Mehr als 1,1 Milliarden Euro werden investiert, um FAIR, Facility for Antiproton and Ion Research, zu errichten. Damit erhält die deutsche Forschung mit Ionen und Antiprotonen durch die Helmholtz-Gemeinschaft einen enormen Schub.
Neben den beiden großen Beschleunigerringen (Synchrotronen) mit einem Umfang von mehr als 1000 Metern bilden die Speicherringe das eigentliche Herzstück des komplexen Großprojekts.
Das Forschungszentrum Jülich beteiligt sich mit mehreren Instituten federführend bei Planung, Bau und Betrieb des so genannten HESR (High Energy Storage Ring), einem Beschleuniger und Speicherring für Antiprotonen. “Die Erfahrungen mit unserem Beschleuniger COSY als kleinerer Ausgabe des HESR erweisen sich als absolut essentiell für dieses Projekt”, sagt Prof. Hans Ströher, Direktor am Jülicher Institut für Kernphysik.
Auf einer internationalen Fachtagung in Tiflis, Georgien, diskutierten kürzlich 70 Teilnehmer aus 9 Ländern über diese Aspekte. “Da sich Antiprotonen mit normaler Materie gegenseitig vernichten, ist dies eine echte Herausforderung, der wir uns – unter anderem mit Testexperimenten an COSY – annehmen werden”, so Ströher. “Polarisierte Antiprotonen mit einheitlich ausgerichteten Spins sind die Wunschteilchen vieler Hadronen- und Teilchenphysiker.”
Neben dem Erkenntnisgewinn für die Grundlagenforschung sollen aber auch zahlreiche Anwendungen durch FAIR vorangetrieben werden, beispielsweise in der Tumortherapie mit Ionenstrahlen oder bei Material- und Fusionsforschung. Mehr Infos zu FAIR: http://www.gsi.de/fair/ Mehr Infos zu COSY: http://www.fz-juelich.de/ikp/ Bericht über die Fachtagung “Spin and Hadron Physics” in Tiflis: http://www.fz-juelich.de/portal/datapool/presse06//2006-11-03_CGSWHP_Tiflis_2006.pdf




