Eine kräftige Produktionszunahme um 3,4 % hatte das Bauhauptgewerbe zu verzeichnen. Die Industrieproduktion erhöhte sich um 1,2 %, während sich die Erzeugung im Bereich der Energie leicht abschwächte (-0,5 %). Innerhalb der industriellen Hauptgruppen konnten vor allem die Hersteller von Investitions- und Vorleistungsgütern spürbare Produktionszuwächse verbuchen (+1,8 % bzw. +1,0 %). Bei den Konsumgüterproduzenten nahm die Erzeugung um 0,4 % zu.
Im Zweimonatsvergleich (Juni/Juli gegenüber April/Mai) erhöhte sich die Gesamterzeugung im Produzierenden Gewerbe saisonbereinigt um 1,0 %. Die Industrieproduktion stieg dabei weiter um 0,9 %. Im Bauhauptgewerbe setzte sich die Zunahme der Erzeugung mit abgeschwächter Dynamik fort (+1,4 %). Im Bereich Energie war ein Anstieg der Erzeugung um 2,0 % zu verzeichnen. Die positive Entwicklung in der Industrie wurde durch spürbare Produktionszunahmen bei den Vorleistungs- und Investitionsgüterproduzenten (+2,1 % bzw. +0,9 %) getragen. Die Konsumgüterhersteller schränkten ihren Ausstoß demgegenüber um 1,5 % ein.
Gegenüber dem Vorjahr stieg die Gesamtproduktion im Produzierenden Gewerbe im Juni/Juli arbeitstäglich bereinigt um 4,6 %. In der Industrie wurden die Vorjahresstände dabei um 5,0 % und im Bauhauptgewerbe 5,7 % überschritten. Die Erzeugung im Bereich der Energie lag geringfügig über dem Stand des Vorjahres (+0,1 %).
Die konjunkturelle Dynamik im Produzierenden Gewerbe hat nach den vorliegenden Zahlen zuletzt wieder etwas zugenommen. Starke Impulse gehen dabei – neben dem vor allem maßgeblichen Bereich der Industrie – weiterhin vom Bauhauptgewerbe aus. Vor dem Hintergrund der insgesamt gesehen positiven Entwicklung der Bestelltätigkeit in den letzten Monaten sowohl in der Industrie als auch im Bauhauptgewerbe ist mit der Fortsetzung der lebhaften Produktionstätigkeit im Produzierenden Gewerbe zu rechnen.




