Informationstechnologie

Hochschule Coburg und CORYX Software erarbeiten eine automatisierte Softwareentwicklung

Ihre Zusammenarbeit wird für die nächsten zwei Jahre mit über 270.000 EUR vom Bayerischen Wirtschaftsministerium gefördert. Dessen “Software-Offensive Bayern” will Unternehmen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten auf dem Gebiet der Informations- und Kommunikationstechnik ermöglichen und deren Umsetzung in Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsabläufe verbessern und beschleunigen.

Bei dem Projekt wird ein großes Problem angegangen, das auch heute noch die Herstellung von Software prägt: Es werden noch alle Bestandteile von Hand programmiert. Die industrielle Automatisierung ist hier noch weitgehend unbekannt. Um dies zu ändern, gibt es seit einiger Zeit das Konzept der modellgetriebenen Softwareentwicklung, bei der weite Teile eines Programms aus einem formalen Modell automatisch erzeugt werden können, erklärt Uwe Schenk, Geschäftsführer von CORYX Software. “Werkzeuge, wie sie unsere CORYX Plattform Technologie bietet, nehmen den Entwicklern dann einen Teil der Arbeit ab. Das spart Zeit und Geld, denn so kommen diese schneller an ihr Ziel – oft sogar noch in besserer Qualität.”

Der aktuelle Trend, IT-Systeme in Unternehmen nach dessen Geschäftsprozessen zu organisieren und die einzelnen Teilsysteme ein Stück weit zu entkoppeln, ist damit allerdings noch nicht berücksichtigt. Hier setzt das gemeinsame Forschungsprojekt von CORYX und der Hochschule an. Insbesondere sollen Lösungen für die Modellierung solcher isolierten Teilsysteme, die man auch als “Dienste” bezeichnet, deren vielschichtiges Zusammenspiel sowie für die automatische Erzeugung von zugehörigen Tests erarbeitet werden.

Projektleiter Prof. Dr. Thomas Wieland von der Hochschule Coburg betont, “dass die in dem gemeinsamen Projekt untersuchten Technologien von großer Bedeutung für die zukünftige Entwicklung komplexer Software-Systeme sind. Sie haben das Potenzial, die Software-Entwicklung endlich von der Handarbeit ins Industriezeitalter zu katapultieren.”



Kommentare (0)

Schreiben Sie einen Kommentar