Für die GFOS hat die Förderung junger Talente im MINT-Bereich eine lange Tradition. So wurde mit dem GFOS-Innovationsaward im Jahr 2012 ein Projekt für IT-interessierte Schüler*innen ins Leben gerufen, das heute kaum noch aus dem Lehrplan der Essener Schulen mit MINT-Schwerpunkt wegzudenken ist. Auch wenn der Wettbewerb Corona-bedingt in diesem Jahr erneut mit besonderen Herausforderungen verbunden war, konnten sich insgesamt sechs Schülergruppen für eine Teilnahme begeistern. Nun stehen die Gewinner des GFOS-Innovationsawards 2021 fest Während die Preisverleihung im letzten Jahr…
Ein innovatives Konzept für die simultane Beschichtung und Trocknung zweilagiger Elektroden haben Forschende am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entwickelt und erfolgreich angewendet. Dadurch gelingt es, Trocknungszeiten auf unter 20 Sekunden zu verkürzen, was gegenüber dem derzeitigen Stand der Technik eine Reduktion auf die Hälfte bis ein Drittel bedeutet – ohne dass es zu Kapazitätseinbußen bei der Batterie kommt. Das Konzept ermöglicht, Lithium-Ionen-Batterien schneller und kostengünstiger zu produzieren. Die Forschenden berichten in der Zeitschrift Energy Technology. (DOI: 10.1002/ente.202100367) Für die…
Fit und schmerzfrei am Arbeitsplatz durch den »Mobilization Seat« mit kapazitiver Sensorik. Das Fraunhofer IIS und die Daimler AG arbeiten gemeinsam an der Validierung eines »Mobilization Seats« mit integrierter kapazitiver Sensortechnologie. Ziel des Projektes ist die Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen von Berufskraftfahrerinnen und -kraftfahrern, bei denen langes Sitzen und einseitige Bewegungen zum Alltag gehören. Die Effekte des »Mobilization Seats« wurden nun in einer Fahrsimulatorstudie unter Beweis gestellt. Ob Beschäftigte im Fernverkehr oder im Büro, ihnen allen gemein sind langes…
WZL-Forschungsprojekt untersucht Einsatz von Sensorik und Künstlicher Intelligenz für modellbasierte Regelung im 3D-Druck. Additive Fertigungsprozesse (englisch Additive Manufacturing, AM) zeichnen sich durch ihre Flexibilität und Möglichkeiten zur individuellen Produktion aus. Durch die Reduzierung der Losgröße, dank der bedarfsgerechten Fertigung und dem Charakter der additiven Fertigung, lassen sich entlang des gesamten Produktlebenszyklus Ressourcen in Form von Material, Energie und Zeit einsparen, wodurch ein wesentlicher Beitrag zur Nachhaltigkeit in der Produktion geleistet wird. Aus diesen Gründen findet AM besonders im Leichtbau und…
Der Klimawandel wird auch Einfluss auf die Vererbung von Pflanzen haben. Ein Team unter Leitung des Fachbereichs Biologie der Universität Hamburg hat nun in Studien untersucht, wie die Meiose in Pflanzenzellen der Art ‚Arabidopsis thaliana‘ unter erhöhten Temperaturen abläuft. Die Folge ist, dass sich der Zeitablauf der Meiose verändert und Rekombinationsdefekte auftreten. Der Klimawandel wird das Leben auf der Erde auf vielfältigste Art und Weise beeinflussen. Eine Veränderung, die nicht sofort sichtbar ist, möglicherweise aber sehr weitreichende Folgen hat, ist…
Mit dem Bau von 4MOST, einem Instrument für spektroskopische Himmelsdurchmusterungen, in vollem Gange, ist das erste große Teilsystem auf dem Babelsberger Campus des Leibniz-Instituts für Astrophysik Potsdam (AIP) eingetroffen und wird nun ausgepackt und montiert. Das Faserpositionierungssystem AESOP wird sicherstellen, dass die optischen Fasern von 4MOST in der Lage sind, das maximale Licht von astronomischen Objekten wie Sternen und Galaxien zu sammeln. Das 4-Meter-Multi-Object Spectroscopic Telescope 4MOST ist eine Durchmusterungsanlage, die für das Visible and Infrared Survey Telescope for Astronomy…
Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie konnten erstmals zeigen, dass Gehirnorganoide ein geeignetes Modellsystem sind, um zu erforschen, wie sich Stress auf die menschliche Gehirnentwicklung auswirkt. Die Simulation einer stressigen Umwelt beeinträchtigt die neuronale Entwicklung in den Gehirnorganoiden und führt zu einer Aktivierung von Genen, die mit verschiedenen psychischen Erkrankungen wie Depression in Verbindung stehen. Die Ergebnisse der Studie wurden jüngst im American Journal of Psychiatry veröffentlicht. Zu viele Stresshormone während der Schwangerschaft, hervorgerufen durch Umweltfaktoren wie Stress der Mutter im…
Das Ferdinand-Braun-Institut präsentiert auf der „Space Tech Expo Europe“ vom 16.-19.11.2021 in Bremen weltraumtaugliche, ultra-schmalbandige Diodenlaser-Module und optische Frequenzreferenzen sowie weitere III/V-Komponenten für Satelliten- und Quantentechnologie-Anwendungen. Lasersysteme für quantenoptische Präzisionsexperimente Das Ferdinand-Braun-Institut, Leibniz-Institut für Höchstfrequenztechnik (FBH) besitzt langjährige Erfahrung bei der Entwicklung und Fertigung von robusten, kompakten Diodenlasermodulen für anspruchsvolle Weltraumanwendungen. Die Module haben ihre Leistungsfähigkeit bereits mehrfach in Experimenten unter Schwerelosigkeit bewiesen. Unter anderem fertigt das FBH derzeit 55 ultra-schmalbandige Lasermodule, die es für die BECCAL-Apparatur (Bose-Einstein Condensate –…
