Alle Neuigkeiten

Energie & Elektrotechnik

Mehr Strom aus Abwärme dank neuer Kolbenmaschine

Empa-/ETH-Spin-off möchte Energieeffizienz steigern. Industrielle Abwärme ist eine brachliegende Goldgrube: Sie fällt in grossen Mengen an, wird aber kaum effizient genutzt. Eine neuartige Maschine von Empa-Experten und ihren Partnern, die aus einer innovativen Motorentechnologie entstand, könnte das ändern – auch mit Hilfe eines «Empa Entrepreneur Fellowship», mit dem der Empa-Forscher und Jungunternehmer Andyn Omanovic kürzlich ausgezeichnet wurde. Gute Ideen machen zuweilen überraschende Karrieren. Über Jahre hatten Fachleute der Empa an einer innovativen Ventilsteuerung für Verbrennungsmotoren gearbeitet – mit Hilfe von…

Informationstechnologie

Autonome Unterwasserfahrzeuge mit hybrider Kommunikation

Herkömmliche autonome Unterwasserfahrzeuge (AUV) sind groß und teuer in Herstellung und Wartung. Genau an diesen Handicaps hat das schlesig-holsteinische Forschungs- und Entwicklungsprojekt „MAUS“ (Mobiles Autonomes Unterwassersystem) angesetzt. Die beiden entwickelten AUVs wiegen rund 50 Kilogramm, sind etwa 1,25 Meter lang, 56 cm breit und 40 cm hoch. Die kleinen AUVs eröffnen eine flexiblere Verwendung, können unkomplizierter transportiert werden. Um sie zu Wasser zu lassen, ist keine Kranvorrichtung an Bord von Forschungsschiffen nötig. Die Einsatzbereiche der AUVs sind vielfältig: Sie spüren…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Amazonas-Regenwald auf der Kippe

Waldverlust verstärkt den Klimawandel… Der Amazonas-Regenwald könnte sich einem Kipppunkt nähern, der zu einem großflächigen Zusammenbruch mit schwerwiegenden Auswirkungen auf das globale Klima führen könnte. Eine im Fachmagazin Nature veröffentlichte Studie eines internationalen Forscherteams unter Beteiligung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) zeigt, dass bis zu 47 Prozent des Amazonaswaldes betroffen sein können und identifiziert zugleich kritische Grenzwerte für Klima- und Landnutzungsveränderungen, die nicht überschritten werden sollten, um die Widerstandsfähigkeit des Amazonas zu erhalten. “Bereits heute hat sich der südöstliche Amazonas…

Energie & Elektrotechnik

Leckagen erkennen und Messfehler intelligent kompensieren

Start-Up und Universität Stuttgart erzielen erste Erfolge. Anfang 2023 startete die Kooperation zwischen dem Druckluft-Start-Up WRS Energie und dem Institut für Energieeffizienz in der Produktion EEP der Universität Stuttgart. Die Zusammenarbeit wird vom Land Baden-Württemberg im Rahmen von Invest BW mit 500.000 € bezuschusst. Nach einem Jahr liegen nun die ersten Ergebnisse vor. Sie haben das Potenzial für bahnbrechende Veränderungen in der Industrie. Druckluft ist der teuerste Energieträger in Unternehmen. Die gute Nachricht: Es gibt große Einsparpotenziale von durchschnittlich 30…

Medizintechnik

Genauere Diagnostik für besseres Hören mit dem Cochlea-Implantat

Die CI-Hörprothese verbessert das Sprachverständnis nicht bei jedem Menschen gleichermaßen schnell und gut. Ein Forschungsteam von MHH und Uni Oldenburg untersucht nun, wie sich das Gehirn an das elektrische Hören anpasst. Wenn Hörgeräte kaum oder gar nicht mehr helfen, werden zur Behandlung von Hörverlusten auch sogenannte auditorische Implantate eingesetzt. Das am weitesten verbreitete ist das Cochlea-Implantat (CI). Allein in Deutschland bietet die Hörprothese etwa 50.000 Menschen, die gehörlos geboren wurden oder im Laufe des Lebens ertaubt sind, den Zugang zur…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Verschmutzung der Meere

