Im Großprojekt »smood® – smart neighborhood« arbeiteten in den vergangenen Jahren unter wissenschaftlicher Beteiligung von Fraunhofer 16 Unternehmen, vier Forschungseinrichtungen und ein Verein an der Zukunft der energetischen Sanierung: Vom digitalisierten Planungsprozess über neuartige Quartiersspeicher für Strom und Wärme bis hin zur intelligenten Steuerungs- und Betriebsführungslösung sollen Bestandsquartiere fit gemacht werden für die Energiewende – und Mieter dadurch kostengünstiger wohnen. Die Kosten für Strom, Gas und andere fossile Brennstoffe sind in den letzten Monaten massiv gestiegen. Doch nicht erst seit…
Fraunhofer-Forschenden ist es gelungen, aus bioresorbierbarem Kieselgel Renacer® eine elektroversponnene Membran herzustellen, die weder zell- noch gentoxisch ist. Diese Matrix ahmt Faserstrukturen nach, die im Bindegewebe vorkommen. Sie eignet sich daher insbesondere für regenerative Anwendungen, etwa für eine bessere Wundheilung. Die Behandlung großflächiger sowie innerer Wunden ist eine Herausforderung und kann äußerst langwierig sein. Forscherinnen und Forscher des Fraunhofer-Instituts für Silicatforschung ISC und des Fraunhofer-Instituts für Toxikologie und Experimentelle Medizin ITEM haben für diesen Anwendungsbereich eine bioresorbierbare Membran entwickelt, die…
Die Software JIPipe wurde von Wissenschaftlern am Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie (Leibniz-HKI) entwickelt und vereinfacht die Analyse von in der Forschung entstandenen Bildern entscheidend. Nutzer*innen können nach ihrem Anwendungsbedarf Flowcharts erstellen und so ohne Programmierkenntnisse automatische Bildanalysen mithilfe künstlicher Intelligenz durchführen. JIPipe basiert auf ImageJ, einem Standardprogramm zur wissenschaftlichen Auswertung von biomedizinischen Mikroskopaufnahmen. Die Autoren stellen ihre Entwicklung nun in Nature Methods vor. Bilder – vor allem mikroskopische Aufnahmen – spielen in der biomedizinischen Forschung eine große Rolle. Mithilfe…
Teilchendetektor der Gießener Physik wird 2025 Teil der Kleinsatellitenmission ROMEO. Ein an der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) entwickelter Teilchendetektor soll an Bord eines Satelliten ins All starten, um die erdnahe kosmische Strahlung zu untersuchen. Der Detektor RUBIK ist am II. Physikalischen Institut entstanden und wird im Rahmen der Kleinsatellitenmission ROMEO die Zählraten und Richtungen der hochenergetischen kosmischen Teilchen in der Erdumlaufbahn genau vermessen. Das Gerät mit den kubischen Detektorelementen (Plastikszintillatoren) erinnert optisch an den berühmten Zauberwürfel, dem er seinen Namen verdankt….
