Alle Neuigkeiten

Biowissenschaften Chemie

Neuen Faktor für die Entstehung von vererbbarem Nierenkrebs entdeckt

Wissenschaftler*innen haben den Verlust des Proteins HIRA (Histon-Zellzyklusregulator) als möglichen treibenden Faktor bei einer stark metastasierenden Form von Nierenkrebs identifiziert / Studie in „Science Advances“ eröffnet neue Perspektiven für gezielte Therapien. Löschen des Proteins HIRA begünstigt die Vermehrung und Invasion von Tumorzellen in Zellkultur und im Tiermodell. Das fanden Kölner Wissenschaftler*innen um Alexander von Humboldt-Professor Dr. Christian Frezza heraus. Dem vererblichen Leiomyomatose und Nierenzellkarzinom Syndrom, kurz HLRCC, liegt eine Veränderung des Gens zugrunde, welches das Protein Fumarat-Hydratase (FH) produziert. Die…

Biowissenschaften Chemie

Die Wirkung von Medikamenten präziser kontrollieren

Internationales Forschungsteam aus Pharmazie und Chemie entwickelt gezielt aktivierbares Östrogen. Unerwünschte Nebenwirkungen im Körper, die Entwicklung von Resistenzen oder umweltschädliche Rückstände – Medikamente heilen nicht nur Krankheiten oder lindern Schmerzen, sondern können auch negative Auswirkungen für Mensch und Umwelt haben. Verringern könnten das medizinische Wirkstoffe, die nur an ihrem Einsatzort im Körper aktiviert werden. Ein Forschungsteam aus Pharmazie und Chemie der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) ist es jetzt gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus Barcelona und Glasgow gelungen, ein per…

Medizin Gesundheit

Bluterkrankheit: Das Immunsystem zur Toleranz erziehen

Die Hämophilie A ist die häufigste schwere Form der Bluterkrankheit. Sie betrifft nahezu ausschließlich das männliche Geschlecht. Die Erkrankung lässt sich in der Regel gut behandeln, doch nicht bei allen Betroffenen. Eine Studie an der Universität Bonn hat nun einen wichtigen Mechanismus aufgeklärt, der für die Wirkung der Therapie entscheidend ist. Die Ergebnisse könnten dabei helfen, die Behandlung besser auf die Patienten zuzuschneiden. Sie wurden bereits in einer Vorversion online veröffentlicht; die finale Fassung erscheint demnächst im „Journal of Clinical…

Physik Astronomie

Astronomie: Beobachtung gibt Forschenden Rätsel auf

Ein internationales Team von Astrophysikerinnen und -physikern hat bei der Analyse bestimmter Sternhaufen eine rätselhafte Entdeckung gemacht. An der Studie war die Universität Bonn maßgeblich beteiligt. Der Befund fordere die Newtonschen Gravitationsgesetze heraus, schreiben die Forschenden in ihrer Publikation. Stattdessen decken sich die Beobachtungen mit den Voraussagen einer alternativen Gravitations-Theorie. Diese ist allerdings in Fachkreisen umstritten. Die Ergebnisse sind nun in den Monthly Notices of the Royal Astronomical Society erschienen. Die Forschenden untersuchten in ihrer Arbeit die sogenannten offenen Sternhaufen….

Physik Astronomie

Datenspeicher auf der Basis von Chiralität

Schneller, kleiner, effizienter: JGU bei der ersten Ausschreibung des neuen Programms Wildcard der Carl-Zeiss-Stiftung erfolgreich – Innovativer Ansatz zur Verbesserung elektronischer Geräte. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) verfolgen einen völlig neuen, unkonventionellen Ansatz, um die Verarbeitung und insbesondere die Speicherung von Daten zu verbessern. Dafür erhalten sie jetzt zusammen mit ihren Partnern von der Hebrew University of Jerusalem die Unterstützung der Carl-Zeiss-Stiftung (CZS). Bei der erstmaligen Vergabe von Fördermitteln der „CZS Wildcard“ zählt das interdisziplinäre Forschungsteam zu…

Medizintechnik

Mit magnetischen Bakterien Tumore bekämpfen

Forschende der ETH Zürich möchten magnetische Bakterien zur Bekämpfung von Krebsgeschwüren nutzen. Sie haben nun einen Weg gefunden, wie die Mikroorganismen die Blutgefässwand gut durchdringen und anschliessend einen Tumor besiedeln können. Wissenschaftler:innen weltweit erforschen, wie Krebsmedikamente am effizientesten zu Tumoren gelangen, wo sie ihre Wirkung entfalten sollen. Eine Möglichkeit ist, veränderte Bakterien als Fähren zu benutzen, welche die Wirkstoffe durch die Blutbahn hin zu den Tumoren transportieren. Forschende an der ETH Zürich haben es nun geschafft, bestimmte Bakterien so zu…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Antifouling-Beschichtungen: Starthilfe für Korallenlarven?