Kunstfasern und Reifenabrieb beeinflussen Korallen besonders stark. Studien zu Auswirkungen von Mikropartikeln unterschiedlicher Materialien auf riffbildende Korallen und deren Ernährungsverhalten. Korallen ernähren sich von Plankton, das sie aus dem Meerwasser filtern. Durch die zunehmende Verschmutzung der Meere nehmen sie dabei auch winzige Plastikpartikel auf. Dieses Mikroplastik wieder auszuscheiden, gelingt den Korallen nicht immer. Sie lagern es in ihr Kalkskelett ein, was einigen Arten nicht gut bekommt: Sie wachsen schlechter und langsamer, entwickeln Korallenbleiche und Nekrosen. Dr. Jessica Reichert forscht an…

Biowissenschaften Chemie

Bisher verkannte DNA-Sequenz

… als wichtiger Faktor bei der Entwickung des Gehirns identifiziert. Ein internationales Forscherteam hat nachgewiesen, dass ein bisher kaum beachtetes, repetitives DNA-Element, das so genannte „Long Interspersed Nuclear Element“ (L1), zur Erhaltung neuronaler Vorläuferzellen (NPCs) beiträgt und damit eine wichtige Rolle bei der Entwicklung des Gehirns von Säugetieren spielt. Die Studie, die kürzlich in der Zeitschrift Cell Reports veröffentlicht wurde, wurde von Tomohisa Toda, Professor für Neuronale Epigenomik an der Friedrich-Alexander- Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), die mit dem Max- Planck-Zentrum für…

Veranstaltungsnachrichten

Crème de la Crème der CAR-T-Zell-Szene

EBMT-EHA 6th European CAR T-cell Meeting: Michael Hudecek hat vom 15. bis 17. Februar gemeinsam mit Anna Sureda den Vorsitz von Europas größtem CAR T-Zell-Meeting in Valencia. Das Europäische CAR-T-Zell-Meeting sei ein bisschen wie „Wetten, dass?“ Top-Referenten fliegen um die halbe Welt, um ihre neuesten Daten vor einem großen Publikum zu präsentieren”, sagt Prof. Dr. Michael Hudecek, der gemeinsam mit Anna Sureda von der Universität Barcelona das sechste European CAR-T Cell Meeting in Valencia leitet. Vom 15. bis 17. Februar…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Schiffe sicher und umweltfreundlich recyceln

Forschende der Universität Paderborn arbeiten an einem europaweiten Pionierprojekt mit, das die Sicherheits-, Gesundheits- und Umweltstandards im Schiffsrecycling verbessern will. Um dieses Ziel zu erreichen, verfolgen die Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft einen neuartigen Ansatz, bei dem Robotik- und KI-Systeme zum Einsatz kommen. Das im Januar gestartete Vorhaben wird von der Europäischen Union (EU) über eine Laufzeit von vier Jahren mit insgesamt knapp acht Millionen Euro gefördert, wovon rund 950.000 Euro in die Paderborner Forschung am Institut für Elektrotechnik und…

Informationstechnologie

Kritische Sicherheitslücke in der Internet-Infrastruktur

Grundlegende Design-Fehler in DNSSEC entdeckt. Das Nationale Forschungszentrum für angewandte Cybersicherheit ATHENE hat einen kritischen Fehler im Design von DNSSEC, der Sicherheitserweiterung des DNS (Domain Name System), aufgedeckt und Hersteller und Dienstanbieter dabei unterstützt, diesen zu beheben. DNS ist einer der grundlegenden Bausteine des Internets. Ohne die Fehlerbehebung könnte der Designfehler verheerende Folgen für praktisch alle DNSSEC nutzenden DNS-Implementierungen und öffentlichen DNS-Anbieter wie Google und Cloudflare haben. Unter der Leitung von Prof. Dr. Haya Schulmann von der Goethe-Universität Frankfurt hat…

Physik Astronomie

Ein Stern wie eine Matrjoschka-Puppe

Neue Theorie für Gravasterne… Würde es Gravasterne tatsächlich geben, sähen sie für einen weit entfernten Beobachter ähnlich aus wie Schwarze Löcher. Zwei theoretische Physiker der Goethe-Universität Frankfurt haben jetzt eine neue Lösung der Allgemeinen Relativitätstheorie Albert Einsteins gefunden, derzufolge Gravasterne aufgebaut sein könnten wie eine russische Matrjoschka-Puppe: Im Inneren eines Gravasterns befände sich sein weiterer Gravastern. Das Innere Schwarzer Löcher ist für die Wissenschaft eine harte Nuss: Der deutsche Physiker Karl Schwarzschild fand 1916 eine Lösung für die Gleichungen Albert…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Quallen als Nahrungsquellen im arktischen Winter

