Flug zum Mond soll Grundlage für zukünftigen 3D-Druck von Infrastrukturen legen. 3D-Druck auf dem Mond: Wissenschaftler*innen des Laser Zentrums Hannover e.V. (LZH) und der Technischen Universität (TU) Berlin planen einen Flug zum Mond, um dort mit Laserstrahlung Mondstaub aufzuschmelzen. Im Projekt MOONRISE möchte das Forscherteam der Frage nachgehen, wie wir zukünftig mit dem Laser Landeplätze, Straßen oder Gebäude aus Mondstaub fertigen können. Dazu wollen die Forscher*innen ein Lasersystem zur Mondoberfläche bringen, das den dort überall vorhandenen Gesteinsstaub schmilzt. Künstliche Intelligenz…
Neue Kooperation von GSI/FAIR, Technischer Hochschule Mittelhessen und Varian. Es ist ein wichtiger Schritt, um die künftigen Behandlungsmethoden im Kampf gegen den Krebs zu erweitern: Das GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung, die Technische Hochschule Mittelhessen (THM) und die Firma Varian, ein Siemens Healthineers Unternehmen aus Palo Alto, Kalifornien, wollen gemeinsam die medizinisch-technischen Entwicklungen im Bereich der FLASH-Therapie vorantreiben und den Weg in die klinische Anwendung weiter ebnen. Dazu wurde eine Vereinbarung zwischen den drei Beteiligten geschlossen. Die Zusammenarbeit hat das Ziel,…
– eine vielversprechende Entdeckung. Forscherteam des Max-Planck-Instituts für Kolloid- und Grenzflächenforschung (MPIKG) und der McGill Universität in Kanada entdeckt starke Klebeeigenschaften der Weißbeerigen Mistel. Die flexiblen Fasern der Mistelbeere haften sowohl an Haut und Knorpel als auch an verschiedenen synthetischen Materialien und könnten durch einfache Verarbeitung Anwendung in vielen Bereichen finden, beispielsweise als Wundverschlussmittel in der Biomedizin. Für ihre Forschung holten die Materialwissenschaftler um Prof. Dr. Peter Fratzl die Mistelbeeren selbst von den Bäumen. Von seinem Bürofenster aus kann der…
Ein nachhaltiges SolarCar, 25 Studierende, 31 Länder, 15.000 Kilometer, energieautark. Das SolarCar-Team der Hochschule Bochum ist wieder aktiv und ist unterwegs. Diesmal gilt es nicht 3000 Kilometer zu bewältigen wie bei der World Solar Challenge in Australien, in diesem Jahr ist eine Strecke von 15000 Kilometern geplant: „In 100 Tagen energieautark durch Europa“ lautet das Motto der Challenge, die sich das aktuell 25-köpfige studentische Team für 2022 vorgenommen hat. Los geht es am 24. Juni um 13 Uhr an der…
Vom Labor in die Anwendung … Die Forschung an maßgeschneiderten „lebenden Materialien“ ist noch jung, entwickelt sich aber in rasantem Tempo weiter. Die wachsende interdisziplinäre Community trifft sich vom 21. bis 23. Juni 2022 auf Einladung des Leibniz WissenschaftsCampus „Lebende Therapeutische Materialien“ zum dritten Mal zur Engineered Living Materials Conference in Saarbrücken. Die 140 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus 15 Ländern haben eine ganze Reihe neuer Themen im Gepäck und diskutieren mit Fachleuten den Schritt vom Labor in die Anwendung. Was…
Bielefelder Forschende errichten Testanlage am Klärwerk in Lichtenau. Wenn Landwirt*innen ihre Felder düngen, versickert ein Teil des Düngemittels im Boden. Das belastet nicht nur das Grundwasser, auch wichtige Nährstoffe gehen verloren. Forschende der Universität Bielefeld und des Forschungszentrums Jülich untersuchen, wie sich diese Nährstoffe mit der Hilfe von Mikroalgen in den Düngekreislauf zurückführen lassen: Die mikroskopisch kleinen Algen nutzen Nährstoffreste in Abwässern, um zu wachsen – und können so selbst als Düngemittel verwendet werden. Gemeinsam mit den Stadtwerken Lichtenau haben…
Materialwissenschaftler der Friedrich-Schiller-Universität Jena haben ein mechanolumineszentes Material entwickelt, mit dessen Hilfe sie mittels Ultraschall nicht nur einen lokalen Wärmeeintrag erzeugen können, sondern das gleichzeitig auch eine Rückmeldung über die Temperatur vor Ort gibt. Werden mechanolumineszente Materialien von außen mechanisch belastet, dann emittieren sie sichtbares oder unsichtbares Licht. Eine solche Anregung kann zum Beispiel durch Knicken oder sanften Druck passieren, aber auch völlig berührungsfrei über Ultraschall. Auf diese Weise lässt sich der Effekt ferngesteuert auslösen und Licht an Orte bringen,…
Marken haben einen festen Bestandteil im Leben von Verbrauchern, doch durch immer mehr Marken steigt die Schwierigkeit, sich von anderen abzusetzen und für Individualität zu sorgen. Durch Co-Branding werden neue Synergien geschaffen, die für verschiedene Zielgruppen interessant wirken können. Beim Aufbau einer komplexen Marketingstrategie kann es für große Marken daher durchaus sinnvoll sein, über eine Kooperation nachzudenken und damit auch das Risiko zu teilen. Was ist Co-Branding und für wen ist es interessant Wenn verschiedene große Unternehmen miteinander kooperieren, um…
