Vom 9. bis 13. Juni wird Nizza zum Hotspot der internationalen Politik und Meereswissenschaft. Auf der dritten Ocean Conference der Vereinten Nationen (UNOC-3) treffen sich Vertreter:innen der UN-Mitgliedstaaten, Finanzinstitutionen, Nichtregierungsorganisationen, Unternehmen, indigene Gemeinschaften, zivilgesellschaftliche Akteure und natürlich Meeresforschende und Ozeanexpert:innen aus aller Welt. Auch vom Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung (ZMT) in Bremen nehmen Wissenschaftler:innen an der hochkarätigen Konferenz teil und beteiligen sich unter anderem an Veranstaltungen auf dem Forschungsschiff METEOR und an der vorgeschalteten Wissenschaftskonferenz „One Ocean Science Congress“. Die…
Im Projekt MONOCAB forscht die HSBI zusammen mit der TH OWL und weiteren Partnern an einem Einschienenfahrzeug, das künftig auf vorhandenen stillgelegten Gleisen den Individualverkehr im ländlichen Raum klimaschonend ergänzen könnte. Die HSBI hat maßgeblich das Fahrwerk entwickelt und arbeitet nun am Rahmen, der Kabine und an der Umsetzvorrichtung für den Spurwechsel. Bielefeld (hsbi). Es gibt viele Ideen für neue Mobilität. MONOCAB nutzt mit kleinen, leichten und autonomen Schienenfahrzeugen die vorhandene Infrastruktur stillgelegter eingleisiger Eisenbahnstrecken im ländlichen Raum – auf…
Fledermäuse in den Tropen Amerikas sind ein Reservoir für Morbilliviren – eine Gattung von RNA-Viren, zu denen auch das menschliche Masernvirus gehört. Ihre Rolle bei der Ausbreitung dieser Viren auf andere Säugetierarten ist unklar. Ein Forschungsteam unter der Leitung der Charité – Universitätsmedizin Berlin und des DZIF hat nun die Ausbreitung von Morbilliviren in Fledermäusen und Affen in Brasilien und Costa Rica untersucht und dabei neue Virusarten und Wirtswechsel von Fledermäusen auf andere Säugetierarten entdeckt. In der Studie fordern die…
Nominierungen für Artikel von Wissenschaftlern in jeder Phase ihrer Karriere und aus jedem Land der Welt willkommen sind Dieser internationale Preis wurde ins Leben gerufen, um die bemerkenswertesten wissenschaftlichen Entdeckungen im biomedizinischen Bereich auszuzeichnen. Er hat sich einen wachsenden Ruf als Vorstufe zum Nobelpreis erarbeitet, da er in einer früheren Ausgabe zwei Autoren auszeichnete, die später mit dem Nobelpreis für Medizin geehrt wurden. Die vierte Ausgabe des internationalen Preises der BIAL Foundation, des BIAL Award in Biomedicine ist in vollem…
Messung des g-Faktors von lithiumhaltigem Zinn Quantenelektrodynamik – ein Wettbewerbsfeld für Präzision Quantenelektrodynamik (QED) ist die grundlegende Theorie, die alle elektromagnetischen Phänomene einschließlich des Lichts (Photonen) beschreibt. Zugleich ist sie die bestgetestete Theorie der Physik überhaupt. Auf verschiedene Weise wurde sie bis auf 0,1 zu einer Milliarde genau geprüft. Aber gerade die Stärke dieser Theorie treibt die Physiker an, sie noch strenger zu untersuchen und ihre möglichen Grenzen auszuloten. Jede signifikante Abweichung wäre ein Hinweis auf neue Physik. Die…
Ein Pilz, zwei Arten, Millionen tote Fledermäuse: Eine Studie, die am 28.05.2025 in der Fachzeitschrift Nature publiziert wird, hat mehr als 5000 Proben eines Pilzes analysiert, der für das größte dokumentierte Säugetiersterben durch einen Krankheitserreger verantwortlich ist. Ein internationales Team von Forschenden, unter Federführung einer Doktorandin der Universität Greifswald, hat in Zusammenarbeit mit Partnern aus Frankreich, Bulgarien, Finnland und der Ukraine und mehreren hundert freiwilligen Helfer*innen die Studie durchgeführt. Die Ergebnisse werfen ein Schlaglicht auf die Risiken menschlicher Eingriffe in…