Sogenannte sterile Neutrinos waren mehr als zwei Jahrzehnte lang eine vielversprechende Erklärung für Anomalien, die in früheren physikalischen Experimenten beobachtet wurden. Erste Ergebnisse der internationalen MicroBooNE-Kollaboration, an der auch die Universität Bern beteiligt ist, geben nun aber keinen Hinweis darauf, dass die theoretischen Elementarteilchen tatsächlich existieren. Dank diesem wichtigen Nullresultat können die Forschenden nun weitere Hypothesen untersuchen. Neben Photonen sind Neutrinos die am häufigsten vorkommenden Elementarteilchen im Kosmos. Ihre Rolle etwa bei der Entwicklung des Universums ist von grosser Bedeutung…
Rein biologisch: Forschende identifizieren einen neuen Weg zur Bildung von reinem Kohlenstoff durch Mikroorganismen. Kohlenstoff kommt auf der Erde in verschiedenen Strukturen und Formen vor. Elementarer Kohlenstoff entsteht meist durch hohen Druck und hohe Temperaturen. Nun haben Forschende erstmals Mikroorganismen identifiziert, die elementaren Kohlenstoff bilden. Das Team, dem auch Dr. Gunter Wegener vom MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen und dem Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie Bremen angehört, hat nun seine Ergebnisse dazu in der Zeitschrift Science Advances…
Forschende entdecken die interne Zielkarte des Gehirns, die es Tieren ermöglicht, präzise zu einem gewählten Ort zu navigieren. Tiere, darunter Nagetiere und Menschen, können zu einem gewünschten Ort navigieren, indem sie sich auf die interne kognitive Karte des Gehirns verlassen. Während frühere Studien spezialisierte Neuronen identifiziert haben, die uns helfen, unsere eigene Position und Richtung im Raum zu bestimmen, ist die Frage, ob das Gehirn eine genaue Schätzung eines zukünftigen Zielortes verarbeiten kann, seit langem ungelöst. Wissenschaftler*innen des Max-Planck-Instituts für…
Heidelberger Geowissenschaftler erproben neuen Methoden, um die Auswirkungen von Bruchprozessen im Erdinneren zu untersuchen. Mit spontan auftretendem Wachstum und Zerfall von Mineralen im Gestein der Erdkruste stehen Vorgänge im Fokus eines neuen Forschungsvorhabens an der Universität Heidelberg, die bisher nur zufällig beobachtet und noch nie beschrieben oder systematisch untersucht wurden. Ziel des am Institut für Geowissenschaften angesiedelten Projektes ist es, Bedingungen, die natürlichen Bruchprozessen im Gestein ähneln, kontrolliert im Labor zu reproduzieren. „Der Ausgang unserer Experimente ist ungewiss“, betont Dr….
Das am Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT entwickelte Extreme Hochgeschwindigkeits-Laserauftragschweißen EHLA gilt als effiziente und umweltfreundliche Alternative zu den herkömmlichen Beschichtungsverfahren. Wesentliche Vorteile bringt es vor allem dort, wo metallische Bauteile extrem beansprucht und deshalb durch Beschichtung vor Korrosion und Verschleiß geschützt werden sollen. Zusammen mit der Ponticon GmbH arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Fraunhofer ILT unter der Bezeichnung EHLA 3D nun daran, das patentierte Verfahren für die additive Fertigung weiterzuentwickeln und damit die Möglichkeiten des Verfahrens um ein Vielfaches zu…
Biologische Zellen investieren einen großen Teil ihrer Ressourcen in die Produktion von Enzymen, die die Umwandlung von Substraten in Produkte katalysieren. Ein internationales Team von Bioinformatikern und -physikern unter der Leitung von Prof. Dr. Martin Lercher von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) fand nun heraus, dass diese Katalyseprozesse besonders effizient sind, wenn ein bestimmtes Verhältnis zwischen den intrazellulären Konzentrationen von Enzymen und Substraten vorliegt. Sie beschreiben diese Entdeckung in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift PLOS. Ohne Enzyme geht es nicht. Sie…
Wichtiger Schritt in der Erforschung von Katalysatoren: An der TU Wien gelang es, mikroskopische und makroskopische Betrachtungsweisen zu verbinden – und dadurch ein altes Rätsel zu lösen. Chemische Reaktionen kann man auf unterschiedlichen Ebenen betrachten: Auf der Ebene einzelner Atome und Moleküle zeigt sich, welche neuen Verbindungen möglich sind. Auf der Ebene von winzigen Teilchen auf Nano- und Mikrometer-Skala kann man verstehen, wie Katalysator-Materialien in die chemische Reaktion eingreifen. Und wenn man die chemische Reaktion großtechnisch nutzen will, braucht man…
Eine technische Revolution könnte schon bald die Baustellen erobern: Ein so genannter Seilroboter, der künftig über mehrere Stockwerke umfangreiche Maurerarbeiten erledigen soll, ist heute (27.10.) in Duisburg vorgestellt worden. Die völlig neue Lösung für die Bauwirtschaft hat ein Team entwickelt, das aus Forschenden der Universität Duisburg-Essen (UDE), des Instituts für Angewandte Bauforschung Weimar und der Forschungsvereinigung Kalk-Sand besteht. Finanziell unterstützt und gefördert wird das Projekt vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen. „Digitalisierung und Automatisierung bilden…