Immunzellen des Gehirns bilden Brücken zu Nervenzellen. Wenn Nervenzellen im Gehirn absterben, entstehen Krankheiten wie Alzheimer und Parkinson. Um diese Zellen zu schützen, gibt es im Gehirn Immunzellen, die so genannten Mikroglia. Eine Studie von Forschenden des Max-Planck-Instituts für Biologie des Alterns, der Universität Bonn und des Luxembourg Centre for Systems Biomedicine hat nun gezeigt, dass die Mikroglia winzige Röhrchen, so genannte „Tunneling Nanotubes“, bilden und sich so direkt mit den Nervenzellen verbinden. Über die Röhrchen können die Mikroglia sowohl…
UDE-Forschende nutzen DNA-Origami-Methode: Künstliche Nanofabriken sind winzige Werkstätten aus körpereigenen Molekülen, die präzise nach Bauplan designt und aufgebaut werden. Sie können künftig beispielweise dazu beitragen, Krankheitsmarker oder Umweltgifte besser zu erkennen oder als hochspezifische Katalysatoren für die Energieumwandlung und -speicherung dienen. Forschende der Universität Duisburg-Essen haben ein Modell entwickelt, das die Entfaltung und den Abbau von Proteinen reguliert und dabei Kompartimentierungsstrategien nutzt – was neue Wege bei der Entwicklung von künstlichen Nanofabriken ebnen könnte. Ihre Ergebnisse wurden nun in Nature…
Ausstellung der Fachgruppe für computerbasierte Methoden in Design und Engineering (coDE) der Technischen Hochschule Lübeck noch bis zum 15. September 2024 im Landeshaus von Schleswig-Holstein zu sehen. Im Rahmen der Reihe „Kulturland Schleswig-Holstein“ ist derzeit die Ausstellung „Robotische Baukultur: Ein Blick in die Zukunft der Baukunst“ im Landeshaus von Schleswig-Holstein zu sehen. Die Ausstellung wird vom Schleswig-Holsteinischen Landtag, der Investitionsbank Schleswig-Holstein und der Fachgruppe coDE der Technischen Hochschule Lübeck präsentiert. Alle Interessierten können die Ausstellung vom 10. Juli bis zum…
… dank neu bewerteter Drahtbondmaterialien. Zur Beurteilung der Verbindungsqualität von Bondstellen (sog. „Wedges“) zum Chip werden Schertests durchgeführt. Dabei wird die Bondstelle mit einem Meißel seitlich abgeschert und die erforderliche Kraft und das Schadensbild analysiert. Um die Vorgänge beim Schervorgang besser zu verstehen, haben Wissenschaftler*innen der TU Berlin und des Fraunhofer IZM nun erstmals modelliert, was bei der Schädigung mechanisch passiert. So können Rückschlüsse auf die material- und prozessspezifischen Einflüsse von neuartigen, widerstandsfähigen Drahtmaterialien gezogen werden. Damit lässt sich die…
Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde (VdS) und des Hauses der Astronomie in Heidelberg (HdA) – Sommer, Sonne, Perseidenzeit: Jedes Jahr sind Mitte August nachts auffällig viele Sternschnuppen zu sehen. Während dieser Zeit zieht die Erde auf ihrer Umlaufbahn durch einen Schwarm von kosmischen Staubteilchen, die beim Eindringen in die Erdatmosphäre Leuchtspuren verursachen. Die meisten Sternschnuppen sind im Jahr 2024 in den Morgenstunden des 12. August und in der Nacht vom 12. auf den 13. August zu sehen. Unter optimalen…
ETH-Forschende haben bestimmte Bakterien mit UV-Licht so verändert, dass sie mehr Zellulose produzieren. Grundlage dafür ist ein neuer Ansatz, mit dem die Forschenden Tausende von Bakterienvarianten erzeugen und diejenigen auswählen, die sich zu den produktivsten entwickelt haben. Mit dieser Sortieranlage im Mikroformat können einzelne Zellen in winzige Bläschen verpackt werden. (Video: Julie Laurent / ETH Zürich) Bakterien produzieren für den Menschen interessante Materialien wie Zellulose, Seide oder Mineralien. Der Vorteil der bakteriellen Produktion ist, dass sie nachhaltig ist, bei Raumtemperatur und…
