– physikalische Eigenschaften sind wichtig für die Interaktion mit Zellen. Neue Erkenntnisse eines Forscherteams des Sonderforschungsbereich 1357 – Mikroplastik der Universität Bayreuth enthüllen, dass scheinbar identische Mikroplastik-Modellpartikel verschiedener Hersteller sich in ihren Eigenschaften stark unterscheiden, und deshalb unterschiedlich mit Zellen interagieren. Diese Entdeckung wirft ein neues Licht auf die Forschung zu den potenziellen Risiken von Mikroplastik, da viele Studien auf solche Modellpartikel zurückgreifen. Mikroplastik ist überall in unserer Umwelt zu finden. Meer, Flüsse, Boden, Luft – wo auch immer Forschende…
Wie Seepferdchen-förmige Toxine Insekten töten. Dortmunder Max Planck-Forschende enthüllen erstmals die detaillierte Struktur des Bakterientoxins Mcf1. Auch Insekten werden regelmäßig von krankheitserregenden Bakterien befallen. Diese setzen dabei Toxine frei, um ihre Wirte zu töten. Das Bakterium Photorhabdus luminescens beispielsweise pumpt Insektenlarven mit dem tödlichen Toxin “Makes caterpillars floppy 1” (Mcf1) voll, wodurch die Larven erst erschlaffen und dann sterben. Doch wie Mcf1 seine verheerende Wirkung entfaltet, war bisher ein Rätsel. Forschenden unter der Leitung von Stefan Raunser, Direktor am Max-Planck-Institut…
Mit Hilfe chemischer Verfahren und quantenmechanischer Effekte haben Forschende die Helligkeit von Quantenpunkten aus Blei-Halogenid-Perowskiten deutlich verbessert. Durch Aufbringen von Phospholipiden auf die Oberfläche der Quantenpunkte wurde die Photonenerzeugung stabiler. Unter Ausnutzung eines quantenmechanischen Effekts konnte zudem die Anzahl der pro Sekunde erzeugten Photonen erhöht werden. Quantenpunkte sind so etwas wie künstliche Atome: Nur wenige Nanometer gross und aus Halbleitermaterialien bestehend, können sie Licht einer ganz bestimmten Farbe aussenden oder gar einzelne Photonen, was für Quantentechnologien wichtig ist. Die Entdecker…
Fortschrittliches Material für die Solarkraftstofftechnologie. Nachhaltige Kraftstoffe aus Sonnenenergie zu gewinnen, ist ein ambitioniertes Vorhaben und stellt Mensch und Material vor große Herausforderungen. Im Projekt MAfoS entwickeln Forschende des Fraunhofer-Zentrums für Hochtemperatur-Leichtbau HTL Werkstoffe für die erste industrielle Solar-to-Fuel-Demonstrationsanlage. Es klingt fast märchenhaft: In einem hohen, Spiegel-besetzten Turm entstehen aus Wasser, CO2 und Sonnenlicht nachhaltige Kraftstoffe. Zu diesem Plan steuern Fraunhofer-Expertinnen und -Experten ihr Know-how in einem besonderen Projekt bei: »Material Advancements for Solar Fuels Technology«, kurz MAfoS heißt das…
