Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 149,7 Millionen Tonnen. Mit einem Plus von 7,3% hat der Empfang aus dem Ausland am stärksten zugenommen, gefolgt vom innerdeutschen Verkehr mit einer Zunahme von 5,5%. Beim Versand ins Ausland, der 2006 noch am stärksten gewachsen war, liegt dagegen der Anstieg nur bei 1,2%.
Differenziert nach Gütern zeigen sich die höchsten Zunahmen mit circa 17% bei Eisen und NE-Metallen, gefolgt von fast 9% bei Erzen und Metallabfällen und knapp 8% bei Halb- und Fertigerzeugnissen. Verhältnismäßig stark gewachsen ist mit einem Plus von 6,5% auch der Umschlag von chemischen Erzeugnissen. Um fast 8% gesunken ist dagegen der Güterumschlag von landwirtschaftlichen Erzeugnissen.
Absolut betrachtet liegen mit 55,3 Millionen Tonnen andere Halb- und Fertigerzeugnisse weiterhin an erster Stelle. Auf diese Güterabteilung, die hauptsächlich Produkte wie Maschinen, elektrotechnische Erzeugnisse und Ähnliches umfasst, entfallen über 35% aller im Seeverkehr umgeschlagenen Güter. Auf dem zweiten Platz – allerdings weiterhin mit sinkendem Anteil – folgen mit gut 32 Millionen Tonnen Mineralölerzeugnisse, die etwa 20% des Seegüterumschlags ausmachen.
Der Containerverkehr legte wieder zweistellig zu: Hier ist – in TEU gemessen – gegenüber dem 1. Halbjahr 2006 eine Zunahme von über 13% zu verzeichnen. Damit entwickelt sich – wie auch schon in den Vorjahren – der Gütertransport in Containern erheblich dynamischer als der Gesamtumschlag im Seeverkehr.
Der Index der Seefrachtraten in der Linienfahrt, der die Preisentwicklung der von den deutschen Unternehmen für Im- und Exporte in Anspruch genommenen Seeverkehrsleistungen in der Linienfahrt aufzeigt, lag im 1. Halbjahr 2007 – berechnet auf Euro- Basis – um 15,1% unter dem Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraumes. Bezogen auf die einzelnen Fahrtregionen kam es zu folgenden Entwicklungen: In der Afrikafahrt (- 12,0%), in der Amerikafahrt (- 31,1%) und in der Fahrtregion Asien/Australien (- 1,1%) lagen die Frachtraten im 1. Halbjahr 2007 im Vergleich zum 1. Halbjahr 2006 zum Teil deutlich niedriger. Dagegen stiegen die Frachtraten in der Europafahrt um 0,3%.
Da eine Vielzahl der Originalfrachtraten in US-Dollar gemeldet wird, hatte die Wechselkursentwicklung des US-Dollars gegenüber dem Euro auf die Entwicklung der Indizes einen nicht unerheblichen Einfluss. Im 1. Halbjahr 2007 lag der Wechselkurs des US-Dollars gegenüber dem Euro um 7,6% unter dem Niveau des 1. Halbjahres 2006.
Weitere Auskünfte zum Seeverkehr gibt:
Manfred Crezelius,
Telefon: (0611) 75-2432,
E-Mail: seeschifffahrt@destatis.de
zu den Seefrachtraten:
Andreas Martin,
Telefon: (0611) 75-2629,
E-Mail: dienstleistungspreise@destatis.de