Wie Saphire in Vulkanen entstanden. Wissenschaftler der Universität Heidelberg erforschen die Entstehung dieser charakteristisch blau gefärbten Kristalle in vulkanischen Schmelzen. Saphire zählen zu den kostbarsten aller Edelsteine, bestehen aber lediglich aus chemisch „verunreinigtem“ Aluminiumoxid – dem sogenannten Korund. Weltweit finden sich diese Kristalle mit charakteristischer blauer Färbung hauptsächlich in Verbindung mit siliciumarmen vulkanischen Gesteinen. Weit verbreitet ist in diesem Zusammenhang die Annahme, dass Saphir aus tiefen Krustengesteinen stammt und zufällig mit aufsteigendem Magma an die Erdoberfläche gelangte. Geowissenschaftler der Universität…
Forschungsteam des HIRI und der THWS entwickelt Anwendung zur Veranschaulichung von Einzelzelldaten. Moderne Spitzenforschung geht mit enormen Datenmengen einher – und stellt die Wissenschaft vor die Herausforderung, diese zu visualisieren und zu analysieren. Forschende des Würzburger Helmholtz-Instituts für RNA-basierte Infektionsforschung (HIRI) und der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) haben ein Instrument zur Veranschaulichung großer Datenmengen entwickelt. Das Programm sCIRCLE erlaubt es, Daten der Einzelzellanalyse interaktiv und nutzerfreundlich zu betrachten. Die Erkenntnisse wurden im Fachmagazin NAR Genomics and Bioinformatics publiziert. Antibiotikaresistenzen sind…
KI-Experte Alexander Binder auf Lehrstuhl für Computer Vision an der Universität Magdeburg berufen. Der Mathematiker und KI-Experte Prof. Dr. Alexander Binder wurde auf den Lehrstuhl für Computer Vision der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg berufen. Er lehrt und forscht auf dem Gebiet des Bildverstehens und wechselte vom Singapore Institute of Technology nach Magdeburg, um an der Fakultät für Informatik den Forschungsschwerpunkt „Erklärbare KI“ zu etablieren. Computer Vision ist ein Teilbereich der künstlichen Intelligenz (KI), bei dem Systeme trainiert werden, um aus digitalen Bildern,…
Leipziger Wissenschaftler:innen analysieren 21.000 Zellen aus Gewebeproben. Die Leber besitzt die bemerkenswerte Fähigkeit zur Regeneration. Diese Eigenschaft ist von entscheidender Bedeutung für das Aufrechterhalten der Organfunktion und die Erholung nach Verletzungen oder chirurgischen Eingriffen. Wissenschaftler:innen der Universitätsmedizin Leipzig, des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie, der TU Dresden und der ETH Zürich haben an klinischen Proben untersucht, wie sich Zelltypen in der Leber vor und nach der Regeneration verändern. Aus den aktuellen Studiendaten, die im renommierten Journal Nature Communications veröffentlicht worden sind,…
AP180 ist ein Protein, das an der Endozytose und damit an der Signalweiterleitung zwischen Nervenzellen beteiligt ist. Noch nie wurde das Protein, das großteils keine dreidimensionale Struktur besitzt, vollständig untersucht. Mittels Lösungs-NMR-Spektroskopie konnten Wissenschaftler vom Leibniz-Forschungsinstitut für Molekulare Pharmakologie (FMP) jetzt erstmals jede seiner 600 unstrukturierten Aminosäuren einzeln anschauen und ein neues Interaktionsnetzwerk entdecken. Die Arbeit hat Modellcharakter. Das Paper ist kürzlich in „Nature Communications“ erschienen. Damit Stoffe wie Neurotransmitter, Nährstoffe, aber auch Viren in unsere Zellen gelangen, werden sie…
