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Siemens gewinnt Innovationspreis der deutschen Wirtschaft

Siemens hat mit einer neuartigen Aufnahmetechnik für die Magnetresonanztomographie (MR) den diesjährigen Innovationspreis der deutschen Wirtschaft in der Kategorie Großunternehmen gewonnen. Der Preis wurde am 22. Januar in der Alten Oper in Frankfurt überreicht. Er wird seit 1980 jährlich vom Wirtschaftsclub Rhein-Main e.V. und der Wirtschaftswoche auch in den Kategorien mittelständische Unternehmen und Start-ups vergeben. Zum 25. Jubiläum des Preises hat Siemens sieben Innovationen aus den Themenbereichen Kommunikation, Verkehr und Medizintechnik eingereicht – das ist eine Rekordbeteiligung eines einzelnen Unternehmens.


Ausgezeichnet wurde die Tim-Technik (Total imaging matrix), die MR-Aufnahmen des ganzen Körpers ermöglicht. Das Verfahren verbessert auch die Aufnahmequalität und erlaubt so präzisere Diagnosen etwa von Tumoren, die bereits Metastasen gebildet haben. Mit dem System können Patienten von Kopf bis Fuß in einem Schritt untersucht werden, ohne dass dabei Spulen gewechselt werden müssen oder sie ihre Lage verändern müssen.

Bei der Technik können 76 einzelne Spulenelemente mit 32 Empfangskanälen beliebig kombiniert werden, was eine bis zu vierfach bessere Auflösung ergibt und den Scanbereich auf 205 Zentimeter ausdehnt. Bisherige Systeme erlaubten Aufnahmen bis zu einer Länge von 1,50 Meter. Ganzkörperbilder mussten wie ein Puzzle zusammengesetzt werden. MR-Tomographen arbeiten mit starken Magnetfeldern, die auf die Kerne der Wasserstoffatome (Protonen) im Körper einwirken. Diese senden schwache elektrische Impulse aus, die von am Körper anliegenden Spulen registriert und mittels Empfangskanälen im MR-Tisch ausgelesen werden. Ein Computer errechnet aus diesen Informationen detaillierte Bilder des Körperinneren.



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