Auch im Juli 2006 ist die Jahresteuerungsrate mit + 1,9% noch stark von den Energiepreisen beeinflusst, allerdings nicht mehr in dem Maße wie in den vergangenen Monaten. Ohne Energie (Haushaltsenergie und Kraftstoffe) wäre sie bei + 1,1% gelegen (Juni 2006 gegenüber Juni 2005: + 0,9%). Die Preise für Energie lagen im Juli 2006 um 10,2% über dem Vorjahresmonat; dazu trugen insbesondere Gas, Zentralheizung, Heizöl sowie Normal- und Superbenzin bei. Überdurchschnittliche Preissteigerungen gegenüber Juli 2005 waren unter anderem auch bei Gemüse mit + 11,1%, bei Dienstleistungen für Instandhaltung und Reparatur der Wohnung mit + 4,2% und bei Pauschalreisen mit + 4,1% zu beobachten. Günstiger im Vergleich zum Juli 2005 entwickelten sich dagegen die Preise für Bekleidung und Schuhe (- 0,9%), für Haushaltsgeräte (- 1,4%), für Telefondienstleistungen (- 3,5%) und für Informationsverarbeitungsgeräte (- 8,0%).
Die relativ hohe Veränderungsrate von + 0,4% zum Juni 2006 ist in erster Linie auf saisonalbedingte Preiserhöhungen bei den Pauschalreisen mit + 14,7% und bei den Ferienwohnungen mit + 28,1% zurückzuführen. Die Preise für Heizöl und Kraftstoffe stiegen gegenüber dem Vormonat um jeweils 1,8%. Damit erreichten die Preise für Kraftstoffe einen neuen Höchststand. Nahrungsmittel verbilligten sich aus Sicht der Verbraucher im Juli 2006 gegenüber Juni 2006 um 0,4%, darunter Gemüse: – 4,6%. Geringere Preise als im Juni 2006 waren auch bei Bekleidung und Schuhen (- 1,7%), Möbeln und Einrichtungsgegenständen (- 0,2%) und bei Fahrrädern (- 0,4%) zu beobachten.
Der für europäische Zwecke berechnete harmonisierte Verbraucherpreisindex für Deutschland hat sich im Juli 2006 gegenüber Juli 2005 um 2,1% erhöht. Im Vergleich zum Vormonat stieg der Index um 0,5%. Die Schätzung vom 26. Juli 2006 wurde damit bestätigt.
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