Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler entdeckten eine Variante eines Chinon-Moleküls, das Methylplastochinon. Sie konnten diese in einem stickstoffverwertenden Bakterium (Nirtospirota) nachweisen und aufzeigen, dass sich die Grundlagen der Sauerstoff-Atmung bereits früher als vor 2,3 Milliarden Jahren entwickelt haben, also lange bevor es Sauerstoff in der Atmosphäre gab. Die Ergebnisse, die unter Leitung der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) entstanden sind, wurden in der internationalen Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Science (PNAS) veröffentlicht. Kein Ereignis in der Erdgeschichte hat den Lebewesen so…
Der Geograph Dr. Niklas Völkening von der Universität Augsburg erforscht, wie sich der Klimawandel für bayerische Unterkünfte in Tourismusgebieten auswirkt und was diese bewegt, selbst Maßnahmen für Klimaneutralität anzugehen. Die Ergebnisse zeigen Einblicke in die Hemmnisse und Chancen einer Transformation der Branche hin zu mehr Klima- und Umweltschutz. Während Bayern als Urlaubsparadies gilt, steht die Tourismusbranche vor einer großen Herausforderung: dem Klimawandel. Mit rund 100 Millionen Übernachtungen im Jahr 2023 spielt der Tourismus in Bayern eine entscheidende wirtschaftliche Rolle. Doch…
TU Dortmund und Pantazis-Gruppe weisen in Kollaborationsprojekt eine neue Klasse von organischer Verbindung mit neutralem, einfach gebundenen Kohlenstoffatom nach Kohlenstoff ist aufgrund seiner Vielfalt an Verbindungen das Fundament des Lebens und das zentrale Element der organischen Chemie. Die Anzahl der Bindungen, die ein Kohlenstoffatom in einer Verbindung eingeht, bestimmt maßgeblich dessen chemische Struktur und Reaktivität. Normalerweise bildet ein Kohlenstoffatom vier Bindungen mit anderen Atomen und teilt alle vier Valenzelektronen. Wenn weniger Bindungen vorhanden sind, entstehen ungewöhnliche Verbindungen wie zum Beispiel…
Für das Jahr 2024 überreicht die RWU erneut den DAAD-Preis und den International Student Award für außergewöhnliches interkulturelles Engagement. Weingarten – Für das Jahr 2024 hat die RWU den indischen Studenten Aditya Date mit dem DAAD-Preis ausgezeichnet und übergibt den International Student Award an Zion Smuts aus Südafrika. Beide werden für ihre herausragenden interkulturellen und studentischen Engagements geehrt. Professor Dr. Michael Pfeffer, Prorektor für Forschung, Internationales und Transfer, überreicht die Urkunden. Aditya Date ist in den letzten Zügen seines „Mechatronics“…
Für Kriminelle sind drahtlose Systeme ein attraktives Ziel. Durch Manipulation von Funksignalen lassen sich Smart-Home-Türen unbefugt öffnen oder Autotüren am Schließen hindern. Besonders effektiv sind sogenannte Jamming Attacks: Störsignale überlagern die legitime Kommunikation, wodurch der Nutzer eine Dienstverweigerung erfährt. In ihrem aktuellen Paper “Spatial-Domain Wireless Jamming with Reconfigurable Intelligent Surfaces” untersuchten die Teams um die Koautoren Philipp Mackensen (Ruhr-Universität Bochum) und Dr. Paul Staat (Max-Planck-Institut für Sicherheit und Privatsphäre) den Einsatz rekonfigurierbarer intelligenter Oberflächen (RIS) und zeigten, wie Angreifer*innen optimierte…
Jährlich durchqueren 14.000 Schiffe den Panamakanal. Aber auch für invasive Fischarten ist er eine mögliche Passage von einem Ozean in den anderen. Forschende des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB), der FU Berlin, des Smithsonian Tropical Research Institute in Panama und der US-amerikanischen Harvard University haben die Fischgemeinschaften des Gatúnsees im Wasserkorridor des Panamakanals vor und nach der Kanalerweiterung 2016 verglichen: Seit den baulichen Veränderungen am Schleusensystem des Kanals gelangen deutlich mehr marine Fischarten in den Süßwassersee, darunter vor allem…
Verschiedene Elastomere, die einer Farbbeschichtung ähneln, haben sich bei der Erkennung und Überwachung potenzieller Betonrisse an Gebäuden als äußerst hilfreich erwiesen. Ein Großteil der Tunnel- und Brückeninfrastruktur in Europa ist über 50 Jahre alt und nähert sich dem Ende ihrer Lebensdauer, wobei ein erheblicher Instandhaltungsbedarf besteht. Dies birgt die Gefahr weiterer verheerender Unfälle, wie der Einsturz der Morandi-Brücke in Genua in Italien im Jahr 2018 (43 Tote und 16 Verletzte). Die kostengünstige und skalierbare Technologie der Elastomere, wie sie an…
Ein Forschungsteam unter der Leitung von Dr. Judith Fischer-Sternjak von Helmholtz Munich und der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München sowie Prof. Magdalena Götz von Helmholtz Munich, der LMU und dem SyNergy-Exzellenzcluster hat verschiedene Subtypen von Astrozyten in der weißen Substanz (WM) identifiziert – darunter eine besondere Zellart mit der Fähigkeit zur Vermehrung, die möglicherweise zur Regeneration des Gehirns beitragen kann. Mithilfe von Einzelzell-RNA-Sequenzierung und räumlicher Transkriptomik kartierten die Forschenden die Vielfalt der Astrozyten in verschiedenen Hirnregionen und Spezies und erstellten damit erstmals…
