Kommunikation Medien

Studium generale "Innovation": Wie Unternehmen mit interaktivem Fernsehen weiterbilden

Unternehmensfernsehen wird als Weiterbildungsmedium bisher nur von einigen großen Firmen in Deutschland genutzt, seinen konzeptionellen Ursprung hat es in den 80iger Jahren in den USA.

Unter dem Titel “Corporate TV am Arbeitsplatz – Wie Mitarbeiter mit interaktivem Fernsehen lernen” wird Referent Stefan Schmädeke von der Medienfirma TVN Content über die Entstehung, die Praxis und die Erfahrungen mit dem interaktiven Weiterbildungsfernsehen in der Industrie sprechen. Der diplomierte Fernsehjournalist sammelte Erfahrungen bei verschiedenen TV- und Radio-Sendern bevor er 1997 zum Unternehmensfernsehen wechselte. Seit 1998 leitet er die Redaktion des Corporate TV für die firmeninterne Weiterbildung von der Volkswagen AG.

Weiterbildungsfernsehen hat etwas mit lernen zu tun. Lernen bedeutet den individuellen Erwerb von Kenntnissen sowie von geistigen und körperlichen Fähigkeiten und funktioniert auf unterschiedliche Weise: etwa beim Lesen, beim Zuhören oder beim Zuschauen.

Zahlreiche Studien zeigen, dass das visuelle Lernen beim Menschen vom größten Erfolg gekrönt ist. Diese Erkenntnis wurde von der Medien-Produktionsfirma TVN Content aus Hannover aufgegriffen, die bereits seit 1996 die Mitarbeiter u.a. des Wolfsburger Automobilherstellers Volkswagen mit einem interaktiven Unternehmensfernsehen schult. Dabei handelt es sich nicht um den alltäglichen Fernsehbegriff wie ihn ein jeder kennt, sondern um ein firmeninternes Weiterbildungsmedium für Personal. Mitarbeiter, so Stefan Schmädeke, gelten als “humane Erfolgsfaktoren” (engl. human resources) eines Unternehmens, die schnell und effizient auf den neusten Stand gebracht werden müssen. Wie sich Neue Medien – neben dem Einsatz klassischer Weiterbildungsmethoden, wie z.B. Seminare, Workshops oder Mitarbeiterzeitschriften – immer mehr in der Unternehmenskommunikation- und Weiterbildung durchsetzen, das zeigt Stefan Schmädeke in seinem Vortrag.

Innovation aus einem ganz anderen Blickwinkel, stellt das Studium generale in der Woche darauf vor: Am Dienstag, 19. Juni berichtet Dr. Peter Bette (Boehringer-Ingelheim Pharma GmbH & Co. KG) über Innovationen in der Pharma-Branche, speziell über den Entwicklungszyklus eines Medikaments.



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