AWI-Forschungsteam zeigt, dass Quallen eine wichtige, bisher unbekannte Rolle in der Ernährung von Flohkrebsen während der Polarnacht einnehmen. Die Arktis verändert sich unter dem Klimawandel rasend schnell. Nicht nur die steigende Lufttemperatur setzt ihr zu, auch warmes Wasser aus dem Atlantik, das mehr und mehr einfließt, verändert zunehmend die Strukturen und Funktionen der Ökosysteme. Denn mit diesem gelangen immer häufiger Arten aus wärmeren Gebieten in die Arktis, wie zum Beispiel Quallen. Forschende des AWI konnten nun erstmals mithilfe von DNA-Metabarcoding…

Biowissenschaften Chemie

Mikroskopie: Überwindung der traditionellen Auflösungsgrenze

… für das schnelle Tracken von Molekülen. Forschende der LMU haben eine innovative Methode entwickelt, um schnelle dynamische Prozesse zwischen Molekülen auf der molekularen Ebene zu verfolgen. Abläufe in unserem Körper sind durch das Zusammenspiel verschiedener Biomoleküle, wie etwa von Proteinen und DNA, geprägt. Diese Prozesse finden in einem Bereich von oft nur wenigen Nanometern statt. Sie lassen sich somit mit Fluoreszenzmikroskopie nicht mehr beobachten, deren Auflösungsgrenze aufgrund der Lichtbeugung bei etwa 200 Nanometern liegt. Befinden sich zwei Farbstoffe, mit…

Energie & Elektrotechnik

Neue Maßstäbe bei der numerischen Bewertung von Onshore-Standorten in Namibia

Das Fraunhofer-Institut für Windenergiesysteme IWES unterstützt gemeinsam mit der ENERTRAG SE die Planung eines großen Onshore-Windparks als Teil des grünen Wasserstoffprojekts HYPHEN in Namibia. Mit einer Fläche von 4.000 km2 und einer Leistung von vier Gigawatt (GW) stellt allein die Größenordnung erhebliche Herausforderungen an derzeitige Standortbewertungsmethoden dar. Das Fraunhofer IWES setzt daher auf innovative und präzise Ansätze zur Windfeldberechnung, um den Ertrag zu optimieren. Grüner Wasserstoff ermöglicht die Speicherung und den Transport von Solar- und Windenergie in großem Umfang und…

Biowissenschaften Chemie

Neue Methode für den Blick ins Hirn

Lichtblitze, Hochdruck-Gefrieren & Brechen: Ängste und Abhängigkeiten können unser Leben sehr negativ beeinflussen. Sie zu kontrollieren ist herausfordernd, da sie von komplexen neuronalen Schaltkreisen in unserem Gehirn gesteuert werden. Die molekularen Mechanismen dieser Schaltkreise besser zu verstehen, könnte helfen, bei möglichen Fehlfunktionen einzugreifen. Am Institute of Science and Technology Austria (ISTA) haben Forschende eine neue Methode entwickelt, um die entsprechende Gehirnregion zu untersuchen. Die im Fachmagazin PNAS veröffentlichten Ergebnisse enthüllen einen bisher unbekannten Weg, wie Nervenzellen miteinander kommunizieren. Auf der…

Biowissenschaften Chemie

Schreddern mit System – Proteinrecycling für Immunabwehr

Die Abfallanlage lebender Zellen, das Proteasom, zerkleinert nicht nur ausgediente oder beschädigte Proteine. Es unterstützt das Immunsystem auch dabei, Krebszellen oder infizierte Zellen zu erkennen, indem es Proteinschnipsel – sogenannte Immunpeptide – produziert. Ein Team um Juliane Liepe am Max-Planck-Institut (MPI) für Multidisziplinäre Naturwissenschaften hat nun in einer internationalen Kooperation den Proteinabbau durch das Proteasom im Labor nachgestellt und die dabei gebildeten Peptide identifiziert und quantifiziert. Der damit erzeugte Datensatz könnte zukünftig dazu beitragen, Immunpeptide vorherzusagen und neue Impfstoffe gegen…

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