern. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und die Fraunhofer-Gesellschaft fördern erneut trilaterale…

Agrar- Forstwissenschaften

Bestäubungsleistungen in der Landwirtschaft stärker in den Fokus

Der globale Rückgang von Bestäubern gefährdet die Vermehrung von weltweit 90 Prozent aller Wildpflanzen sowie den Ertrag von 85 Prozent der wichtigsten Nutzpflanzen. Bestäuber tragen zu 35 Prozent der weltweiten Nahrungsproduktion bei. Diese Leistung der Bestäuber ist besonders wichtig, um die Ernährung der weltweit mehr als zwei Milliarden Kleinbäuerinnen und Kleinbauern abzusichern. Ein Agrarökologe der Universität Göttingen weist darauf hin, dass deren Ertrag erhöht werden könnte, wenn Bestäuber gefördert würden. Der Beitrag ist in der Fachzeitschrift One Earth erschienen. Aktuelle…

Medizintechnik

Künstliche Intelligenz hilft bei der Leukämie-Diagnose

Forschende der Uni Bonn zeigen, wie Maschinelles Lernen die Auswertung von Blutanalysedaten verbessert. Ob eine Krebserkrankungen des Lymphsystems vorliegt, stellt sich durch eine Analyse von Proben aus dem Blut oder Knochenmark heraus. Ein Team um Prof. Dr. Peter Krawitz von der Universität Bonn hatte bereits 2020 gezeigt, dass Künstliche Intelligenz bei der Diagnose solcher Lymphome und Leukämien helfen kann. Die Technologie schöpft das Potenzial aller Messwerte voll aus und steigert die Geschwindigkeit sowie die Objektivität der Analysen. Die Methode wurde…

Kommunikation Medien

TV-Doku: Maschine mit Gefühl

Können Computer künftig nicht nur Gefühle empfinden, sondern auch Bewusstsein entwickeln? Ist also Leben in der Datenwelt möglich – oder bleiben diese Entitäten auch mit neuesten Technologien wie neuromorphen Computern und Quantencomputern dauerhaft nur eine Simulation? Die Antworten auf solche Fragen werden quer durch die Wissenschaften kontrovers diskutiert, wie Karsten Wendland in der HYPERRAUM.TV-Sendung „Maschine mit Gefühl – Neuromorphe Computer, digitale Gefühlswelten und die Frage nach dem Bewusstsein“ berichtet.  Im Rahmen eines vom BMFT geförderten Projektes führte Wendland zu diesem…

Biowissenschaften Chemie

Wie das Stutzen des Zytoskeletts die Zelle bewegt

Unsere Zellen zeichnen sich durch Stabilität aus und sind dennoch hoch flexibel. Sie können ihre Form verändern und sich sogar im Gewebe bewegen. Die dafür benötigten Kräfte entstehen durch ein dynamisches Netzwerk aus verzweigten Aktinfilamenten, dem Zytoskelett. Ein interdisziplinäres Team um Peter Bieling und Stefan Raunser vom Max-Planck-Institut für molekulare Physiologie (MPI) in Dortmund hat nun einen bisher unbekannten Mechanismus aufgedeckt, der erklärt, wie das Kappen von alten Aktinfilamenten das Wachstum neuer Filamente fördert. So werden die Struktur und die…

Maschinenbau

Meilenstein in der Energiewende

Wissenschaftler:innen der TU Dresden bauen einzigartigen Energiespeicher. In Boxberg/O.L. ist ein Rotationskinetischer Speicher (RKS) in Erstbetrieb gegangen, dessen Speicherkapazität seinesgleichen sucht. Nicht nur groß, sondern auch zukunftsorientiert ist die Entwicklung der Stiftungsprofessur für Baumaschinen der TU Dresden: Sie eignet sich, anders als andere Speicherlösungen, trotz ihres großen Speichervermögens für den dezentralen Einsatz in Windparks. Mit diesem Demonstrator erfolgte ein bedeutender Schritt dieser Technologie in Richtung Marktreife. Umgesetzt wurde das ambitionierte BMWi-Projekt mit sächsischen Projektpartnern aus den Bereichen Maschinenbau, Anlagenbau, Hydraulik,…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Forschung zu Gesundheitsauswirkungen von Ultra-Feinstaub

An der Universität Rostock wurde ein neues interdisziplinäres, von der Europäischen Union (EU) gefördertes Forschungsprojekt zu den Gesundheitsauswirkungen von Ultrafeinstäuben aus Verkehrsemissionen gestartet. Das internationale Konsortium mit dem Namen ULTRHAS wird vom Norwegischen Institut für Gesundheit der Bevölkerung koordiniert. Beteiligt sind von Rostocker Seite die Lehrstühle für Analytische Chemie sowie Kolbenmaschinen und Verbrennungsmotoren. Weitere Partner sind das Helmholtz Zentrum München, die Universität der Bundeswehr in München, die University of Eastern Finland, die Université de Fribourg und das Finnish Institute for…

Biowissenschaften Chemie

Vom Laien zum Experten

Ist es ein Rembrandt oder ein Vermeer? Laien fällt es oft schwer, Gemälde dieser beiden alten Meister zu unterscheiden. Das geübte Auge hingegen hat damit keinerlei Schwierigkeiten. Wissenschaftler:innen am Max-Planck-Institut für Neurobiologie haben nun nachgewiesen, dass auch Mäuse Experten darin werden können, Bilder in Kategorien zu sortieren. Die Studie zeigt, dass Teile dieses Expertenwissens bereits in den frühen visuellen Hirnarealen vorhanden sind. Das verdeutlicht, wie weit verteilt semantische Erinnerungen im Gehirn gespeichert werden. Haben Sie schon einmal versucht ein Gemälde…

Biowissenschaften Chemie

Lokale Lieferketten in Neuronen: Wer kommt an die Ware?

Um Informationen zu speichern und zu verarbeiten, produziert und verteilt das Gehirn ständig Proteine, die wesentlichen zellulären Ressourcen. An den Synapsen (spezialisierte Verbindungen zwischen Neuronen), die im Durchschnitt über 100000 Billionen Proteine pro Tag im Gehirn verbrauchen, besteht ein hoher Bedarf an Proteinen. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Hirnforschung, des Max-Planck-Florida-Instituts und der Goethe-Universität Frankfurt haben nun eine enge räumliche Beziehung zwischen der Proteinproduktionsmaschinerie und den Produkten in Neuronen dargestellt. Ihre Ergebnisse deuten auf die gemeinsame Nutzung lokaler Ressourcen hin: eine…

Physik Astronomie

Ein Sandstrahler auf atomarer Ebene

Von Halbleitern bis zum Mondgestein: Viele Materialien bearbeitet man mit Ionenstrahlen. An der TU Wien ließ sich nun erklären, wie dieser Prozess von der Rauigkeit der Oberfläche abhängt. Wenn man eine Metalloberfläche von einer Lackschicht befreien möchte, kann man dafür einen Sandstrahler verwenden: Unzählige Sandkörner werden auf die Oberfläche geschossen, übrig bleibt sauberes Metall. Ganz ähnlich kann man sich das „Sputtern“ vorstellen – bloß viel kleiner, auf atomarer Skala. Die Oberfläche wird mit Ionen, das sind geladene Atome, bestrahlt. Dadurch…

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