Damit T-Shirts künftig mitdenken können: Bundesforschungsministerium fördert intelligente Textilien
Industrie und Forschung erarbeiteten fast 50 Ideenskizzen für anspruchsvolle Entwicklungsprojekte in diesem Zukunftsfeld. Es sei zu erwarten, dass ein Dutzend dieser Projekte gefördert werden kann, teilt die VDI/VDE Innovation + Technik GmbH (VDI/VDE-IT), Projektträger des BMBF für das Rahmenprogramm “Mikrosysteme”, mit.
“Intelligent” werden Textilien durch Mikrosysteme, die in das textile Material integriert sind. Das Zusammenwirken hoch entwickelter Technologien der Mikrosystem- und Textiltechnik eröffnet der mittelständisch geprägten deutschen Textilindustrie enorme Chancen. Auf dem Gebiet der technischen Textilien nehmen deutsche Textilunternehmen schon jetzt eine internationale Spitzenstellung ein. Viel versprechende Anwendungsfelder für die Zukunft sind das Gesundheitswesen und der Sicherheitsbereich.
Künftig werden beispielsweise winzige Sensoren in Verbänden den Heilungsprozess von Wunden verfolgen können. Schutzanzüge der Feuerwehr regeln eigenständig ihre Klimatisierung. Und der Sitzbezug im Auto misst das Gewicht des Fahrgastes und schaltet – um Verletzungen zu vermeiden – den Airbag ab, wenn sich ein Kleinkind auf dem Sitz befindet.
Neben der Umsetzung solcher Anwendungen für Gesundheit und Sicherheit fördert das BMBF die Entwicklung neuer textilbasierter Mikrosystemtechnologien. Dazu gehören neue Sensoren, leuchtende Textilien sowie Aufbau- und Verbindungstechniken.
Auf der Podiumsdiskussion zur “Wearable Technologies”-Show der ISPO 2006, Internationale Fachmesse für Sportartikel und Sportmode in München, stellt die VDI/VDE-IT am Sonntag, 16. Juli, den Mikrosystemtechnik-Schwerpunkt Intelligente Textilien vor. Die Podiumsdiskussion beginnt um 12.30 Uhr auf dem Messegelände München, Halle B2, Stand 215 A.
Weitere Informationen gibt es unter www.mstonline.de/foerderung oder bei
VDI/VDE Innovation + Technik GmbH
Dr. Hartmut Strese
Steinplatz 1, 10623 Berlin