Bei einem Kick-off-Meeting in Köln fiel am 30. Januar 2024 der Startschuss für einen Roadmapping-Prozess, der die in Hochschulen, Forschungsinstituten, Start-ups und Unternehmen Nordrhein-Westfalens laufenden Aktivitäten auf dem Gebiet der Quantentechnologien bündeln soll. Die beiden federführenden Ministerien für Kultur und Wissenschaft (MKW) und für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie (MWIKE) haben die Koordinierungsstelle QT.NMWP.NRW und das Forschungszentrum Jülich mit der Durchführung beauftragt. Die Koordination übernimmt das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT in Aachen. Nordrhein-Westfalen hat ein lebendiges Quanten-Ökosystem. Über das ganze…
Drei Expeditionen mit der POLARSTERN verbessern das wissenschaftliche Verständnis von Rückkopplungen zwischen Eis, Ozean und Atmosphäre in der Ostantarktis. Das Eis in dieser Region speichert Wassermassen, die den Meeresspiegel bei fortschreitender globaler Erwärmung über Jahrhunderte hinweg um dutzende Meter ansteigen lassen können. Die beiden aktuellen Reisen stehen unter Leitung von Kieler Forschenden: Anfang Februar übergibt Dr. Marcus Gutjahr vom GEOMAR an Professor Dr. Sebastian Krastel von der Universität Kiel. Die nun endende Fahrt brachte wertvolle neue Erkenntnisse und Daten –…
Plastik stellt eine zunehmende Bedrohung für die Ökosysteme der Ostsee dar. Jährlich gelangen zwischen 4 und 12 Millionen Tonnen Plastik in die Meere, während der Plastikverbrauch weiterhin steigt. Länderübergreifende Maßnahmen sind gefragt, um dieses globale Umweltproblem anzugehen. Gemeinsam mit dänischen, schwedischen und polnischen Partnern haben die Universität Rostock und das Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) ein Forschungsprojekt gestartet, das die Vermeidung von Meeresplastik an seiner Ursprungsquelle bewirken will. Das Interreg-Projekt “Circular Ocean-bound Plastic” (COP) wird über einen Zeitraum von drei…
Wenn 1 Kilogramm Wasserstoff beim PKW (rund) 100 Kilometer Reichweite erlaubt, findet ein H2-Tank für den elektrischen Antrieb auch im begrenzten Bauraum eines Motorrads Platz. Wesentlich anspruchsvoller ist es, in der Rahmenkonstruktion ein komplettes Brennstoffzellensystem unterzubringen, das ›an Bord‹ für die Umwandlung des Wasserstoffs in elektrische Energie benötigt wird. Dieser Herausforderung stellt sich nun ein deutsch-tschechisches Konsortium aus Forschungseinrichtungen und produzierenden Unternehmen: Bis Ende 2025 wird ein fahrfähiges Motorrad als Demonstrator aufgebaut, der den strengen europäischen Zulassungsnormen und Zertifizierungsvorschriften gerecht…
– neuer Katalysator am LIKAT entwickelt. Das ist die Vision: am Feldrand oder auf dem Betriebshof mittels erneuerbarer Energien den Grundstoff Methanol zu produzieren. Gebraucht würden dafür außer Wind oder Sonne noch Wasser und CO2, um zu den Ausgangsstoffen des grünen Methanol-Verfahrens zu gelangen: Kohlenmonoxid (CO) und Wasserstoff (H2), die katalytisch zu Methanol reagieren. Möglich macht dies ein neuer Katalysator, der in Rostock entwickelt wurde. Ein Verfahren auf dieser Basis verzichtet komplett auf fossile Rohstoffe. Und es ist hochselektiv, d.h….
