Alle Neuigkeiten

Energie & Elektrotechnik

Das klimaneutrale Stadtquartier – so könnte es gehen

Die Transformation unseres Energiesystems hin zu 100 Prozent erneuerbare Energie ist drängender denn je. Am Beispiel des Quartiers Rüsdorfer Kamp in Heide entwickeln Forschende aus der U Bremen Research Alliance im Rahmen des Projekts „Quarree100“ Lösungen, die nachhaltig, resilient und übertragbar sind. Von dem Wissen sollen nicht nur möglichst viele profitieren, sondern es auch erweitern können – per Open Science. Der Wind weht meist aus Westen, von der Nordsee kommend, und oft in beachtlicher Stärke über das flache Dithmarscher Land….

Physik Astronomie

So könnte der Mond entstanden sein

delgase aus dem Erdmantel geerbt hat. Die Entdeckung hilft zu verstehen, wie der Mond und möglicherweise auch die Erde und weitere Himmelskörper entstanden sind. Der Mond fasziniert Menschen seit jeher. Doch erst zur Zeit von Galileo Galilei begannen Wissenschaftler, ihn richtig zu untersuchen. Im Laufe von Jahrhunderten stellten Forschende verschiedene Theorien über die Entstehung des Mondes auf. Nun fügen Geochemiker:innen und Petrolog:innen der ETH Zürich der Entstehungsgeschichte des Mondes ein weiteres Puzzleteil hinzu. In einer Studie, die soeben in der…

Architektur Bauwesen

Forschung zur Schwingungsoptimierung von Holzdecken im Großformat

150 Quadratmeter Versuchsfläche: Wenn es darum geht, das Bauen klimaverträglicher zu gestalten, wird Holz als Rohstoff künftig eine noch wichtigere Rolle spielen. Wie alle leichten Decken können Holzdecken aber durch den Nutzer zu Schwingungen gebracht werden. Genaue Vorgaben sorgen beim Hausbau dafür, dass sich diese Schwingungen in kaum spürbaren Messbereichen bewegen. Bei sehr weit gespannten Decken aber kommen genau diese Regelungen an ihre Grenzen. Professorin Patricia Hamm, die an der HBC im Bereich Holzbau lehrt, arbeitet deshalb gemeinsam mit zwei…

Biowissenschaften Chemie

So sieht das Coronavirus wirklich aus

Zu Beginn der Corona-Pandemie gab es nur wenig gesicherte Daten über das Virus SARS-CoV-2. Darstellungen beruhten auf niedrig aufgelösten Elektronenmikroskopie-Bildern oder Wissen über das eng verwandte Virus SARS-CoV-1. Nun hat ein Team unter der Leitung der Biophysikerin Dr. Andrea Thorn von der Universität Hamburg ein neues Modell des Virus erstellt – und stellt es öffentlich zur Verfügung. Dr. Thorn erforscht den molekularen Aufbau des Coronavirus. „Wir haben oft in enger Zusammenarbeit mit den Originalautorinnen und –autoren wissenschaftlicher Studien und Arzneimittelentwicklern…

Informationstechnologie

Schneller als das biologische Vorbild

Forscher:innen am Forschungszentrum Jülich haben ein neuronales Netzwerk mit 300 Millionen Synapsen in bislang unerreichter Geschwindigkeit simuliert. Ihnen gelang es, die Netzwerk-Aktivität viermal schneller als in Echtzeit zu berechnen. Für ihren Rekord nutzten sie einen Prototyp des „neuronalen“ IBM-Supercomputers INC-3000. Übergeordnetes Ziel ist es, das Lernen und die Hirnentwicklung besser zu verstehen. Im Interview erläutert Dr. Arne Heittmann, was es damit auf sich hat. Maschinenlernen und künstliche Intelligenz (KI) haben zuletzt enorme Fortschritte erzielt. Der damit verbundene Rechenaufwand ist allerdings enorm….

