Leipziger Professur für Journalistik II erhält Forschungsauftrag der Landesanstalt für Medien NRW
Dies beschloss die Medienkommission der LfM in ihrer Sitzung am 27. Oktober 2006 in Düsseldorf. “Die Frage, wie Journalisten das Internet nutzen, ist für die Sicherung journalistischer Qualität von entscheidender Bedeutung. Ich begrüße es daher, dass die LfM durch ihr Projekt die arbeitsintensive Forschung in diesem Bereich unterstützt und damit einmal mehr wichtige Grundlagenforschung im Medienbereich ermöglicht”, sagte Prof. Dr. Marcel Machill.
Wie Befragungen unter Journalisten zeigen, nimmt das Internet in der täglichen Arbeit einen immer größeren Stellenwert ein. Über 90 Prozent aller Journalisten im deutschsprachigen Raum, so die Ergebnisse quantitativer Befragungen, nutzen mittlerweile das Internet für Recherchen, greifen bspw. auf Suchmaschinen als Hilfsmittel zum Auffinden von Informationen zurück.
Doch außer der Tatsache, dass Journalisten das Internet nutzen, ist bisher wenig darüber bekannt, wie sie das World Wide Web in ihre tägliche Arbeit integrieren. Das von der LfM ausgeschriebene und mit insgesamt 100.000,- Euro dotierte Forschungsprojekt “Journalistische Recherche im Internet” hat zum Ziel, die Auswirkungen, die das Internet auf die Arbeit der Journalisten hat, näher zu beschreiben. Eine der Kernfragen ist dabei, wie sich die Recherche im Internet auf die Qualität im Journalismus auswirkt. Das Leipziger Projektangebot sieht zur Beantwortung dieser Frage ein qualitatives Forschungsdesign vor, das unter anderem die Beobachtung von Journalisten während ihres Arbeitsalltags umfasst. Zu dem Forscherteam gehören neben Marcek Machill auch Diplom-Medienwissenschaftler Markus Beiler und Martin Zenker M.A..
Die Ergebnisse des Forschungsprojektes, die bis Ende 2007 vorliegen werden, sollen in die künftige Aus- und Weiterbildung von Journalisten einfließen.
Weitere Informationen:
Prof. Dr. Marcel Machill
E-Mail: machill@uni-leipzig.de