Mit Tools wie Midjourney lassen sich Texte in Bilder umwandeln. Die Ergebnisse sind beeindruckend detailliert und realitätsnah, allerdings nicht frei von Stereotypen. Hier setzt das von der Bayerischen Forschungsstiftung geförderte Projekt der THI-Professoren Torsten Schön und Matthias Uhl an: Die Forscher wollen der KI die Klischees abtrainieren. Das Ergebnis ist nicht frei von Vorurteilen (Foto: THI) Tippt man in das Text-to-Image-Tool Midjourney „Picture of a nurse“ ein, zu Deutsch „Bild einer Krankenpflegerin bzw. eines Krankenpflegers“ ein, ist das Ergebnis bemerkenswert:…
European XFEL erzeugt exotische Materie. Forschende am European XFEL erzeugten einen Materiezustand, wie er im Inneren von Planeten oder in der implodierenden Kapsel eines Trägheitsfusionsreaktors vorkommt. Zugleich eröffnen sie einen Weg zur Messung extrem kurzer Phänomene. Skizze des experimentellen Aufbaus und Messergebnisse. (c) European XFEL; Laurent Mercadier Die Erforschung der Bedingungen, wie sie im Inneren von Planeten, einschließlich der Erde, oder während einer Fusionsreaktion vorherrschen, ist eine große Herausforderung. Durch das Fokussieren des extrem leistungsstarken Röntgenlasers European XFEL auf eine…
Neue Studie identifiziert anhaltende Aktivierung des angeborenen Immunsystems im Gehirn von COVID-19-Genesenen / Potentielle Bedeutung für langfristige neurologische Symptome von COVID-19 / Publikation in Acta Neuropathologica. Freiburger Forscher*innen haben wichtige Fortschritte im Verständnis der immunologischen Veränderungen im Gehirn von COVID-19-Genesenen gemacht. Im Gehirn von Personen, die eine SARS-CoV-2-Infektion überstanden haben, fanden sie Anzeichen einer anhaltenden Aktivierung des angeborenen Immunsystems, wie das Forschungsteam unter der Leitung von Prof. Dr. Marco Prinz, Ärztlicher Direktor am Institut für Neuropathologie des Universitätsklinikums Freiburg jetzt…
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universitätsmedizin Magdeburg entdecken neuen Ansatz für die Behandlung von neurodegenerativen und Autoimmunerkrankungen. Forscherinnen und Forscher der Medizinischen Fakultät der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg haben eine neue Substanz entwickelt, die den kontrollierten Tod (Apoptose) von Krebszellen blockiert. Dafür hat das Team der Arbeitsgruppe Translationale Entzündungsforschung in Zusammenarbeit mit dem Institut für Molekulare und Klinische Immunologie (IMKI), dem Institut für Experimentelle Innere Medizin (IEIM) und dem ACTREC, TATA Memorial Centre, Kharghar, Navi Mumbai computerbasierte Verfahren mit experimentellen Analysen kombiniert. Die…
Etwa 90 Prozent aller Lungenkrebs-Fälle sind durch Rauchen bedingt. Lun-genkrebs ist einer der tödlichsten Krebsarten: nur etwa 15 Prozent der Männer (20 Prozent der Frauen) überlebt die ersten fünf Jahre nach der Diagnose. Kann das Leben dieser Menschen durch Früherkennung mittels Niedrigdosis-Computertomographie (kurz: LDCT)-Screening verlängert werden? Eine Flut von Artikeln aus der Medizintechnik-Branche und von medizinischen Fachgesellschaften der Pneumologie und Radiologie argumentierte, dass LDCT für aktive und ehemalige Raucher von den Krankenkassen bezahlt werden soll. „CT-Früherkennung ist eine wirksame, sichere…