Als Proteinfabrik der Zelle hat das Ribosom die Aufgabe, bestimmte Teile der mRNA in ein Eiweiß zu übersetzen. Um zu erkennen, wo es damit anfangen und wieder aufhören muss, braucht es so genannte Start- und Stopcodons. Ein Team um Matthias Erlacher am Institut für Genomik und RNomik an der Med Uni Innsbruck untersuchte erstmals überlappende Startcodons in bakteriellen mRNAs. Nun muss geklärt werden, ob aufgrund des entdeckten Mechanismus die bakterielle Proteinvielfalt größer ist, als bisher angenommen, oder ob es sich…
Düsseldorf steht nie still… Mit qualitätssichernden Maßnahmen wird nach dem Willen der Stadtväter die Qualität des Düsseldorfer Städtebaus erhalten und kontinuierlich weiterentwickelt. Im Stadtteil Golzheim beispielweise stehen im Straßenabschnitt zwischen Fischerstraße/Klever Straße und Cecilienallee Büro- und Verwaltungsgebäude, die die Brücke zwischen einem Jahrhundert Baukultur spannen, die nach und nach saniert werden. Insbesondere sind es die Hochbauten auf der Rückseite des denkmalgeschützten Oberlandesgerichts. Das Verwaltungshochhaus, das auf der Ecke zur Kurt-Baurichter-Straße steht, erhielt zum Jahreswechsel 2022/2023 ein neues Dach. Die Planung…
dormakaba gibt die Einweihung des Photovoltaik-Kraftwerks in seiner Produktionsstätte in Mahindra World City, Chennai, bekannt. Ausgestattet mit 440 Solarmodulen verfügt der Standort über eine installierte Leistung von 240 Kilowatt Peak (kWp), genug, um den aktuellen Energiebedarf aus eigenen erneuerbaren Energien zu decken. Ein Kernelement von dormakabas Klimaschutz-Strategie ist die Ausweitung der Installation von Solarmodulen, insbesondere in Regionen, in denen Ökostrom nicht ohne Weiteres auf dem Markt verfügbar ist. Im Rahmen dieses Ansatzes hat dormakaba im Geschäftsjahr 2018/19 mit der Installation…
Sie sind gerade einmal daumennagelgroß, können miteinander kommunizieren, reagieren aufeinander und sollen künftig das Leben von Menschen mit funktionalen Einschränkungen erleichtern. Die Rede ist von einer neuen Generation interaktiver Mikroimplantate, die das BMBF-Innovationscluster INTAKT, koordiniert vom Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik IBMT, entwickelt hat. Die Miniatur-Helfer sind etwa Impulsgeber bei Tinnitus oder bei Funktionsstörungen des Verdauungstrakts und sollen die Wiedererlangung der Greiffunktionen der Hand unterstützen. Die Entwicklung winziger, in den Körper implantierbarer Helfer hat das Ziel, die Lebensqualität von Menschen mit…
… sorgt für weniger Verschleiß und kürzere Bearbeitungszeiten. Wer sich im produzierenden Gewerbe erfolgreich behaupten möchte, muss seine Teilefertigung kontinuierlich optimieren. Viele der üblichen Optimierungsmaßnahmen sind in der industriellen Serienfertigung jedoch so weit ausgeschöpft, dass keine spürbaren Verbesserungen mehr erzielbar sind. Dies gilt gerade für Zerspanungsprozesse, die oft einen erheblichen Teil der Wertschöpfung ausmachen. Das Gründerteam VibroCut am Fraunhofer IWU zeigt: durch innovative Schwingungsunterstützung lassen sich in diesen Prozessen Bearbeitungskräfte, Werkzeugverschleiß, Gratbildung und Spanbruchprobleme reduzieren. Dank Schwingungsunterstützung ist eine deutliche…
Sie fliegen hoch über unseren Köpfen und sind für unsere global vernetzte Welt unabdingbar: Satelliten. Um ihre Daten untereinander sowie mit Bodenstationen auszutauschen, haben sie lange Zeit mit Funkwellen gearbeitet. Doch in einer hochvernetzten Welt mit einem rasant wachsendem Datenvolumen reichen diese schon lange nicht mehr aus, um der Menge an Daten gerecht zu werden. Die Lösung: Licht. Damit lassen sich Daten deutlich schneller – und speziell mit verschränkten Lichtteilchen auch noch wesentlich sicherer – übertragen. Auf der SPIE Photonics…