Forschende haben eine seltene, aber schwerwiegende Nebenwirkung bei einer innovativen Therapieform von Blutkrebs entdeckt und analysiert. Die Ergebnisse der Studie sind von Wissenschaftler:innen der Universitätsmedizin Leipzig, des Fraunhofer-Instituts für Zelltherapie und Immunologie sowie der Uniklinik Köln im hochrangigen Journal Nature Medicine veröffentlicht worden. Formen von Blutkrebs, wie die Lymphome und das Multiple Myelom, sind bösartige Tumorerkrankungen die sich von Abwehrzellen, den Lymphozyten, ableiten. Seit wenigen Jahren sind CAR-T-Zell-Therapien ein essenzieller Bestandteil der Behandlung von Patient:innen deren Lymphom beziehungsweise Multiples Myelom…
Forschende der Universität Bayreuth haben eine Methode entwickelt, mit der Objekte auf einem Magnetfeld innerhalb eines Teilchenstroms unsichtbar werden. Bislang war dieses sogenannte Cloaking nur für Wellen wie Licht oder Schall untersucht. Über ihre Ergebnisse berichten sie in Nature Communications. What for? Objekte unsichtbar werden lassen, ist längst keine rein fiktive Vorstellung aus Fantasy- oder Sci-Fi-Filmen mehr. Zumindest in Ansätzen funktioniert das auch in der Forschung: Objekte so zu manipulieren, dass sie für bestimmte Wellen wie Licht oder Schall unsichtbar…
Die Appendizitis, umgangssprachlich Blinddarmentzündung, gehört zu den häufigsten Gründen für operative Eingriffe weltweit. Doch nicht alle Fälle erfordern zwingend eine Operation. Dr. med. Maximilian Dölling, Assistenzarzt an der Universitätsklinik für Allgemein-, Viszeral-, Gefäß- und Transplantationschirurgie Magdeburg, arbeitet an einer medikamentösen Behandlung, die Betroffenen eine schonendere Alternative zur Operation bieten könnte. Für diese wegweisende Forschung wurde er mit dem Graduiertenstipendium der Novartis-Stiftung für therapeutische Forschung ausgezeichnet. Dr. Dölling konzentriert sich in seiner Forschung auf die sogenannte unkomplizierte Appendizitis, eine Form der…
Expertinnen und Experten aus den Bereichen der Chemie-, Stahl-, Kunststoff- oder auch Holzindustrie forschen gemeinsam und branchenübergreifend. Ein effektiver und gleichzeitig sehr nachhaltiger Wissenstransfer wird hier seit mehr als einem Vierteljahrhundert mit großer Wirkung in Richtung Leichtbau, Kreislaufwirtschaft oder Nutzung erneuerbarer Energien realisiert: Vom 17. bis 19. Februar 2025 fand in Köln das 25. Kolloquium „Gemeinsame Forschung in der Klebtechnik“ statt. Um bei der Herstellung von Autos, Flugzeugen oder Schiffen wertvolle Ressourcen wie Stahl einzusparen, werden immer häufiger alternative Materialien…
Die Technische Universität Ilmenau startet am 1. März ein Forschungsprojekt, das die direkte, kontaktlose Messung von Biosignalen des Menschen ermöglichen soll. Durch die berührungslose Erfassung etwa der Gehirnaktivitäten von Neugeborenen würden Hautreizungen, Verletzungen und Infektionen, wie sie bei herkömmlichen, am Kopf des Säuglings angebrachten Elektroden vorkommen können, vermieden. Die Carl-Zeiss-Stiftung fördert das Projekt mit 900.000 Euro für zwei Jahre im Programm CZS Wildcard, das unkonventionelle Projekte von interdisziplinären Forschungsgruppen im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften oder Technik unterstützt. Mögliche Gefährdung durch…
Professoren der Hochschule Offenburg erforschen gemeinsam mit Partner*innen die Verwendung des Metalls Molybdän als Knochenersatzmaterial. Knochensubstanzverlust oder knöcherne Defekte – sei es infolge von Osteoporose, Unfällen oder anderen Ursachen – stellen bis heute eine therapeutische Herausforderung dar. Bestehende Methoden zur Wiederherstellung der Knochensubstanz haben nur begrenztes Potenzial zur Regeneration des Knochens und sind daher klinisch eingeschränkt verwendbar. Bei großen Defekten sind oft Implantate erforderlich, beispielsweise aus Titan, die entweder dauerhaft im Körper verbleiben oder in einer zweiten Operation entfernt werden…
Mit einem Teleskop am Hubland-Campus verfolgt ein Team der Uni Würzburg die Flugbahn von Asteroiden. Die Messwerte sind am Minor Planet Center in den USA sehr willkommen. Ein Team von der Professur für Raumfahrttechnik der Universität Würzburg und vom studentischen Verein WüSpace beobachtet seit einigen Wochen Asteroiden, die an der Erde vorbeifliegen. Das dafür nötige Teleskop steht auf dem Dach des Geographiegebäudes am Hubland-Campus. Es zeichnet sich dadurch aus, dass es der Flugbahn auch kleinerer Objekte besonders schnell und präzise…
Männer, die in einem Teil der Blutzellen ihr Y-Chromosom verlieren, haben ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen – insbesondere für einen tödlichen Herzinfarkt. Das zeigt eine neue Studie mit Beteiligung des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK). Mit zunehmendem Alter kommt es bei Männern zu einem sogenannten mosaikartigen Verlust des Y-Chromosoms (LOY). Dabei geht das Y-Chromosom nicht in allen, sondern nur in einem Teil insbesondere der weißen Blutzellen verloren – vergleichbar mit einem Mosaik aus unterschiedlichen Zelltypen. Besonders betroffen sind vor allem…