Studie in Nature liefert Einblicke in eindimensionale Anyonen. Im Gegensatz zu Fermionen und Bosonen, den beiden grundlegenden Teilchenarten in der Natur, weisen Anyonen einzigartige Quanteneigenschaften auf. Solche Teilchen sind selten zu beobachten, weil alle üblichen Elementarteilchen entweder Bosonen oder Fermionen sind. Anyonen, die nicht eigenständig existieren, sondern als Anregungen in Quantensystemen auftreten, wurden bisher nur in zweidimensionalen Systemen beobachtet. Ihr Nachweis in eindimensionalen Systemen blieb bis heute aus. In einer aktuellen Studie untersuchten Forscher:innen der Universität Innsbruck, der Université…
Barbara Frankes bahnbrechende Arbeit transformiert das Verständnis von Entwicklungsstörungen durch innovative molekulare Ansätze NIMWEGEN, Niederlande, 27. Mai 2025 – In einem umfassenden Genomic Press Interview, das heute veröffentlicht wurde, enthüllt Professorin Barbara Franke ihre bemerkenswerte wissenschaftliche Reise vom wissbegierigen Kind, das von der Natur fasziniert war, zu einer der weltweit einflussreichsten Forscherinnen in der biologischen Psychiatrie. Die Molekularpsychiaterin an der Radboud-Universität hat unser Verständnis davon, wie genetische Variationen zu verändertem Verhalten bei neurologischen Entwicklungsstörungen führen, insbesondere bei ADHS, grundlegend…
Neue Studie zu Erbsenproteinhydrolysaten liefert überraschende Erkenntnisse Eine aktuelle Studie des Leibniz-Instituts für Lebensmittel-Systembiologie an der Technischen Universität München zeigt: Auch weniger bitter schmeckende Erbsenproteinhydrolysate können ebenso starke Sättigungssignale in Magenzellen auslösen wie ihre bittereren Pendants. Entscheidend ist, dass bei ihrer Verdauung im Magensaft neue bittere Proteinfragmente entstehen, welche die Ausschüttung von Magensäure und des Botenstoffs Serotonin stimulieren – beide Signale tragen im Körper maßgeblich zum Sättigungsgefühl bei. Die Studienergebnisse eröffnen neue Perspektiven für die Entwicklung pflanzlicher Lebensmittel, die…
Eine unterschätzte Quelle für Aerosole in der Atmosphäre? Leipzig. Hochempfindliche Nachweismethoden erlauben immer tiefere Einblicke in komplexe chemische Prozesse in der Atmosphäre: Forscher am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) in Leipzig fanden bei einer detaillierten Produktstudie zum oxidativen Abbau des Isoprens in der Gasphase eine Reihe neuer Produktkanäle, welche ein besseres mechanistisches Verständnis dieses wichtigen Prozesses für die Atmosphärenchemie erlaubt. Die Ergebnisse wurden im Fachjournal Nature Communications veröffentlicht. Isopren (C5H8), hauptsächlich produziert von Laubwäldern, ist eine der bedeutendsten Nicht-Methan Verbindungen…
Bielefelder Forschende werten Vitalwerte von mehr als 200 Fans ausDas DFB-Pokalfinale zwischen dem DSC Arminia Bielefeld und dem VfB Stuttgart hallt nach – nicht nur emotional, sondern auch wissenschaftlich. Forschende der Universität Bielefeld haben mithilfe von Smartwatches Herzschlag und Stress-Level von mehr als 200 Arminia-Fans beim Pokalfinale am Samstag gemessen. Erstes Ergebnis: Die Forschenden fanden klare Parallelen zwischen Spielverlauf und Körperreaktionen. Schon lange vor Anpfiff stiegen Puls und Belastungswerte deutlich an. Arminia geht wirklich zu Herzen – für die meisten…
Damit aus einer Idee ein leistungsfähiges Softwaresystem wird, braucht es durchdachte Entwicklungsprozesse und fortschrittliche Technologien. Wie Künstliche Intelligenz dabei unterstützen kann, erforscht Prof. Dr. Andreas Vogelsang. Er hat den Lehrstuhl für ‚Software Systems Engineering‘ an der Fakultät für Informatik der Universität Duisburg-Essen übernommen und ist in das Leitungsgremium von paluno – The Ruhr Institute for Software Technology berufen worden. Im Zentrum von Prof. Vogelsangs Forschung steht das Requirements Engineering – also die systematische Erfassung und Analyse der Anforderungen an Softwaresysteme….