… in europaweiter Studie belegt. Neuartige Leukämiebehandlung kann stark belastende Chemotherapie bei Risikopatient*innen ersetzen oder ergänzen / Deutlich geringere Nebenwirkungen als bei Chemotherapie / Veröffentlichung auf internationalem Fachkongress. Die akute myeloische Leukämie (AML) ist bei Erwachsenen die häufigste akute Blutkrebsform. Besonders oft betroffen sind Menschen über 60 Jahren. Bislang erhalten die Patient*innen eine intensive Chemotherapie und im Anschluss eine Stammzellspende. Doch weil eine Chemotherapie gerade für ältere Patient*innen oft belastend ist, ist eine nachfolgende allogene Blutstammzell-Transplantation häufig gar nicht mehr…
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert ein Projekt zu dieser Frage aus dem Institut für Neurogenetik der Universität zu Lübeck. Eine Erkrankung an COVID-19 könnte zu einer beschleunigten Nervendegeneration führen und damit neurologische Bewegungsstörungen wie etwa die Parkinson-Krankheit begünstigen. Dieser Vermutung geht jetzt eine Forschungsgruppe aus Lübeck und Hamburg unter Leitung von Priv.-Doz. Dr. Joanne Trinh nach. Ihr Forschungsprojekt “Welchen Einfluss hat COVID-19 auf die Entwicklung der Parkinson-Erkrankung?” wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft mit 347.750 Euro gefördert (Projektnummer 490933425). Die Hirnpathologie von…
Ein Forschungsteam an der Medizinischen Fakultät der Universität Kiel hat eine Methode entwickelt, die die für Parkinson typischen Eiweißveränderungen zuverlässig im Blut aufspürt. Bisher beruht die Diagnose der Parkinsonkrankheit vor allem auf den typischen Bewegungsstörungen wie Muskelversteifung, Bewegungsverlangsamung und Zittern. Die Krankheit beginnt aber bis zu zwanzig Jahre bevor sie durch diese Symptome auffällig wird. Es gibt bisher weder Blutparameter, noch bildgebende Untersuchungen für eine gesicherte Diagnose, geschweige denn zur Früherkennung. „Das ist ein Dilemma. Denn natürlich möchte man die…
Internationales Team legt Grundlage für das Verständnis von Missbildungen und Fehlgeburten. „Es ist nicht die Geburt, die Hochzeit oder der Tod, sondern die Gastrulation, welche in Wirklichkeit der wichtigste Zeitpunkt in deinem Leben ist.“ Diese Aussage wird dem berühmten Entwicklungsbiologen Lewis Wolpert zugeschrieben und bezieht sich auf einen komplexen Prozess in der frühen Entwicklung eines Embryos. Eine Gruppe von Entwicklungs- und Stammzellbiolog*innen aus Großbritannien, Deutschland und Japan hat in einer jetzt veröffentlichten Studie die molekulare und räumliche Organisation der Gastrulation…
Neue Hinweise für neurologische Erkrankungen. Die international renommierte Neurobiologin Magdalena Götz verfolgt mit ihrer Forschung wichtige Spuren für die Ursachenklärung neurologischer Erkrankungen. Nun hat sie mit ihrem Team bei Helmholtz Munich und der Ludwig-Maximilians-Universität München neue Erkenntnisse über das menschliche Zentrosom gesammelt, dessen Fehlfunktion mit vielen neurologischen Entwicklungsstörungen in Verbindung steht. Die international renommierte Neurobiologin Magdalena Götz verfolgt mit ihrer Forschung wichtige Spuren für die Ursachenklärung neurologischer Erkrankungen. Nun hat sie mit ihrem Team bei Helmholtz Munich und der Ludwig-Maximilians-Universität…
Partikel auf Graphenbasis, die nach dem Abrieb von Polymerverbundwerkstoffen freigesetzt werden, haben vernachlässigbare gesundheitliche Auswirkungen. Unter der Leitung der Empa hat ein internationales Forscherteam des «Graphene Flagship»-Projekts eine Studie zu den Gesundheitsrisiken von Graphen-haltigen Nanopartikeln durchgeführt und die Ergebnisse im «Journal of Hazardous Materials» publiziert. Graphen-verwandte Materialien (engl. «graphene-related materials», GRM) werden häufig zur Verstärkung von Polymeren verwendet. In Konzentrationen von bis zu fünf Gewichtsprozent können GRM die Festigkeit, die elektrische Leitfähigkeit und den Wärmetransport von Verbundwerkstoffen für eine Vielzahl…
Forscher des Leipziger Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie und der University of Auckland in Neuseeland haben ein neues Repositorium linguistischer Datensätze aus aller Welt geschaffen. Ziel des Projekts ist es, neue Erkenntnisse über die Entwicklung von Wörtern und Lauten in möglichst vielen der heute weltweit gesprochenen Sprachen zu gewinnen. Aktuell enthält die Lexibank standardisierte lexikalische Daten zu mehr als 2000 Sprachen und ist somit die umfangreichste öffentlich zugängliche Sammlung, die bisher erstellt wurde. Stimmt es, dass viele Sprachen der Welt für…
Untersuchung zur Wundheilung nach Infarkt in Science veröffentlicht. Mehr als 300.000 Menschen erleiden in Deutschland jedes Jahr einen Herzinfarkt. Dabei wird der Herzmuskel nicht mehr ausreichend mit Blut und Sauerstoff versorgt, und ein Teil des Herzmuskelgewebes stirbt ab und vernarbt. Eine massive Herzschwäche (Herzinsuffizienz) bis hin zu Herzversagen sind mögliche Folgen. Anders als die Leber kann sich das Herz eines erwachsenen Menschen kaum regenerieren. Es ist allerdings in der Lage, Reparaturvorgänge in Gang zu setzen. Wie sie genau ablaufen, war…