Dabei war der überwiegende Teil (19,9%) krank, 0,7% litten an einer Unfallverletzung. Das zeigen die Ergebnisse der Mikrozensus-Zusatzbefragung, bei der 2005 erstmals 1% der Bevölkerung zu gesundheitsbezogenen Themen befragt wurde.
Insgesamt litten Frauen ab 60 etwas häufiger (21,4%) unter gesundheitlichen Beeinträchtigungen als Männer (19,4%). Diese Differenz ist im Wesentlichen mit dem höheren Anteil kranker Frauen über 65 Jahren (23,4%) zu erklären – in dieser Altersgruppe waren 21,0% der Männer krank. Bei den 60- bis 64-Jährigen waren die Frauen weniger häufig krank oder unfallverletzt (14,3%) als gleichaltrige Männer (15,1%).
Aufgrund ihrer Erkrankung begaben sich 93% der älteren Kranken in Behandlung, 6% hielten das nicht für erforderlich. Dabei wurden ältere Männer mit einem Anteil von 16% häufiger stationär behandelt als ältere Frauen (13%).
Ein Vergleich der Länderergebnisse lässt regionale Unterschiede in der Häufigkeit von Krankheiten und Unfallverletzungen erkennen. Da die Altersstruktur zwischen den Bundesländern variiert, ist für einen solchen ebenso wie für einen zeitlichen Vergleich die Betrachtung altersstandardisierter Ergebnisse sinnvoll; das heißt, zur Vergleichbarkeit wurde für alle Bundesländer eine einheitliche Altersstruktur zugrunde gelegt. Den höchsten Anteil kranker und unfallverletzter Personen ab 60 Jahren wies Berlin mit 27,1% auf, die niedrigsten Anteile Hamburg (14,3%) und Bremen (16,3%).
Weitere Auskünfte gibt: Zweigstelle Bonn, Karin Lange, Telefon: (01888) 644-8154, E-Mail: mz-gesundheit@destatis.de