Wenn sich Algen, Muscheln oder Seepocken auf Schiffsrümpfen ansiedeln, kann dies zu Schäden in Milliardenhöhe führen. Um dem entgegenzuwirken, werden sie mit Antifouling-Beschichtungen behandelt. Eine Wissenschaftlerin des Leibniz-Zentrums für Marine Tropenforschung (ZMT) ging jetzt der Frage nach, inwieweit neu entwickelte Antifouling-Beschichtungen eingesetzt werden könnten, um das Algenwachstum einzudämmen, das Korallenlarven oft bei ihrer Ansiedlung beeinträchtigt. Die Ergebnisse der Studie wurden im Fachjournal Scientific Reports veröffentlicht. Tropische Korallenriffe stehen unter zunehmendem Druck durch die Erwärmung und Versauerung der Ozeane, die Verschmutzung…

Medizintechnik

Neue Gentaxis gegen Lebererkrankungen

MHH-Forschungsteam findet zwei vielversprechende AAV-Kapsid-Varianten für Gentherapie in der Leber. Es gibt zahlreiche schwere, kaum behandelbare monogenetische Erkrankungen, die von einem Defekt in einem einzelnen Gen hervorgerufen werden – auch in der Leber. Dazu gehören etwa die Blutgerinnungsstörungen Hämophilie A oder B oder die Stoffwechselerkrankung Phenylketonurie. Hier könnten Gentherapien helfen, bei denen intakte Gene als „Medikament“ direkt in die Zelle transportiert werden. In Europa sind einige Gentherapien bereits zugelassen – etwa bei der spinalen Muskelatrophie (SMA), einer angeborenen neuromuskulären Erkrankung…

Materialwissenschaften

Das Neueste im 3D-Druck

Anisoprint richtet sich an der Jacobs University ein. Seit September 2022 ist das Forschungs- und Entwicklungsteam von Anisoprint, Anbieter von 3D-Drucklösungen, an der Jacobs University Bremen aktiv. Ziel ist es, Forschung und Entwicklung im Bereich der Verbundwerkstoffherstellung mit der Continuous Fiber Coextrusion (CFC)-Technologie zu fördern und eine entsprechende Forschungsumgebung auf dem Campus in Bremen zu schaffen. Nachdem die Kooperation zwischen Anisoprint und der privaten Hochschule bekannt gegeben wurde, zog das Startup-Team nach Bremen. Das Team nutzte die erste Gelegenheit sich…

Physik Astronomie

Bisher leichtester Neutronenstern oder seltsame Quark-Materie?

Astrophysiker der Universität Tübingen entdecken ein ungewöhnliches Objekt im Zentrum des Supernovaüberrests HESS J1731-347. Der leichteste bisher bekannte Neutronenstern steht im Zentrum des Supernovaüberrests HESS J1731-347. Dr. Victor Doroshenko, Dr. Valery Suleimanov, Dr. Gerd Pühlhofer und Professor Andrea Santangelo von der Abteilung Hochenergieastrophysik am Institut für Astronomie und Astro-physik der Universität Tübingen entdeckten das ungewöhnliche Objekt mithilfe von Röntgenteleskopen im All. Nach Berechnungen des Forschungsteams besitzt er nur etwa die Hälfte der Masse eines typischen Neutronensterns. Als Berechnungsgrundlage nutzte es…

Geowissenschaften

Wie hängen Klima und geologische Prozesse am Meeresboden zusammen?