Eine neue Studie von Forschenden der Universität Mannheim zeigt, dass Menschen mit ähnlichen Persönlichkeitsmerkmalen oft in ähnlichen Jobs arbeiten. Wer sich dagegen von Kolleg*innen unterscheidet, wechselt häufig den Beruf. Wer sich fragt, warum in bestimmten Berufen oft „der gleiche Typ Mensch“ arbeitet, bekommt jetzt eine fundierte wissenschaftliche Antwort: Eine neue Studie der Universität Mannheim zeigt, dass Persönlichkeit und Berufswahl eng miteinander verknüpft sind – und dass sich diese Beziehung über die Zeit verstärkt. Die Mannheimer Forschenden Dr. Claudia Rossetti, Dr….
MHH-Hämatologen therapieren schwerkranken Patienten mit erworbener Hämophilie A erfolgreich mit CAR-T-Zellen. In Zell- und Gentherapien liegen große Hoffnungen der Biomedizin. Sie gewinnen zunehmend an Bedeutung für Erkrankungen, die bisher nicht oder nur schlecht behandelt werden können – etwa bei aggressiven Krebsformen oder bei seltenen Krankheiten wie der Hämophilie, umgangssprachlich auch Bluterkrankheit genannt. Im Hämophilie-Zentrum an der Klinik für Hämatologie, Hämostaseologie, Onkologie und Stammzelltransplantation (Direktor Professor Dr. Florian Heidel) der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) ist jetzt zum ersten Mal eine sogenannte…
TU Wien und die Universität Keio (Japan) haben eine neue Methode entwickelt, Blutgefäße in winzigen Organmodellen auf einem Chip zu erzeugen – rasch und reproduzierbar. Wie kann man die Wirkung eines neuen Medikaments erforschen? Wie kann man das Zusammenspiel verschiedener Organe besser verstehen? In der medizinischen Forschung spielen sogenannte „Organ-on-a-chip“-Anwendungen (auch mikrophysiologische Systeme genannt) eine wachsende Rolle: Wenn man es schafft, Gewebestrukturen in Labor auf präzise kontrollierbaren Chips wachsen zu lassen, dann kann man viel präziser forschen als das mit…
Menschen, die an Parkinson leiden, büßen im Lauf der Zeit immer mehr Bewegungsfähigkeit ein und können irgendwann nicht mehr gehen. Hoffnungen ruhen auf der tiefen Hirnstimulation, auch Hirnschrittmacher genannt. In einer aktuellen Studie haben Forschende der Universitäten Bochum und Marburg untersucht, ob und wie die Stimulation einer bestimmten Hirnregion die Gehfähigkeit positiv beeinflussen und Patienten mehr Lebensqualität zurückgeben kann. Dafür nutzten sie eine Technik, bei der Nervenzellen mit Licht ein- und ausgeschaltet werden. Sie berichten in der Zeitschrift Scientific Reports…