Beispielsweise beträgt der Energiebereich bei EXAFS-Untersuchungen ca. 1 keV, bei XANES-Untersuchungen ca. 0,1 keV.Diese Anforderungen werden durch eine Röntgenlinse erfüllt, die zwischen 100 und 1000 Linsenelemente aufweist, die je ein quasiparabolisches Profil besitzen. Das quasiparabolische Profil wird hierbei bevorzugt durch eine periodische Funktion erzeugt. Dadurch ist gewährleistet, dass neben dem gewollten Fokalfleck keine weiteren lokalen Strahlungsmaxima in benachbarten Gebieten auftreten.
Röntgenlinsen mit quasiparabolischem Profil zeigen im Gegensatz zu herkömmlichen Röntgenlinsen mit parabolischem Profil eine deutlich vergrößerte Fokaltiefe. Die Konstanz der Fokalfleckbreite über eine gewisse Fokaltiefe erlaubt, röntgenspektroskopische Untersuchungen innerhalb eines weiten Energiebereichs, d. h. über einige keV, durchzuführen, ohne dass der beleuchtete Bereich seine Form und Größe ändert. Dadurch ist sichergestellt, dass die spektroskopische Information für alle Energien innerhalb des Energiebereichs auch aus demselben Probevolumen kommt.
Dr. Stephan Gärtner
Forschungszentrum Karlsruhe GmbH
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