Physik Astronomie

Hohle Glasfasern ermöglichen präzise Lagebestimmung im All

Das autonome Fahren oder sogar autarke Fliegen können nur Wirklichkeit werden, wenn deren elektronische Systeme in der Lage sind, ihre Position im Raum hochpräzise zu bestimmen. Hierfür kommen in der Luft- und Raumfahrt bereits optische Gyroskope zum Einsatz, die mittels Lichtmessungen den Kurs von Flugkörpern kontrollieren und diese stabilisieren. Messungen mit Gyroskopen können allerdings durch Materialeffekte sowie elektrische und magnetische Felder gestört werden – mit fatalen Folgen. Deshalb hat nun ein deutsch-polnisches Forschungskonsortium eine störungsfreie Lichtübertragung für Gyroskope entwickelt und…

Medizintechnik

Neuroprothese aktiviert neue Verbindungen im Gehirn nach Schlaganfall

In der modernen Neuroprothetik wird erforscht, wie Menschen mit Lähmungen verloren gegangene Funktionen durch technologische Hilfsmittel wiedererlangen können. Hierbei versuchen die Patientinnen und Patienten die gelähmten Gliedmaßen zu bewegen – oder stellen sich dies auch nur gedanklich vor – und werden dabei von intelligenten Orthesen unterstützt In einer Studie des Instituts für Neuromodulation und Neurotechnologie konnte das Team um Prof. Alireza Gharabaghi zeigen, wo und wie andere Hirnareale mit den gelähmten Muskeln in Verbindung treten, um verlorengegangene Bewegungen wieder zu…

Biowissenschaften Chemie

Ähnlichkeit von Hepatozyten aus Leber und aus Stammzellen verbessert

Die Forschung mit Stammzellen wird immer wichtiger, denn Stammzellen können sich in jede beliebige Körperzelle entwickeln – in Haut-, Nerven- oder Organzellen wie Leberzellen, die sogenannten Hepatozyten. Stammzellen können daher beispielweise bei der Therapie von Organschäden oder als Alternative zu Tierversuchen eingesetzt werden. Noch gibt es aber große Unterschiede zwischen gewonnenen Hepatozyten aus einer Leber und aus Stammzellen. Forschenden am Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund (IfADo) ist es gelungen, einen wichtigen Grund für diesen Unterschied zu identifizieren, sodass…

Biowissenschaften Chemie

Hinweisschild für Abwehrzellen

Internationale Studie klärt Zusammenhänge der adaptiven Immunantwort auf. Wie erkennen T-Killerzellen von Viren befallene Körperzellen? Körperfremde Bestandteile werden als Antigene auf der Zelloberfläche wie eine Art Hinweisschild präsentiert. Die Langzeitstabilität dieses in der Zelle gebildeten Schildes stellt ein Netzwerk von Begleitproteinen sicher. Dies haben Forschende der Goethe-Universität Frankfurt herausgefunden. Im renommierten Fachblatt „Nature Communications“ beschreiben sie das Zusammenspiel der sogenannten Chaperone. Die neuen Erkenntnisse könnten Fortschritte zum Beispiel in der Impfstoff-Entwicklung bringen. Ständig dringen Fremdkörper in den Organismus ein, Viren…

Informationstechnologie

Synapsen als Vorbild

Festkörperspeicher in neuromorphen Schaltungen. Sie sind um ein Vielfaches schneller als Flash-Speicher und benötigen deutlich weniger Energie: Memristive Speicherzellen könnten die Energieeffizienz neuromorpher Computer revolutionieren. In diesen Rechnern, die sich die Arbeitsweise des menschlichen Gehirns zum Vorbild nehmen, funktionieren memristive Zellen wie künstliche Synapsen. Weltweit arbeiten zahlreiche Gruppen an dem Einsatz entsprechender neuromorpher Schaltungen – allerdings oft mit mangelndem Verständnis ihrer Funktionsweise und fehlerhaften Modellen. Jülicher Forschende haben nun die physikalischen Grundlagen und Modelle in einem umfassenden Übersichtsartikel in der…

Biowissenschaften Chemie

Rezept für Rezeptornachbau

Rezeptoren auf Zelloberflächen übersetzen ein äußeres Signal in eine Reaktion im Zellinneren. So spielen sie eine wichtige Rolle für wesentliche Prozesse in lebenden Organismen. Doch was wäre, wenn sich die Rezeptoren nach Bedarf steuern ließen? Rouven Schulz von der Siegert Gruppe am ISTA hat einen solchen Mechanismus entdeckt. Mit künstlich hergestellten Rezeptoren ahmt das Team die Funktion des Originals nach. Das eröffnet vielversprechende neue Wege zum Verständnis und zur Nutzung der zellulären Signalübertragung von Immunzellen. Wie lösen Signale von außerhalb…

