Die Universität Dortmund eröffnet heute (5.2.02) ihr Interdisziplinäres Zentrum für magnetische Resonanz. Worum geht es? Die magnetische Resonanz ist eine physikalische Untersuchungsmethode, welche Eigenschaften von Elektronen und Atomkernen nutzt, um unterschiedliche Stoffe sehr detailliert zu charakterisieren.
Sie wird in der Physik und in der Chemie seit etwa 50 Jahren verwendet, und in den letzten 20 Jahren wird sie zunehmend auch in der Medizin als nicht invasive bildgebende Methode geschätzt. Die Basis dafür ist die Eigendrehung (=Spin) dieser Elementarteilchen, welche dadurch ein (sehr kleines) magnetische Moment besitzen.
Bringt man ein solches Teilchen in ein äußeres Magnetfeld, so führt es eine Präzessionsbewegung um das Magnetfeld durch. Diese Bewegung wird von einem sogenannten NMR Spektrometer gemessen. Aus der genauen Messung der Frequenz können molekulare Strukturen bestimmt werden; Bewegungsprozesse werden untersucht oder Defekte in Festkörpern analysiert.
Die Forschung im Bereich der magnetischen Resonanz spielt an der Universität Dortmund schon seit ihrer Gründung eine wichtige Rolle.
In den letzten Jahren hat die Universität außerdem – in Zusammenarbeit mit dem Max-Planck Institut für molekulare Physiologie – erhebliche Anstrengungen unternommen, die instrumentellen Möglichkeiten weiter zu verbessern. Es wurden mehrere Instrumente der neuesten Generation beschafft. Um diese der gesamten Universität sowie benachbarten Universitäten und Forschungsinstituten zugänglich zu machen wurde jetzt das Interdisziplinäre Zentrum für magnetische Resonanz (IZMR) gegründet, welches nicht nur die neuen Spektrometer betreibt, sondern auch die Forschungsanstrengungen koordiniert. Das Zentrum in mehrere Forschungsbänder eingebunden, wie auch in Forschergruppen und Graduiertenkollegs.
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Weitere Information:
Prof. Dr. Dieter Suter, Ruf 0231 7553512, Fax 0231 7553652|
E-Mail Dieter.Suter@physik.uni-dortmund.de




