“Dass Strom durch schmale, eigentlich nicht leitende Bereiche `durchtunnelt´, wird schon in vielen Anwendungen genutzt”, so Kohlstedt. “Neu aber sind die Möglichkeiten, die sich eröffnen, wenn dieser schmale Bereich polarisiert ist.”
In diesen so genannten Ferroelektrika ordnen sich interne (Dipol-)Ladungen parallel an. Die Anordnung kann durch elektrische Felder beeinflusst werden und beeinflusst umgekehrt den elektrischen Widerstand des Materials.
“Wir erhalten also einen kleinen Schalter mit sehr interessanten Eigenschaften”, erklärt Kohlstedt. Denkbar wären Speicherbausteine im Computer, die auch ohne Strom ihr “Gedächtnis” behalten, Sensoren und Umwandler für elektrische und magnetische Felder oder sogar kompakte Speicher aus einer Kombination von ferroelektrischen und ferromagnetischen Materialien, die sich einfach durch elektrische Spannung und Felder beschreiben lassen.
Übersichtsartikel in Science von Evgeny Y. Tsymbal und Hermann Kohlstedt: http://www.sciencemag.org/cgi/content/full/313/5784/181?rss=1
Weitere Jülicher Forschung zu neuen Speichermedien:
Jülicher Zukunftsforum Information:
http://www.fz-juelich.de/portal/forschung/information/zukunft_info
Oxidierte Dislokationen als Bit:
http://www.fz-juelich.de/portal/index.php?index=495&cmd=show&mid=336
Phasenwechselnde Speichermedien:
http://www.fz-juelich.de/portal/kurznachrichten/archiv/januar2006/