Inbetriebnahme von 21.000 Solarmodulen an drei Produktionsstandorten. dormakaba hat in den letzten drei Monaten drei Photovoltaik-Kraftwerke mit insgesamt rund 21.000 Solarmodulen auf den Dächern seiner Produktionsstätten in Melaka (Malaysia), Suzhou (China) und Taishan (China) in Betrieb genommen. Die Solaranlagen sollen jährlich mehr als 11.000 Megawattstunden (MWh) Strom erzeugen und jährlich fast 7.000 Tonnen CO2-Äquivalent (CO2e) einsparen. Diese Initiative zum Ausbau der Nutzung erneuerbarer Energien ist Teil des Klimaschutzplans von dormakaba, der darauf abzielt, die betrieblichen Emissionen bis zum Jahr 2030…
Das Angioödem ist eine seltene, aber potentiell lebensbedrohliche Reaktion auf blutdrucksenkende ACE-Hemmer. Mit einer Analyse von acht europäischen Studienkollektiven führten Forschende vom Universitätsklinikum Bonn (UKB), der Universität Bonn sowie des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) erstmals eine genomweite Assoziationsstudie mit mehr als 1.000 Betroffenen durch. Sie identifizierten insgesamt drei Risiko-Loci in den Erbanlagen. Darunter ein neuer Genort, der zuvor noch nicht mit dem Risiko für das ACE-Hemmer induzierte Angioödem in Verbindung gebracht wurde. Die Ergebnisse der Studie sind in…
Erkenntnisse des Forschungsteams um Dr. Holger Bierhoff zu molekularem Mechanismus, der bei der Entstehung von Brustkrebs eine wichtige Rolle spielt, dienen auch der Alternsforschung am FLI. Jena. Mit einer wichtigen Entdeckung ging die Friedrich-Schiller-Universität Jena Mitte Januar 2024 an die Öffentlichkeit: Ein Team von Forschenden der Universitäten Jena und Shenzhen (China) sowie des Uniklinikums Jena hatten einen molekularen Mechanismus entschlüsselt, der bei der Entstehung von Brustkrebs eine wichtige Rolle spielt. Interessanterweise wird dieser Mechanismus durch die so genannte lange, nicht-codierende…
Forschende der JGU und der Universität Tokio konnten erstmalig ein logisches Qubit aus einem einzigen Lichtpuls erzeugen, das die Korrigierbarkeit von Fehlern bereits intrinsisch enthält. Es hat sich viel getan bei den Quantencomputern: Die großen Player Google, IBM und Co. bieten bereits entsprechende Clouds an. Bei Problemen allerdings, bei denen Standardcomputer an ihre Grenzen stoßen, können auch Quantencomputer derzeit noch nicht helfen: Die verfügbare Menge an Qubits, also der kleinsten quantenphysikalischen Recheneinheiten, ist dafür noch zu gering. Einer der Gründe…
Future Urban Air Mobility… Bei den Olympischen Spielen 2024 können Menschen sich erstmals mit Flugtaxis zu den Spielstätten fliegen lassen. Start und Landung von senkrecht startenden Fluggeräten wie Drohnen, Multikoptern und Flugtaxis werden auf sogenannten Vertiports stattfinden. Forschende am Fraunhofer FHR entwickeln ein volldigitales Sensornetzwerk inklusive Radarsensor, das künftig den Flugverkehr an Vertiports hochgenau überwachen und einen sicheren Flugbetrieb gewährleisten soll. Das System umfasst dezentrale aktive und passive Sensoren, die vollständig autonom funktionieren, sich selbst miteinander vernetzen und gemeinsam den…
Forschungsteam präsentiert Champion in der Schwergewichtsklasse. Supraleitung ist seit mehr als hundert Jahren bekannt und für konventionelle Supraleiter mittlerweile gut verstanden. Neueren Datums hingegen sind unkonventionelle Supraleiter, bei denen nicht eindeutig geklärt ist, wie sie funktionieren. Ein Team des HZDR hat gemeinsam mit Kollegen der Forschungseinrichtung CEA, der Universität Tōhoku und des Max-Planck-Instituts für Chemische Physik fester Stoffe neue Erkenntnisse gewonnen, wie die Forschenden im Journal Nature Communications berichten. Die Befunde könnten erklären, warum ein neuartiges Material auch in extrem…
Spezialisierte Zellen namens Oligodendrozyten reagieren auf die Aktivität der Hirnzellen und versorgen die langen Nervenverbindungen bedarfsgerecht mit Energie, wie UZH-Forschende zeigen. Wird bei Mäusen diese zelluläre Kommunikation unterbrochen, treten mit fortschreitendem Alter Schäden an den Nervenfasern auf, die jenen bei neurodegenerativen Erkrankungen ähneln. Die Gehirnfunktion ist abhängig von der schnellen Weiterleitung elektrischer Signale entlang der Axone. Diese langen Ausläufer der Nervenzellen verbinden Milliarden von Hirnzellen miteinander. Um eine schnelle und effiziente Signalübertragung zu gewährleisten, werden die Axone von speziellen Zellen…