Die in Frankreich entwickelte Methode beruht darauf, dass sich Ultraschallwellen in gesundem, weichem Lebergewebe mit anderer Geschwindigkeit ausbreiten und reflektiert werden als in erkranktem, härterem Gewebe. Bei der Diagnose einer Leberzirrhose als Endstadium chronischer Lebererkrankungen hat die Methode inzwischen gesicherten Stellenwert.
Inwiefern durch sie auch frühere Krankheitsstadien zuverlässig erkannt werden können und ob sie auch dazu dienen kann, Therapieerfolge bei Lebererkrankungen nicht invasiv zu messen, sollen wissenschaftliche Studien zeigen, die von Dr. Ulrike Denzer, Oberärztin an der I. Medizinischen Klinik des UKE, geleitet werden.
In Europa rechnet man pro 100 000 Einwohner mit 242 Leberzirrhosen; davon sind etwa 190 alkoholbedingt. Die genaue Häufigkeit der Erkrankung ist unsicher, da viele Zirrhosen symptomlos verlaufen, bis die Erkrankung bereits weit fortgeschritten ist. Deswegen empfiehlt es sich, alle fünf Jahre die Leberwerte beim Hausarzt untersuchen zu lassen. Erhöhte Leberwerte bedürfen immer einer diagnostischen Abklärung. Selbst wenn schon eine Zirrhose eingetreten sein sollte, kann durch moderne Therapieverfahren und allgemeine Verhaltensregeln bei der Mehrzahl der Patienten das Fortschreiten der Erkrankung gestoppt oder zumindest verlangsamt werden.