CDRmare-Jahrestagung legt Fokus auf meeresbasierte Methoden. Die Zeit drängt: Weltweit mahnt die Forschung, dass es bald kaum noch möglich sein wird, den menschengemachten Klimawandel soweit aufzuhalten, dass die international vereinbarten Klimaziele eingehalten werden. Selbst eine umgehend realisierte drastische Reduktion der Kohlendioxid (CO2)-Emissionen reicht nach aktuellem Stand dafür nicht mehr aus, sondern wird durch zusätzliche CO2-Entnahme aus der Atmosphäre ergänzt werden müssen. Vor diesem Hintergrund startet heute in Stralsund die 2. Jahrestagung der Forschungsmission CDRmare der Deutschen Allianz Meeresforschung, auf der…
– Fangfallen als Toilettenschüsseln. In tropischen Gebirgen nimmt die Zahl der Insekten mit zunehmender Höhe ab. Dadurch verschärft sich in Gebirgshochlagen die Konkurrenz zwischen Pflanzenarten, die sich auf den Fang von Insekten als wichtige Nährstoffquelle spezialisiert haben. Wie kreativ einige dieser Pflanzenarten mit dieser Situation umgehen, zeigt ein Forschungsteam mit Prof. Dr. Gerhard Gebauer von der Universität Bayreuth in den „Annals of Botany“. Auf Borneo haben einige Arten der Kannenpflanze Nepenthes ihre Ernährung umgestellt: Mit ihren Fangfallen, die ursprünglich der…
Orthesen müssen perfekt sitzen. Bisher werden Orthesen vornehmlich manuell angefertigt, was zu einer hohen Fehlerquote führt. Digital basierte Fertigungsketten können diesen Ausschuss deutlich reduzieren. Der Trend der Zukunft heißt „Microfactory” nicht nur für Mode, sondern auch für Medizintextilien. Die Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf (DITF) haben dazu eine digitale Plattform entwickelt, mit der passgenaue flexible textile Orthesen ressourcen-, zeit- und kostensparend hergestellt werden können. Für diese Plattform wurden an den DITF die Körperkenndaten von Patientinnen und Patienten analysiert…
Projekt RecyLIB will Ressourcen und Energie sparen… Elektromobilität nimmt weiter Fahrt auf. Beschleunigt durch hohe Kraftstoffpreise steigen immer mehr Käufer auf Hybrid- oder reine Elektrofahrzeuge um, wie die jüngsten Neuzulassungsstatistiken zeigen. Mit der zunehmenden Anzahl von Antriebsbatterien wird auch die Frage nach umweltfreundlichen Herstellungs- und Recyclingverfahren lauter. Ein wichtiger Aspekt ist das funktionserhaltende Recycling von Lithium-Ionen-Batterien. Das 2022 gestartete Projekt »RecyLIB« – gefördert über ERA-MIN von der Europäischen Union und nationalen Fördergebern – will mit neuen Verfahren zur Batterieelektrodenherstellung, direktem…
METEOR-Expedition M187 vor Namibia soll Verständnis künftiger Veränderungen der marinen Nahrungsnetze und der Kohlenstoffaufnahme durch den Ozean verbessern. Auf seiner 187. Expedition folgt das deutsche Forschungsschiff METEOR den Spuren der kleinsten und vielleicht wichtigsten Organismen des Ozeans. Unter der Leitung des GEOMAR-Biologen Dr. Thomas Browning untersucht ein Team von Forschenden, wie sich veränderte Nährstoffkonzentrationen im Auftriebssystem vor Namibia auf das Wachstum des Phytoplanktons auswirken. Diese Organismen bilden die Grundlage der Nahrungsnetze und unterstützen die Aufnahme von Kohlendioxid durch den Ozean….
Die aktuelle Klima- und Energiekrise hat in Deutschland zu einer Rückbesinnung auf klimafreundlichere und energieeffizientere Bauweisen geführt. Der große Gewinner dieses Bewußtseinswandels ist der traditionelle Baustoff Holz. Das Bauen mit Holz hat sich in Deutschland als ein neuer Bautrend etabliert. Klima- und Energiekrise – Auswirkungen auf die Baubranche Schon immer haben uns die großen Fragen der Menschheit beschäftigt, alle privaten und öffentlichen Lebensbereiche durchdrungen und hier zu einem Umdenken und tiefgreifenden Veränderungen von Verbrauchergewohnheiten geführt. Zu den drängendsten Problemen der…