Synergy Grant des Europäischen Forschungsrats für GEOMAR- und Harvard-Forschende. Unterstützt durch einen Synergy Grant des Europäischen Forschungsrats (ERC) beschreiten Wissenschaftler:innen des GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel und der Universität Harvard Neuland in der Erforschung des marinen Vulkanismus. Durch die Nutzung von Synergien zwischen Vulkanologie, Petrologie, Paläo-Ozeanographie, Geochemie und Geophysik will das Team Zusammenhänge zwischen klimatischen Veränderungen und geologischen Prozessen an mittelozeanischen Rücken aufdecken. Die Folgen des Klimawandels sind so groß, dass sie sich sogar auf den Boden der Tiefsee auswirken…

Agrar- Forstwissenschaften

Die Fernerkundung aus dem All für die Landwirtschaft

Yield Consortium: Das Yield Consortium erforscht Ansätze der Künstlichen Intelligenz, die Erträge in der Landwirtschaft auf Basis von Satellitendaten zuverlässig vorhersagen können. Gemeinsam mit BASF Digital Farming, John Deere und Munich Re werden Vorhersagemodelle für ausgewählte Ackerkulturen in den Fokus-Regionen Europa sowie Süd- und Nordamerika entwickelt, mit ersten vielversprechenden Ergebnissen. Später sollen die Modelle auf weitere relevante Kulturen und Anbaugebiete ausgedehnt werden. Wie kann Künstliche Intelligenz dem Agrarsektor helfen? In unserer heutigen Zeit kristallisieren sich ökologische Herausforderungen auf globaler Ebene…

Energie & Elektrotechnik

Neue Windfeldmodelle bilden Böen korrekt ab

Oldenburger Forschende erzielen wichtigen Fortschritt dabei, Schwankungen des Windes korrekt zu modellieren. Mit einem neuen statistischen Modell ist es Forschenden der Universität Oldenburg gelungen, turbulente Schwankungen des Windes deutlich realistischer abzubilden, als es bisher möglich war. Zudem entwickelte das Team vom Institut für Physik und vom Zentrum für Windenergieforschung ForWind um Dr. Jan Friedrich eine Methode, um aus Daten weniger Messpunkte mit dem Modell vollständige, realitätsnahe Windfelder zu berechnen. Wie sie in der Zeitschrift PRX Energy der American Physical Society…

Physik Astronomie

Diese Entdeckung hat ITER erst möglich gemacht

Vor 40 Jahren fanden Physiker am Max-Planck-Institut für Plasmaphysik einen neuen Plasmazustand, der sich besonders gut für die Energiegewinnung eignen könnte: die H-Mode. Am 8. November 1982 erschien der zugehörige Fachartikel, der der Fusionsforschung weltweit Auftrieb gab. Bis heute gehört die Untersuchung der H-Mode zu ihren wichtigsten Arbeitsgebieten. Der Durchbruch kam an einem Donnerstag, an dem – wie oft davor – Plasmen mit Neutralteilchenheizung bei hohen Temperaturen untersucht werden sollten. Diese Plasmen waren von einer hartnäckigen Gleichförmigkeit. „Doch mitten in…

Physik Astronomie

Dunkle Energie, schwarze Löcher und Exoplaneten aufspüren

Seit 25 Jahren ist die Universität Göttingen Mitbetreiber eines der größten Teleskope der Welt. Seit 25 Jahren fängt das Hobby-Eberly-Teleskop (HET) am McDonald-Observatorium in West-Texas das Licht von Sternen und fernen Galaxien ein und hilft Astronomen, die Rätsel des Kosmos zu entschlüsseln. Sein Hauptspiegel hat einen Durchmesser von elf Metern; damit zählt es zu den größten optischen Teleskopen der Welt. Die Universität Göttingen ist einer der vier Betreiber, zu denen auch die University of Texas in Austin, die Penn State…

Physik Astronomie

An optischen Nanofasern aufgereihte Superatome

Dreiköpfiges Forscher-Team mit Beteiligung der Humboldt-Universität wird vom Europäischen Forschungsrat mit 8 Millionen Euro gefördert. Sowohl ein zukünftiges abhörsicheres Quanten-Internet als auch der Quantencomputer verwenden Prinzipien und Methoden der Quantenoptik. Diese wissenschaftliche Disziplin beschäftigt sich mit der Wechselwirkung von Photonen, also Lichtteilchen, mit Quantenemittern wie Atomen oder Molekülen. Besondere Fortschritte gab es zuletzt auf dem Gebiet der nichtlinearen Quantenoptik. Dort untersucht man Photonen, die sich ähnlich wie elektrisch geladene Teilchen anziehen oder abstoßen. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse bringen das grundlegende…

Rückmeldung