Messenachrichten

Smart Education Photometer

… erweitert experimentelles Lehren und Lernen um intelligente Technologie. Um (natur-)wissenschaftliche Inhalte im Schulunterricht nachvollziehbar zu vermitteln, ist experimentelles Lernen unabdingbar. Dabei entwickeln sich Experimentiermaterialien ständig weiter und bieten neue didaktische Möglichkeiten. So arbeiten Forschende an der Technischen Universität Kaiserslautern (TUK) an einem intelligenten Photometer. Neben seiner Funktion als Mess- und Experimentierplattform kann es etwa Benutzerpfade speichern, um nachfolgend mittels Künstlicher Intelligenz das Lehr- und Lernerlebnis zu optimieren. Ihr Projekt „Smart Education Photometer“ präsentieren die Forschenden vom 22. bis 26….

Interdisziplinäre Forschung

Neue Erkenntnisse zur Huntington-Krankheit

Chorea Huntington ist eine Erbkrankheit, die durch eine Mutation im Protein Huntingtin verursacht wird. Sie ist nicht therapierbar, führt zu kognitiven und motorischen Beeinträchtigungen und schließlich zum Tod. Wissenschaftler:innen der Universität Bremen haben mit internationalen Partner:innen den Mechanismus aufgeklärt, mit dem das mutierte Huntingtinprotein in Schach gehalten werden kann. Ihre Forschungsergebnisse wurden jetzt im renommierten englischsprachigen Journal Nature Communications veröffentlicht. „Wir haben einen Mechanismus aufgeklärt, mit dem sogenannte körpereigene Proteinfaltungshelfer das mutierte Huntingtinprotein in Schach halten“, erklärt die Projektleiterin und…

Veranstaltungsnachrichten

LKH₂ – Laserkolloquium Wasserstoff: Grüne Alternative zu fossilen Brennstoffen

Das Fraunhofer Institut für Lasertechnik ILT lädt zum dritten Mal zum LKH₂ – Laserkolloquium Wasserstoff nach Aachen ein. Am 13. und 14. September 2022 geht es im Research Center for Digital Photonic Production um neue wichtige Aufgaben für den Laser. Hersteller von Automobilen, Maschinen, Anlagen und Lasern diskutieren erstmals in Präsenz mit Forschern über den Stand der Produktionstechnik: Im Mittelpunkt stehen nun nicht mehr nur das Laserschneiden und -schweißen von Bipolarplatten oder der metallische 3D-Druck, sondern auch die gesamte Prozesskette…

Biowissenschaften Chemie

Schutz vor Corona: Erfahrung ist beim Immunsystem nicht immer ein Vorteil

Bei der Corona-Impfung basiert eine gute Impfreaktion auf naiven Immunzellen, bereits existierende Gedächtniszellen sind eher nachteilig, wie ein Forschungsteam des Exzellenzclusters PMI zeigt. Wer viele Infektionen mit gewöhnlichen Erkältungsviren durchgemacht hat, die ja auch zu den Coronaviren zählen, steht dadurch nicht besser da, was die Bekämpfung von COVID-19 angeht, sowohl nach Infektion mit SARS-CoV-2 als auch nach einer Corona-Impfung. „Wir haben bereits 2020 gezeigt, dass ein früherer Kontakt mit Erkältungsviren keinen Schutz vor COVID-19 bietet. In der Folgestudie konnten wir…

Informationstechnologie

Neue bwHealthApp macht die Nutzung von Fitnessarmbändern für ärztliche Behandlung möglich

Mit einer neuen App will die Fakultät Informatik der Hochschule Reutlingen die Diagnose und Therapie in der Medizin verbessern und kostengünstiger machen. Dabei setzen die Informatiker um Prof. Dr. Christian Thies auf die Nutzung von Gesundheits-Wearables, wie Fitnessarmbänder. In einer ersten klinischen Anwenderstudie, gemeinsam mit der Abteilung für Innere Medizin 1 der Medizinischen Universitätsklinik am Universitätsklinikum Tübingen und dem Zentrum für Personalisierte Medizin am Standort Tübingen, soll die bwHealthApp jetzt getestet werden. An der praktischen Studie an der Universitätsklinik in…

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